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Verstopfte Straßen durch Tagesausflügler

Neues Lenkungskonzept soll Blechlawinen in Bad Feilnbach unter Kontrolle bringen

Schilder an den Ortseingängen sollen helfen, den Tagestourismus zu lenken. Foto: Strim
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Schilder an den Ortseingängen sollen helfen, den Tagestourismus zu lenken.

Das Parkplatz-Lenkungskonzept in Bad Feilnbach ist erfolgreich gestartet und soll helfen, den Strom an Ausflüglern zu regulieren. Der Parkplatzlotse Georg Pertl ist seit Mai im Einsatz.

Bad Feilnbach – Bad Feilnbach ist bei Gästen und Tagestouristen beliebt. Gerade in den vergangenen Monaten während der Corona-Pandemie ist die Zahl an Tagesausflügler enorm gestiegen. Die Folgen bekam auch die Gemeinde Bad Feilnbach deutlich zu spüren.

Tagesausflügler und Wochentouristen, die als Radler kommen, sollen ihr Auto in der Ortsmitte zu parken.

Überfüllte Parkplätze und parkende Fahrzeugen an Straßenrändern

Das heißt: Überfüllte Parkplätze und parkende Fahrzeugen an Straßenrändern – insbesondere an Wochenenden und Feiertagen. Um der Situation entgegenzuwirken, veranlasste die Gemeinde die Entwicklung eines Lenkungs- und Kommunikationskonzepts. Ein erstes Resümee zog jetzt der Wirtschafts-, Kur- und Tourismusausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Hinweisschilder aufgestellt

Wie die Leiterin der Kur- und Gästeinformation, Cornelia Weber, und Bürgermeister Anton Wallner erläuterten, beinhaltet das Lenkungskonzept, das inzwischen gut angelaufen sei und sich bereits bewährt, die drei Bausteine: Parkplatzlenkung an den Ortseingängen, Beschilderung an den Parkplätzen und Ausgangspunkten sowie Kommunikation und Regulierung vor Ort.

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An den Ortseingängen wurden Schilder aufgestellt, die sich vor allem Bürger richten, die mit dem Auto kommen, dann aber aufs Rad steigen. Sie werden darauf hingewiesen, in der Ortsmitte zu parken. Die Umsetzung der Idee wurde von den Ausschussmitgliedern durchwegs als positiv angesehen.

Dabei bat Sepp Scheibl (SPD/Parteifreie) die Schilder zur besseren Wahrnehmung auf Augenhöhe zu verschieben. Windstatische Gründe würden laut Wallner allerdings dagegensprechen und er regte ein regelmäßiges Ausmähen der betroffenen Standorte an.

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Im Einsatz ist jetzt auch Parkplatzlotse Georg Pertl (53). Tage- und stundenweise ist er an den Wanderparkplätzen „Unteres und Oberes Jenbachtal“. Er sagt, dass es keine Lösung sei, sich über die „rücksichtslosen Tagestouristen“ aufzuregen. Maßgeblich ist für ihn, „die Verkehrsszene in ruhigere Bahnen zu lenken und ein bisserl zu entspannen“.

Ruhe in Verkehrsszenen bringen (von links): Cornelia Weber, Leiterin der Kur- und Gästeinformation mit Georg Pertl als Parkplatzlotse der Gemeinde Bad Feilnbach. Strim

Wichtig sei die gegenseitige Rücksichtnahme und das Zusammenspiel der Verkehrsteilnehmer. Aufgefallen sei das verstärkte Parken insbesondere radelnder Touristen in der Ortsmitte.

Radl-Karte via App

Laut Weber und Bürgermeister Wallner besitze Pertl „überaus gute Ortskenntnisse und versteht es, die jeweilige Situation zur Parkplatzauslastung richtig einzuschätzen“. Obendrein könne er den Touristen gute Tipps geben. Ebenso schätzen Anlieger in Richtung Wirtsalm, Schuhbräualm sowie Aiblinger Hütte Pertls Einsatz.

„Mach‘s nicht zu Hause und auch nicht draußen“

Unter dem Leitspruch „Mach‘s nicht zu Hause und auch nicht draußen“ soll nach Ansicht von Stephan Oberprieler (Grünen) an die Vernunft der Tagestouristen appelliert werden. Er regte als Idee eine Radlkarte über eine App an. Eine Ausweisung von Single-Trails auf Chiemsee-Alpenland-Tourismus-Ebene regte Peter Mehnhofer (ÜW) an.

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