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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder will Aufklärung über Impfung von Hotel-Mitarbeitern aus Italien - Strenge Regeln bei EM-Spiel in München

Fußball-EM - Vertreter von DFB und Bayerischer Staatsregierung
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Nach der Corona-Impfung von italienischen Hotel-Mitarbeitern in Deutschland hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder Aufklärung verlangt

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (14. Juni) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 25,2, Landkreis Rosenheim 13,0, Landkreis Traunstein 28,8, Landkreis Berchtesgadener Land 40,6, Landkreis Mühldorf 14,7, Landkreis Altötting 10,8 (Quelle/Stand: RKI, 14. Juni, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3931, Landkreis Rosenheim 13.862, Traunstein 11.024, Berchtesgadener Land 5983, Mühldorf 6955, Altötting 6054 (Quelle/Stand: RKI, 14. Juni, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 62, Landkreis Rosenheim 458, Traunstein 216, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 153, Altötting 210 (Quelle/Stand: RKI, 14. Juni, 0 Uhr)
  • Mindestens 89.844 Todesfälle in Deutschland (15.099 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.39 Uhr - Großbritannien erlaubt trotz Delta Variante 40.000 Zuschauer bei EM-Finale

Trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante erlaubt Großbritannien bei mehreren großen Sport-Events in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer. So dürfen beim Finale der Fußball-EM am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40.000 Zuschauer dabei sein, wie Kultur- und Sportminister Oliver Dowden am Montag der Nachrichtenagentur PA zufolge mitteilte.

Auch die finalen Wimbledon-Matches am 10. und 11. Juli dürfen vor einem mit 15.000 Zuschauern voll besetzten Centre Court stattfinden. Vorherige Spiele der Turniere werden den Berichten zufolge noch bei halber Zuschauerkapazität stattfinden. Die Großevents sind Teil einer Testreihe der britischen Regierung, mit denen diese Erkenntnisse über die Sicherheit von Großveranstaltungen in Zeiten der Pandemie sammeln will.

Für viele andere Bereiche wurden in England die Corona-Maßnahmen wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante um mehrere Wochen bis voraussichtlich 19. Juli verlängert. Die Variante ließ die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen wieder in die Höhe schnellen, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Land derzeit bei knapp 67.

Update, 21.55 Uhr - Söder will Aufklärung über Impfung von Hotel-Mitarbeitern aus Italien

Nach der Corona-Impfung von italienischen Hotel-Mitarbeitern in Deutschland hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder Aufklärung verlangt. „Ich habe da große Bauschmerzen, wenn so was stattfindet“, sagte Söder am Montag in München. „Wir wollen keinen Impftourismus nach Deutschland.“

Hintergrund war eine Kurzreise von etwa 100 Hotel-Mitarbeitern im Mai von Sardinien nach Bayern. Nach Medienberichten wurden die Beschäftigten einer Ferienanlage eingeflogen und am Münchner Flughafen gegen Covid-19 geimpft. Nach einem kurzen Aufenthalt flog die Gruppe wieder zurück. Ein Münchner Arzt bestätigte später, an der Impfaktion beteiligt gewesen zu sein.

Er hatte zudem in einem Interview Italiens öffentlich-rechtlichen TV-Sender Rai 3 gesagt, die deutsche Regierung sei an der Organisation beteiligt gewesen. Das Bundesgesundheitsministerium in Berlin hat die Aussagen zurückgewiesen. Von dem Rechtsanwalt des Arztes war am Montag zunächst keine ergänzende Stellungnahme zu erhalten.

Auch eine Sprecherin des italienischen Ferien-Ressorts Forte Village dementierte die Aussagen des Mediziners. „Die deutsche Regierung hat die Impfungen unserer Angestellten nicht organisiert“, sagte sie. Ein Manager des Hotels hatte zuvor in Rai 3 den Tagestrip damit gerechtfertigt, dass es wichtig gewesen sei, dass die Ferienanlage bereit sei, um Gäste sicher zu empfangen. Das Hotel habe für den Impf-Service in Deutschland bezahlt.

