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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Mit Nase gegen Covid: Corona-Spürhunde sollen Konzerte möglich machen - Söder optimistisch für nächsten Fasching

Coronavirus - Finnland
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Speziell trainierte Corona-Spürhunde sollen erstmals eine Veranstaltung in Deutschland sicherer machen.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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  • Martina Hunger
    Martina Hunger
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (15. September) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 306 (Quelle/Stand: LGL, 14. September, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsinzidenz Bayern: 2,3 (Quelle/Stand: LGL, 14. September, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 241 (Quelle/Stand: DIVI, 15. September, 7.19 Uhr)**
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 199,7, Landkreis Rosenheim 163,2, Landkreis Traunstein 220,3, Landkreis Berchtesgadener Land 217,3, Landkreis Mühldorf 100,4, Landkreis Altötting 127,2 (Quelle/Stand: RKI, 15. September, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 4528, Landkreis Rosenheim 15.488, Traunstein 12.053, Berchtesgadener Land 6879, Mühldorf 7495, Altötting 6664 (Quelle/Stand: RKI, 15. September, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 71, Landkreis Rosenheim 468, Traunstein 218, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 156, Altötting 212 (Quelle/Stand: RKI, 15. September, 0 Uhr) 
  • Service: Fälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    **= Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft

Update, 21.45 Uhr - Corona-Spürhunde sollen Konzerte möglich machen

Noch immer erschwert die Corona-Pandemie Konzerte und Festivals, noch immer gibt es Absagen. Wie können Konzerte sicherer werden? Eine mögliche Lösung: Corona-Spürhunde.

Bei einer Konzertreihe mit Fury in the Slaughterhouse, Rea Garvey, einer Rave-Party und Sarah Connor soll gezeigt werden, ob die Tiere tatsächlich Großveranstaltungen ermöglichen können. Die Hunde sollen mögliche Corona-Infektionen riechen können. Das niedersächsische Wissenschaftsministerium fördert das Projekt „Back to Culture“ von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, von Hannover Concerts und ProEvent Hannover mit 1,3 Millionen Euro.

Am Donnerstag (16. September) wollen Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU), der Präsident der Tierärztlichen Hochschule, Gerhard Greif, und der Leiter der Klinik für Kleintiere an der Hochschule, Professor Holger Volk, das Projekt vorstellen. Am folgenden Sonntag geben Fury in the Slaughterhouse auf der Gilde-Parkbühne in Hannover ein Konzert - gesichert von Corona-Spürhunden.

Update, 20.30 Uhr - Söder mit optimistischem Blick auf nächsten Fasching

Trotz der andauernden Corona-Krise rechnet CSU-Chef Markus Söder nicht mit Problemen für die kommende Faschingszeit. „Wir gehen davon aus, dass es stattfinden wird“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch im Presseclub in München.

Auflagen wie 3G - also: geimpft, getest oder genesen - seien auch dann sicher zu beachten, auch der allgemeine Impfstatus. Er sei aber „sehr optimistisch“, dass die Zahl der Geimpften steige. In diesem und vergangenem Jahr konnte der Fasching nicht in der sonst üblichen Form mit Prunksitzungen und Festumzügen stattfinden.

Update, 19.28 Uhr - 65 Neuinfektionen im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 416 aktive COVID-19-Fälle vor. Seit der letzten Pressemitteilung am 14. September sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 65 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 12.113 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 11.479 Personen (63 Personen mehr seit der Meldung vom 14. September).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 218 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 220,3.

Insgesamt werden in den Kliniken Südostbayern 27 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 24 auf der Normalstation und drei auf der Intensivstation. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 96.812 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 92.575 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 18.50 Uhr - Berlin und 2G-Regel: Jetzt mit Rücksicht auf Kinder

Geplante strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte in mehreren Bundesländern haben unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. In Berlin verständigte sich der Senat nach breitem Protest am Mittwoch darauf, dass doch auch Kinder unter zwölf Jahren Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen haben sollen, die sonst nur von Geimpften und Genesenen besucht werden dürfen. Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte dazu aufgerufen, bei der Umsetzung sogenannter 2G-Regeln in der Corona-Pandemie Rücksicht auf Familien mit Kindern zu nehmen. Familien dürften nicht noch einmal zusätzlich belastet werden, sagte Lambrecht.

In Berlin hatte der Senat zunächst die Einführung eines 2G-Optionsmodells beschlossen - Betreiber sollten für viele Bereiche künftig selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu Innenräumen nur noch Geimpften und Genesenen vorbehalten wollen. Kinder wären dann außen vor gewesen. Schließlich ließ Berlin doch Ausnahmen zu - auch Kinder unter zwölf Jahren sollen nun Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen haben.

