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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bayern macht auf - Corona-Beschränkungen massiv gelockert: „Mehr Lebensfreude in Bayern“

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, geht nach der Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung durch den Hofgarten zu einer Pressekonferenz
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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, geht nach der Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung durch den Hofgarten zu einer Pressekonferenz.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (4. Juni) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 29,9, Landkreis Rosenheim 30,2, Landkreis Traunstein 25,4, Landkreis Berchtesgadener Land 41,5, Landkreis Mühldorf 12,9, Landkreis Altötting 33,2 (Quelle/Stand: RKI, 4. Juni, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3909, Landkreis Rosenheim 13.806, Traunstein 10.962, Berchtesgadener Land 5934, Mühldorf 6934, Altötting 6040 (Quelle/Stand: RKI, 4. Juni, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 60, Landkreis Rosenheim 454, Traunstein 215, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 153, Altötting 208 (Quelle/Stand: RKI, 4. Juni, 0 Uhr)
  • Mindestens 89.026 Todesfälle in Deutschland (14.996 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18.43 Uhr - Bayern macht auf - Corona-Beschränkungen massiv gelockert

Monatelang herrschte in Bayern Corona-Tristesse, die Sorge vor Ansteckungen, vor einer Überlastung des Gesundheitssystems, aber auch vor wirtschaftlichen Pleiten und Arbeitslosigkeit. Von kommendem Montag an gehen die meisten Schranken wieder auf. „Auf Deutsch kann man sagen: Durch die besseren Zahlen, die sich jetzt ergeben, wird einfach mehr Lebensfreude in Bayern sein“, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag nach einer Kabinettssitzung an.

Die Mischung aus Impferfolg und Vorsicht bei den Kontakten habe Früchte getragen - und diese Früchte könnten nun in Form der wiedererlangten Grundrechte an die Bürger zurückgegeben werden, sagte Söder. 50 Prozent der über 16-Jährigen hätten in Bayern inzwischen eine erste Impfdosis erhalten und hätten damit einen gewissen Impfschutz aufgebaut, 20 Prozent seien bereits vollständig geimpft. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen lag am Freitag bayernweit bei 29. Kein Landkreis lag mehr über 100, dafür 68 der 96 Gebietskörperschaften unter 35, sagte Söder.

Grund genug, um auch den am 9. Dezember 2020 ausgerufenen Katastrophenfall für den Freistaat nach fast einem halben Jahr wieder aufzuheben. „Es gibt keinen Katastrophenfall mehr, das heißt, es geht wieder seinen normalen Gang der Verwaltungswege“, sagte Söder. Sollte es wieder Gegenden mit Inzidenzen über 100 geben, gelte dort bis zum 30. Juni die bundesweite Notbremse. Unter 100 gelte die bayerische Linie, deren Einzelheiten in DIESEM Artikel aufgelistet sind.

Update, 16.54 Uhr - Aktuelle Zahlen zu Neuinfektionen, Impfungen und Virusvarianten in der Region

Landkreis Berchtesgadener Land:

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Mittwoch 10 weitere bestätigte Corona-Fälle im Landkreis gibt. Davon befand sich eine Person bereits als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt auf 5.934.

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um eine Frau im Alter von 92 Jahren. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Corvid-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 102.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell sieben Covid-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 3 Patienten intensivmedizinisch betreut.

Landkreis Traunstein:

Seit Mittwoch sind beim Staatlichen Gesundheitsamt Traunstein neun Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit insgesamt 10.960 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 10.447 Personen.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 15 Covid-19-Patienten behandelt, davon 10 auf der Normalstation und 5 auf der Intensivstation. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 73.173 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 32.989 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Stadt und Landkreis Rosenheim:

Das Gesundheitsamt Rosenheim meldet am Freitag für den Landkreis 44 und für die Stadt zwei Corona-Neuinfektionen. Die Inzidenz ist im Landkreis leicht auf 30,2 angestiegen. In der Stadt ist die Inzidenz deutlich auf 29,9 gefallen.

Bis zum 3. Juni wurden im Rosenheimer Impfzentrum 81.729 Erst- und 47.994 Zweitimpfungen durchgeführt. In den Arztpraxen liegen die Zahlen bei 44.255 Erst- und 13.028 Zweitimpfungen.

