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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Impf-Priorisierung in bayerischen Praxen ab Donnerstag aufgehoben - Fans in Bundesliga-Stadion am Samstag

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) im Landtag in München
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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag, 17. Mai, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 89,7, Landkreis Rosenheim 67,3, Landkreis Traunstein 82,3, Landkreis Berchtesgadener Land 97,2, Landkreis Mühldorf 78,5, Landkreis Altötting 85,2 (Quelle/Stand: RKI, 16. Mai, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3848, Landkreis Rosenheim 13.523, Traunstein 10.761, Berchtesgadener Land 5726, Mühldorf 6873, Altötting 5900 (Quelle/Stand: RKI, 16. Mai, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 60, Landkreis Rosenheim 450, Traunstein 212, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 153, Altötting 208 (Quelle/Stand: RKI, 16. Mai, 0 Uhr)
  • Mindestens 86.160 Todesfälle in Deutschland (14.596 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 10.02 Uhr - Bei niedriger Inzidenz: Fan-Rückkehr in Bundesliga-Stadion am Samstag möglich

Der 1. FC Union Berlin darf sein letztes Spiel in dieser Saison in der Fußball-Bundesliga erstmals seit Ende Oktober 2020 wieder vor Zuschauern austragen. Bis zu 2000 Fans können bei der Begegnung gegen RB Leipzig an diesem Samstag (22. Mai) im Stadion An der Alten Försterei dabei sein, wenn die Inzidenzzahlen in der Hauptstadt auch in den kommenden Tagen so niedrig bleiben wie aktuell. Das bestätigte Martin Pallgen, Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die „B.Z.” über entsprechende Pläne berichtet. Aktuell liegt der Inzidenzwert in Berlin bei 68,6.

Union hatte am Sonntag mitgeteilt, einen Antrag für ein Pilotprojekt zur Zuschauerrückkehr während der Corona-Pandemie gestellt zu haben. „Die Partie am 34. Spieltag der Fußballbundesliga möchte der 1. FC Union Berlin nutzen, um die Durchführbarkeit von Veranstaltungen zu testen, die eine Rückkehr für getestete, geimpfte oder von einer Corona-Erkrankung genesene Personen ins Stadion vorsieht”, hieß es. Für Union Berlin geht es als Tabellen-Siebtem im letzten Ligaspiel gegen den Zweiten Leipzig sportlich noch um die Qualifikation für die neue europäische Conference League.

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hingegen verzichtet in seinem letzten Saisonspiel gegen Darmstadt 98 auf eine mögliche Fan-Unterstützung. „Auch wenn im Rahmen eines Modellprojekts eine begrenzte Anzahl von Zuschauern erlaubt sein könnte, werden wir unser letztes Heimspiel gegen Darmstadt 98 in der gewohnten Art und Weise wie in den vergangenen sieben Monaten im Holstein-Stadion austragen“, sagte Clubchef Steffen Schneekloth am Montag in einer Clubmitteilung. Die Kieler können am Sonntag im Spiel gegen die Hessen erstmals in die Bundesliga aufsteigen.

Update, 18.50 Uhr - Impf-Priorisierung in bayerischen Praxen ab Donnerstag aufgehoben

Bayerns Hausärzte dürfen Patienten von diesem Donnerstag an unabhängig von der Impfreihenfolge mit sämtlichen Corona-Impfstoffen impfen. Diesen Termin nannte am Montag Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte das Ende der Priorisierung am vergangenen Mittwoch für diese Woche angekündigt, dabei aber zunächst noch keinen konkreten Termin genannt.

Bayern geht damit schneller voran als andere Länder. Bundesweit soll bei den Corona-Impfungen in Deutschland ab dem 7. Juni keine festgelegte Reihenfolge mehr gelten, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin nach einem entsprechenden Beschluss der Ressortchefs von Bund und Ländern mitteilte.

Bislang sind lediglich die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson von der Priorisierung freigegeben. In den Impfzentren soll es laut Söder zunächst beim bisherigen Verfahren mit Priorisierungen anhand von Vorerkrankungen und Berufsgruppen bleiben.