Auch andere Länder wie Hessen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen hatten angekündigt, dass Betreiber und Veranstalter im Kampf gegen die vierte Welle nur noch Geimpften und Genesenen Zugang zu Innenräumen gestatten können sollen. Im Gegenzug könnten sie auf Masken- und Abstandsgebote verzichten. Ein negativer Corona-Test allein soll nicht mehr reichen.

Update, 18.20 Uhr - 31 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 31 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich sieben Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 6879 (Stand RKI: 15. September 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 217,3 (Stand RKI: 15. September 0 Uhr).

Von den insgesamt 6879 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 6469 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 308 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es 33 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 231 neue COVID-19-Fälle.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 219 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 20 COVID-19-Patienten stationär behandelt. 13 Patienten haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land, davon befindet sich eine Person auf der Intensivstation. Insgesamt werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land aktuell 2 Patienten intensivmedizinisch betreut. Von den 20 am Standort in Bad Reichenhall stationär behandelten Patienten sind zwei Personen vollständig geimpft. Sie werden beide auf der Normalstation betreut. Keine dieser beiden Personen hat ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land.

Die KSOB behandeln am Standort in Traunstein derzeit insgesamt sieben COVID-19-Patienten. Zwei Personen davon haben ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land, werden jedoch nicht intensivmedizinisch betreut.

Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 24 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 21 Patienten auf der Normalstation und drei Patienten auf der Intensivstation.

Update, 16.49 Uhr - Versuchter Brandanschlag auf Impfzentrum in Sachsen

Das Impfzentrum im sächsischen Treuen ist Ziel eines Brandanschlags geworden. Es blieb nach Polizeianagaben bei einem Versuch. Wie die Polizeidirektion Zwickau mitteilte, warfen Unbekannte am Dienstagabend gegen ein Rolltor der Einrichtung drei Bierflaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit. Die Polizei vermutet Ethanol, eine genaue Analyse steht aber noch aus. Die Brandsätze zündeten nicht, weshalb kein Feuer ausbrach. Das Impfzentrum im Vogtlandkreis war am Mittwoch regulär im Betrieb.

Nach Angaben von Polizeisprecher Jan Meinel suchte die Polizei unter anderem mit einem Hubschrauber und Wärmebildkameras nach den Tätern. Bislang gebe es aber keine Spur von ihnen. Es sollen nun Zeugen befragt werden. Das Objekt wurde durch einen Wachdienst gesichert. Die mutmaßlichen Täter hätten einen Zeitpunkt abgewartet, als die Streife auf der anderen Seite des Gebäudes war, hieß es. Sie sollen dann in einem Auto geflüchtet sein.

Ein derartiges Vorkommnis habe es beim Impfzentrum in Treuen noch nicht gegeben, sagte der Sprecher. Anfang des Jahres wurde es jedoch mit dem Wort „Gift“ beschmiert.

Corona-Leugner und Kritiker von Schutzmaßnahmen hatten in der Vergangenheit immer wieder gegen das Impfen mobil gemacht. Bei einem Angriff in Gera etwa waren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen unlängst zwei medizinische Fachangestellte verletzt worden. Demnach hatte ein Mann von ihnen eine Impfbescheinigung verlangt, wollte sich aber nicht impfen lassen. Auch anderswo entlud sich die Kritik am Impfen in Gewalt. Im April kam es zu einem Anschlag mit Molotow-Cocktails auf ein Impfzentrum in der norditalienischen Stadt Brescia.

Update, 15.46 Uhr - Baden-Württemberg beschließt strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gelten von diesem Donnerstag an in Baden-Württemberg strengere Regeln für Ungeimpfte. Das Kabinett von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) beschloss am Mittwoch im Umlaufverfahren eine neue Corona-Verordnung mit einem dreistufigen Alarmsystem, wie die Landesregierung in Stuttgart mitteilte. Sie stützt sich nicht mehr auf die Sieben-Tages-Inzidenz an Neuinfektionen, sondern auf die Belastung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten.

Nach dem neuen System gilt derzeit die so genannte Basisstufe. Die Warnstufe wird ausgerufen, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder acht von 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann haben Ungeimpfte nur noch mit negativem PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen. Ein Antigentest reicht nicht mehr.

Stufe drei - die Alarmstufe - gilt, sobald 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden oder die so genannte Hospitalisierungsinzidenz bei 12 liegt. Dann haben Ungeimpfte gar keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen.

Auf den Intensivstationen der baden-württembergischen Krankenhäuser werden derzeit (Stand: Dienstag) 206 Covid-19-Patienten behandelt. Davon bekommen 95 (46,1 Prozent) künstliche Beatmung. Die Zahl der Corona-Infizierten, die innerhalb von einer Woche pro 100 000 Einwohner in eine Klinik eingeliefert wurden, beträgt 2,25.