Söder sagte, solche Fälle dürften sich nicht häufen. Es gebe genug Menschen, die nach wie vor auf eine Impfung warten. „Das muss geklärt werden und auch mit Regeln versehen werden, dass es nicht wieder passiert“, sagte der Ministerpräsident.

Unklar ist bei der Impfaktion bislang, woher die für die italienischen Hotel-Mitarbeiter verwendeten Impfdosen stammen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) untersucht nach eigenen Angaben den Fall. Der Fall liege der Geschäftsstelle für Fehlverhalten im Gesundheitswesen vor, hatte ein KVB-Sprecher erklärt.

Update, 20.38 Uhr - Symptome bei Delta-Variante laut Forschern anders

Die zunächst in Indien entdeckten Corona-Variante Delta kann bei Patienten anscheinend etwas andere Symptome als frühere Corona-Typen verursachen. In einer britischen App zur Überwachung von Corona-Symptomen wurden zuletzt am häufigsten Kopfschmerzen, eine laufende Nase und eine raue Kehle gemeldet, wie die BBC am Montag berichtete. In Großbritannien macht die als sehr ansteckend geltende Delta-Variante bereits mehr als 90 Prozent aller Fälle aus.

Tim Spector vom King’s College London, der die Zoe Covid Symptoms-Studie leitet und die gemeldeten Symptome auswertet, sagte dem Sender: „Seit Anfang Mai haben wir uns die häufigsten Symptome der App-Nutzer angeschaut - und sie sind nicht mehr dieselben wie zuvor.“ Zwar gehöre Fieber noch immer dazu, aber der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, der bislang als typisches Corona-Symptom galt, sei weniger gängig. Zeitlich passe dies mit der Verbreitung der Delta-Variante zusammen.

Für einige jüngere Menschen könne sich Covid-19 somit stärker als eine einfache Erkältung anfühlen, sagte Spector - und rief Betroffene auf, sich in jedem Fall testen zu lassen.

Update, 19.59 Uhr - Handel: Maskenpflicht nicht zu früh abschaffen

Der Handel hat zurückhaltend auf Forderungen nach einem Ende der Maskenpflicht reagiert. „Wir müssen jetzt alles vermeiden, was die erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie gefährdet und möglicherweise in einen nächsten Lockdown führt“, teilte der Handelsverband Deutschland am Montag mit.

Lockerungen der vergangenen Wochen dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden, warnte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Kunden und Händler hätten sich an die Maskenpflicht gewöhnt. „Sie sollte erst abgeschafft werden, wenn die Experten aus Medizin und Politik das für verantwortbar halten.“

Update, 19.19 Uhr - EM in München: Fußballschauen nach strengen Regeln

Es ist ein kleines Stück Freiheit nach trostlosen Monaten des Corona-Lockdowns: Wenn die deutsche Nationalmannschaft am Dienstag (21 Uhr) bei der Fußball-Europameisterschaft in München ihr erstes Gruppenspiel bestreitet, können auch die Fans wieder dabei sein.

Die Regeln dafür sind aber streng, damit die Infektionszahlen nicht wieder nach oben getrieben werden. Nur 14.500 Menschen dürfen ins Stadion, ein Bruchteil der 70 000, die sonst bei internationalen Spielen Einlass finden. Viele Tausende dürften zudem in Biergärten mitfiebern, die das Spiel übertragen. Doch auch hier gilt: Feiern nur mit strengen Abstands- und Hygieneregeln.

Die Polizei wird am Dienstag deshalb nicht nur rund um das Münchner EM-Stadion im Einsatz sein, wo die Besucher zu halbstündigen Zeitfenstern eingelassen werden. Präsenz zeigen will sie auch an typischen Feiermeilen, wo sich die Fans gerne nach Fußballspielen zu Jubelfeiern treffen. Die Stadt München untersagte dort zudem an den Spieltagen Glasflaschen und Pyrotechnik.