Update, 18.12 Uhr - 42 Neuinfektionen und ein weiterer Todesfall im Kreis Traunstein

Das zuständige Gesundheitsamt Traunstein meldet seit der letzten Meldung am Freitag (14. Mai) 42 Corona-Neuinfektionen, die Zahl der derzeit aktiven Fälle im Landkreis beträgt 855.Zudem ist ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit einer bestehenden Corona-Infektion zu beklagen, dabei handelt es sich um eine 65-jährige Frau.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden aktuell 24 Covid-19-Patienten stationär behandelt, davon 16 auf der Normalstation und acht auf der Intensivstation. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 64.450 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 16.554 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 17.45 Uhr - Spahn: Keine Impfpriorisierung mehr ab 7. Juni

Einige Bundesländer hatten die Impfpriorisierung bereits aufgehoben – nun zieht Gesundheitsminister Spahn auch bundesweit nach: Ab dem 7. Juni, in gut drei Wochen, soll es laut Spahn offene Impftermine für alle geben. Bei den Corona-Impfungen in ganz Deutschland soll ab diesem Datum keine festgelegte Reihenfolge mehr gelten. Die Priorisierung soll dann entfallen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach einem entsprechenden Beschluss der Ressortchefs von Bund und Ländern in Berlin am Montag sagte.

Bis Ende Mai sollen 40 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal gegen Corona geimpft sein. 15 Millionen Impfungen von Menschen mit besonderem Risiko seien von heute bis zum 7. Juni vorgesehen. Dann werde die Priorisierung in Impfzentren und in den Arztpraxen aufgehoben. Spahn wertete den bis dahin noch weiter geltenden Vorrang für Ältere, Kranke und Menschen in bestimmten Berufen als wichtig. „Sie zuerst zu impfen, das war epidemiologisch geboten“, sagte er. Die Priorisierung sei auch moralisch geboten gewesen. „Das war keine Bürokratie, das hat Menschenleben gerettet.“ Dennoch könnten die Kommunen bestimmte Kontingente von Impfdosen weiter für bestimmte Stadtteile oder Personengruppen verwenden.

Update, 16.57 Uhr - Hinweis zur Öffnung von Almhütten im Berchtesgadener Land

Das Landratsamt Berchtesgadener Land weist darauf hin, dass für die Bewirtung an Almhütten die Regelungen der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) gleichlautend der Außengastronomie gelten. Die Öffnung ist demnach mit vorheriger Terminbuchung und Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung möglich. Die geltenden Kontaktbeschränkungen – maximal zwei Haushalte und höchstens fünf Personen – sind dabei einzuhalten.

Sitzen Personen aus mehreren Hausständen an einem Tisch, ist ein höchstens 24 Stunden zuvor vorgenommener Corona-Schnelltest oder ein höchstens 48 Stunden zuvor vorgenommener PCR-Test mit negativem Ergebnis erforderlich. Vollständig geimpfte sowie genesene Personen sind von den Kontaktbeschränkungen sowie der Testpflicht ausgenommen.

Update, 16.23 Uhr - Auch Landkreis Rosenheim lockert Corona-Maßnahmen

In einer Pressemitteilung verkündet auch der Landkreis Rosenheim Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen. Ab Mittwoch (19. Mai) wird wie im Kreis Traunstein auch die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben, zudem gibt es zahlreiche weitere Öffnungsschritte - auch bei Kontaktbeschränkungen, Kultur-Einrichtungen sowie im Einzelhandel.

Alle Erleichterungen sind in einem Übersichts-Artikel zusammengefasst.

Update, 15.32 Uhr - Lockerungen auch im Landkreis Traunstein

Der Landkreis Traunstein hat bei der 7-Tage-Inzidenz den Wert von 100 zuletzt an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten. Damit gelten ab Mittwoch, 19. Mai, diverse Lockerungen der Corona-Maßnahmen.

Unter anderem fällt die nächtliche Ausgangssperre weg, auch bei den Kontaktbeschränkungen gibt es entsprechende Lockerungen. Alle Lockerungen im Überblick sind in einem extra-Artikel übersichtlich zusammengefasst.

Update, 14.55 Uhr - Maskenpflicht in Rosenheimer Innenstadt aufgehoben

Seit Montag (17. Mai) liegt die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Rosenheim den fünften Tag hintereinander unter dem Schwellenwert von 150. Gemäß der sogenannten „Bundes-Notbremse“ folgen daraus zahlreiche Lockerungen der Corona-Beschränkungen.

Bereits ab heute ist unter anderem die Maskenpflicht in der Rosenheimer Innenstadt aufgehoben, zudem gibt es Erleichterungen für den Einzelhandel - Click and Meet ist ab Dienstag (18. Mai) wieder möglich.