Update, 14.45 Uhr - Söder: Drohende Einkommenseinbußen werden Impfbereitschaft steigern

Die drohenden Einkommenseinbußen für Ungeimpfte durch Quarantäneauflagen werden nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder die Impfbereitschaft weiter steigern. Er glaube, dass sowohl die nicht mehr kostenlosen Corona-Tests als auch die neuen Quarantäneregeln “dem einen oder anderen noch mal ein zusätzliches Argument geben”, in der Frage neu zu überlegen, sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch im Münchner Presseclub.

Hinzu komme ja weiterhin die wissenschaftlich-medizinische Begründung und die emanzipatorische Frage, wie viel Freiheiten Geimpfte bekämen - “nämlich alle”. Einige Bundesländer - etwa Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, haben bereits beschlossen, dass der Lohn von ungeimpften Arbeitnehmern bei einer behördlich angeordneten Quarantäne nicht mehr vom Staat weitergezahlt wird. Allerdings gibt es hierzu noch keine einheitliche Regelung und auch keinen einheitlichen Stichtag. Im Gespräch ist dabei eine Änderung ab dem 1. Oktober.

Update, 13.42 Uhr - Leere Klassen: Österreich lockert Quarantäneregeln an Schulen

Österreich lockert nach einem starken Anstieg isolierter Jungen und Mädchen innerhalb kürzester Zeit seine Quarantäneregeln an Schulen. Künftig dürfen sich Schüler laut neuem Erlass des Gesundheitsministeriums bereits nach fünf statt zehn Tagen aus der Quarantäne freitesten. Ein negativer PCR-Test soll die frühzeitige Rückkehr ermöglichen. Zudem sollen bei älteren Schülern nur noch direkte Sitznachbarn und enge Kontaktpersonen erkrankter Kinder in Quarantäne geschickt werden. An Grundschulen konnte schon bisher bei nur einem Infektionsfall von einer Quarantäne der Mitschüler abgesehen werden. Wissenschaftler und Ärzte äußerten sich skeptisch zu den neuen Regeln

Österreichweit waren kurz nach Schulbeginn nach Angaben der Tageszeitung „Kurier“ schon 465 Klassen isoliert. Genaue Zahlen, wie viele Kinder betroffen waren, gab es von offizieller Seiten nicht. Am Mittwoch meldeten die Behörden über 2600 Corona-Neuinfektionen im Land mit fast neun Millionen Einwohner. Das ist der höchste Wert seit Mitte April. Dies bedeutete eine Sieben-Tages-Inzidenz von 164 Fällen auf 100.000 Einwohner. 198 Menschen mussten auf der Intensivstation betreut werden. Insgesamt lagen 825 Patienten aufgrund einer Infektion mit dem Virus im Spital. Zudem wurden sieben Todesfälle gemeldet. Nicht ganz 60 Prozent der Österreicher sind durch Impfungen voll immunisiert.

Update, 12.51 Uhr - Drosten: Pandemie entwickelt sich zu Endemie - außer in Deutschland

Die Corona-Pandemie verwandelt sich in eine Endemie, erläutert Virologe Christian Drosten in der Wochenzeitung „Die Zeit“. Bereits in diesem Herbst und Winter könnten es einige Länder laut Drosten schaffen, in die endemische Phase einzutreten – „Großbritannien gehört wohl dazu, Deutschland Stand heute eher nicht.“ Zur Begründung sagt er, hierzulande hätten sich viel weniger Menschen mit dem Virus angesteckt als in Großbritannien, dazu komme, dass die Impfquote deutlich niedriger sei. So ergebe sich eine Immunitätslücke, die zu groß sei, um unbesorgt in den Winter zu gehen. 

Für Großbritannien erwartet Drosten in diesem Winter eine erste „Nachdurchseuchung“, wie er die Ansteckung nach erfolgter Durchimpfung nennt – in Deutschland sei man davon noch weit entfernt. „Ich gehe davon aus, dass Sars-CoV-2 sich auf Dauer so verhalten wird wie die anderen endemischen Coronaviren“, sagt Christian Drosten weiter. Diese haben sich nach und nach abgeschwächt und verursachen nun in den allermeisten Fällen nur leichte Erkältungen. Sicher sein könne er sich aber nicht, dass es bei Sars-Cov-2 so kommt, „genauso wenig wie alle anderen Wissenschaftler“.

Update, 11.38 Uhr - 62,4 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

Mehr als 62 Prozent aller Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 51,9 Millionen Menschen (62,4 Prozent), wie Gesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch via Twitter mitteilte. 66,7 Prozent oder 55,5 Millionen Menschen sind demnach mindestens einmal geimpft.

Der CDU-Politiker warb erneut für die Impfung. „Aktuell ist es besonders einfach, sich impfen zu lassen. Überall im Land gibt es niedrigschwellige Angebote.“ Bis Sonntag läuft eine bundesweite Aktionswoche in der Impfungen zum Beispiel in speziellen Bussen auf Parkplätzen oder in einer Berliner S-Bahn angeboten werden.

