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News-Ticker zur Corona-Pandemie

66 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein - Mehr Rechte für Geimpfte und Genesene: Ministerin macht Vorschlag

Coronavirus - Abstrich für Corona-Test
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Symbolbild
  • Martina Hunger
    VonMartina Hunger
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag, 29. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 160,5, Landkreis Rosenheim 115,6, Landkreis Traunstein 212,0, Landkreis Berchtesgadener Land 127,4, Landkreis Mühldorf 273,6, Landkreis Altötting 191,9 (Quelle/Stand: RKI, 29. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3636, Landkreis Rosenheim 12.952, Traunstein 10.190, Berchtesgadener Land 5471, Mühldorf 6502, Altötting 5506 (Quelle/Stand: RKI, 29. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 58, Landkreis Rosenheim 446, Traunstein 205, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 139, Altötting 203 (Quelle/Stand: RKI, 29. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 82.544 Todesfälle in Deutschland (14.101 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.25 Uhr - Mehr Rechte auf Geimpfte?

Vollständig Geimpfte und Genesene sollen in der Corona-Krise wieder mehr Rechte bekommen. Insbesondere von Auflagen für private Treffen und nächtlichen Ausgangsbeschränkungen sollen diese Gruppen ausgenommen werden. Das geht aus einem Verordnungsentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch andere Medien berichteten darüber. Das Justizministerium versandte den Vorschlag am Donnerstag an die anderen Bundesministerien. Bundestag und Bundesrat müssen zustimmen. Wenn es nach der SPD geht, soll das in der kommenden Woche geschehen.

«Das Grundgesetz lässt Einschränkungen unserer Grundrechte nur zu, wenn es hierfür eine besondere Rechtfertigung gibt. Der Schutz von Leben und Gesundheit in der Pandemie ist eine solche Rechtfertigung», sagte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) Lambrecht den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Wenn aber jetzt belegt ist, dass von vollständig Geimpften und Genesenen keine besondere Gefahr mehr ausgeht, dann müssen wir die Einschränkungen ihrer Grundrechte zurücknehmen. Es geht hier nicht um Sonderrechte oder Privilegien, sondern um ein zentrales Gebot unseres Rechtsstaats.»

Im Entwurf steht: «Das heißt, dass es geimpften und genesenen Personen zukünftig wieder möglich sein wird, ohne vorherige Testung zum Beispiel Ladengeschäfte zu betreten, Zoos und botanische Gärten zu besuchen oder die Dienstleistungen von Friseuren und Fußpflegern in Anspruch zu nehmen.»

Wer vollständig geimpft oder von Covid-19 genesen ist, soll sich nicht an die jeweils lokal geltenden Ausgangsbeschränkungen halten müssen. Das bedeutet für diejenigen, die die Einhaltung der Beschränkungen kontrollieren müssen, zum Beispiel die Polizei, zwar einen zusätzlichen Aufwand. Kontrollen finden aber ohnehin statt, etwa wenn jemand nach 22.00 Uhr auf dem Weg von der Arbeit nach Hause ist.

Laut Entwurf soll auch die Beschränkung privater Zusammenkünfte auf Angehörige eines Haushalts und eine weitere Person - plus Kinder bis 14 Jahre - nicht gelten, wenn an dem Treffen ausschließlich geimpfte Menschen oder genesene Personen teilnehmen. Bei privaten Treffen von Geimpften oder Genesenen mit anderen Menschen, die weder geimpft sind noch von Covid-19 genesen sind, werden die Angehörigen dieser zwei Gruppen nicht mitgezählt. Es könnten sich also zum Beispiel Angehörige eines Haushalts mit einem Paar treffen, das bereits geimpft wurde. Und noch einen Vorteil sollen Geimpfte und Genesene demnach haben: Für sie gilt die Quarantäne-Pflicht nach Einreise aus einem Risikogebiet nicht - es sei denn sie haben sich in einem Land aufgehalten, das als Virusvariantengebiet eingestuft ist.

Für alle sollen aber weiterhin die Pflicht zum Tragen einer Maske an bestimmten Orten gelten sowie das Abstandsgebot im öffentlichen Raum. Von den geplanten Erleichterungen sollen Menschen mit Covid-19-Symptomen wie Atemnot oder Geruchs- und Geschmacksverlust ausgenommen sein.

