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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Neues Testzentrum in Aschau im Chiemgau - Musiker mit Eilantrag für Öffnung von Münchner Oper

Beim Schnelltestzentrum am Messeplatz in Burghausen soll das Auto nicht verlassen werden.
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Corona-Test (Symbolbild)
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag, 29. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 114,9, Landkreis Rosenheim 105,2, Landkreis Traunstein 178,2, Landkreis Berchtesgadener Land 87,8, Landkreis Mühldorf 152,8, Landkreis Altötting 128,2 (Quelle/Stand: RKI, 29. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3241, Landkreis Rosenheim 11.677, Traunstein 8414, Berchtesgadener Land 4845, Mühldorf 5167, Altötting 4483 (Quelle/Stand: RKI, 29. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 53, Landkreis Rosenheim 428, Traunstein 195, Berchtesgadener Land 98, Mühldorf 131, Altötting 190 (Quelle/Stand: RKI, 29. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 75.913 Todesfälle in Deutschland (13.148 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.40 Uhr - Neues Testzentrum in Aschau im Chiemgau

Wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilt wird es ab kommenden Donnerstag, den 1. April, einen weiteren Standort für ein Corona-Testzentrum geben. Dieses soll im BRK-Haus Aschau in der Bahnhofstraße 14a in Aschau im Chiemgau entstehen.

Auch in Aschau werden täglich von 11 Uhr bis 15 Uhr und 16 Uhr bis 19 Uhr die kostenlosen Bürgertests angeboten und können von allen Bürgerinnen und Bürgern entgegengenommen werden.

Auch über die Osterfeiertage sind alle Teststellen besetzt. Um Wartezeiten zu vermeiden und einen reibungslosen Ablauf zu gestalten, wird um eine online Terminreservierung gebeten.

Über die Internetadresse www.coronatest-rosenheim.de gibt es weitere Informationen sowie die Möglichkeit der Online-Anmeldung. Zum Termin selbst sind lediglich die Gesundheitskarte sowie ein Ausweisdokument mitzubringen.

Update, 20.21 Uhr - Über 100.000 Impfdosen für bayerische Grenzregion zu Tschechien

Bayern soll für seine Grenzgebiete zu Tschechien am Montag und Dienstag 105.300 zusätzliche Biontech-Impfdosen erhalten. Das berichtete der Münchner Merkur unter Berufung auf das Bundesgesundheitministerium. Auch Sachsen (93 600), das Saarland (81 900), Thüringen (35 100), Rheinland-Pfalz (23 400) und Sachsen-Anhalt (11 700) bekämen zusätzliche Dosen. „Gerade in unseren Grenzregionen breiten sich die Virusvarianten aus“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Zeitung. „So können die Länder schnell und effektiv die Impfquoten an der Grenze steigern.“

Update, 18.45 Uhr - Musiker mit Eilantrag für Öffnung von Münchner Oper

Mehr als 20 Musikerinnen und Musiker wollen mit einem Eilantrag die Öffnung der Bayerischen Staatsoper und der Philharmonie in München erreichen. Der Antrag sei am Montag beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gestellt worden, sagte eine Sprecherin der Initiative „Aufstehen für die Kunst“ der Deutschen Presse-Agentur in München.

Antragsteller sind unter anderem die Sopranistin Marlies Petersen, der Bass Christof Fischesser und der Tenor Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, alle drei erst kürzlich zu hören im Livestream der neuinszenierten Oper «Rosenkavalier» an der Staatsoper.

Die Künstler richten sich gegen die zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Das darin geregelte pauschale Konzert- und Aufführungsverbot sowie die generellen Schließungen von Theatern, Opern und Konzerthäusern verstoßen ihrer Ansicht nach gegen die im Grundgesetz garantierte Kunstfreiheit.

Update, 16.40 Uhr - 34 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Samstag 34 weitere bestätigte Corona-Neuinfektionen im Landkreis gibt. Davon befanden sich neun Personen als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.845 (Stand RKI: 29. März, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 87,8 (Stand RKI: 29. März, 0 Uhr).

Von den insgesamt 4.845 Corona-Fällen sind mittlerweile 4.610 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 137 aktive Corona-Fälle im Landkreis, davon 21 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen).

In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 93 neue Corona-Fälle. Davon wurde bei insgesamt 46 positiven Befunden eine Virusmutation festgestellt; dies entspricht einem Anteil von 49,5 %. Dabei handelte es sich 43 mal um die britische Variante (B.1.1.7) sowie drei mal um eine Kombinations-Mutation (britische, südafrikanische und brasilianische Mutation (N501Y)).

Update, 16.25 Uhr - Tests, Kontrollen, Kosten - Das sind die neuen Regeln für Flugreisende

Für alle Flugreisen nach Deutschland heißt es von diesem Dienstag (30. März) an: Abflug nur mit negativem Corona-Test. Ein Überblick über die schärferen Vorgaben, die eine Vorsichtsmaßnahme gegen die Virus-Ausbreitung durch weltweites Reisen sein sollen. Die Regelungen gelten vorerst bis einschließlich 12. Mai.

