Stadtrat hat einstimmig entschieden

Wegen Corona: Rettungsschirm für Rosenheimer Busverkehr

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Der Rosenheimer ÖPNV bekommt von der Stadt finanzielle Unterstützung

Rosenheim - Der Rosenheimer ÖPNV wird noch bis mindestens Ende 2020 von der Stadt finanziell unterstützt, nachdem er enorme Einbußen wegen der Corona-Pandemie hatte.

Einstimmig bewilligte der Rosenheimer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung am 26. November einen Rettungsschirm für den Rosenheimer ÖPNV. „Es hat sich schlecht entwickelt, was die Fahrgastzahlen und die Bewegungsfreiheit betrifft“, so Oberbürgermeister Andreas März in der Sitzung. „Das hohe Beschwerdeaufkommen hat sich bei mir jedoch nicht mehr so deutlich niedergeschlagen.“ Dem vorangegangen war ein Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom September dieses Jahres.

Mehr Geld für den Rosenheimer ÖPNV

Die Fahrgastzahlen beim Rosenheimer ÖPNV hatten sich laut Verwaltung im Zuge der Wetterverschlechterung und der Entspannung der Corona-Situation im Spätsommer/Frühherbst wieder bis auf 30 Prozent des früheren Fahrgastaufkommens erholt. Durch die neuerliche exponentielle Verschärfung des Corona-Geschehens in den letzten Wochen sei die Zahl wieder auf zuletzt etwa 13 Prozent des früheren Passagieraufkommens zurückgegangen. Damit sei ein eigenwirtschaftlicher Betrieb des Stadtverkehrs Rosenheim nicht darstellbar. Dies belegen auch Zahlen aus dem Jahr 2018 im Vergleich mit den Zahlen zu 2020.

Sowohl der Stadtverkehr Rosenheim als auch die Stadt Rosenheim als Kommune haben hinsichtlich der zusätzlichen Kosten für den städtischen ÖPNV bei der Regierung von Oberbayern entsprechende Erstattungsanträge für den ÖPNV-Rettungsschirm gestellt. Der teilt sich in zwei Phasen auf, einmal für den Zeitraum bis 30. Juni 2020 und jetzt noch bis 31. Dezember 2020. Für Phase eins wurden bereits vorläufige Abschlagszahlungen ausgezahlt. Der Stadtverkehr wird also bis Ende Dezember weiter unterstützt. Laut Stadtverwaltung will man dann ab 1. Januar eine Notvergabe einrichten und Alternativangebote einholen.

Die Lage im Landkreis

Nicht nur in Rosenheim schlugen Beschwerden über die Schülerbeförderung auf. „Stadtbus, RVO-Schul- und Linienbusse aus Richtung Rott, Griesstätt und Haag sowie Schulbusse in Wasserburg am Inn, die vor allem Grundschüler morgens und mittags befördern, seien regelmäßig überfüllt. Die Sonderregelung zur Beförderung von Schulkindern in derartiger Anzahl setze diese dem Infektionsrisiko schutzlos aus. Dabei hätten Kinder das Recht auf Gesundheit, Sicherheit und Präventionsmaßnahmen vor Ansteckungen in öffentlichen Verkehrsmitteln.“ So lautet beispielsweise ein Appell des „Eltern Bündnisses Wasserburg“.

Im Landkreis Rosenheim sind momentan laut Ina Krug vom Landratsamt Rosenheim zufolge zwölf Verstärkerbusse im Einsatz, die in der Regel am Morgen und am Freitagmittag im Einsatz seien. Montag- bis Donnerstagmittag entzerre sich das Geschehen meist wegen des Nachmittagsunterrichts. Die 12 Verstärkerbusse bedienen derzeit die Schulstandorte Brannenburg und Raubling, Wasserburg, Rosenheim, Bad Aibling und Gars.“

jb

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