Als Beleg für eine vollständige Impfung dienen kann demnach ein Nachweis auf Papier oder digital auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch. Die Impfung muss mit einem beim bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut gelisteten Impfstoff gemacht worden sein. Und es müssen «seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen» sein. Dies ist meist die zweite Spritze, beim Präparat von Johnson & Johnson reicht eine. Bei Genesenen soll generell der Nachweis einer Impfdosis reichen.

Update, 21 Uhr - Ausbruch in Ampfinger Seniorenzentrum

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, 28. April, 51 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 29. April, 0 Uhr).

Im Seniorenpflegeheim Kursana in Ampfing sind insgesamt acht Bewohner und fünf Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die bereits geimpften Bewohner weisen keine Symptome auf. Das Personal wird täglich getestet, darüber hinaus werden weitere Reihentestungen durchgeführt.

Der Schwerpunkt der Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen lag mit 38,9 Prozent in der Altersgruppe von 35 bis 59 Jahren, gefolgt von der Altersgruppe 15 bis 34 Jahre mit 29,1 Prozent. 61 Prozent der Personen, die sich in diesem Zeitraum infizierten, wiesen Symptome auf. Unter den Neuinfektionen in diesem 7-Tage-Zeitraum befanden sich elf Reiserückkehrer. Die Infektionsfälle fanden in verschiedenen Firmen (16 Prozent), Alten- und Pflegeinrichtungen (10 Prozent) sowie mit 54 Prozent überwiegend im privaten Bereich statt.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 29. April 3.10 Uhr) bei 273,6.

Es sind insgesamt 34.943 Personen mindestens einmal geimpft, das entspricht über 30 Prozent aller Landkreisbürgerinnen und –bürger. 9.378 Personen haben bereits die 2. und damit abschließende Impfung erhalten.

Die Kitas und Schulen bleiben entsprechend der Bayerische nInfektionsschutzmaßnahmenverordnung weiter geschlossen. Die bisherige Freitagsregelung mit der Festlegung der Unterrichtsform für die gesamte folgende Kalenderwoche ist entfallen.

Update, 19.21 Uhr - 33 Neuinfektionen im BGL

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 33 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 127,4 (Stand RKI: 29. April, 0 Uhr).

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit acht COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden zwei Patienten intensivmedizinisch betreut. Im Landkreis Berchtesgadener Land wurden mit Stand: 28. April, 20 Uhr bislang insgesamt 37.426 Impfungen durchgeführt, davon 28.359 Erstimpfungen (26,70 %) und 9.067 Zweitimpfungen (8,54 %).

Das Landratsamt Berchtesgadener Land weist darauf hin, dass sich aufgrund der neuen bundesrechtlichen Rahmenbedingungen gemäß den allgemeinen Verfahrensregelungen nach § 3 der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) folgende Neuregelung für Schulen und Kindertageseinrichtungen ergibt:

  •  Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die vom Robert Koch-Institut (RKI) im Internet veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz den für die Regelung maßgeblichen Schwellenwert, treten die entsprechenden Maßnahmen ab dem übernächsten Tag in Kraft.
  • Unterschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an fünf aufeinander folgenden Tagen die vom RKI im Internet veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz den für die Regelung maßgeblichen Schwellenwert, so treten dort die entsprechenden Maßnahmen ab dem übernächsten Tag außer Kraft. Beispiel: Wird der derzeit geltende Schwellenwert von 100 am Samstag, Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch unterschritten, so ist ab Freitag Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand für alle Jahrgangsstufen bzw. die Öffnung der Kindertageseinrichtungen möglich.
  • Die bisherige Stichtagsregelung, wonach allein der Inzidenzwert vom Freitag für den Unterrichtsbetrieb in der gesamten Folgewoche maßgeblich war, ist somit ab sofort durch die Neuregelung außer Kraft gesetzt, wie das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus informiert. Somit ist leider nicht ausgeschlossen, dass ein Wechsel zwischen den verschiedenen Unterrichtsformen auch während der Unterrichtswoche erfolgt.