Update, 18.34 Uhr - WHO: Corona-Fallzahl sinkt seit sieben Wochen - aber keine Entwarnung

Die globale wöchentliche Zahl an Covid-Fällen ist sieben Wochen in Folgen gefallen - der längste Rückgang seit Beginn der Pandemie. Dieser Trend verdecke jedoch die beunruhigende Zunahme von Krankheits- und Todesfällen in vielen einzelnen Ländern, warnte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf.

Der Anstieg in Afrika sei besonders alarmierend, da diese Region weltweit am wenigsten Impfdosen, Tests und Sauerstoff für Patienten zur Verfügung habe, sagte Tedros. Er nannte keine konkreten globalen oder regionalen Zahlen. Die WHO legt ihre Corona-Wochenstatistik meist am Dienstag oder Mittwoch vor.

Beim G7-Gipfel gaben führende Industrienationen am Wochenende Zusagen über 870 Millionen Impfdosen bekannt, die möglichst schnell und zur Hälfte bis Jahresende an die bedürftigsten Länder ausgeliefert werden sollen.

Update, 17.58 Uhr - 14 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 112 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 28,8. Seit der letzten Pressemitteilung am 11. Juni sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 14 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 11.020 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 10.692 Personen (153 Personen mehr seit der Meldung vom 11. Juni).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 216 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein sechs COVID-19-Patienten behandelt, davon zwei auf der Normalstation und vier auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 75.903 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 43.338 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 17.03 Uhr - „Impftourismus“ für italienische Mitarbeiter? Bundesregierung weißt Vorwürfe zurück

 Im Fall der Corona-Impfungen für Mitarbeiter eines italienischen Ferien-Ressorts in München hat das Hotel eine Beteiligung der Bundesregierung dementiert. „Die deutsche Regierung hat die Impfungen unserer Angestellten nicht organisiert“, erklärte eine Sprecherin des Forte Village am Montag. Mehr als 100 Mitarbeiter der Ferienanlage auf Sardinien waren Medienberichten zufolge für eine Corona-Impfung nach Bayern gereist. Demnach wurden sie am Münchner Flughafen gegen Covid-19 immunisiert.

Ein Manager des Hotels hatte in Italiens öffentlich-rechtlichem TV-Sender Rai 3 den Tagestrip damit gerechtfertigt, dass es wichtig gewesen sei, dass die Ferienanlage bereit sei, um dort Gäste sicher zu empfangen. Das Hotel habe für diesen Service auch bezahlt. Für Aufregung sorgten dann die Aussagen eines Arztes, der die Impfungen mitverabreicht haben soll. Er hatte im Interview von Rai 3 gesagt, die deutsche Regierung sei an der Organisation beteiligt gewesen. Er wolle mit dieser Sache jedoch nichts zu tun haben. Das Bundesgesundheitsministerium in Berlin hat die Aussagen zurückgewiesen, wie der „Spiegel“ und die „Süddeutsche Zeitung“ berichteten.

Update, 16.28 Uhr - Seit Samstag vier neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Samstag vier weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befand sich eine Person bereits als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich damit auf 5.983 (Stand RKI: 14. Juni, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 40,6 (Stand RKI: 14. Juni, 0 Uhr).

Von den insgesamt 5.983 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 5.833 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 48 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon vier Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen).

In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 43 neue COVID-19-Fälle. Bei neun positiven Befunden wurde eine Virusmutation festgestellt. Dabei handelte es sieben Mal um die Alpha-Variante (B.1.1.7), 1 x um die Beta-Variante (B.1.351) sowie 1 x um die Delta- Variante (B.1.617.2).

Corona-Entwicklung im Landkreis Berchtesgadener Land

Im Landkreis Berchtesgadener Land wurden mit Stand: 14.06.2021, 12:00 Uhr bislang insgesamt 68.811 Impfungen durchgeführt, davon 42.145 Erstimpfungen (39,67 Prozent) und 26.666 Zweitimpfungen (25,10 Prozent).

