Am 13. April Prozess wegen versuchten Totschlags am Landgericht Traunstein

Nach Schießerei am Bahnhof Großkarolinenfeld - Staatsanwaltschaft nennt weitere Details

Schießerei am Bahnhof in Großkarolinenfeld
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz der Schießerei.

In der Nacht auf den 26. September 2020 wurde ein junger Mann am Bahnhof in Großkarolinenfeld durch eine Schusswaffe schwer verletzt. Die Polizei konnte kurze Zeit später einen Tatverdächtigen (23) festnehmen. Der muss sich jetzt vor dem Landgericht Traunstein verantworten.

Großkarolinenfeld/Traunstein - In der Nacht von Freitag auf Samstag, 26. September 2020, kam es im Bereich des Bahnhofs in Großkarolinenfeld zu einer brutalen Gewalttat. Ein damals 20-jähriger Mann erlitt dabei eine schwere Schussverletzung und musste noch in der Nacht notoperiert werden. Er befand sich zeitweise in Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat Anklage wegen versuchten Totschlags und unerlaubten Waffenbesitzes gegen den 23-jährigen Tatverdächtigen, der kurze Zeit nach der Tat festgenommen wurde, erhoben. Der sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Treffen soll abgesprochen gewesen sein

Laut Anklageschrift soll das Treffen des Angeklagten und des Geschädigten abgesprochen gewesen sein. Das Opfer sei die Begleitung einer Frau gewesen, die mit dem Angeklagten ein Betäubungsmittelgeschäft vereinbart habe, das in jener Nacht abgewickelt werden sollte. Dabei soll der Angeklagte eine Waffe mitgeführt haben, um diese gegebenenfalls einsetzen zu können, sollte es Probleme bei der Übergabe der Betäubungsmittel geben.

Bei der Übergabe soll es dann zu einem zunächst verbal geführten Streit zwischen den Beteiligten gekommen sein. Die verbale Auseinandersetzung soll schließlich in ein Gerangel zwischen dem Geschädigten und dem Angeklagten übergegangen sein, das darin gipfelte, dass der Angeschuldigte in Tötungsvorsatz den Abzug der Schusswaffe betätigt haben soll.

Jugendlicher wird am 26. September in Großkarolinenfeld niedergeschossen

bahnhof-großkarolinenfeld
Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz

Bahnhof sei beliebter Treffpunkt für Jugendliche gewesen

Anwohner zeigten sich am Tag darauf im Gespräch mit rosenheim24.de von dem Vorfall nur wenig überrascht. Der Bahnhof sei in letzter Zeit ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche gewesen. Viele von ihnen hätten nach Meinung eines Nachbarn das Potential, in die Kriminalität abzurutschen.

Großkarolinenfelds Erster Bürgermeister Bernd Fessler sieht das jedoch anders. Wie er im Gespräch mit rosenheim24.de sagte, sei der Bahnhof in seiner Gemeinde nie groß aufgefallen. „Die Anwohner, der Wirt und auch die Polizei berichten alle, dass der Bahnhof nie Treffpunkt für zwielichtige Gestalten gewesen sei“, so Fessler.

jb

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