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Abstimmung im Landtag

Heuberg: „CSU und Freie Wähler pfeifen auf Alpen“ sagt Bayern-SPD

Der Heuberg ist die „Postkartenansicht“ für Nußdorf, sagt Bürgermeister Sepp Oberauer. Weil das Rohrdorfer Zementwerk den Steinbruchabbau aber erweitern will, fürchten Naturschützer, dass das Loch noch größer wird. Das Aktionsbündnis „Rettet den Heuberg“ will am 1. Mai mit einer Kundgebung auf die Lage aufmerksam machen.
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Der Heuberg ist die „Postkartenansicht“ für Nußdorf, sagt Bürgermeister Sepp Oberauer. Weil das Rohrdorfer Zementwerk den Steinbruchabbau aber erweitern will, fürchten Naturschützer, dass das Loch noch größer wird. Das Aktionsbündnis „Rettet den Heuberg“ will am 1. Mai mit einer Kundgebung auf die Lage aufmerksam machen.

SPD und Grüne im Landtag wollen eine Erweiterung des Steinbruchs am Heuberg verhindern. Das haben sie gegenüber der Bürgerinitiative „Rettet den Heuberg“ gesagt und so haben sie jetzt im Umweltausschuss abgestimmt. Das reichte nicht: CSU, Freie Wähler und FDP stimmten gegen den entsprechenden SPD-Antrag.

Nußdorf/München – „Keine Zerstörung des Heubergs“ hieß der Antrag der SPD, der am Donnerstag im Umweltausschuss des Landtags behandelt wurde. Die SPD verlangte ein klares Bekenntnis zum Alpenschutz und dass die Staatsregierung alles unternehme, die Ausweitung des Steinbruchs am Heuberg zu verhindern.

Das gab es nicht. Mit den Stimmen der CSU, der Freien Wähler und der FDP wurde der Antrag abgelehnt, nur Grüne und SPD stimmten dafür. Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und Alpen-Experte Florian von Brunn kritisiert: „CSU und Freie Wähler haben unseren Antrag abgelehnt– sie pfeifen offenbar auf den bayerischen Alpenplan, genau wie schon beim Riedberger Horn. Das ist beschämend und völlig inakzeptabel. Das Projekt ist aus unserer Sicht ein eklatanter Verstoß gegen den Alpenplan. Bereits jetzt liegen zwei Drittel des Abbaugebiets mit den entsprechenden Straßen in der Schutzzone C. Dabei ist das dort gar nicht erlaubt!“

Das Gebiet sei, so von Brunn, für den Naturschutz von hohem Wert, Heimat bedrohter Tiere und erfülle nach Ansicht von Experten die Meldekriterien für ein europäisches FFH-Schutzgebiet.

Von Brunn kündigte an, alle Register zu ziehen, um „dieses naturzerstörerische Projekt“ zu stoppen: „Wir haben dazu demnächst eine Petition im Ausschuss. Wir werden auch rechtliche Schritte prüfen, um dieses skandalöse Projekt zu verhindern.“ (syl)

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