Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wochenbericht Stand 25. November

So ist die Corona-Lage in Stadt und Landkreis Rosenheim im Überblick

Symbolbild
+
Der Corona-Wochenbericht für Stadt und Landkreis Rosenheim. (Symbolbild)

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (Covid-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 25. November, 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Aktuelle Lage

Das Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass das Infektionsgeschehen in Stadt und Landkreis Rosenheim seit Anfang August mit kurzer Unterbrechung exponentiell angestiegen ist. Am 24. November wurde der vorläufige traurige Höchststand der 7-Tage-Inzidenz erreicht: Im Landkreis mit einer 7-Tage-Inzidenz von 1438 und 1273 in der Stadt Rosenheim.

Dem Gesundheitsamt Rosenheim wurden täglich durchschnittlich etwa 650 neue Fälle (insgesamt 4529 Neumeldungen, Vorwoche: 2896) gemeldet. Am 23. November wurde mit 1066 erneut die bislang höchste Zahl neuer Fälle gemeldet. Seit dem 22. November wurde die Marke von 1000 in der 7-Tage-Inzidenz täglich überschritten.

Weit überwiegend sind Ungeimpfte bei den neuen Fällen betroffen, knapp zwei Drittel der positiv Getesteten liegen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. Acht von zehn Fällen wären durch eine (zeitgemäße) Impfung grundsätzlich vermeidbar gewesen.

Nachdem zu Ferienbeginn die Hauptursachen der Ansteckungen Reiserückkehrer waren, herrscht weiterhin ein diffuses Ausbreitungsgeschehen vor. Daneben ereignen sich auch größere Ausbrüche in Pflege- und Behindertenheimen, Kliniken sowie in einer Justizvollzugsanstalt. Diese sind aber nicht maßgeblich für das extrem hohe Infektionsgeschehen.

Aktuelles Infektionsgeschehen mit Bezug zu 25 Heimen

Es finden weiterhin auf hohem Niveau Infektionsübertragungen auf Mitarbeiter und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen statt. Besorgniserregend ist dabei der hohe Anteil vollständig geimpfter Bewohner bei den positiven Fällen und den Hospitalisierten.

  • 230 Bewohner positiv, Impfstatus: 174 vollständig geimpft (75%), einer nicht vollständig geimpft, 37 nicht geimpft, 18 unbekannt
  • 141 Mitarbeitende positiv, Impfstatus: 71 vollständig geimpft (48%), drei nicht vollständig geimpft, 67 nicht geimpft
  • Impfstatus der fünf hospitalisierten Bewohner: vier vollständig geimpft, einer nicht geimpft

Situation in den Kliniken

Es herrscht eine äußerst angespannte Situation in den Kliniken der Region, die geprägt ist von Ausbrüchen, sowohl in Akutkliniken als auch in anderen stationären Einrichtungen wie beispielsweise Rehakliniken. Häufig erfolgt ein Eintrag der Infektionen durch das Personal, betroffen sind sowohl geimpfte/genesene Mitarbeiter und Patienten als auch Ungeimpfte.

Die ohnehin knappe Personalsituation verschärft sich häufig durch Folgeinfektionen. Schließungen von Stationen sind an der Tagesordnung. Auch die Intensivversorgung ist aufgrund der geschilderten Situation oft nur schwer zu gewährleisten. Die Menge der intensivpflichtigen Patienten bedingt einen hohen Aufnahmedruck in den Kliniken der Maximalversorgung.

Gleichzeitig sind die Abverlegungsmöglichkeiten im Umkreis aber auch in weiter entfernte Regionen kaum noch möglich. Der Zeitdruck spielt dadurch bei Behandlungsentscheidungen häufig eine zentrale Rolle. Zudem können die theoretisch vorhandenen Kapazitäten aufgrund von Personalmangel oft nicht voll ausgeschöpft werden. Im täglichen Kontakt mit den Kliniken beziehungsweise mit deren Mitarbeitern wird deutlich, dass Erschöpfung und Burn-Out Symptomatiken rasant zunehmen.

  • Nach Aussage des Ärztlichen Leiters Krankenhauskoordinierung Dr. Michael Städtler für den Rettungsdienstbereich Rosenheim steigen die Belegungszahlen mit Covid-19 sowohl auf Normal- als auch Intensivstationen weiter an und haben den Spitzenwert der zweiten Welle bereits überschritten.
  • Die Kliniken in der Region sind bereits an ihrer Leistungsgrenze.
  • Die Lage auf den Intensivstationen im RoMed Klinikverbund ist nach Aussage der Geschäftsführung extrem belastend, die Kapazitäten der Covid-Intensivbetten sind ausgeschöpft, das Personal befindet sich an der absoluten Belastungsgrenze.
  • Planbare Eingriffe müssen verschoben werden.
  • Für den Winter ist zu erwarten, dass saisonbedingt die Infektionszahlen noch weiter ansteigen werden.