In jeweils einem extra-Artikel haben rosenheim24.de sowie ovb-online.de die weiteren Regeln aufgearbeitet.

Update, 13.53 Uhr - Mehr Flüge ab München in Pfingstferien - weit unter Niveau vor Corona

Die Pfingstferien und die aktuelle Entwicklung der Corona-Lage lassen den Verkehr am Münchner Flughafen wieder zunehmen. Vom 21. Mai bis 6. Juni sind insgesamt 4700 Starts und Landungen geplant, wie der Flughafen am Montag mitteilte. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Aufkommen der ersten beiden Mai-Wochen beziehungsweise den Osterferien. In Letzteren hatte es 3600 Flüge gegeben. Vom Niveau vor Corona ist man allerdings nach wie vor weit entfernt: 2019 hatte es in den Pfingstferien 19.300 Flugbewegungen gegeben.

Mit dem Anstieg des Flugaufkommens soll auch das derzeit noch ungenutzte Terminal 1 wieder zum Einsatz kommen. Zwar werden Ankünfte und Abflüge weiter ausschließlich über Terminal 2 abgewickelt ab dem 19. Mai würden allerdings die Check-ins für rund ein Dutzend Fluggesellschaften wieder ins Terminal 1 verlegt. In den Pfingstferien werden ab München rund 130 Ziele angeflogen. Besonders viele Starts gibt es in Richtung Spanien mit 368. Alleine Palma de Mallorca wird 125 mal angeflogen. Auch Griechenland steht mit 224 Starts dorthin hoch im Kurs.

Update, 13.13 Uhr - Mehr als 40 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht

Die Impfzentren und Hausärzte in Deutschland haben bisher mehr als 40 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag (Stand: 10.05 Uhr) wurden am Sonntag 268.750 Impfspritzen gesetzt. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mitteilte, sind damit 37 Prozent (30,8 Millionen) der Deutschen mindestens einmal und 11,2 Prozent (9,3 Millionen) vollständig geimpft.

Anteilig wurden davon laut RKI bisher in den Impfzentren 30 Millionen Dosen verabreicht, in den Arztpraxen waren es 10,1 Millionen. In der vergangenen Woche hatte es laut den Angaben am Mittwoch mit 1,38 Millionen gespritzten Dosen zudem einen Tagesrekord gegeben. Je nach Bundesland variiert die Impfquote jedoch. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 41,4 Prozent. Sachsen liegt mit 32 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

Update, 12.19 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet vier neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 16. Mai vier neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 17. Mai 2021, 0 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.
Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 260 aktive FälleDie 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 17. Mai 2021, 03:10 Uhr) bei 78,5.

Update, 11.31 Uhr - Ärzte-Bund warnt vor Aufhebung der Impfpriorisierung

Die Chefin des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna, hat vor der Aufhebung der Impfpriorisierung in Arztpraxen gewarnt. Dadurch gebe es nicht mehr Impfstoff, „sondern einfach noch mehr Menschen, die um ein knappes Gut konkurrieren“, sagte Johna am Montag im Deutschlandfunk. Wer besonders drängele komme dadurch möglicherweise früher zum Zug, als Menschen, die besonders geschützt werden müssen. Schon jetzt fühlten sich viele niedergelassene Ärzte „wie die letzte Mauer“ bei der Impfstoffvergabe. In mehreren Bundesländern endet in dieser Woche die Priorisierung bei den Corona-Impfungen in Arztpraxen.

Die Impfpriorisierung habe nicht nur die Menschen vorgezogen, die ein Risiko hatten schwer zu erkranken - sondern habe auch Menschen mit einem geringeren Risiko eine Vorstellung davon gegeben, wann sie drankommen, sagte Johna. „Wenn ich jetzt gleichzeitig allen Menschen die Vorstellung gebe, sie könnten drankommen, gleichzeitig aber das Gut so knapp ist, dass das gar nicht möglich ist, führt das doch zu Frustration.“ Mit Blick auf möglicherweise verkürzte Impfabstände, um etwa früher in den Urlaub zu kommen, sagte Johna: „Das ist einfach medizinisch nicht sinnvoll und so dürfen wir mit dem knappen Gut nicht umgehen.“

Update, 10.43 Uhr - Landkreis Altötting meldet neun Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt neun neue Corona-Fälle (Stand 16. Mai, 14 Uhr) gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 5899 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 235 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (46), Burgkirchen (33) und Garching (28). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 85,2.