Update, 10.54 Uhr - Regierung verlängert Corona-Regeln für Kurzarbeit

Die Bundesregierung hat die Corona-Sonderregeln für Kurzarbeit um drei weitere Monate bis Ende 2021 verlängert. Das Kabinett stimmte am Mittwoch nach Angaben aus Regierungskreisen einer entsprechenden Verordnung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zu. Damit gilt bis Jahresende, dass nur zehn Prozent der Beschäftigten eines Betriebes vom Arbeitsausfall betroffen sein müssen, damit der Betrieb Kurzarbeit anmelden kann.

Zudem erstattet die Bundesagentur für Arbeit den Arbeitgebern weiterhin die Sozialbeiträge bei Kurzarbeit in voller Höhe. Die Mehrausgaben werden im Reuters vorliegenden Entwurf der Verordnung auf rund 1,2 Milliarden Euro beziffert. 

Update, 10.23 Uhr - Kreis Altötting meldet 250 aktive Coronafälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 34 neue Corona-Fälle gemeldet - darunter zwei Reiserückkehrer (Stand: 14. September). Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf 6671 Personen.

Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 127,2. Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis 250 aktive Fälle - die meisten davon in Altötting (50), Burghausen (38), Töging (28) und Neuötting (21). Zudem gab es auch vier positive Schnelltest-Ergebnisse, die bislang jedoch noch nicht in die Statistik eingearbeitet wurden.

Update, 9.21 Uhr - Holetschek will Lohnfortzahlung für Ungeimpfte streichen

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek will ein gemeinsames Vorgehen der Länder bei der Streichung des Entgeltersatzes für Ungeimpfte vereinbaren. Es gebe die Regel im Bundesinfektionsschutzgesetz, wonach der Anspruch auf Entschädigung entfällt, wenn eine öffentlich empfohlene Impfung möglich ist, sagt der CSU-Politiker in der ARD. „Es geht jetzt um das Datum, wann man die (Regel) gemeinsam umsetzt.“
Es sei genügend Impfstoff da. „Jedem, dem es zumutbar ist und wo keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen, kann sich impfen lassen und damit auch die Quarantäne vermeiden.“

Update, 8.27 Uhr - Kreise Traunstein und Berchtesgadener Land unter Top3-Hotspots

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 15. September 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region pendelten sich auf einem erhöhten Stand ein. Inzwischen sind zwei Kreise (Traunstein und Berchtesgadener Land aus der Region und die Stadt Rosenheim bundesweit unter den Top 10. Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 128,1 auf 127,2), Landkreis Mühldorf (von 114,2 auf 100,4), Kreis Berchtesgadener Land (von 229,5 auf 217,3), Landkreis Traunstein (von 207,9 auf 220,3), Stadt Rosenheim (von 239,0 auf 199,7) und Landkreis Rosenheim (von 168,5 auf 163,2). In der Region wurden laut RKI zwei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind zwei Personen aus dem Kreis Rosenheim verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

306 hospitalisierte Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen gibt es aktuell in Bayern, damit liegt die Hospitalisierungsinzidenz bei 2,3 (Quelle/Stand: LGL, 14. September, 8 Uhr). Die Krankenhausampel ist damit aktuell grün.

Update, 7.24 Uhr - Neue Welle breitet sich in China aus

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in der südostchinesischen Provinz Fujian weiter aus. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, wurden in der Provinz 50 weitere Infektionen entdeckt. Seit dem Ausbruch der Delta-Variante am vergangenen Freitag gab es damit 152 Infizierte. In zwei Großstädten der Provinz, Putian und Xiamen, war daraufhin ein Lockdown angeordnet worden.

Die chinesische Regierung verfolgt eine „Null-Covid-Strategie“. Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus weitgehend im Griff. Zuletzt hatte es jedoch trotz strenger Maßnahmen eine Häufung lokaler Ausbrüche der Delta-Variante gegeben.

Der aktuelle Ausbruch hatte seinen Ursprung in Putian. Es wurde vermutet, dass ein Familienvater nach seiner Rückkehr aus Singapur das Virus eingeschleppt hat. Der Mann war am 4. August zurück nach China gereist, verbrachte 21 Tage in Quarantäne und war neun Mal negativ auf das Virus getestet worden. Am vergangenen Freitag fiel ein Test dann aber positiv aus.

RKI registriert 12.455 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 77,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist etwas gefallen. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 77,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 81,1 gelegen, vor einer Woche bei 82,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.455 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.38 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 13.565 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 83 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 35 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 101 931 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 1,86 an (Freitag: 1,79). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.852.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.769.

mh/mz/dpa

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