Update, 15.30 Uhr - Söder: Können EM-Spiele in München „mit gutem Gewissen genießen“

In der aktuellen Corona-Situation sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) München vor dem ersten Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM gut vorbereitet. „Es ist an alles gedacht“, sagte Söder am Montag bei einem Rundgang in der Arena. Dort bestreitet Deutschland am Dienstag (21.00 Uhr) seinen Turnierauftakt in die Europameisterschaft gegen Frankreich. Die Spannung der Partie könnten „alle mit gutem Gewissen genießen“.

Voraussetzung aber sei, dass Masken genutzt und Abstand gehalten werde, unterstrich Söder. Auch außerhalb des Stadions werde darauf geachtet, dass alles geordnet abläuft. Dabei appellierte Söder an die Fußballfans, in der Pandemie nun nicht sorglos zu werden und die Regeln einzuhalten. „Passt ein bisschen auf euch auf und auf die anderen. Dann kann man auch toll miteinander feiern“, sagte dazu auch der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

Obwohl nur 14.500 Zuschauer zugelassen sind, werden alle Kioske und Toiletten im Stadion betrieben, um Warteschlangen und Gedränge zu vermeiden. „Wir haben alles im Vorfeld getan, damit die Menschen sich nicht im Stadion oder im Umfeld anstecken“, sagte Reiter. Er hofft, dass auch in der Stadt bei möglichen EM-Feiern die Corona-Regeln eingehalten werden.

Man habe zwar lange gewartet bis zu der Entscheidung, dass trotz der Pandemie Spiele in München stattfinden können. Die Lage habe sich zuletzt deutlich gebessert. Die Rückkehr der Fans sei ein „Ausdruck von einer neuen Lebensqualität, mehr Normalität“, sagte Söder.

Update, 14.30 Uhr - Lage entspannt sich im Landkreis Mühldorf am Inn: Keine neuen bestätigte Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 13. Juni keine neuen bestätigten Corona-Fälle (Stand: 14. Juni, 0 Uhr). Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 33 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 14. Juni, 3.12 Uhr) bei 14,7.

Da sich die Corona-Lage im Landkreis Mühldorf a. Inn momentan entspannt hat, wird die tägliche Statusmeldung bis auf Weiteres nur noch dreimal wöchentlich und zwar am Montag, Mittwoch und Freitag veröffentlicht. Sobald ein Ausbruchsgeschehen auftritt, wird dies gesondert bekannt gegeben.

Update, 13.49 Uhr - Söder gegen vorschnelle Lockerung bei Maskenpflicht

Der Freistaat Bayern will die Maskenpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie auch angesichts weiter sinkender Inzidenzen vorerst nicht aussetzen. „Ich rate da zur Zurückhaltung“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Die Öffnungsschritte in Bayern seien erst eine Woche alt. „Es ist noch nicht absehbar, wie das alles wirkt“, sagte Söder, auch mit Blick auf zahlreiche Partys am Wochenende, nicht nur im Umfeld der Fußball-Europameisterschaft. Die Maske sei neben der Impfung eines der wenigen wirksamen Instrumente im Kampf gegen Corona.

„Ich finde es schade, wenn von Seiten des Bundes, ohne jede Zuständigkeit in der Frage und ohne jede Kompetenz, den Ländern da an der Stelle ein Vorschlag gemacht wird“, sagte Söder. Die FFP2-Maskenpflicht sei ein Erfolg. Er sei dagegen, jetzt zu schnell alles wieder aufzugeben. Vorschnelle Lockerungen hätten sich bereits in der Vergangenheit als Fehler herausgestellt. „Nicht immer gleich alles Acht lassen, wenn der Himmel aufklart“, sagte Söder.

