Was Sie jetzt wissen müssen

Werden Wespen und Hornissen diesen Sommer ein Problem in der Region?

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Wespen und Hornissen aufhalten: Was sie jetzt dafür tun müssen
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Landkreise – Wespen und Hornissen: „Schöne und imposante Tiere aber bitte nicht in meinem Haus!“ Damit Sie in diesem Sommer nicht gestört werden, sollten Sie das hier lesen.

Wie schön es doch ist im heimischen Idyll von einem Garten. Es ist Sonntagnachmittag, die Sonne malt ihr Bild in die pittoresk angelegte Umgebung und es gibt Kaffee und Kuchen. Herrlich, wenn da nicht diese Störer wären: Hautflügler. Ihr Name: Wespe, hierzulande auch bekannt als Weps und Hornisse, hierzulande auch bekannt als Horniss. Da kann ein wunderbar entspannter Nachmittag gerne mal sehr schnell vorbei sein. Alle verziehen sich ins Haus. Dabei ist meist gerade das Zentrum der rücksichtslosen Störenfriede der gemeinschaftlichen sonntäglichen quality time zu finden.

„Jetzt kommt wieder die Zeit“

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Mit dem Anstieg der Temperaturen – wir nennen das Frühling – steigt nicht nur der Hormonspiegel bei uns Menschen. Auch die Natur macht sich auf in ein neues Jahr. So ist es kaum verwunderlich, dass die überwinterten Wespen- und Hornissenköniginnen auf der Suche sind nach geeigneten Nistplätzen für ihre Nachkommen. Kein leichtes Unterfangen „in unserer aufgeräumten Landschaft“, sagen die Experten. „Es ist erstaunlich, wie sie es dennoch schaffen durch Ritzen und Fugen in Hohlräume unserer Häuser zu gelangen, um dort ihre Nester zu bauen“, stellt die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Altötting fest. „Besonders beliebt sind Rollladenkästen.

Wespen und Hornissen mögen kein Nelkenöl

Das Landratsamt Altötting rät in seiner aktuellen Pressemeldung zu Wespen und Hornissen, Rolladenkästen insektendicht zu machen. „Überprüfen Sie bei hochgezogenem Rollladen, ob Fugen vorhanden sind, die grösser als 3 Millimeter sind. Wenn ja: Fragen Sie im Fachgeschäft nach Dichtleisten oder Bürsten Ihres Rollladentyps.“ Schön und gut aber was ist, wenn ich dazu nichts Passendes finde? Nelkenöl soll helfen.

Die Tiere mögen den Geruch nicht. Also: Nelkenöl in der Apotheke besorgen, auf Wattepads o.ä. geeignetem Trägermaterial verteilen und in die Fugen stopfen. Wichtig dabei: „Hat eine Wespenkönigin bereits mit dem Nestbau begonnen, lässt sie sich nicht mehr vertreiben.“ Dann darf auch nicht mehr versucht werden sie mit Nelkenöl zu vertreiben. „Die Wespe würde darauf mit Aggression reagieren. Lassen Sie dann den Rollladen oben (kleinerer Raum) und holen Sie fachlichen Rat bei dem für Sie zuständigen ehrenamtlichen Wespenberater“, schreibt das Landratsamt Altötting.

Da wird Ihnen und den geschützten Tieren geholfen

Jetzt kommt wieder die Zeit, wo die überwinterten Wespen- und Hornissenköniginnen (Wespen im März/April, Hornissen im Mai) beginnen, einen geeigneten Nistplatz für ihre Nachkommen zu suchen.“ Eines muss dabei klar sein. Diese Tiere stehen unter besonderem Schutz. Deshalb hier ein kurzer Leitfaden, das Wichtigste in Kürze:

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Besonders geschützte Insekten wie etwa viele Wespen- und Wildbienenarten dürfen nicht getötet werden. Man darf das Nest nicht selbst entfernen, es ausräuchern, mit Bauschaum verkleistern oder Ähnliches. Das stellt ein Vergehen gegen das Artenschutzgesetzt dar und wird bestraft. Besser also: Einen Wespenberater rufen. Entsprechende Listen gibt es bei der Unteren Naturschützbehörde beim jeweiligen Landratsamt. Da wird Ihnen und den geschützten Tieren geholfen.

Zusammenfassung

Hornissen, Hummeln, Wildbienen und einige Wespenarten sind imposante Tiere, die unter besonderem Artenschutz stehen. 

  • Ein Nest auszuräuchern, mit Bauschaum zu verkleben, abzufackeln oder Ähnliches, ist strafbar
  • Hornissen sind friedlich. Anders als Bienen haben sie keinen Honig zu bewachen und sind damit bei weitem nicht so leicht reizbar oder werden aggresiv. 
  • Gegen Ende des Sommers ist die „Untermiete“, sollten Hornissen ein Nest in Hohlräumen wie etwa einem Rollladenkasten gebaut haben, vorbei. 
  • Die Jungkönigin fliegt aus, um sich zu paaren während das Volk mit der alten Königin abstirbt. 
  • Wer sich dennoch nicht sicher ist oder Angst hat: Die Wespenberater klären auf und greifen im Fall des Falles fachmännisch ein
  • Eine Warnung sei aber angebracht: Menschen, die zu entsprechenden allergischen Reaktionen neigen, sollten vorsichtig sein.

rw; Pressemeldung des Landratsamtes Altötting

Quelle: innsalzach24.de

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