Landkreis Mühldorf:

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit Donnerstag einen neuen bestätigten Corona-Fall. Die Mehrheit der Fälle in den letzten 7 Tagen (28.05.-03.06.) lagen mit fünf Fällen oder 33 Prozent in der Altersgruppe 15-34 (Vorwoche: 65 Prozent) sowie mit sechs Fällen oder 40 Prozent in der Altersgruppe 35-59 (Vorwoche: 15 Prozent). Zwei Fälle entsprechend 13 Prozent entfallen auf die Altersgruppe 60-79 (Vorwoche: 15 Prozent). In der Altersgruppe von 5-14 wurde ein Fall verzeichnet, ebenso in der Altersgruppe von 0-4.

Im Landkreis Mühldorf liegen insgesamt 6.925 bestätigte Fälle vor. Es gibt bislang insgesamt einen nachgewiesenen Fall sowie fünf Verdachtsfälle der südafrikanischen Virus-Mutation. Darüber hinaus gibt es insgesamt zwei nachgewiesene Fälle der indischen Virus-Mutation, sowie drei der brasilianischen Variante.

Update, 15.16 Uhr - Italien, Tschechien und weite Teile Österreichs ab Sonntag keine Corona-Risikogebiete mehr

Noch rät die Bundesregierung wegen Corona generell von touristischen Reisen ins Ausland ab. Gleichzeitig fällt aber eine konkrete Beschränkung nach der anderen - jetzt auch für viele Urlaubsgebiete in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag Italien, Tschechien und weite Teile Österreichs von der Liste der Risikogebiete. Das gilt auch für einige der beliebtesten Urlaubsgebiete Kroatiens, 8 von 26 Schweizer Kantonen sowie für die französische Insel Korsika, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.

Hinzu kommen einige Überseegebiete Frankreichs und der Niederlande sowie der Vatikan. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Nur Flugpassagiere müssen bei Einreise noch einen negativen Test vorweisen.

Gelockert werden die Einreisebeschränkungen auch für die Türkei, Schweden und Litauen. Diese drei Länder werden vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet zurückgestuft. Damit entfällt die generelle Quarantänepflicht von fünf bis zehn Tagen bei Einreise nach Deutschland. Wer einen negativen Test vorweisen kann, muss sich nicht mehr selbst isolieren.

Update, 14.43 Uhr - Dehoga zu Fußball-EM: Public Viewing steht nichts mehr im Wege

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat die von der Staatsregierung angekündigten Lockerungen begrüßt - vor allem mit Blick auf die anstehende Fußball-Europameisterschaft. „Public Viewing sollte jetzt nichts mehr im Wege stehen“, sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Freitag. Wie bei großen Turnieren üblich, rechne er auch diesmal wieder mit hohem Besucherandrang in den Biergärten.

Die EM startet am 11. Juni. Die bayerische Staatsregierung beschloss am Freitag Lockerungen der Corona-Maßnahmen, die ab kommender Woche in Kraft treten sollen. So dürfen sich unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 ungeplant wieder zehn Menschen treffen, unabhängig davon, aus wie vielen Haushalten sie kommen. „Das ist natürlich für die Biergärten wichtig, wo mehrere Menschen an einem Tisch sitzen“, sagte Geppert. Auch Innengastronomie sei wieder möglich. Bayernweit lag die Inzidenz am Freitag unter 30.

Der Landesgeschäftsführer begrüßte auch die Anhebung der Sperrstunde von 22 auf 24 Uhr. „Jetzt müssen die Fans nicht nach der ersten Halbzeit nach Hause gehen“, so Geppert mit Blick auf den späten Beginn vieler Spiele um 21.00 Uhr.

Von den meisten bayerischen Großstädten gab es am Freitag noch keine Auskunft darüber, ob und wie sie mit Public Viewing planen.

