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Großeinsatz für die Feuerwehren

Rauchentwicklung in Industriegebäude in Peterskirchen

Rauchentwicklung in Industriegebäude in Peterskirchen

Leiche in der Prien gefunden

Über 100 Gigabyte Videomaterial: Eiskeller und Rathaus reagieren nach Tod von Hanna (†23)

Was geschah in der Nacht von Sonntag auf Montag mit der 23-Jährigen?
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Was geschah in der Nacht von Sonntag auf Montag mit der 23-Jährigen?

Aschau / Prien - Am Montagnachmittag (3. Oktober) wurde im Fluss Prien eine weibliche Leiche gesichtet und daraus geborgen. Die eingeleiteten kriminalpolizeilichen und rechtsmedizinischen Ermittlungen ergaben, dass es sich bei der Toten um eine junge Frau (23) aus Aschau im Chiemgau handelt, die am Vorabend dort einen Musikclub besucht hatte und danach gewaltsam ums Leben kam. Bei der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim wurde die Sonderkommission „Club“ eingerichtet. Die Ermittler haben ein Hinweistelefon und einen Link freigeschaltet und bitten zur Klärung des Gewaltverbrechens um die Mithilfe der Bevölkerung.  

Das Wichtigste in Kürze:

  • Passant findet am Montag (3. Oktober) Frauenleiche in der Prien (Kaltenbach, Prien am Chiemsee).
  • Polizei bestätigt Gewaltverbrechen und sucht nach Zeugen, Videos und Fotos aus der Tatnacht.
  • 23-Jährige hatte in der Nacht von Sonntag auf Montag (3. Oktober) im Club „Eiskeller“ in Aschau im Chiemgau gefeiert.
  • Link und Hinweistelefon zum Einreichen von Hinweisen wurden eingerichtet.
  • Polizeisprecher bestätigt Ermittlungen bezüglich Sexualdelikts.

Update, 16.40 Uhr - Über 100 Gigabyte Videomaterial: Eiskeller und Rathaus reagieren nach Tod von Hanna (†23)

Die Ermittler suchen im Fall um die getötete 23-jährige Hanna aus Aschau unermüdlich nach neuen Hinweisen und möglichen Spuren. Über 100 Gigabyte Videomaterial wurden schon jetzt sichergestellt und werden auch in diesen Minuten gesichtet, wie Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Anfrage von ovb-online.de ausführt.

Die Chancen, auf diesem Wege Erkenntnisse über den Abend zu gewinnen, könnten womöglich gut sein - denn der Club „Eiskeller“ ist mit einer ganzen Reihe Kameras ausgestattet, wie Clubinhaber Markus Wunderlich gegenüber der OVB-Heimatzeitungen erklärt.

„Eine sehr tragische Geschichte“, zeigt sich Markus Wunderlich erschüttert. Zumal Hanna ein gern gesehener Gast war. Das ist auch der Grund, weshalb der „Eiskeller“ am kommenden Samstag (8. Oktober) vorerst wohl nicht öffnen wird

Derweil steht die Gemeinde Aschau im Chiemgau weiter unter Schock. Im Rathaus wird eine Kondolenz-Ecke eingerichtet. Das Kondolenzbuch wird zu den Öffnungszeiten des Rathauses im Foyer zu finden sein, Montag bis Freitag 8-12 Uhr und Donnerstag zusätzlich 14-18 Uhr.

Update, 12.25 Uhr - Polizei sucht nach Videos und Fotos: Hinweislink freigeschaltet

Die Arbeit der Soko „Club“, die bei der Kriminalpolizei Rosenheim eingerichtet wurde, läuft weiter auf Hochtouren, so berichtet die Polizei selbst in einer neuerlichen Pressemitteilung. Rund 40 Ermittlerinnen und Ermittler tragen demnach in dem Fall Erkenntnisse zusammen, die zur Klärung führen sollen. Neben rechtsmedizinischen und kriminaltechnischen Untersuchungen und Absuchen entlang des Flusses Prien, finden derzeit zahlreiche Anhörungen und Vernehmungen möglicher Zeugen statt.

Die Soko bittet zur Klärung des Gewaltverbrechens, wie bereits berichtet (Update 11.10 Uhr) auch die Bevölkerung um Mithilfe. Insbesondere Fotos oder Videos, welche im Musikclub „Eiskeller“ im Laufe des Sonntagabends (2. Oktober) oder frühen Montagmorgens (3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit) gemacht wurden, sind von Interesse. Hierzu hat die Polizei in ihrem Internetangebot ab sofort ein eigenes Medien-Upload-Portal unter nachfolgendem Link freigeschaltet. Alternativ kann das Portal auch durch Abscannen des QR-Codes (siehe rechts) erreicht werden. 

https://medienupload-portal02.polizei.bayern.de

Rund 30 Hinweise gingen seit Dienstag über das extra eingerichtete Hinweistelefon bei der Soko ein, die nun bewertet und überprüft werden. Die Ermittler bitten auch weiterhin, dass sich unter der Rufnummer 0800-5565101 Personen melden, welche insbesondere zu folgenden Fragen Angaben machen können:

  • Wer hat die Getötete (siehe Foto) im Musikclub „Eiskeller“ gesehen oder hatte dort Kontakt mit ihr?
  • Befand sich die 23-Jährige in Begleitung oder hatte sie dort mit jemandem Kontakt?
  • Wer hat die junge Frau beim oder nach dem Verlassen des Musikclubs „Eiskeller“ oder im Laufe des Montags gesehen?
  • Wer hat insbesondere in den frühen Morgenstunden des Montags Wahrnehmungen in der Gemeinde Aschau im Chiemgau oder im Umfeld gemacht?
  • Wer kann zu folgenden Gegenständen der Getöteten Angaben machen: schwarze Umhängetasche (siehe Foto), schwarze Damenlederjacke?  
Mit diesem Foto bittet die Polizei dringend um Hinweise

Update, 5. Oktober, 11.10 Uhr - Sexualdelikt „nicht ausgeschlossen“

Zur Aufklärung des gewaltsamen Todes einer jungen Frau aus Aschau im Chiemgau sucht die Polizei jetzt auch nach Foto- und Videoaufnahmen aus dem ansässigen Musikclub. Gefragt sei Material, das von Sonntagabend im „Eiskeller“ in Aschau im Chiemgau oder im Umfeld der Disko gemacht worden sei, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch der dpa. Wer Bilder oder Filme habe, könne diese demnächst der Polizei über einen Link (soll zeitnah freigeschalten werden) im Internet zur Verfügung stellen.

Etwa 40 Ermittlerinnen und Ermittler versuchen, das Tötungsdelikt zu klären. „Es gibt noch sehr viele Leute, die wir vernehmen müssen“, sagte der Polizeisprecher gegenüber der dpa. Darunter seien Clubmitarbeiter und Hunderte Gäste, die von Sonntagabend an in der Disko waren. Das Opfer, eine 23-Jährige aus Aschau, hatte an dem Abend im „Eiskeller“ gefeiert. Stunden später hatte ein Passant zufällig die Leiche der jungen Frau tot im Fluss Prien in Kaltenbach (Prien am Chiemsee) entdeckt - etwa zehn Kilometer vom Club entfernt.

„Die Obduktion ist am Montag erfolgt, aber die Untersuchungsergebnisse liegen uns noch nicht alle vor“, sagte der Sprecher. Die Todesursache wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen, aber fest stehe, dass die 23-Jährige gewaltsam starb. Ob auch ein Sexualdelikt vorliege, müsse noch ermittelt werden. „Wir schließen das nicht aus“, wird der Polizeisprecher von der dpa zitiert.

Erstmeldung vom 4. Oktober:

Mitteilung im Wortlaut

Ein Zeuge hatte am Montagnachmittag gegen 14.30 Uhr im Priener Ortsteil Kaltenbach eine tote Person im Fluss Prien gesichtet und die Behörden verständigt. Wenig später wurde aus dem Wasser die Leiche der jungen Frau geborgen. Der Kriminaldauerdienst (KDD) der Kripo Rosenheim übernahm vor Ort die ersten kriminalpolizeilichen Untersuchungen, welche im Laufe des Tages von den zuständigen Ermittlern der Fachkommissariate der Kripo Rosenheim übernommen wurden.

Noch am Montag wurde die Tote auf Weisung der sachleitenden Staatsanwaltschaft Traunstein – Zweigstelle Rosenheim – im Rechtsmedizinischen Institut in München im Beisein der Kripo obduziert. Die Tote wurde dabei zweifelsfrei als eine 23 Jahre alte Frau aus Aschau im Chiemgau identifiziert. Die Rechtsmediziner stellten bei ihren Untersuchungen außerdem eindeutige Spuren fest, die auf eine äußere Gewalteinwirkung schließen lassen und somit ein Tötungsdelikt belegen. Einzelheiten hierzu können aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht genannt werden. 

Soko „Club“ bei der Kripo Rosenheim

Bei der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim wurde am 4. Oktober 2022 zur Klärung des Gewaltverbrechens die Sonderkommission „Club“ eingerichtet. Rund 40 Ermittlerinnen und Ermittler führen unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft die Untersuchungen zur Klärung des Gewaltverbrechens. Nach derzeitigem Sachstand hat die 23-Jährige am Sonntagabend (2. Oktober) den Musikclub „Eiskeller“ in ihrem Wohnort in Aschau im Chiemgau besucht und den Club in den frühen Morgenstunden des Montag (3. Oktober) gegen 2.30 Uhr verlassen. Wo sich die junge Frau danach aufhielt und wie es zu dem Gewaltverbrechen kam, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Zeugenhinweise erbeten - Hinweistelefon eingerichtet

Die Ermittler der Soko bitten Zeugen, welche sachdienliche Hinweise geben können, sich zu melden. Hierzu ist ab sofort ein spezielles Hinweistelefon unter der Rufnummer 0800-5565101 bei der Kriminalpolizei in Rosenheim erreichbar. Von besonderem Interesse sind dabei folgende Fragen:

  • Wer hat die Getötete (siehe Foto) im Musikclub „Eiskeller“ gesehen oder hatte dort Kontakt mit ihr?
  • Befand sich die 23-Jährige in Begleitung oder hatte sie dort mit jemandem Kontakt?
  • Wer hat die junge Frau beim oder nach dem Verlassen des Musikclubs „Eiskeller“ oder im Laufe des Montags gesehen?
  • Wer hat insbesondere in den frühen Morgenstunden des Montags Wahrnehmungen in der Gemeinde Aschau im Chiemgau oder im Umfeld gemacht?
  • Wer kann zu folgenden Gegenständen der Getöteten Angaben machen: schwarze Umhängetasche (siehe Foto), schwarze Damenlederjacke?  

Pressemitteilung PPOBS

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