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Nach Rückzug von Ex-Kanzler Kurz

Polit-Beben in Österreich hält an: Kanzler Schallenberg tritt zurück sobald Nachfolger feststeht

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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bayerns Landkreise fordern regionalisierte Krankenhausampel - Schärfere Corona-Regeln nächste Woche?

Coronavirus
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Speziell für Corona-Hotspots im Freistaat hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag - quasi als regionale Nachjustierung der sogenannten Krankenhausampel - schärfere Zugangsregelungen zu bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens in Aussicht gestellt.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (28. Oktober) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 428 (Quelle/Stand: LGL, 27. Oktober, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsinzidenz Bayern: 3,3 (Quelle/Stand: LGL, 27. Oktober, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 361 (Quelle/Stand: DIVI, 28. Oktober, 6.15 Uhr)**
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 385,3, Landkreis Rosenheim 408,5, Landkreis Traunstein 509,9, Landkreis Berchtesgadener Land 459,9, Landkreis Mühldorf 621,5, Landkreis Altötting 303,6 (Quelle/Stand: RKI, 28. Oktober, 3.23 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 5389, Landkreis Rosenheim 19.415, Traunstein 15.441, Berchtesgadener Land 8877, Mühldorf 9229, Altötting 7727 (Quelle/Stand: RKI, 28. Oktober, 3.23 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 75, Landkreis Rosenheim 484, Traunstein 224, Berchtesgadener Land 109, Mühldorf 164, Altötting 217 (Quelle/Stand: RKI, 28. Oktober, 3.23 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft

Update, 21.40 Uhr - RKI: Auswertungen belegen „ausgeprägten Effekt“ der Corona-Impfungen

Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht einen „ausgeprägten Effekt“ der Corona-Impfung zum Verhindern von Covid-19-Erkrankungen und -Krankenhausaufnahmen in Deutschland. Dies sei durch eigene Berechnungen zu den jeweiligen Inzidenzen in der ungeimpften und der vollständig geimpften Bevölkerung belegt, geht aus dem RKI-Wochenbericht vom Donnerstagabend hervor.

In der Bevölkerung mit vollständigem Impfschutz habe sowohl die wöchentliche Inzidenz der Fälle mit Symptomen als auch die Inzidenz der Krankenhausaufnahmen deutlich unter den jeweiligen Werten der ungeimpften Bevölkerung gelegen, hieß es. Dies gelte für die beiden analysierten Altersgruppen (18 bis 59 und ab 60 Jahre) und im gesamten Untersuchungszeitraum von Mitte Juli bis Mitte Oktober.

Nachmeldungen sind laut RKI noch möglich. Betrachtet wurde ein Großteil der übermittelten Fälle aus dem Zeitraum - ausgeschlossen wurden jedoch solche mit unvollständigen Angaben zum Impfstatus und mit Angaben über eine unvollständige Impfung, wie das RKI erklärte.

Update, 19.57 Uhr - Bayerns Landkreise fordern regionalisierte Corona-Krankenhausampel

Bayerns Landkreise fordern angesichts der stark steigenden Corona-Infektionszahlen eine Neufassung der bayerischen Pandemie-Regeln. „Wir brauchen eine Regionalisierung der Krankenhausampel. Damit wäre es vor Ort möglich, die FFP2-Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen und eine 3G-Plus-Regelung in Kraft zu setzen. Das bedeutet ausschließlich PCR-Test“, sagte der Präsident des Bayerischen Landkreistags, Christian Bernreiter (CSU), am Donnerstag bei einer Konferenz aller 71 Landrätinnen und Landräte in Dachau bei München.

Auch wenn die bayernweite Krankenhausampel weiter auf Grün stehe, seien die Landkreise in vielen Regionen in äußerster Alarmbereitschaft. Es gebe bereits Regionen, in denen sie längst dunkelrot leuchtet, da dort kein einziges freies Intensivbett mehr zur Verfügung stehe. „Die Behandlung von Covid-Patienten ist wesentlich aufwendiger und zeitintensiver. Das belastet unsere Leute in den Krankenhäusern seit Monaten“, betonte Bernreiter.