Update, 13.28 Uhr - Neue Corona-Regeln ab Montag (7. Juni) im Überblick

Wegen deutlich gesunkener Corona-Infektionszahlen hat der Freistaat Bayern umfassende Lockerungen bei den Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie beschlossen. Der Katastrophenfall werde von Montag an aufgehoben, Innengastronomie sei wieder möglich, die Kontaktbeschränkungen für private Treffen und auch Feiern werden deutlich entschärft, kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Freitag nach einer Kabinettssitzung an.

rosenheim24.de hat die neuen Corona-Regeln ab Montag (7. Juni) in einem Überblicksartikel zusammengefasst.

Livestream Söder-PK

Update, 13.12 Uhr - Holetschek: „Gesamtpaket stimmt“

„Die Richtung stimmt, und das Gesamtpaket stimmt“, sagt Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Er sei auch weiterhin ein Befürworter der Bundesnotbremse: Die sei „ein Instrument, das uns geholfen hat, dass wir jetzt in die Öffnungen reinkommen.“ CSU und Freie Wähler sind sich bei der Bewertung der Notbremse weiterhin etwas uneinig.

Update, 13.03 Uhr - Fast alle Schüler in Bayern ab Montag wieder im Präsenzunterricht

Derzeit sind noch neun Landkreise in Bayern bei einer Inzidenz über 50, das heißt fast 90 Prozent der bayerischen Schüler können ab Montag wieder in den Präsenzunterricht starten. Ab 21. Juni wird es dann in ganz Bayern, bei einer Inzidenz bis 100, für alle Präsenzunterricht geben. Für die bayerischen Schüler wird es einen Selbsttestausweis geben, darin können die Testergebnisse eintragen werden, um diese dann auch für die Freizeit nutzen zu können. Auch Schwimmunterricht sei jetzt wieder möglich, sagt Piazolo. 

Update, 12.55 Uhr - Aiwanger: „Erfreuliche Zahlen und wichtige Lockerungen“

Wirtschaftsminister Aiwanger sprach von erfreulichen Zahlen und wichtigen Lockerungen. Das sei einer wichtiger Schritt für die Gesellschaft und vor allem auch für die vielen Vereine im Freistaat, hieß es. Explizit nannte Aiwanger Hochzeiten, Geburtstage oder Feuerwehrfeiern. „Click und Meet hat dazu geführt, dass vielfach niemand in die Geschäfte gekommen ist“, sagte Aiwanger und zeigte sich zufrieden mit der Abschaffung der Maßnahme bei entsprechenden Inzidenzen. Damit könne der Handel nun sehr gut arbeiten und leben, so Aiwanger weiter. Für die Bereiche Schankwirtschaften und Diskotheken konnte und wollte Aiwanger zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Lockerungstermin nennen.

Update, 12.51 Uhr - Söder bittet Menschen, „nicht zu übertreiben“

„Der Fortschritt durch Impfen und Rücksichtnahme muss Früchte tragen. Diese sehen wir in mehr Freiheiten und Möglichkeiten“, so Söder, der davon ausgeht, dass die Inzidenzen durch die Lockerungen zwar nun wieder (leicht) ansteigen werden, aber die Situation deswegen trotzdem beherrschbar bleibt. Söder bat allerdings die Menschen darum, „nicht zu übertreiben“ und die Erleichterungen mit Bedacht zu nutzen.

Update, 12.49 Uhr - Zuschauer bei EM-Spielen in München erlaubt

Auch für die Fußball-EM in München wurde nun eine Entscheidung getroffen. Quasi als Pilotprojekt für den Profisport erlaubt die Staatsregierung eine Auslastung der Allianz Arena von bis zu 20 Prozent. Damit dürfen bei den EM-Spielen der deutschen Mannschaft gegen Frankreich, Portugal und Ungarn jeweils rund 14.500 Fans im Stadion live dabei sein. Angesichts der derzeitigen Inzidenzen hält die bayerische Staatsregierung dies für verantwortbar, so Söder.

Update, 12.46 Uhr - Umfangreiche Lockerungen für Gastro, Handel & Co.