Update, 13.07 Uhr - Impfnachweis: Online-Portal für Apothekensuche überlastet

Die Online-Suche nach Apotheken, die den digitalen Impfnachweis ausstellen, war am Montagvormittag phasenweise nicht erreichbar. Das liege am großen Andrang auf „mein-apothekenmanager.de”, sagte ein Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Es werde sich aber kurzfristig einpendeln. Grundsätzlich sei das System erfolgreich gestartet. „Bereits in den ersten Morgenstunden wurden etliche tausend Zertifikate ausgestellt”, so der Sprecher.

Seit Montag können sich alle Menschen mit vollständigem Impfschutz ihren digitalen Impfnachweis in Apotheken abholen. Laut ABDA sind bereits mehr als 13.000 der insgesamt knapp 19.000 Apotheken in Deutschland dafür gelistet.

Update, 12.29 Uhr - Bundesregierung mahnt zu Vorsicht beim Lockern der Maskenpflicht

In der Debatte um Lockerungen der Maskenpflicht angesichts sinkender Corona-Zahlen mahnt die Bundesregierung zur Vorsicht. Man sollte sie nicht zu schnell lockern, vor allem in Innenräumen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz am Montag in Berlin. „Wir haben alle mehr davon, wenn wir uns noch ein wenig disziplinieren und vorsichtig sind.“ Es gelte im Blick zu behalten, dass es neue Virusvarianten gebe, die gefährlich werden könnten. Generell sei es zu begrüßen, dass die Neuinfektionen zurückgingen. Natürlich müssten „peu à peu“ dann auch Schutzmaßnahmen aufgehoben werden, machte Fietz deutlich.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag): „Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: In einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen grundsätzlich entfallen.“ Dies beziehe sich bereits „auf den aktuellen Zustand“ der Pandemie, erläuterte ein Ministeriumssprecher auf Nachfrage. Für Open-Air-Konzerte und andere Zusammenkünfte müssten Hygienekonzepte gelten, die regional festgelegt würden.

Update, 11.26 Uhr - Lehrerverband gegen Ende der Maskenpflicht an Schulen

Der Deutsche Lehrerverband ist gegen eine schnelle Aufhebung der Maskenpflicht an den Schulen. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin, er rate insbesondere während des Unterrichts zu „größtmöglicher Vorsicht“. „Das Virus ist ja noch nicht von der Bildfläche verschwunden.“ Maskenpflicht und auch regelmäßige Tests sollten im auslaufenden Schuljahr bleiben. Wegen der stark gesunkenen Corona-Zahlen wird in Deutschland verstärkt über die Maskenpflicht diskutiert, insbesondere auch an Schulen.

„Es ist zwar richtig, dass Masken eine Belastung für die Betroffenen sind, sowohl für Lehrkräfte als auch für Schüler, aber in der Gesamtabwägung warnen wir vor einer vorschnellen Abschaffung“, sagte der Präsident des Lehrerverbands. Zuvor hatte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) die Länder aufgerufen, die Maskenpflicht zu prüfen. Besonders für Schüler, die den Schutz vor Mund und Nase stundenlang im Unterricht tragen müssten, sei dies eine Belastung.

Update, 10.44 Uhr - Landkreis Altötting meldet keinen neuen Corona-Fall

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt keinen neuen Corona-Fall gemeldet. Damit blieb die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 6054 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 30 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Garching (5) und Burgkirchen (4). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting liegt aktuell bei 10,8.

Update, 10.03 Uhr - Spahn: Maskenpflicht draußen kann grundsätzlich entfallen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält angesichts der stark sinkenden Corona-Infektionszahlen ein schrittweises Ende der Maskenpflicht für denkbar - rät aber im Zweifel, weiter Mund-Nasen-Schutz zu tragen. „Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: In einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen grundsätzlich entfallen“, sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote könne die Pflicht nach und nach auch drinnen entfallen. „Als Empfehlung bleibt in jedem Fall eine einfache Regel: im Zweifel mit Maske - besonders beim Reisen und bei Treffen in Innenräumen. Mehr Sicherheit gibt es nur, wenn alle Anwesenden entweder geimpft oder regelmäßig getestet sind.“

Die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht in Dänemark von diesem Montag an hatte auch die Debatte in Deutschland befeuert. Von FDP und AfD kamen Forderungen nach einer kompletten Aufhebung. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt halten dies nur für draußen möglich, nicht aber in Innenräumen. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) rief die Bundesländer auf zu klären, ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig sei. Insbesondere für Schüler, die Masken stundenlang im Unterricht tragen müssen, sei dies eine Belastung, hatte sie der „Bild am Sonntag»“gesagt.

