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Rauchentwicklung in Industriegebäude in Peterskirchen

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Im ehemaligen Café Bene

Neues Restaurant für Rosenheim: Was im „Nouille“ alles geboten wird

Haben das Restaurant „Nouille“ in der Bahnhofsstraße 21 eröffnet: Sara Horvat und Haydar Bilec aus Rosenheim.
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Haben das Restaurant „Nouille“ in der Bahnhofsstraße 21 eröffnet: Sara Horvat und Haydar Bilec aus Rosenheim.

Viele Jahre stand das Café Bene in der Bahnhofsstraße 21 leer, jetzt haben Haydar Bilec (37) und Sara Horvat (24) dort das Restaurant mit dem französischen Namen „Nouille“ eröffnet und wollen mediterrane Kulinarik in die Stadt bringen. Groß darüber ist die Freude nicht nur bei den beiden Rosenheimern.

Rosenheim – Haydar Bilec hatte schon immer den Traum, irgendwann einmal sein eigenes Restaurant zu eröffnen. Der gelernte Küchenmeister begann seine Karriere im Restaurant „Zum Santa“, besuchte anschließend die Küchenmeisterschule in München und arbeitete drei Jahren lang als Küchenchef beim „Pastavino“. Jetzt hat er sich selbstständig gemacht – gemeinsam mit seiner Verlobten Sara Horvat.

Studium in Unternehmensführung

Die gebürtige Kroatin lebt seit elf Jahren in Deutschland und hat Unternehmensführung studiert. „Nach dem Studium wollte ich mein eigenes Restaurant öffnen“, sagt sie. Doch die Pläne wurden durch die Pandemie auf Eis gelegt. Vorerst. Denn während dieser Zeit lernte sie auch Haydar Bilec kennen.

„Wir haben schnell festgestellt, dass wir den gleichen Traum haben und beschlossen, uns zusammenzuschließen“, sagt Horvat. Während sie einen Businessplan erstellte, kümmerte sich Bilec um das Konzept. Französisch sollte das Lokal sein, mit hausgemachten Produkten und einer Wohlfühlatmosphäre. Anschließend suchte das Paar nach einem geeigneten Lokal. Durch Zufall seien sie am ehemaligen Café Bene – ein italienisches Restaurant, das zu Fußballzeiten als Sportsbar fungiert hat – in der Bahnhofsstraße 21 vorbeigegangen – und hätten sich sofort in die Lage und die hohen Decken verliebt. „Für uns war das perfekt“, sagt Horvat.

„Front-Cooking“ für Transparenz

Einige Monate nachdem sie ihre Bewerbung eingereicht hatten, erhielten sie die Zusage und machten sich sofort an die Umbauarbeiten. „Das Lokal musste komplett entkernt werden“, sagt Haydar Bilec. Er erzählt von der neuen Fassade, den großen Panoramafenstern, die extra eingebaut wurden und der offenen Küche.

„Uns war wichtig, dass wir so transparent wie möglich sind und die Gäste direkt sehen können, wie alles zubereitet wird“, sagt Bilec. „Front-Cooking“ nennt man das unter Fachleuten. Eine Form des Kochens die, glaubt man den beiden Geschäftsführern, einmalig in der Stadt ist. „Es gibt in Rosenheim schon so viele Gastronomen. Wir wollten uns abheben“, sagt Sara Horvat. Ob dieser Plan aufgeht, wird sich zeigen. Ihren Traum vom eigenen Restaurant jedenfalls haben sich Haydar Bilec und Sara Horvat endlich erfüllt.

Gastronomie bringt Bewegung und Leben in Stadt

Groß ist die Freude über die Neueröffnung auch bei Rainer Paststätter. „Gastronomie bringt Bewegung und Leben in die Stadt. Und zwar sieben Tage die Woche“, sagt der Vorsitzende des City-Managements. Er spricht von einer Steigerung der Lebens- und Aufenthaltsqualität, erinnert daran, dass das City-Management aus diesem Grund bei ihrer jüngsten Jahreshauptversammlung auch die Gastronomie in die Bereiche aufgenommen hat, für die sich der Verein verantwortlich fühlt.

Branchenmix macht Innenstadt attraktiv

„Restaurants und Kneipen spielen im Dreieck Einzelhandel-Gastronomie-Dienstleitung eine wesentliche Rolle. Erst ein Branchenmix macht die Innenstadt attraktiv“, teilt ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage mit. Das sei speziell während der Pandemie deutlich geworden, als zwar die Geschäfte öffnen durften, die Gastronomie jedoch geschlossen blieb und die Passantenfrequenz – unter anderem darum – deutlich zurückging.

22 Leerstände

Mit der Neueröffnung des Restaurants „Nouille“ gibt es in der Stadt jetzt einen Leerstand weniger. Laut Stadt wurden bei der jüngsten Begehung im April 22 Leerstände von Gewerbeeinheiten – also Läden, gastronomischen Betrieben oder Dienstleistern – festgestellt.

Bei 346 Betrieben in der Innenstadt liegt die Leerstandsquote bei rund sechs Prozent und damit deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt von circa zehn Prozent. Im Zeitraum zwischen der vorletzten Begehung im Dezember 2021 und der jüngsten im April wurden zwölf Gewerbeeinheiten wieder vermietet.

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