Vereinfacht wird auch, dass die Städte und Kreise keine gesonderten Allgemeinverfügungen mehr erlassen müssen, sondern alles nun klar im Konzept der Staatsregierung geregelt ist. Bis zu einer Inzidenz von 100 greife die „bayerische Linie“, darüber hinaus gilt dann die Notbremse. Dazu sollen die Regeln vereinfacht werden. Zusammengefasst gilt nun für viele Bereiche: Bis zu einer Inzidenz von 50 ist fast nirgends mehr ein negativer Corona-Test nötig. Bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 besteht allerdings weiterhin Testpflicht. Auch Gastronomie, Kultur und Handel erfahren weitere Lockerungen. So braucht man für den Besuch von Geschäften ab Montag keine festen Termine mehr - sofern die Inzidenz unter 100 liegt. Im Kultur- und Sportbereich werden Außenveranstaltungen mit bis zu 500 Zuschauern erlaubt, jeweils mit entsprechenden Auflagen.

Update, 12.40 Uhr - Katastrophenfall in Bayern wird aufgehoben

„Es ist nun an der Zeit, mehr Möglichkeiten zu schaffen“, sagte Söder und nannte 29,0 als durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz in Bayern. Neben steigenden Impfzahlen würden im Gegenzug die Fallzahlen sowie die Belegung der Krankenhäuser deutlich zurückgehen, hieß es. „Die Tendenz ist positiv“, fasste Söder zusammen und sagte, dass sich die letzten Öffnungsschritte bewährt hätten. Deswegen hat der Freistaat nun die 13. Bayerische Infektionsschutzverordnung verabschiedet. Was steht darin? Die Bundes-Notbremse gilt weiterhin - wird aber laut Söder zum 30. Juni wie geplant auslaufen. Darunter greift dann die „bayerische Linie“. Der Katastrophenfall in Bayern wird ab Montag, 7. Juni, 0 Uhr aufgehoben. Darin enthalten sind umfangreiche Lockerungen für Kontakte, Freizeit, Kultur etc. enthalten.

Update, 12.33 Uhr - Bayern beschließt umfangreiches Öffnungskonzept

Am Vormittag hat die bayerische Staatsregierung einmal mehr über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Am Mittag sind Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Kultusminister Michael Piazolo (beide Freie Wähler), Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Staatskanzleichef Florian Herrmann (beide CSU) vor die Presse getreten, um die Öffentlichkeit über die Ergebnisse zu informieren. „Es gibt gute Nachrichten: Bayern geht es besser. (…) Die dritte Welle läuft langsam aus“, sagte Söder zu Beginn der Pressekonferenz. Normalität kehre nun langsam zurück. Corona sei noch nicht vorbei, aber die Lage werde von Tag zu Tag besser. Deswegen sei nun ein umfangreiches Öffnungs- und Normalisierungskonzept beschlossen, das ab Montag, 7. Juni, greift, hieß es.


Update, 11.03 Uhr - Kabinett berät über weitere Lockerungen bei Corona-Maßnahmen

Der bayerische Ministerrat hat am Freitag mit den Beratungen über weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen begonnen. Aus Regierungskreisen war im Vorfeld zu hören, dass aufgrund rapide gesunkener Inzidenzwerte größere Öffnungsschritte möglich seien. Erwartet wird unter anderem eine Entscheidung darüber, ob künftig neben der Außengastronomie auch die Innengastronomie unter bestimmten Bedingungen öffnen kann.

Am Freitag hatte das Robert Koch-Institut für Bayern eine Sieben-Tage-Inzidenz von 29,0 bekanntgegeben, leicht unterhalb des Bundesdurchschnitts. Kein Landkreis und keine kreisfreie Stadt in Bayern wiesen eine Inzidenz von mehr als 100 auf. Nur noch neun der 96 Regionen lagen über 50.

Möglich erscheint im Kabinett auch eine Entscheidung über die Frage, ob bei den Spielen der Fußball-Europameisterschaft in München Zuschauer mit von der Partie sein dürfen. Zudem dürften die Regierungsmitglieder unter Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) über Öffnungen in der Kultur und im Amateursport beraten - genauso wie über die Frage, wie künftig mit Kontaktbeschränkungen zu verfahren ist.