Update, 18.25 Uhr - 66 Neuninfektionen im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1594 aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 212,0 .Seit der letzten Pressemitteilung am 28. April sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 66 Neuinfektionen eingegangen.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 27 COVID-19-Patienten behandelt, davon 19 auf der Normalstation und acht auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 44.096 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 11.018 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 16.56 Uhr - So ist die Lage in Rosenheim

Das Landratsamt Rosenheim informierte in einem Wochenbericht über die aktuelle Coronalage in Stadt und Kreis Rosenheim. Auch die aktuelle Lage in den Kliniken und die Infektionszahlen in den einzelnen Gemeinden wurden aufgeschlüsselt.

Update, 15.20 Uhr - Spahn: Impfung für Kinder ab zwölf „spätestens in den Sommerferien“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Corona-Impfungen für über 12-Jährige im Sommer in Aussicht gestellt. „Stand heute, wenn nichts Ungewöhnliches passiert: Spätestens in den Sommerferien werden wir die über 12-Jährigen dann impfen können, wenn die Zulassung da ist“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Zuvor war bekannt geworden, dass der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer in Kürze die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder ab zwölf Jahren in der EU beantragen wollen. Zwar sei zunächst natürlich abzuwarten, dass die Zulassung auch komme, sagte Spahn. Er rechne aber zügig damit.

Gleichzeitig warnte der Minister vor zu hohen Erwartungen für den Juni – spätestens dann soll der Bundesregierung zufolge die Impfpriorisierung enden. „Wir müssen jetzt ein bisschen aufpassen mit diesem Juni, dass der nicht so überfrachtet wird mit Erwartungen», forderte Spahn. Im Juni käme zwar wohl so viel Impfstoff wie in keinem Monat zuvor, aber «nicht so viel, dass wir alle zwischen zwölf und 60 mal eben im Juni impfen können“. Es sei wichtig, dass nicht der Eindruck entstehe, dass sofort alle Jugendlichen geimpft werden könnten.

Update, 15.12 Uhr - Kassenärzte gegen Söder: Keine Impfung im Supermarkt    

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stößt mit seinem Ruf nach Corona-Impfungen in Supermärkten und Apotheken auf scharfen Protest bei Bayerns Kassenärzten. Der Vorschlag sei „abwegig und nicht zielführend“, kritisierte der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns am Donnerstag.

Impfungen in Supermärkten wie in den USA sind aus Sicht der Kassenärzte nicht notwendig, weil es hierzulande ein dichteres Netz an Arztpraxen gibt. „Wir haben in Deutschland ein exzellent ausgebautes ambulantes Versorgungsangebot mit einer hohen Flächendeckung“, erklärten die drei KVB-Vorstände Wolfgang Krombholz, Pedro Schmelz und Claudia Ritter-Rupp. Sie gaben den Ball an die Staatsregierung zurück und forderten stattdessen zuverlässige Impfstofflieferungen.

Laut KVB haben die niedergelassenen Ärzte in Bayern bislang über 700 000 Impfungen durchgeführt. Aktuell beteiligen sich demnach rund 6500 Praxen an der Impfkampagne. „Aus Sicht des Vorstands der KVB könnten es weit mehr sein, wenn endlich mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit in Bezug auf die für die Praxen vorhandenen Impfstoffmengen vorhanden wären“, hieß es in der Stellungnahme der KVB.

Söder hatte am Vortag in der «Welt» mobile Impfteams gefordert, die in Supermärkten und Apotheken arbeiten könnten. «Es darf kein Impfstoff liegen bleiben, und vor Ort muss es schnell gehen - ohne lange Wartezeiten», hatte Söder der Zeitung gesagt.

Update, 13.58 Uhr - Söder: Genesene Corona-Patienten werden mit Geimpften gleichgestellt

Bayern will in der kommende Woche genesenen Corona-Patienten mit vollständig Geimpften und negativ Getesteten gleichstellen. „Wir werden nächste Woche die Gleichstellung von Genesenen auf den Weg bringen“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München. In dieser Woche hatte das Kabinett zweifach Geimpfte mit negativ Getesteten gleichgestellt. Das bedeutet etwa, dass sie bei einem Friseurtermin keinen negativen Test mehr vorlegen müssen.