Update, 9.56 Uhr - Immer weniger Corona-Neuinfektionen - noch zwei Regionen über 200

In Bayern sinkt die Zahl der Coronavirus-Neuinfizierten weiter - doch zwei Städte im Freistaat sind unter den bundesweiten Top Drei. So meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen für die Stadt Schweinfurt 228,4 Neuinfizierte binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner - genauso viele hat der sächsische Erzgebirgskreis. Dahinter folgt die Stadt Coburg mit einem Wert von 219,1. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 3.11 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen mittlerweile bei 82,6, knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 83,1. 30 der 96 Landkreise und Städte haben noch eine Inzidenz von über 100, aber nur noch 2 davon von mehr als 200. Die Inzidenz ist wichtig beispielsweise für Lockerungen im Handel oder die Öffnung von Schulen.

Update, 9.03 Uhr - Stiko: Spätestens 2022 Auffrischung des Corona-Impfschutzes nötig

Die Bürger in Deutschland müssen sich nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) wohl spätestens im nächsten Jahr erneut gegen das Coronavirus impfen lassen. „Das Virus wird uns nicht wieder verlassen. Die aktuellen Corona-Impfungen werden deswegen nicht die letzten sein“, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Grundsätzlich müssen wir uns darauf einstellen, dass möglicherweise im nächsten Jahr alle ihren Impfschutz auffrischen müssen.“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet damit, dass die Immunität nach einer Impfung rund sechs Monate hält. Die erste Auffrischung werde deshalb für einige bereits im Herbst fällig sein, sagte er den Funke-Zeitungen. Sollten sich in Deutschland Mutationen verbreiten, gegen die die aktuellen Impfstoffe nicht so stark wirksam seien, müsse man möglicherweise auch schon früher mit einem angepassten Impfstoff beginnen. Gegen die südafrikanische Variante etwa wirkten die Vakzine von Astrazeneca und Johnson & Johnson nicht so gut. „Sollte sich diese Variante bei uns stark verbreiten, sollten die betroffenen Personen dann als erste besser immunisiert werden.“

Update, 8.21 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region: Kein weiterer Todesfall

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 17. Mai).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich in den vergangenen 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Gesunken sind die Inzidenzen im Kreis Mühldorf (von 84,6 auf 78,5), im Kreis Rosenheim (von 74,2 auf 67,3) und in der Stadt Rosenheim (von 91,3 auf 89,7). Gestiegen sind die Inzidenzen dagegen im Kreis Altötting (von 83,4 auf 85,2), im Kreis Berchtesgadener Land (von 88,7 auf 97,2) und im Kreis Traunstein (von 79,0 auf 82,3).
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 7.04 Uhr - 850 Menschen stehen Schlange für eine Impfdosis

Eine Sonderimpfaktion im Landkreis Ebersberg hat am Samstag für großen Andrang gesorgt. Gegen 10 Uhr vormittags hätten etwa 850 Menschen am Volksfestplatz in der oberbayerischen Stadt für eine Impfdosis Schlange gestanden, sagte ein Polizeisprecher. Einige Impfwillige warteten demnach bereits seit 5 Uhr und waren zum Teil aus entfernten Landkreisen angereist.

„Um den großen Andrang bewältigen zu können, haben wir in der Nacht auf Samstag weitere zehn Impfzimmer in der Tiefgarage des Impfzentrums eingerichtet“, sagte Brigitte Keller, Leiterin des Corona-Krisenstabs des Kreises. Die Wartenden hätten sich „außerordentlich diszipliniert“ verhalten. „Das hat uns alle überrascht.“ Bei der Sonderimpfaktion in Ebersberg standen 1000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca zur Verfügung.

RKI meldet knapp 5500 neue Fälle und 64 Todesopfer

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) jetzt binnen eines Tages 5412 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor (Stand: 17. Mai, 0 Uhr). Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6922 Ansteckungen gelegen. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird (News-Ticker Sonntag, 16. Mai).

Aufgrund des Feiertags am 13. Mai sei bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden, hieß es im Lagebericht des RKI. „Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden“, so das Institut weiter.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 83,1 (Vortag: 83,1; Vorwoche: 119,1). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 64 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 54 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.598.846 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.300.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 86.160.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,82 (Stand: 16. Mai; Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt der Wert anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/aic/dpa

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