Echte Polizei warnt vor Trick-Anrufen in der Region

Vorsicht: "Herr Bach" und "Herr Schneider" wollen an ihr Geld!

Landkreis Rosenheim - Die Serie von Anrufen durch falsche Polizeibeamte hält nach wie vor an, vor allem in den Landkreisen rund um den Chiemsee sind die Trickbetrüger derzeit außerordentlich aktiv.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd warnt regelmäßig vor den skrupellosen Anrufern und appelliert in diesem Zusammenhang, auch Angehörige und Nachbarn von älteren Mitbürgern, für diese Betrugsmasche zu sensibilisieren.

Am 30. Mai informierte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd über einen vollendeten Callcenter-Betrug, bei dem sich im Chiemgau ein Anrufer als falsche Polizeibeamter ausgab und dabei von einer älteren Frau einen fünfstelligen Bargeldbetrag ergaunerte.Nach wie vor sind die Trickbetrüger in der Region aktiv und versuchen mit der bekannten Masche an das Bargeld der überwiegend älteren Mitbürger zu gelangen. Allein in den vergangenen zwei Wochen sind 30 Fälle bekannt geworden, bei denen sich die Betrüger u.a. als Herr „Bach“ oder Herr „Schneider“ von der Polizei vorstellten, um ihre Opfer um deren Ersparnisse zu erleichtern. 

Wachsam bleiben!

Die Polizei kann nur immer wieder vor dieser Betrugsmasche warnen: Seien Sie äußerst vorsichtig und misstrauisch, wenn es telefonisch um Geld geht, welches sie bezahlen sollen oder gewonnen haben. Teilen Sie keine persönlichen Daten wie Kontonummer und Bankverbindung mit. Zudem würde die „echte“ Polizei niemals Bargeld bei Ihnen zuhause abholen. Unterbrechen Sie bei einem Verdacht die Verbindung durch Auflegen und wenden Sie sich unverzüglich an die „richtige“ Polizei unter der Notrufnummer 110. 

Obwohl sich die Ermittlungen bei diesem Kriminalitätsphänomen äußerst schwierig gestalten, die Hintermänner sitzen oftmals im Ausland, können immer wieder Erfolge vermeldet werden. So wurden am 7. Juni 2018 zwei Frauen in Villingen-Schwenningen, Baden-Württemberg, festgenommen, die ihrem Opfer Wertgegenstände im sechststelligen Eurobereich abgenommen haben. Die Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben prüft derzeit Zusammenhänge mit dem Callcenter-Betrug im Chiemgau. Am 18. Mai 2018 verurteilte das Landgericht Köln einen Tatverdächtigen zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und vier Monaten. Der Mann hatte eine Seniorin um 176.000 Euro erleichtert.

Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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