Die aufwendige Ermittlung und Nachverfolgung von Kontraktpersonen außerhalb des Haushalts der positiv getesteten Person kann von den Gesundheitsämtern, insbesondere in den Hotspotregionen, aufgrund der aktuellen Infektionslage nicht mehr bewältigt werden.

Gemäß Weisung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege ist ein Strategiewechsel mit konsequenter Depriorisierung des Kontaktpersonenmanagements erforderlich. Es werden daher vom Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim Kontaktpersonenermittlungen ausschließlich in Einrichtungen mit gefährdeten Personen, wie zum Beispiel Alten- und Pflegeeinrichtungen, Massenunterkünften und Kliniken, sowie in Kitas und Schulen durchgeführt.

Kontakte im privaten Bereich außerhalb des Hausstands der positiv getesteten Person können nicht mehr ermittelt werden. Hierfür wird um Verständnis gebeten. Die ermittelten Fälle und ihre Haushaltskontakte erhalten ein Schreiben des Gesundheitsamtes mit Handlungsempfehlungen. Die Fälle werden gebeten, ihre engen Kontaktpersonen (z.B. Freundeskreis, Arbeitsstätte) über das erhöhte Ansteckungsrisiko zu informieren und sie zu bitten, ihre Kontakte weitestgehend zu reduzieren sowie sich testen zu lassen.

Informationen und Handlungsanweisungen für SARS-CoV-2-Infizierte, Kontaktpersonen und Verdachtspersonen sind auf der Homepage des Landratsamtes eingestellt. Hier befindet sich auch ein Testberechtigungsschein zum Download.

Situation in Schulen und Kindergärten

Auch in der letzten Woche wurde eine hohe Zahl an positiven Fällen sowie Ausbrüche in Schulen aber auch in Kitas gemeldet.

Fallzahlenentwicklung

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 18. November 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 4529 neue Fälle (am 18. November: 2896) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 35.930 Fälle von Covid-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 28.707, Stadt: 7223).

Mittlerweile wurde bei mindestens 22.193 Personen eine Genesung dokumentiert. 615 Personen (am 18. November: 595) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 534, Stadt: 81). Von den Verstorbenen waren 27 (am 18. November: 25) Personen unter 60 Jahren. 409 (am 18. November: 394) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt.

Dem Gesundheitsamt wurden 20 Personen (am 18. November: zwölf) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Zwei Personen waren unter 60 Jahre und 15 Personen waren über 80 Jahre. Zehn der verstorbenen Personen war in einem Heim betreut worden. 194 (am 18. November: 165) Covid-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 30 Patienten (am 18. November: 30) auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten sieben Tage) liegt mit Stand 26. November (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 1203,00 (am 18. November: 790,99), für den Landkreis Rosenheim bei 1438,17 (am 18. November: 914,33).

Impfungen

Insgesamt sind bis zum 25. November in Stadt und Landkreis Rosenheim 233.322 Schutzimpfungen gegen Covid-19 erfolgt, überwiegend in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum auf der Loretowiese. 113.352 davon waren Erstimpfungen, 108.594 Abschlussimpfungen (Zweitimpfung oder einfache Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson) und 11.376 Auffrischungsimpfungen.

Insgesamt 12.853 Impfungen wurden in stationären Einrichtungen in Stadt und Landkreis verabreicht. 5894 Impfungen wurden an Sonderimpftagen durchgeführt. Es ist ein deutlicher Anstieg bei der Nachfrage nach Impfungen gegen das Coronavirus zu verzeichnen, erfreulicherweise auch bei den Erstimpfungen. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, wird daher eine vorherige Terminvereinbarung empfohlen.

Seit dem 31. März bis einschließlich 25. November haben niedergelassene Ärzte insgesamt 180.061 Erst-, Abschluss- und Auffrischungsimpfungen durchgeführt. Die Arztpraxen handeln unabhängig vom Impfzentrum Rosenheim.

Jeder impfwillige Bürger ab zwölf Jahren erhält direkt nach der Registrierung die Möglichkeit zur Vereinbarung eines Impftermins im Impfzentrum. Auf diesem Weg ist eine Impfung mit einem überschaubaren zeitlichen Aufwand möglich. Weiterhin dürfen sich alle Bürger für die Impfung gegen Covid-19 unter www.impfzentren.bayern registrieren, ausnahmsweise auch telefonisch unter der Rufnummer 08031/365 8899.