Update, 9.59 Uhr - Alpenverein fürchtet schwierige Hütten-Saison

Wegen strenger Corona-Regeln für Übernachtungsgäste stellt sich der Deutsche Alpenverein (DAV) auf eine schwierige Hütten-Saison in Bayern ein. „Wenn die Restriktionen so bleiben, sehen wir für diese Saison eher schwarz“, sagte der Bereichsleiter Alpine Raumordnung beim DAV, Hanspeter Mair. „Dann wird die Belegungssituation noch schlechter als im Vorjahr.“ Hätten im vergangenen Sommer noch bis zu zehn Wanderer in einer festen Gruppe in einem Raum übernachten dürfen, sei momentan im Freistaat nur ein Haushalt pro Zimmer erlaubt, sagte Mair. „Der Übernachtungsbetrieb ist dadurch schwer möglich. Das ist unbefriedigend, um es diplomatisch zu formulieren.“

Mit Blick auf die Regeln im Nachbarland Österreich fordert der DAV Nachbesserungen vom Freistaat. „In Tirol kann man auch mit festen Wandergruppen im gleichen Raum übernachten“, sagte Mair. „Da wird viel mehr gehen als in Deutschland. Natürlich wünschen wir uns da, dass wir eine Angleichung der Regeln bekommen.“ Schließlich trügen die DAV-Hütten auch zur Besucherlenkung in den Alpen bei, betont Mair. „Der Drang nach draußen ist da. Wenn die Menschen bei uns nicht übernachten dürfen, werden sie wildcampen oder nach Tirol fahren.“ Das Interesse an Übernachtungen in den 67 bewirtschafteten Hütten des Verbands sei wieder groß, in einigen Hütten seien schon sämtliche Sommerwochenenden ausgebucht.

Update, 9.08 Uhr - Landkreis Altötting meldet neun neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt neun neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 6040 Personen. Aktuell gibt es im Landkreis 93 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Garching (22), Burghausen (13) und Neuötting (9). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 33,2.

Update, 8.22 Uhr - Inzidenzen in der Region sinken fast ausnahmslos weiter

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 4. Juni).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region sind in den vergangenen 24 Stunden fast ausnahmslos gesunken. Lediglich in den Landkreisen Rosenheim (von 27,9 auf 30,2) und Altötting (von 30,5 auf 33,2) stiegen die Inzidenzen. Gesunken sind sie dagegen im Kreis Berchtesgadener Land (von 55,7 auf 41,5), im Kreis Mühldorf (von 15,5 auf 12,9), im Kreis Traunstein (von 28,8 auf 25,4) und in der Stadt Rosenheim (44,1 auf 29,9).
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet. 

Update, 7.03 Uhr - Kabinett berät über weitere Lockerungen bei Corona-Maßnahmen

Das bayerische Kabinett kommt am Freitag unter der Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zusammen, um über weitere Lockerungen bei den Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu beraten. Unter anderem soll es angesichts der landesweit gesunkenen Zahl bei den Neuinfektionen um Fragen gehen, wie mehr Normalität in Bereichen wie Kultur, Sport oder Gastronomie hergestellt werden kann. Nach Angaben aus Regierungskreisen sind größere Öffnungsschritte denkbar.

Mit Blick auf die Gaststätten waren Forderungen nach der Öffnung der Innenräume laut geworden, nachdem bisher nur Außengastronomie möglich ist. Auch Kontaktbeschränkungen könnten neu geregelt werden. Die bisherigen Corona-Regelungen, zuletzt aktualisiert am 25. Mai, laufen am 6. Juni aus.

Aus der politischen Landschaft in Bayern war in den vergangenen Tagen eine Vielzahl von Forderungen und Vorschlägen zur Corona-Politik gekommen. Die SPD verlangt, so schnell wie möglich die Freizeitparks in Bayern zu öffnen. Die Freien Wähler hatten unter anderem gefordert, die Verteilung der Impfstoffe anders zu organisieren, um mögliche Nachteile ländlich strukturierter Regionen beim Zugriff auf Impfstoff auszugleichen.

rosenheim24.de berichtet von der PK um 12.30 Uhr wie gewohnt live.

RKI meldet rund 3200 neue Fälle und 86 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3165 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 7380 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 29,7 an (Vortag: 34,1; Vorwoche: 39,8). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 86 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 192 Tote gewesen (News-Ticker Donnerstag, 3. Juni).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.695.633 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.527.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.026 angegeben. In Bayern kamen 33 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 14.996).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,87 (Stand: 3. Juni; Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt der Wert anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/dpa

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