Speziell für Corona-Hotspots im Freistaat hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag - quasi als regionale Nachjustierung der sogenannten Krankenhausampel - schärfere Zugangsregelungen zu bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens in Aussicht gestellt. Aus der sogenannten 3G-Regel könnte 3G plus werden, und aus 3G plus dann 2G, erklärte er in München. Das würde bedeuten, dass bei bestimmten Dingen nur noch Geimpfte und Genesene Zugang haben (2G) oder alternativ ein PCR-Test zwingend ist (3G plus). Dies könnte etwa dort angewandt werden, wo die Klinken überlastet sind. Bis kommende Woche solle dies abschließend beraten und dann vorgestellt werden. Zudem kündigte Söder schärfere Kontrollen all dieser Regeln an.

Die Corona-Pandemie wirke sich nach wie vor dramatisch auf die finanzielle Situation der Krankenhäuser aus. Die Corona-Hilfen für die Krankenhäuser sind im Juni ausgelaufen. „Es gibt kein Geld vom Bund mehr. Damit drohen dramatische Erlös-Einbrüche. Aufgrund der Corona-Pandemie können andere planbare Operationen gar nicht stattfinden“, sagte Bernreiter. Die neue Bundesregierung müsse hier die Corona-Hilfen wieder in Kraft setzen.

Update, 18.27 Uhr - Söder: Wäre gut, wenn Fußballspieler Signal fürs Impfen setzen

Ministerpräsident Markus Söder forderte am Donnerstag in München einen Impfruck. Mit Blick auf die aktuelle Debatte um FC Bayern Spieler Joshua Kimmich betonte er, es wäre gut, wenn öffentliche Persönlichkeiten wie Fußballer ein Signal fürs Impfen setzen, berichtet unser Partnerportal tz.de.

Ein weiterer Lockdown sei aber nicht vorgesehen, auch nicht für Ungeimpfte. so Söder weiter.

Update, 18 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Traunstein

Insgesamt werden in den Kliniken Südostbayern 58 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 49 auf der Normalstation und neun auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 102.649 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 97.092 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1162 aktive COVID-19-Fälle vor. Seit der letzten Pressemitteilung am 27. Oktober sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 148 Neuinfektionen eingegangen.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 224 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 509,9.

Update, 17.41 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem BGL

Berchtesgadener Land. Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 67 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 28 Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 459,9 (Stand RKI: 28. Oktober, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 726 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 333 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 58 in Alten- und Pflegeheimen, 0 in Gemeinschaftsunterkünften, 244 in Schulen und 31 in Kindergärten. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 489 neue COVID-19-Fälle. 

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 25 COVID-19-Patienten stationär behandelt. 17 Patienten davon haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land. Derzeit werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land insgesamt zwei Patienten intensivmedizinisch betreut, diese Patienten haben ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land. Von den 25 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Patienten sind zwei Personen vollständig geimpft und werden auf der Normalstation behandelt. Eine Person davon hat ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land.

Die KSOB behandeln am Standort in Traunstein derzeit insgesamt 33 COVID-19-Patienten. Zwei Personen davon haben ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und werden auf der Normalstation behandelt. Von diesen zwei Patienten ist eine Person vollständig geimpft.

Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 58 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 49 Patienten auf der Normalstation und 9 Patienten auf der Intensivstation.

Update, 17.02 Uhr - Interner Aushang mit Impfstatus von Beschäftigten landet im Internet

Ein ins Internet gelangter Aushang in einem Metallbetrieb in Nordthüringen mit Namen und Fotos ungeimpfter Mitarbeiter sorgt für Wirbel. Der Aushang in einem Aufenthaltsraum - dort inzwischen entfernt- war abfotografiert worden und kursierte in sozialen Medien, wie Thüringens Datenschutzbeauftragter Lutz Hasse am Donnerstag auf Anfrage sagte. Nach mehreren Beschwerden werde ein möglicher Datenschutzverstoß wegen der Veröffentlichung persönlicher Gesundheitsdaten und Fotos der Betroffenen im Internet geprüft. Diese sei ohne deren Einverständnis erfolgt.

Die Firma in Heiligenstadt hatte den Aushang in einem für Mitarbeiter zugänglichen Raum angebracht, um einen höchstmöglichen Infektionsschutz für die Beschäftigen zu gewährleisten, wie sie auf ihrer Internetseite erklärte. Dies wiederum beruhte auf der Zustimmung der Betroffenen, wie es dort heißt. Hasse bestätigte dies.

