Verkohlte Frauenleiche am Feringasee

Geschah die grausame Tat in der Wohnung des Paares?

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Dieses von der Polizei veröffentlichte Bild zeigt den Fundort der Leiche
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    Heinz Seutter
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Unterföhring - Nach dem Fund einer verkohlten Frauenleiche am Feringasee am Dienstagabend laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Nun wurde gegen den Lebensgefährten Haftbefehl erlassen.

UPDATE, 12.10 Uhr - Pressemitteilung Polizei

Wie bereits berichtet, wurde am Montag, 11. September, bei Mäharbeiten am Rand des Parkplatzes 4 am Feringasee die Leiche einer zunächst unbekannten Person aufgefunden. Offensichtlich war der Leichnam in Brand gesteckt worden, er war stark verkohlt, sodass eine Identifizierung zunächst nicht möglich war. Bei der am Dienstagvormittag im Institut für Rechtsmedizin durchgeführten Obduktion, konnte jedoch festgestellt werden, dass es sich um die Leiche einer Frau handelt. Die weiteren Untersuchungen und Ermittlungen ergaben schließlich, dass es sich um den Leichnam einer 35-jährigen Münchnerin, die aus Sachsen stammt, handelt. 

Wie schon aufgrund der Auffindungssituation zu vermuten war, konnte auch festgestellt werden, dass die junge Frau ganz offensichtlich Opfer eines Tötungsdeliktes geworden war. Der Todeszeitpunkt konnte allerdings nicht näher eingegrenzt werden. Den bisherigen Erkenntnissen vom Fundort der Leiche zufolge, handelt es sich beim Fundort nicht um den Tatort des Tötungsdeliktes. Wie und von wem der Leichnam zum Feringasee transportiert wurde, konnte bislang noch nicht ermittelt werden. 

Die 35-jährige Advanced Projekt Managerin wurde in der Nacht von Sonntag, 10. September, auf Montag, 11. September, von ihrem 32-jährigen Lebensgefährten vermisst. Dieser erstattete am Montag, 11. September, eine Vermisstenanzeige bei der Polizei. Der Pkw der Geschädigten wurde ebenfalls schon am Montagnachmittag ordnungsgemäß geparkt und versperrt in der Lilly-Reich-Straße in Freimann aufgefunden. 

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse aus den Ermittlungen und Spurenauswertungen ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen den 32-jährigen Lebensgefährten der Geschädigten. Der deutsche Accountmanager (kaufmännischer Kundenberater) wurde deshalb am Mittwochnachmittag, 13. September, vorläufig festgenommen.

Von der Staatsanwaltschaft München I wird ein Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen wegen Mordes gestellt. Der Mann wird am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Bei der polizeilichen Vernehmung machte der Tatverdächtige auf Anraten seines Rechtsbeistandes keine Angaben zur Sache. 

Nach aktuellem Sachstand wird davon ausgegangen, dass die Tat bereits in der Nacht von Freitag, 8. September, auf Samstag, 9. September, wohl in der gemeinsamen Wohnung geschah. Die Spurensicherung hat ihre umfangreiche Arbeit dort noch nicht abgeschlossen. Zum Motiv der Tat und dem Tatablauf können derzeit keine näheren Angaben gemacht werden. Die Mordkommission ermittelt weiter.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

Update 11.58 Uhr: Hinreichend Indizien laut Polizei

Am Donnerstagmorgen teilt die Polizei mit, sie haben einen Tatverdächtigen festgenommen. Dabei handelt es sich um den Lebensgefährten des Opfers. Er wird heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Die Polizei informiert in einer Pressekonferenz: Die Untersuchung der näheren Lebensumstände und der Spuren ergab den dringenden Tatverdacht gegen den Mann. Der Tatverdacht wird aufgrund der Indizien für hinreichend gehalten, daher wird Haftbefehl beantragt. Wegen der laufenden Ermittlungen will sich die Polizei aber mit Details noch bedeckt halten. Nur so viel wird verraten: Seine Angaben bei der Vermisstenmeldung, passten nicht zu den Ermittlungserkenntnissen. Bei der Vernehmung durch die Polizei machte er keine Aussage. Zum möglichen Motiv gibt es deshalb noch keine Angaben.

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen wird im Moment davon ausgegangen, dass die Tat früher als zunächst gedacht, nämlich bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag (8./9. September), in der gemeinsamen Wohnung begangen wurde. Die Spurensicherung dort ist noch nicht abgeschlossen, so die Polizei.

Live-Stream der Pressekonferenz

Update, 10.25 Uhr: Haftbefehl gegen Lebensgefährten

Wie die AZ berichtet, soll am Donnerstagmorgen der 32-jährigen Lebensgefährten wegen dringenden Mordverdachts verhaftet worden sein. Ob auch Haftbefehl gegen den 32-Jährigen ergangen ist, ist noch nicht bekannt. Genaueres will die Polizei am Mittag (11:30 Uhr) in einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Bereits zuvor hatte die Polizei den Lebensgefährten umfangreich verhört. "Wir ermitteln auf Hochtouren, wie immer von innen nach außen", so Herbert Linder, Chef der Mordkommission am Mittwoch gegenüber der AZ.

