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Wenige Freistellungen bei witterungsabhängigen Berufen

Weniger Arbeitslosigkeit: Positiver Trend setzt sich in Region fort

Die positive Entwicklung des heimischen Arbeitsmarktes setzt sich fort. Die Zahl der Arbeitslosen geht weiter zurück, trotz des bevorstehenden Winters. Grund hierfür sind unter anderem die milden Temperaturen, sodass es bei den witterungsabhängigen Berufsgruppen bisher nur zu wenigen Freistellungen gekommen ist.

Rosenheim/Mühldorf/Traunstein – Die Arbeitslosenquote im Rosenheimer Agenturbezirk liegt bei 2,3 Prozent. Das sind 7180 Arbeitslose. „Der Wert liegt damit deutlich unter dem von vor einem Jahr (-2600) und nur noch marginal (+390) über dem Wert von vor zwei Jahren“, beurteilt Michael Vontra, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Rosenheim, den positiven Trend. Der Agenturbezirk umfasst Stadt und Landkreis Rosenheim, den Landkreis Miesbach und den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Bessere Zahlen als im Vorjahr

In Stadt und Landkreis Rosenheim haben sich im Oktober insgesamt 4568 Menschen arbeitslos gemeldet. Davon 1403 Personen in der Stadt. Damit liegt die Arbeitslosenquote in der Stadt bei 3,8 Prozent. Zum Vormonat September ist das ein Rückgang um 0,4 Prozentpunkte. Noch deutlicher ist der positive Trend zu spüren, wenn die aktuellen Zahlen mit Oktober 2020, kurz vor dem zweiten Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie, verglichen werden. Damals waren rund 500 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.

271 Menschen haben eine Arbeit gefunden

Der bayernweite Trend der sinkenden Arbeitslosenquoten macht sich auch in der Region bemerkbar.

Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 2,2 Prozent. 3165 Menschen sind ohne Arbeit. Wie auch in der Stadt Rosenheim ist das ein Rückgang im Vergleich zum September. Seit dem haben es 271 Menschen aus der Arbeitslosigkeit geschafft.

Mit ein Grund für den positiven Trend, der sich bereits seit September abzeichnet, sind die milden Temperaturen in der Region. In den witterungsabhängigen Berufsgruppen wie der Hotellerie/Tourismus, Bau- und Baunebengewerbe sowie Garten- und Landschaftsbau könne noch weitergearbeitet werden, so Vontra. Er weist die Arbeitgeber zusätzlich darauf hin, dass es „Möglichkeiten gebe, das angestammte Fachpersonal über die Wintermonate weiter zu beschäftigen“. Die Zeit könne für Qualifizierungen und Weiterbildungen genutzt werden. Im gesamten Agenturbezirk gibt es derzeit über 5000 offene Stellen. „Die Betriebe suchen hängeringend nach neuen Mitarbeitern und halten an ihrem Personal fest“, so Vontra.

Junge Menschen beginnen mit der Ausbildung

Gerade in der Altersgruppe der unter 25-Jährigen sei in dieser Zeit viel Bewegung im Arbeitsmarkt. Viele junge Menschen haben im vergangenen Monat eine Ausbildung oder ein Studium angefangen. Im Agenturbezirk sind derzeit 590 junge Erwachsene arbeitslos gemeldet. Noch gebe es Ausbildungsplätze, so Vontra, bei denen ein Einstieg in die Arbeitswelt noch bis Jahresende möglich sei.

Der positive Trend in Stadt und Landkreis Rosenheim entspricht dem bayernweiten Trend. Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie vor rund eineinhalb Jahren fiel die Arbeitslosenquote unter die drei Prozentmarkte und liegt bei 2,9.

Ähnlich wie die Arbeitslosenquote im Bereich der Agentur für Arbeit Traunstein, die bei 2,6 liegt. Der Bezirk umfasst die Landkreise Traunstein, Altötting, Berchtesgadener Land und Mühldorf. „Der Arbeitsmarkt in unserer Region ist sehr vielfältig, weshalb Schwankungen, beispielsweise in der Nachfrage bei Produkten oder Dienstleistungen nicht in der Ausprägung spürbar sind, wie in anderen Agenturbezirken“ erklärt Jutta Müller. Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein.

Freie Stellen in der Produktion

2054 Menschen sind im Landkreis Traunstein arbeitslos gemeldet. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei 2,1 Prozent. Das ist ein Rückgang von 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Wie im Bezirk der Agentur für Arbeit Rosenheim gibt es noch zu besetzende Stellen.

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Derzeit werden vor allem Menschen gesucht, die im Bereich Produktion und Fertigung, kaufmännische Dienstleitungen und Gesundheits- und Sozialwesen qualifiziert sind.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf betrug im Oktober 3,0 Prozent. Damit haben sich 174 Menschen weniger arbeitslos gemeldet, als im September. Zum Vorjahr sank die Arbeitslosenquote um 0,8 Prozentpunkte. Von den 1967 Arbeitslosen haben 167 Menschen eine schwere Behinderung. „Die Diskussion um das Schlagwort ‚Inklusion‘ bedarf immer wieder neuer Impulse“, so Müller, „Wir brauchen Vorbilder, die praktisch vorleben, was die Theorie anzweifelt: Das Vorbehalte ausräumbar sind“.

Rubriklistenbild: © dpa

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