Er sieht das Vorgehen des Unternehmens vom Bundesdatenschutzgesetz gedeckt. „Sie haben sich gemeinsam geeinigt“, sagte er auf Anfrage. Hingegen kritisierte der Berliner Datenschutzrechtler Niko Härting in der „Bild“ den Arbeitgeber: „In einer solchen Drucksituation ist die Unterschrift des Arbeitnehmers nichts wert.“ Hasse wiederum verwies darauf, dass laut Gesetz eine Freiwilligkeit vorliege, wenn Arbeitgeber und Beschäftigte «gleich gelagerte Interessen» verfolgen. Dies sei hier der Fall.

Die Firma hat den Aushang in dem Raum inzwischen entfernt, nachdem er in den sozialen Medien auf „massive Reaktionen“ gestoßen war. Laut Hasse gibt es auch Drohungen gegen den Firmeninhaber. Der Polizei in Nordhausen lagen dazu zunächst keine Informationen vor.

Update, 16.20 Uhr - Söder kritisiert Ende der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ scharf

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) das geplante Auslaufen der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ kritisiert. „Was anderes als das, was jetzt stattfindet, ist eine epidemische Lage?“, fragte Söder am Donnerstag in München mit Blick auf die bundesweit wieder steigenden Zahlen. Die Diskussion sei schwer nachzuvollziehen. Zugleich forderte er die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP möglichst bald zu Gesprächen mit den Ländern auf, wie es weitergehen soll.

Das Auslaufen der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ war von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt worden, die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP wollen dies im Bundestag auch vollziehen. Bis zum Frühjahr sollen den Ländern aber weniger umfassende Vorgaben möglich sein. Spätestens am 20. März soll es dann allerdings das Aus für sämtliche Corona-Beschränkungen geben.

Söder sagte dazu, es sei wenig zielführend, nun das Datum 20. März zu nennen. Schließlich könne keiner eine Gewähr dafür abgeben, was am 20. März sein werde. Die Ampel-Parteien sollten nun bald mit den Ländern reden: „Es wäre sinnvoll, dass wir möglichst bald zwischen Bund und Ländern zusammenkommen und beraten, wie das weitergeht.“

Update, 15.41 Uhr - Maskenpflicht im Unterricht wird wohl wiederkommen

Angesichts explodierender Corona-Zahlen müssen Schülerinnen und Schüler in Bayern nach den Herbstferien - also ab 8. November - voraussichtlich auch im Unterricht wieder Masken tragen. Endgültig soll dies in einer Sondersitzung des Kabinetts in der kommenden Woche beschlossen werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München an. Auch wie lange die Maskenpflicht gelten solle, solle nächste Woche beraten werden.

Die Maske sei die schnellste und einfachste Form des Schutzes, sagte Söder. Schon nach den Sommerferien hatten Schülerinnen und Schüler auch am Platz Masken tragen müssen - diese umfassende Maskenpflicht war dann aber nach einigen Wochen wieder wie geplant ausgelaufen.

Update, 14.54 Uhr - Fake-Impfzertifikate: Experten vermuten Schwachstellen in Praxen

Die gefälschten digitalen Impfzertifikate, die derzeit mit gültigen Signaturen im Internet kursieren, könnten nach Einschätzung von Experten auf Sicherheitslücken in Arztpraxen oder Apotheken zurückzuführen sein. Möglicherweise sei es Unberechtigten dort gelungen, an die privaten Schlüssel für das Verschlüsselungssystem Fido zu gelangen, sagte am Donnerstag Thomas Uhlemann von der Sicherheitsfirma Eset.

Nach Angaben des Sicherheitsexperten werden gefälschte Impfzertifikate mit technisch gültigen Signaturen im Darknet für rund 300 Euro angeboten. Damit könnten Menschen, die nicht gegen Covid-19 geimpft wurden, einen scheinbar gültigen Impfpass auf dem Smartphone vorzeigen. „Die Signaturen dieser Schlüssel werden als gültig erkannt“, sagte Uhlemann. „Damit kann man beliebige Zertifikate für das jeweilige Land ausstellen.“

Die Fake-Zertifikate waren zuerst in Italien aufgetaucht. Dort stehen die Impfnachweise im Zentrum einer hitzig geführten politischen Debatte. Der „Grüne Pass“ - ein Corona-Pass mit ausdruckbaren oder digitalen Nachweisen einer Corona-Impfung - ist nach einem Beschluss der Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi seit Mitte Oktober notwendig, um zur Arbeit gehen zu dürfen. Der nun aufgetauchte Fake-Impfpass wurde aber nicht nur von dem System des italienischen „Grünen Passes“ als gültig angezeigt, sondern auch von der offiziellen deutschen App „CovPass Check“.