Update, Donnerstag 9.38 Uhr: Erster Ermittlungserfolg

Wie die Münchner Polizei in einer ersten Vorinformation am Donnerstagmorgen mitteilt, konnte sie inzwischen einen ersten Ermittlungserfolg verzeichnen: Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen. Nähere Infos sollen dann im Laufe des Vormittags folgen.

Update, 13.30 Uhr: Weitere Details

Auf einer Pressekonferenz des Polizeipräsidiums München wurden weitere Details zu dem Fall bekanntgegeben. Wie die Abendzeitung schreibt, berichtete der Lebensgefährte der Frau, diese habe sich mit einer Arbeitskollegin treffen wollen, bevor sie verschwand. Wer diese Kollegin ist, sei aber noch unklar. 

Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, wird die Arbeit der Polizei dadurch erschwert, dass bisher kein Handy der Toten gefunden wurde. Dadurch können dessen Verbindungsdaten und Anrufe nicht beziehungsweise nur schwer ausgewertet werden.

Update, 12.10 Uhr: Pressemeldung der Polizei

Am Montag, in den Nachmittagsstunden wurde bei Mäharbeiten am Rand des Parkplatzes 4 am Feringasee die Leiche einer zunächst unbekannten Person aufgefunden. Offensichtlich war der Leichnam in Brand gesteckt worden, er war stark verkohlt, so dass eine Identifizierung zunächst nicht möglich war. 

Bei der am Dienstagvormittag im Institut für Rechtsmedizin durchgeführten Obduktion konnte jedoch festgestellt werden, dass es sich um die Leiche einer Frau handelt. Die weiteren Untersuchungen und Ermittlungen ergaben schließlich, dass es sich um den Leichnam einer 35-jährigen Münchnerin, die aus Sachsen stammt, handelt. 

Wie schon aufgrund der Auffindungssituation zu vermuten war, konnte auch festgestellt werden, dass die junge Frau ganz offensichtlich Opfer eines Tötungsdeliktes geworden war. Der Todeszeitpunkt konnte allerdings nicht näher eingegrenzt werden. Den bisherigen Erkenntnissen vom Fundort der Leiche zufolge handelt es sich dabei nicht um den Tatort des Tötungsdeliktes. Wie und von wem der Leichnam zum Feringasee transportiert wurde, konnte bislang noch nicht ermittelt werden. 

Die 35-jährige Advanced Projekt Managerin wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag von ihrem 32-jährigen Lebensgefährten vermisst. Dieser erstattete am Montag Vermisstenanzeige. Das Auto der Geschädigten wurde ebenfalls schon am Montagnachmittag ordnungsgemäß geparkt und versperrt in der Lilly-Reich-Straße in Freimann aufgefunden.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

Die Erstmeldung, 7.20 Uhr: 

"Aus der Entfernung hätte man denken können, es handele sich um ein Stück verbranntes Holz", schilderte ein Feuerwehrmann seine Eindrücke gegenüber unserem Partnerportal tz.de, "Aus der Nähe war es offensichtlich, dass da ein verbrannter Mensch liegt. Die Tote lag auf dem Bauch. Man sah menschliche Knochen." Er und seine Kameraden waren am Montag zum Fundort der verkohlten Frauenleiche am Feringasee gerufen worden, nachdem zwei Landschaftsgärtner diese entdeckt hatten.

Wie die Abendzeitung berichtet, muss sich der Täter in der Gegend gut ausgekannt haben. Denn er wusste offensichtlich, dass man über die A99 rasch und unauffällig an den See kommt. Außerdem ist die Stelle, an der die Leiche angezündet wurde abgelegen und durch Bäume und Büsche schwer einsehbar.

Identität der Toten weiter unbekannt

Sowohl die Identität der Toten als auch der Tatort sind weiterhin unbekannt. Die Polizei erklärte am Dienstag, dass die Leiche "extrem verkohlt" sei und auch keine Ausweispapiere gefunden worden seien. Selbst das Alter sei schwer einzuschätzen. Daher hoffen die Ermittler, die Identität der Frau durch das Zahnschema oder einen DNA-Abgleich klären zu können

An der Leiche waren Rückstände von Brandbeschleunigern gefunden worden. Die Todesursache ist aber eine andere gewesen. Die Ermittlungen laufen nun auf Hochtouren. Der Leichnam wurde am Dienstag obduziert, das Ergebnis aber zunächst nicht bekanntgegeben. Außerdem wurden alle Fahrzeuge rings um den Feringasee per Halterabfrage darauf untersucht, ob sie zu der Toten gehören könnten. Zudem werden Vermisstenfälle aus München und Bayern abgeglichen.

Quelle: rosenheim24.de

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