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In ihrem Beruf ist viel Feingefühl nötig

Umstellung auf Winterzeit: Rosenheimerin Sandra Höllt erweckt Uhren zu neuem Leben

Uhrenmacherin Sandra Höllts größte Freude: Aus einer alten Uhr wieder ein schönes Glanzstück zu machen.
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Uhrmacherin Sandra Höllts größte Freude: Aus einer alten Uhr wieder ein schönes Glanzstück zu machen.

In Zeiten von Funkuhren und Smartwatches müssen viele Menschen bei der Umstellung auf Winterzeit in der Nacht auf 31. Oktober nicht mehr selbst Hand anlegen. Was Sandra Höllt aus Rosenheim bedauert. Sie ist Uhrmacherin aus Leidenschaft – und quasi immer am Puls der Zeit.

Rosenheim Es ist schon wieder so weit: In der Nacht auf Sonntag, 31. Oktober, werden die Uhren in Deutschland um eine Stunde zurückgestellt, die sogenannte Winterzeit – eigentlich die Normalzeit – ist wieder da.

Viele Menschen trifft die Umstellung von Uhren aber heutzutage ohnehin nur noch am Rande. Denn die meisten Geräte wie Smartphone, Funkuhr oder Smartwatch passen die Zeit automatisch an, das manuelle Zurückdrehen des Stundenzeigers entfällt. Und somit auch die Notwendigkeit, sich mit dem Innenleben einer Uhr zu beschäftigen.

Feingefühl und Raffinesse

Diese Uhr tickt nicht mehr ganz richtig: Bei einer Reparatur bleibt kein Rädchen auf dem anderen.

Im wahrsten Sinne des Wortes am Puls der Zeit bleiben hingegen Uhrmacher. Ein Handwerk, das ein hohes Maß an Feingefühl und Raffinesse erfordert. Nicht umsonst gibt es schließlich das Sprichwort „Das läuft wie ein Uhrwerk“. Nur zusammen ergeben die vielen, kleinen, ineinandergreifenden Zahnräder, die feinen Spiralfedern, Schrauben und Räder eine Uhr. Ein komplexes System, das für die Rosenheimer Uhrmacherin Sandra Höllt Alltag ist, sie aber immer wieder aufs neue begeistert.

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Sie setzt damit eine Tradition in der Familie fort, die schon Jahrzehnte Bestand hat. Ihre Familie hatte 40 Jahre lang in der Königsstraße einen Uhrenladen, ehe Höllt vor 13 Jahren ihr jetziges Geschäft an der Innstraße eröffnete. Geprägt hat sie jedoch in erster Linie der ehemalige Standort: „ Als Kind war ich immer im Geschäft mit dabei. So ist auch meine Liebe zu Uhren entstanden.“

Große Bandbreite an Aufgaben

In ihrem Beruf muss sie eine große Bandbreite an Arbeiten rund um die Uhr bewerkstelligen. Von Batteriewechseln und der Zeitumstellung über den Gläsertausch und kleinere Reparaturen bis hin zu Generalüberholungen. Wobei diese am aufwendigsten sind. Insbesondere das Überholen von Großuhren wie Stand- oder Pendeluhren sei mit viel Arbeit verbunden. Denn diese Uhren müssen nicht nur komplett auseinander gebaut werden, sondern anschließend auch neu justiert, die Lager neu eingesetzt und die Zapfen poliert werden.

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Von heutzutage an vielen Handgelenken zu findenden Smartwatches hält Höllt hingegen nur wenig. „Das sind keine Uhren mehr, sondern Computer am Handgelenk.“ Das Mobiltelefon habe dem Markt für analoge Uhren auch stark geschadet, da es für viele Menschen ausreiche, um die Uhrzeit abzulesen. Wobei sich der Trend in den vergangenen Jahren wieder hin zur analogen Armbanduhr bewege. Ganz zur Freude von Sandra Höllt.

Handwerk droht auszusterben

Höllt will auf alle Fälle an ihrem Beruf festhalten. Auch wenn ihm, so Höllt, aufgrund des Siegeszugs der Smartwatches oder von Quarzuhren, bei denen keine Reparaturen vorgenommen werden können, dem Handwerk das Aussterben drohe.

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Welche Talente man als Uhrmacher mitbringen sollte? „Man muss schon viel Geduld und Ausdauer haben“, weiß Höllt. Das Wichtigste ist nach Angaben der Rosenheimerin aber etwas anderes, um als Uhrmacher Erfolg zu haben. Höllt: „Nur mit einer Leidenschaft für Uhren kann man sich in dem Beruf behaupten.“

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