Update, 13.56 Uhr - 65 Prozent der Nichtgeimpften wollen sich nicht impfen lassen

Fast neun von zehn Nichtgeimpften in Deutschland wollen sich einer Umfrage zufolge auch in den kommenden acht Wochen nicht gegen Corona impfen lassen. Auf keinen Fall vor haben dies laut der online veröffentlichten Forsa-Erhebung im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums 65 Prozent. 23 Prozent sagen eher nein. Nur fünf Prozent haben auf jeden Fall oder eher vor, sich in den kommenden zwei Monaten impfen zu lassen. Sieben Prozent sind noch unentschlossen.

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 66,5 Prozent der Gesamtbevölkerung voll geimpft. 69,3 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

Der Umfrage zufolge teilen 69 Prozent der Nichtgeimpften voll und ganz oder eher die Ansicht, Corona sei ein Vorwand für mehr staatliche Kontrolle. 80 Prozent halten die Grundrechtseingriffe für schwerwiegender als die Gefahr durch das Virus. 89 Prozent teilen die Auffassung, dass die Medien einseitig über Corona berichten.

Update, 13.22 Uhr - 15.600 Lehrstellen unbesetzt - Wirtschaft besorgt

Bayerns Wirtschaft leidet in der Corona-Pandemie unter unverändert großem Lehrlingsmangel. Ende September waren noch 15.609 Ausbildungsplätze unbesetzt, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in München berichtete. Nach einer Umfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags ging bei mehr als zwei Drittel der ausbildenden Betriebe keine einzige Bewerbung für offene Lehrstellen ein. Im Schnitt ist nach den Zahlen des BIHK jeder fünfte Ausbildungsplatz unbesetzt geblieben.

Die Arbeitsagentur stellte in den Vordergrund, dass die Lage für Jugendliche auf Lehrstellensuche derzeit erfreulich ist: „Rein rechnerisch kommen auf jeden unversorgten Bewerber 14,4 Stellen“, sagte Klaus Beier, der Vizechef der bayerischen Regionaldirektion.

Update, 12.11 Uhr - Inzidenz in Bayern steigt erstmals seit Dezember über 200

Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter stark an. Erstmals seit Dezember 2020 liegt der Wert für den Freistaat wieder über 200, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Konkret meldet es 208,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Noch am Mittwoch hatte die Zahl bei 191,3 gelegen, die Grenze von 100 war vor knapp zwei Wochen überschritten worden. Bundesweit ist die Inzidenz nur in Thüringen und Sachsen höher.

Auch in den bayerischen Hotspots steigen die Zahlen weiter. Im Landkreis Mühldorf am Inn liegt sie laut RKI inzwischen bei 621,5, im Landkreis Traunstein bei 509,9. Die sechs bundesweit höchsten Inzidenzen finden sich derzeit in bayerischen Landkreisen. Nach den beiden genannten sind das noch Straubing-Bogen, Berchtesgadener Land, Miesbach und Rosenheim - allesamt mit Werten über 400. Die derzeit niedrigste Inzidenz in Bayern findet sich in der kreisfreien Stadt Bayreuth mit 50.

Update, 11.18 Uhr - Maskenpflicht im Unterricht in NRW wird abgeschafft

In Nordrhein-Westfalen müssen Schülerinnen und Schüler im Unterricht bald keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Die Maskenpflicht auf den Sitzplätzen im Klassenraum werde zum 2. November abgeschafft. Das teilte das NRW-Schulministerium am Donnerstag mit.

Schüler müssen die Maske demnach nur weiterhin noch im übrigen Gebäude tragen und wenn sie ihren festen Sitzplatz verlassen. Für den Außenbereich war die Maskenpflicht schon vor einiger Zeit abgeschafft worden. Für Lehrkräfte entfällt die Maskenpflicht, so lange ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Die üblichen Corona-Tests an den Schulen sollen nach den bisherigen Planungen fortgesetzt werden: also drei Corona-Selbsttests pro Woche an weiterführenden Schulen und zwei PCR-Pooltests pro Woche an Grund- und Förderschulen.

In Bayern ist die Maskenpflicht im Unterricht schon länger abgeschafft, zuletzt mehrten sich aber aufgrund der steigenden Corona-Zahlen Stimmen, sie wieder einzuführen.

