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Am Freitagabend soll es schon wieder krachen

Erneute Vorwarnung des DWD: Wieder drohen schwere Gewitter in der Region

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Stellungnahmen aus dem Berchtesgadener Land, Traunstein und Mühldorf

Landrat Kern: „Zu wenig Impfstoff“ - So läuft die Verteilung in der Region

Bernhard Kern, Landrat des Berchtesgadener Landes, bemängelt die Impfstoff-Knappheit, denn im Impfzentrum könnten viel mehr Impfungen durchgeführt werden.
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Bernhard Kern, Landrat des Berchtesgadener Landes, bemängelt die Impfstoff-Knappheit, denn im Impfzentrum könnten viel mehr Impfungen durchgeführt werden.

Der Impffortschritt stockt. Derzeit können in den Impfzentren aufgrund fehlender Impfdosen kaum mehr Erstimpfungen angeboten werden. Wir haben im Berchtesgadener Land, Traunstein und Mühldorf nachgefragt, wie die Impfstoffverteilung abläuft und welche Probleme es derzeit gibt.

Landkreis Berchtesgadener Land/Traunstein/Mühldorf - Die Impfpriorisierung ist zwar seit dem 7. Juni aufgehoben, dennoch sieht es mit Erstimpfungen derzeit sehr schlecht aus. „Aus unserer Sicht liegt das Problem darin, dass den einzelnen Landkreisen nicht genügend Impfstoff zur Verfügung gestellt wird beziehungsweise werden kann“, erklärt Bernhard Kern, Landrat des Berchtesgadener Landes gegenüber BGLand24.de. Aktuell könnte ausschließlich Impfstoff für Zweitimpfungen bestellt werden.

Impfstoffknappheit in Bayern: Dosen werden für Zweitimpfungen benötigt

Grundsätzlich könnten laut Kern im Impfzentrum weitaus mehr Impfungen durchgeführt werden. „Wir haben von der Regierung die Information erhalten, dass in den Impfzentren voraussichtlich bis Ende Juni kaum Impfstoff für Erstimpfungen zur Verfügung steht, da sämtliche Dosen für Zweitimpfungen benötigt werden“, so der Landrat. Somit könnten Erstimpfungen aktuell fast nur von den Hausärzten durchgeführt werden.

Das Berchtesgadener Land war als Pilotprojekt von Anfang an mit den Hausärzten in die Impfkampagne eingebunden. „Zu Beginn der Impfkampagne war es sicher hilfreich, schnell und unkompliziert die Hausärzte einzubinden. Auf die aktuellen Impfstofflieferungen hat dies jedoch keine Auswirkungen – Vorteile sind damit also nicht verbunden“, erläutert Kern. Während zu Beginn die teilnehmenden Hausärzte den Impfstoff über das Impfzentrum erhalten haben, bestellen diese ihn inzwischen über die Apotheken. Das Impfzentrum dagegen erhält die Zuweisung vom Freistaat Bayern.

So läuft die Verteilung: „Hierdurch kommt es zu erheblichen Unterschieden“

„Anders als die Impfzentren, die ihre Impfdosen nach dem Einwohnerschlüssel zugeteilt erhalten, erfolgt die Lieferung von Impfstoffen an die Hausärzte über das bestehende System des Großhandels“, erläutert auch Dr. Herbert Bruckmayer, ärztlicher Leiter des Impfzentrums des Landkreis Traunstein, gegenüber chiemgau24.de. Daraus folgt eine einfache Rechnung: Wird also insgesamt mehr geordert als vorhanden ist, wird bei allen gekürzt. „Im Landkreis Traunstein beteiligten sich erfreulicher Weise sehr viele Hausärzte an den Impfungen gegen das Coronavirus“, so Bruckmayer.

Je mehr Ärzte sich in einem Landkreis beteiligen, desto mehr Impfstoff steht zur Verfügung. „Hierdurch kommt es zu erheblichen Unterschieden in der Anzahl der durch Arztpraxen und Betriebsärzte durchgeführten Impfungen in den Landkreisen“, erklärt eine Sprecherin des Landratsamts Mühldorf gegenüber innsalzach24.de. Der Bayerische Landkreistag habe bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass diese Ungleichgewichte in der Impfstoffverteilung ausgeglichen werden müssen. „Dieser Forderung schließen wir uns an“, so die Sprecherin.

Kern wendet sich an Gesundheitsministerium

In einem Schreiben an das Gesundheitsministerium in München hat auch Kern auf die Problematik der Impfstoffverteilung aufmerksam gemacht. Eine Antwort vom Gesundheitsministerium liegt inzwischen auch vor. „Es ist geplant, dass wieder Sonderzuweisungen an Landkreise mit geringerer Ärztedichte verteilt werden, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht. Daher hoffen wir, dass wir von den Sonderzuweisungen auch entsprechend profitieren können“, so der Landrat.

Denn aktuell besteht in ganz Bayern eine spürbare Knappheit an Impfstoff. Trotzdem ist Kern zuversichtlich, „dass wir der gesamten Bevölkerung im Landkreis auch tatsächlich ein Impfangebot machen werden.“ Wann dies jedoch für alle möglich sei, hängt von der künftigen Zuweisung von Impfstoff ab.

jz

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