Auf diesen Wegen können Termine für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen vereinbart werden. Impfungen im Impfzentrum können aktuell nicht mehr ohne vorherige Terminvereinbarung durchgeführt werden. Das Impfzentrum Rosenheim ist nun täglich von 8 bis 17 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr, geöffnet. Derzeit werden die Kapazitäten des Impfzentrums Rosenheim erweitert.

Es sind weitere dezentrale Sonderimpftage für alle ab zwölf Jahren in verschiedenen Gemeinden geplant. Ort und Zeit der Sonderimpfaktionen können unter https://www.landkreis-rosenheim.de/impfzentrum-loretowiese/?findTab=#impfzentrum-loretowiese-sonderimpftage eingesehen werden. Eine Terminvereinbarung vorab ist nicht notwendig. Um die Abwicklung zu beschleunigen und die Wartezeiten für andere Personen so gering wie möglich zu halten, wird um vorherige Registrierung unter www.impfzentren.bayern gebeten.

Zudem soll der Personalausweis und (soweit vorhanden) der Impfpass mitgebracht werden. Bei den jeweils zweiten Sonderimpftagen nach etwa drei Wochen muss für die Zweitimpfung die Dokumentation der Erstimpfung mit dem QR-Code mitgebracht werden. Denn darin enthalten sind wichtige Informationen, die beim zweiten Impftermin eingelesen werden. Weitere Erstimpfungen sind an diesen Tagen in begrenztem Umfang möglich.

Der QR-Code für den digitalen Impfnachweis ist weiterhin in teilnehmenden Apotheken (www.mein-apothekenmanager.de) erhältlich.

Gegebenenfalls auftretende Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen von Impfstoffen) nimmt das Paul-Ehrlich-Institut über die App „SafeVac 2.0“ und unter https://nebenwirkungen.bund.de/nw/DE/home/home_node.html entgegen.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat am 25. November den Biontech/Pfizer-Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren zugelassen. Laut EMA sei der der Impfstoff sicher und effektiv. Bisher seien in Studien keine schweren Nebenwirkungen festgestellt worden.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sollen ab dem 20. Dezember 2,4 Millionen Dosen des Biontech/Pfizer-Vakzins für 4,5 Millionen Kinder zur Verfügung stehen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) beabsichtigt noch vor Jahresende ihre Impfempfehlung für diese Altersklasse abzugeben.

Neufälle an Covid-19 im Zeitraum 1. Oktober bis 8. November nach Impfstatus

Neufälle 1. Oktober bis 8. November6098
ungeimpft4340
unvollständig geimpft394
2. Impfung vor weniger als 15 Tagen43
2. Impfung vor über 15 Tagen / Impfung mit Johnson und Johnson vor über 15 Tagen1321
davon symptomatisch erkrankt1070
davon in stationärer Behandlung17

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinde

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche beispielsweise in Pflegeeinrichtungen zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen.

Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

GemeindeFälle GeneseneDifferenz der Fälle zur Vorwoche
Albaching222112+39
Amerang398220+62
Aschau im Chiemgau531314+64
Babensham399213+38
Bad Aibling22371394+342
Bad Endorf845495+114
Bad Feilnbach1191710+132
Bernau am Chiemsee610389+99
Brannenburg701411+66
Breitbrunn am Chiemsee15193+23
Bruckmühl1669993+236
Chiemsee520
Edling468297+57
Eggstätt304200+37
Eiselfing351199+51
Feldkirchen-Westerham933555+146
Flintsbach am Inn393251+42
Frasdorf401199+47
Griesstätt367204+59
Großkarolinenfeld752441+134
Gstadt am Chiemsee12084+10
Halfing401214+42
Höslwang158102+17
Kiefersfelden699459+100
Kolbermoor19991257+241
Neubeuern393220+54
Nußdorf am Inn311218+23
Oberaudorf530383+57
Pfaffing482279+84
Prien am Chiemsee1028588+151
Prutting347202+47
Ramerberg15573+33
Raubling1136705+139
Riedering800449+91
Rimsting367199+46
Rohrdorf am Inn721436+92
Rosenheim72234857+762
Rott am Inn502245+87
Samerberg338205+40
Schechen630402+66
Schonstett158110+26
Söchtenau442283+28
Soyen362224+45
Stephanskirchen988618+109
Tuntenhausen862536+102
Vogtareuth357214+27
Wasserburg am Inn1350857+196

* Bei einer Fallzahl kleiner fünf erfolgt aus Datenschutzgründen keine Auswertung der Genesenen.

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Kommentare