Trotz der leicht rückläufigen Corona-Infektionszahlen in Bayern warnte Söder vor voreiligen Lockerungsdebatten. Die Tendenz sei positiv, aber es gebe noch immer keinen Anlass aufzuhören, sagte er am Donnerstag in München. Die Inzidenz im Land entwickle sich in die richtige Richtung, es sei „aber noch lange nicht vorbei“. Bayern befinde sich weiterhin auf einer sehr langen Zielgeraden. Zudem brauche es weiter bei den Impfungen „Vollgas“ durch eine schnelle Aufgabe der Priorisierungen und zügiges Impfen in Betrieben, sagte Söder. Auf diese Weise könne die Mobilisierung erhöht und auch wieder Perspektiven für die Wirtschaft geschaffen werden.

Livestream: Spahn und Wieler informieren über aktuelle Corona-Lage

Update, 11.53 Uhr - Wieler: „Das Virus kennt keine Landesgrenzen“

„Die Pandemie ist leider noch nicht vorbei“, sagt der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler. Die Pandemie sei allerdings erst dann unter Kontrolle, wenn sie in allen Teilen der Welt kontrolliert werde. „Denn das Virus kennt keine Landesgrenzen.“

Es sei gelungen, diese dritte Welle abzubremsen. Dennoch könne noch keine Entwarnung gegeben werden. „Denn die Zahlen sind immer noch zu hoch“, meint der RKI-Chef. Auch auf den Intensivstationen bleibe die Lage noch angespannt. Zwar habe sich die Zunahme der Patienten abgebremst, dennoch sei die Belastung noch immer hoch. „Wir müssen weiter alles dafür tun, um die Fallzahlen zu senken.“ Wieler warnt davor, die Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung zu unterschätzen. Nach bisherigen Daten könnten diese jeden Zehnten treffen. „Das dürfen wir nicht zulassen.“

Update, 11.47 Uhr - Spahn: Entscheidung zur Aufhebung der Beschränkungen bis spätestens 28. Mai

Anschließend äußert sich Spahn zur Diskussion um die Rechterückgabe für Geimpfte. Es habe in dieser Sache bereits eine erste Bewegung gegeben. So habe beispielsweise das RKI die Kontaktpersonen-Quarantäne für vollständig Geimpfte aufgehoben.  
Ein anderes Thema sei die Aufhebung der Beschränkungen. Es sei gut, dass Bundesregierung, Bundesrat und Bundestag an dieser Entscheidung beteiligt sind. Spahn halte es für möglich, dass die Entscheidung noch vor dem 28. Mai fallen kann. Spätestens jedoch dann zu diesem Termin.

Update, 11.41 Uhr - Spahn wiederholt: Impfpriorisierung wird im Juni aufgehoben

„Inzwischen sind es über 20 Millionen Menschen in Deutschland die eine erste Impfung erhalten haben“, beginnt Gesundheitsminister Jens Spahn sein Statement bei der Bundespressekonferenz. Das seien gute Nachrichten, „auch bei aller Kritik an den erwarteten Startschwierigkeiten“. Gleichzeitig sehe man, dass der steile Anstieg bei den Infektionszahlen gebremst wurde. Das reiche allerdings nicht, „denn die Zahlen sind noch zu hoch“, so Spahn. 

„Wir gehen Stand heute davon aus, dass wir bis zum Juni die Impfpriorisierung werden aufheben können“, wiederholt Spahn sein Versprechen von letzter Woche. Er halte das Einführen der Priorisierung aber weiterhin für wichtig. Diese sei eine gute Entscheidung gewesen.

Update, 11.14 Uhr - Herrmann mahnt: Ausgangsbeschränkung gilt auch in der Freinacht

Die nächtliche Ausgangsbeschränkung in Bayerns Corona-Hotspots mit Inzidenzen über 100 gilt auch in der Freinacht auf den 1. Mai. „Die Bayerische Polizei wird in der Freinacht verstärkt die Einhaltung der nächtlichen Ausgangssperre kontrollieren“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag in München. Auch in diesem Jahr müsse daher nahezu überall im Freistaat der Freinachts-Spaß leider coronabedingt ausfallen.

