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Interkommunales Vorhaben

Vorfahrt für Fahrräder? Warum Stephanskirchen die Krottenmühlstraße umwidmen will

Bald sollen Fahrradfahrer hier Vorrang haben. Sollte noch die Gemeinde Prutting dem Vorhaben zustimmen, dann könnte die Krottenmühlstraße zu einer „unechten Fahrradstraße“ umgewidmet werden.
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Bald sollen Fahrradfahrer hier Vorrang haben. Sollte noch die Gemeinde Prutting dem Vorhaben zustimmen, dann könnte die Krottenmühlstraße zu einer „unechten Fahrradstraße“ umgewidmet werden.

Mit dem Fahrrad am Simssee von Stephanskirchen bis nach Söchtenau fahren – und das fast ungestört von Autofahrern. Diese Idee haben die drei Gemeinden Stephanskirchen, Prutting und Söchtenau. Sie planen die Krottenmühlstraße zur „unechte Fahrradstraße“ umzuwidmen.

Stephanskirchen/Prutting/ Söchtenau – Die Voraussetzung dafür: Alle drei Gemeinden müssen dem Vorhaben zustimmen. Während Stephanskirchen und Söchtenau bereits ihr Ja gegeben haben, wurde der Beschluss in Prutting vertagt.

Eine Kommune im Umbruch

„In Stephanskirchen werden jedes Jahr Straßen saniert. In dem Zuge wurde die Krottenmühlstraße ins Auge gefasst“, sagt Dr. Andreas Uhlig, Geschäftsführer der Gemeinde Stephanskirchen. Da die Gemeinde gerade dabei ist, eine fahrradfreundliche Kommune zu werden, sei die Idee entstanden die Krottenmühlstraße in eine sogenannte „unechte Fahrradstraße“ umzuwandeln. Denn im Sommer seien dort ohnehin viele Radfahrer unterwegs, die in die anderen Gemeinden fahren oder zum Badestrand nach Baierbach.

„Eine ‚unechte Fahrradstraße‘ bedeutet, dass Fahrräder Vorfahrt haben“, erklärt Uhlig. Die Autos dürfen die Straße zwar befahren, ordnen sich aber den Radfahrern nach.

Fahrradfahrer können nebeneinander fahren

„Die Fahrradfahrer haben zum Beispiel das Recht, nebeneinander zu fahren. Das Auto muss hinterherfahren.“ Das erhöhe nicht nur die Sicherheit. Die Umwidmung sei auch ein Projekt für eine bessere Lebensqualität, so der Geschäftsführer.

Die Krottenmühlstraße verläuft in Stephanskirchen entlang des Simssees, geht in der Gemeinde Prutting in die ungeteerten Seestraße über, und endet wieder geteert in Söchtenau. „Die Straße in Stephanskirchen ist derzeit in einem schlechten Zustand“, sagt Uhlig. Die Idee wäre, sie im Gemeindebereich Stephanskirchen zu sanieren. Und in Prutting erstmals zu teeren. In Söchtenau müsse nichts gemacht, sagt Söchtenaus Bürgermeister Bernhard Summerer.

Zudem müssten Schilder und Bodenmarkierungen angebracht werden, welche die Straße entsprechend als „unechte Fahrradstraße“ ausweisen, erklärt Uhlig.

Stehen Fördermittel zur Verfügung?

Während der Stephanskirchner und Söchtenauer Gemeinderat bereits für die Umwidmung der Krottenmühlstraße gestimmt haben, möchten die Pruttinger Gemeinderäte zunächst eine Kostenschätzung einholen. „Ebenfalls wollen wir prüfen, ob Fördermittel zur Verfügung stehen“, sagt Daniela Klinginger, Leiterin des Pruttinger Bauamts.

Pruttinger müssen noch zustimmen

Sobald diese Informationen vorliegen, werde das Vorhaben erneut im Gemeinderat besprochen. Das könnte frühestens in der Dezembersitzung der Fall sein. „Bei uns ist noch alles offen, aber wir sind nicht abgeneigt“, resümiert Klinginger die Pruttinger Stimmungslage zu dem interkommunalen Vorhaben.

Sollte auch die Gemeinde Prutting ihr Ja geben, müsste die „unechte Fahrradstraße von dem Rosenheimer Landratsamt und der Polizei genehmigt werden.

Ziel sei, so der Geschäftsführer von Stephanskirchen Andreas Uhlig, die Krottenmühlstraße im kommenden Jahr umzuwidmen und zu sanieren, damit dann dort Fahrradfahrer vorranig fahren können.

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