Update, 9.19 Uhr - Münchens Oberbürgermeister Reiter mahnt Fans zur Vorsicht

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Fußball-Fans vor dem ersten EM-Auftritt der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie zur Vorsicht ermahnt. „Man muss sich nicht unbedingt in den Armen liegen, sondern kann auch allein die Arme hochreißen und jubeln“, sagte der SPD-Politiker in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag).

Sorgen vor einem neuen Corona-Ausbruch während der Partie an diesem Dienstag hat Reiter nicht, weil in der und rund um die Münchner Arena ein strenges Hygienekonzept greife. „Aber bei den Feiern danach können wir nicht für Abstände sorgen, das können wir auch nicht zeitlich entzerren“, warnte der 63-Jährige.

Insgesamt überwiegt bei Reiter aber die Vorfreude auf die vier EM-Spiele in München. Es sei nach dem vergangenen Jahr „ein gutes Signal, mal wieder sportliches Entertainment zu sehen, das die Menschen ein bisschen ablenkt“, betonte er. In der bayerischen Metropole dürfen jeweils 14.500 Fans die Partien live im Stadion verfolgen. Wirtschaftlich sei jedoch ein „herber Verlust“ zu erwarten, da die Spiele unter normalen Umständen ausverkauft und die Hotels und Gastronomie in der Stadt ausgebucht gewesen wären. „Diese Einnahmen sind so natürlich nicht zu erzielen“, sagte Reiter.

Update, 8.23 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 14. Juni).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region stabilisieren sich weiter auf einem inzwischen sehr niedrigen Niveau. Lediglich aus dem Kreis Traunstein (von 26,5 auf 28,8) wurde eine leichte Steigerung gemeldet. Gesunken sind die Inzidenzen in Stadt (von 28,3 auf 25,2) und im Landkreis Rosenheim (von 15,3 auf 13,0). Stabil geblieben sind Inzidenzen im Kreis Altötting (10,8), Kreis Berchtesgadener Land (40,6) und im Kreis Mühldorf (14,7).
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 7.11 Uhr - Apotheken beginnen mit dem Ausstellen digitaler Corona-Impfnachweise

Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, können sich ab Montag in Apotheken einen digitalen Impfnachweis abholen. Die Apothekerverbände wiesen allerdings darauf hin, dass die Zahl der teilnehmenden Apotheken in den ersten Tagen aus technischen und organisatorischen Gründen noch begrenzt sei und baten um Geduld. Die Website mein-apothekenmanager.de soll ab Montag anzeigen, welche Apotheke vor Ort den digitalen Impfpass anbietet.

Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern.

Der Nachweis wird in einem sogenannten QR-Code aus schwarzen und weißen Quadraten hinterlegt, der künftig in der Regel mit dem zweiten Impfgang im Impfzentrum oder beim Arzt ausgehändigt wird. Der Code kann dann mit bestimmten Handy-Apps eingescannt und vorgezeigt werden. Neben der App CovPass und der Corona-Warn-App des Bundes wird der Nachweis ab Mittwoch auch über die Luca-App möglich sein.

RKI registriert 549 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 16,6

Erstmals seit mehr als acht Monaten haben die Gesundheitsämter in Deutschland weniger als 1000 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 549 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Sie geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 21. September mit 922 dreistellig.

Vor einer Woche hatte der Wert bei 1117 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 16,6 an (Vortag: 17,3, Vorwoche: 24,3). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 10 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Tote.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.715.518 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.580.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.844 angegeben.

mh/dpa

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