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Freiwillige Helfer dringend gesucht

Corona-Ausbruch: Die Stiftung Attl in Wasserburg ruft um Hilfe

Vorstand Franz Hartl beim Testen – eine tägliche Prozedur in der Stiftung Attl.
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Vorstand Franz Hartl beim Testen – eine tägliche Prozedur in der Stiftung Attl.

Mit einem Hilferuf wendet sich die Stiftung Attl an die Bevölkerung im Wasserburger Land: Sie sucht dringend Helfer bei der Bewältigung im Kampf gegen die Pandemie. Denn die vierte Welle hat die Einrichtung für Menschen mit Behinderung im Wasserburger Stadtteil Attel überrollt.

Wasserburg Die Lage ist dramatisch – nicht nur, weil Betreute schwer erkrankt sind, sondern weil sich auch so viele Mitarbeitende infiziert haben. Damit geht es der Stiftung Attl so wie den Kliniken und vielen Heimen in der Region.

Zehn Wohngruppen in Quarantäne

Zehn Wohngruppen sind aktuell in Quarantäne, teilt die Stiftung mit. „Wir haben bei unseren Betreuten eine sehr hohe Impfquote von über 95 Prozent“, erklärt Stiftungsvorstand Jonas Glonnegger. „Trotz vieler Impfdurchbrüche zeigen die meisten Betroffenen einen verhältnismäßig leichten Krankheitsverlauf.“ Was die Einrichtungsleitung aber wesentlich mehr besorgt, sind die Infektionszahlen bei den Mitarbeitenden. 60 sind derzeit aufgrund einer Infektion und weitere zehn als unmittelbare Kontaktperson nicht arbeitsfähig.

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Aussagen zur Impfquote bei den Mitarbeitenden macht die Stiftung aus Datenschutzgründen nicht. Sie geht davon aus, dass die Quote beim Personal in etwa den Durchschnitt im Landkreis Rosenheim widerspiegelt.

Katastrophenschutz ruft Bundeswehr

Um die Betreuung weiterhin gewährleisten zu können, hat der Katastrophenschutz des Landratsamts Rosenheim Antrag auf Unterstützung bei der Bundeswehr gestellt. „Wir sind sehr dankbar über diese Hilfe“, sagt Vorstand Glonnegger. Aber das reiche nicht, um die personellen Lücken zu überbrücken.

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Deshalb wendet sich die Stiftung Attl nun mit einem Aufruf an die breite Öffentlichkeit – in der Hoffnung, in dieser schweren Zeit Mitarbeitende zur personellen Unterstützung der Teams zu bekommen. Dabei sind Berufsrückkehrer aus pädagogischen oder medizinischen Berufen genauso willkommen wie Menschen im Ruhestand oder freiwillige Helfer, die einfach nur stundenweise das betreuende Personal entlasten möchten, berichtet die Stiftung. Laien beispielsweise könnten bei alltäglichen Arbeiten aushelfen, denn das medizinische Fachpersonal werde dringend für andere Aufgaben und auf der Krankenstation benötigt.

Hoffen auf Solidarität

Unternehmenssprecher Michael Wagner hofft auf Meldungen von Helfern, denn: „Die Solidarität in der Bevölkerung ist groß. Es gibt viele Menschen, die helfen wollen und können.“ Das habe beispielsweise die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal gezeigt.

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Unterstützung ist notwendig, denn die Stiftung geht davon aus, dass die vierte Infektionswelle noch nicht den Zenit erreicht hat. Von den aktuellen Infektionsentwicklungen sieht sie sich geradezu überrollt.

Krankheitsverläufe weniger dramatisch als in der ersten Welle

Die erste Welle hatte die Stiftung mit 50 erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 30 betroffenen Betreuten überstanden. Die zweite und dritte Welle erwischte die Einrichtung – dank eines ausgeklügelten Hygienekonzeptes mit eigener Teststation – überhaupt nicht, so Wagner. Umso schlimmer ist es jetzt in der vierten Welle. Trotzdem gebe es einen deutlichen Unterschied: Die Erkrankungen würden weitaus weniger schwierig verlaufen, weil viele Betroffene geimpft seien. Die Stiftung setzt jetzt auf eine Fortsetzung ihrer Impfaktionen: Mobile Teams der Malteser kommen wöchentlich, um auch zu boostern.

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Hier können sich Helfer melden

Interessierte und freiwillige Helfer können sich ab sofort telefonisch bei Personalleiter Andreas Eberherr (Telefon: 08071/102-598) oder per E-Mail an bewerbung@stiftung.attl.de melden.

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