Update, 10.42 Uhr - Neue Sorge vor Überlastung von Krankenhäusern

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen vor einer wachsenden Auslastung der Intensivstationen gewarnt. „Wir befinden uns in einer kritischen Situation der Pandemie“, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Alarmierende Zahlen auch in der Region - Klinik-Überlastungen absehbar: „Unglaublich unsolidarisch” (Plus-Artikel)

Die Zahl der mit einer Covid-Infektion im Krankenhaus versorgten Patienten sei binnen einer Woche deutlich gestiegen. So seien knapp 40 Prozent mehr Patienten auf der Normalstation als noch vor einer Woche. Auf den Intensivstationen seien es 15 Prozent mehr. „Wenn diese Entwicklung anhält, haben wir schon in zwei Wochen wieder 3000 Patienten auf Intensivstation“, warnte Gaß. „Auch wenn die Krankenhäuser dies leisten können, wird es dann nicht ohne Einschränkung des Regelbetriebs ablaufen können“, sagte der Verbandschef. Dann müssten die Mediziner in den Kliniken wieder planbare, weniger dringliche Behandlungen verschieben.

Update, 9.39 Uhr - Zahlreiche Kinder und Jugendliche im Kreis Altötting infiziert

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 54 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 27. Oktober, 16 Uhr). Unter den Neu-Infizierten befinden sich auch mehrere Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren aus Altötting, Burgkirchen, Mehring, Kastl und Tüßling. Auch mehrere Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren haben sich neu-infiziert. 

Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis Altötting insgesamt 539 aktive Fälle - die meisten davon in Burghausen (73 Fälle), Altötting (65), Neuötting (55) und Garching an der Alz (45). Die 7-Tage-Inzidenz lag nach Angaben des Landratsamtes bei 303,6 (Stand: 28. Oktober, 0 Uhr).

Update, 8.29 Uhr - Mühldorf über 620: Inzidenzen in der Region schießen weiter nach oben

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 28. Oktober 2021).

Keine Entspannung in der Region: Auch in den letzten 24 Stunden sind die Inzidenzen in den Städten/Landkreisen größtenteils weiter nach oben geschossen. Der Landkreis Mühldorf - bereits seit Tagen bundesweiter Spitzenreiter der „Hotspot-Liste“ - steht nun bei einer Inzidenz von 621,5. Auch auf den weiteren Spitzenreiter-Plätzen sind bayerische Kreise zu finden: Traunstein (Platz 2), Straubing-Bogen (Platz 3), Berchtesgadener Land (Platz 4), Miesbach (Platz 5), Rosenheim (Platz 6) - acht der zehn Hotspot-Plätze sind von bayerischen Landkreisen belegt.

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 302,7 auf 303,6), Landkreis Mühldorf (von 592,4 auf 621,5), Kreis Berchtesgadener Land (von 489,1 auf 459,9), Landkreis Traunstein (von 498,6 auf 509,9), Stadt Rosenheim (von 380,6 auf 385,3) und Landkreis Rosenheim (von 382,9 auf 408,5). In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet. 

428 hospitalisierte Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen gibt es aktuell in Bayern, damit liegt die Hospitalisierungsinzidenz bei 3,3 (Quelle/Stand: LGL, 27. Oktober, 8 Uhr). Die Krankenhausampel ist damit aktuell grün.

Update, 7.11 Uhr - Corona-Ausbruch auf Passauer Flusskreuzfahrtschiff

Laut einem Bericht des ORF liegt derzeit ein Kreuzfahrtschiff aus Passau vor Wien, auf dem 80 der 178 Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Das Schiff sei demnach in Passau gestartet und die Infektionen bei einem Testangebot der Stadt Wien festgestellt worden.

Jetzt liegt das Kreuzfahrtschiff an einer Schleuse im Stadtteil Nussdorf vor Anker, alle Passagiere stehen unter Quarantäne. Der Krisenstab arbeitet laut ORF an einer Lösung, um alle 178 Menschen wieder nach Passau zu bekommen.

RKI meldet über 28.000 neue Corona-Fälle

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut deutlich angestiegen. Das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 130,2 an (News-Ticker Mittwoch, 27. Oktober). Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 118,0 gelegen, vor einer Woche bei 85,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 28.037 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus den neuesten Zahlen des RKI hervor (Stand: 28. Oktober, 0 Uhr). Vor einer Woche hatte der Wert bei 16.077 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 126 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 67 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.534.452 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Mittwoch mit 3,07 an (Dienstag: 2,95). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.247.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 95.485.

mh/mw/dpa

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