Herrmann verwies dabei auf die Regelung, wonach in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen der Aufenthalt von Personen außerhalb einer Wohnung bzw. des eigenen Grundstücks von 22 Uhr bis 5 Uhr untersagt ist. „Corona macht auch vor Scherzbolden nicht halt“, sagte Herrmann. Auch Eltern müssten dafür sorgen, dass sich ihre Kinder an die Coronaregeln halten. Bei Missachtung drohen 500 Euro Bußgeld.

Update, 9.59 Uhr - Nach Corona-Impfung: Frau (75) verstirbt auf Parkplatz in Augsburg

Dramatische Szenen im Impfzentrum Gablingen (Kreis Augsburg). Eine Frau hatte am Mittwochvormittag (28. April) nach einer Corona-Impfung plötzlich Atemnot bekommen. Wenig später war die 75-Jährige tot, berichtet die Augsburger Allgemeine.

Die Frau hatte, so hieß es von Behördenseite, dem Impfstoff des Herstellers Moderna verabreicht bekommen. Auf dem Parkplatz des Impfzentrums habe sie im Wagen ihrer Begleitperson plötzlich heftige Atemnot gehabt. Ein Notarzt des Impfzentrums habe sofort Erste Hilfe geleistet, versorgte die Frau mit Sauerstoff. Kurze Zeit später war ein Rettungswagen vor Ort. Da war die Frau noch bei Bewusstsein. Dann aber habe sich ihr Zustand rapide verschlechtert. Sie wurde im Rettungswagen reanimiert, doch auch das Rettungsteam konnte der Seniorin nicht mehr helfen. Sie starb noch vor Ort.

Laut Landratsamt habe die 75-Jährige an einer Vorerkrankung gelitten, sollte auf ärztliche Empfehlung hin vor einer anstehenden Operation gegen das Corona-Virus geimpft werden. Das bei Impfkomplikationen zuständige Paul-Ehrlich-Institut sowie das Bayerische Gesundheitsministerium prüfen nun den Sachverhalt.

Update, 9.05 Uhr - Landkreis Altötting meldet 33 Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 33 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 5505 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 440 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (94), Burgkirchen (65) und Altötting (30). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 191,9.

Update, 8.21 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 29. April).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region bewegen sich teilweise weiterhin auf hohem Niveau und haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gesunken sind die Inzidenzen in den Kreisen Altötting (von 200,9 auf 191,9) und dem Kreis Mühldorf (von 284,8 auf 273,6). Gestiegen sind die Inzidenzen dagegen im Kreis Berchtesgadener Land (von 116,1 auf 127,4), dem Kreis Rosenheim (von 114,0 auf 115,6), der Stadt Rosenheim (von 157,4 auf 160,5) und dem Kreis Traunstein (von 210,9 auf 212,0).

In der Region wurden laut RKI drei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach ist je eine Person in den Kreisen Altötting, Traunstein und der Stadt Rosenheim verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.06 Uhr - Einzelhandel und Gastgewerbe: Einheitliche Lockerungen für Geimpfte

In der Debatte über Lockerungen der Corona-Beschränkungen für geimpfte Menschen fordern Handel und Gastgewerbe schnelle und bundeseinheitliche Regeln. „Geimpfte müssen selbstverständlich schnellstens wieder Zugang zu allen Geschäften bekommen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag). „Regelungen sollten die Bundesländer möglichst einheitlich und rasch festschreiben.“

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, sagte dem RND, nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gehe von vollständig Geimpften mit großer Wahrscheinlichkeit kein Übertragungsrisiko aus. „Dass dann Geimpfte ihre Grundrechte zurückbekommen, ist richtig und geboten.“ Es sei nur konsequent, Geimpfte wie negativ Getestete zu behandeln. Hartges begrüßte es, dass Bayern und weitere Bundesländer bereits in diesem Sinne gehandelt hätten.

RKI registriert 24.736 Corona-Neuinfektionen und 264 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24.736 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 264 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen von Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.55 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Donnerstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 29.518 Neuinfektionen und 259 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 154,9. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,6 angegeben, vor eine Woche hatte sie bei 161,1 gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.357.268 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.975.200 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 82.544.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,90 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mh/dpa

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