Die Tests:

Gemacht werden können laut Bundesgesundheitsministerium PCR-Labortests oder Schnelltests mit bestimmten Mindestanforderungen und einem Nachweis über das Ergebnis. Die Bescheinigung kann man auf Papier oder in digitaler Form in Deutsch, Englisch oder Französisch vorlegen. Drauf stehen müssen Datum und Art des Tests. Der Abstrich dafür darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland genommen worden sein. Bezahlen muss man den Test aus eigener Tasche.

Die Testpflicht:

Das negative Testergebnis muss der Fluggesellschaft vor dem Start vorgezeigt werden - wer keins hat, darf nicht in die Maschine einsteigen. Ausgenommen sind die Crews und Kinder bis fünf Jahre. Zu einem Test gezwungen werden kann man nicht. Fällt der Test positiv aus, muss man nach den örtlichen Vorschriften in Quarantäne gehen - und die Kosten dafür in der Regel auch selbst tragen.

Die Test-Kontrollen:

Ob man einen negativen Testnachweis hat, sollen die Fluggesellschaften überprüfen. Möglich sind Kontrollen der Bundespolizei bei der Einreise nach Deutschland und auch durch die Gesundheitsämter. Airlines müssen die Beförderung unterlassen, wenn Passagiere keinen Test haben oder angegebene Daten „offensichtlich unrichtig“ sind, wie das Ministerium erläutert.

Update, 15.20 Uhr - 114 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 872 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 178,21. Seit der letzten Pressemitteilung am 26. März sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 114 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 8420 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 7353 Personen (acht Personen mehr seit der Meldung vom 26. März).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein unverändert insgesamt 195 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 31 COVID-19-Patienten behandelt, davon 20 auf der Normalstation und 11 auf der Intensivstation. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 18.992 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 8.509 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 15.12 Uhr - Bundesagrarministerin Klöckner mit Appell an Bürger: Schon die ganze Woche für Ostereinkäufe nutzen

Bundesagrarministerin Julia Klöckner hat an die Verbraucher appelliert, angesichts hoher Corona-Zahlen schon diese ganze Woche für Lebensmitteleinkäufe zum Osterfest zu nutzen. „Das verhindert überfüllte Supermärkte“, sagte die CDU-Politikerin am Montag. Wer vorausschaue, schütze sich, andere Kunden und die Marktmitarbeiter. Vor Ostern haben die Geschäfte am Karfreitag geschlossen, vor den Feiertagen am Sonntag und Montag ist am Samstag noch einmal geöffnet.

Mit Blick auf Ostereier rief Klöckner dazu auf, schon jetzt im Sinne des Tierwohls zu Eiern aus Haltung ohne Kükentöten zu greifen. Einige Supermärkte böten solche Produkte bereits an, die oft nur ein paar Cent teurer seien. Gesetzlich soll das millionenfache Töten männlicher Küken ab Anfang 2022 in Deutschland verboten sein.

Update, 14.35 Uhr - Münchner OB Reiter fordert Corona-Selbsttests für Schüler zu Hause

Schülerinnen und Schüler sollen Selbsttests auf das Coronavirus nach Ansicht von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zu Hause durchführen. Dies sei schon aus infektiologischen Gründen vorzuziehen, da positiv getestete Kinder und Jugendliche gar nicht erst in die Schule fahren würden, schreibt Reiter in einem Brief an Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Zudem könne man so verhindern, dass Kinder mit positivem Testergebnis von Mitschülern stigmatisiert würden.

Update, 14.10 Uhr - Bayerischer Impfgipfel am Dienstag

Am Dienstag (30. März) leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder ab 10 Uhr einen Corona-Impfgipfel der Bayerischen Staatsregierung per Videoschalte. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratung informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek im Nachgang in einer Pressekonferenz. Diese soll ab 12 Uhr stattfinden.

Update, 13.42 Uhr - Epidemiologin erwartet mehr schwere Corona-Fälle bei Jüngeren

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Eva Grill, erwartet bei wachsenden Corona-Zahlen mehr schwere Krankheitsverläufe bei jüngeren Menschen. „Das Problem ist, dass bei einem weiteren Ansteigen der Fallzahlen auch der Anteil der Virusvariante B.1.1.7 weiter ansteigen wird“, sagte Grill der Deutschen Presse-Agentur. Die zuerst in Großbritannien entdeckte Mutante sei sowohl deutlich ansteckender als auch gefährlicher, „da sie wohl mit schwereren Krankheitsverläufen einhergeht“.

Bei Hochaltrigen gehe die Zahl neuer Todesfälle zurück, erläuterte die Präsidentin der Gesellschaft mit Sitz in Ulm, die auch Professorin für Epidemiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist. „Das deutet darauf hin, dass es zunehmend gelingt, die besonders vulnerablen Gruppen durch Impfung zu schützen.“ Aber auch bei den 60- bis 69-Jährigen sei das Sterberisiko der Infizierten noch bei etwa vier Prozent. Das bedeute, dass eine stark steigende Fallzahl auch zu mehr Erkrankten und schwer Erkrankten führen werde, so Grill. „Nur eben dann in den jüngeren Altersgruppen.“

Update, 13 Uhr - Seehofer will mehr bundesweite Regeln für Pandemie-Bekämpfung

Angesichts steigender Infektionszahlen hat sich Bundesinnenminister Horst Seehofer dafür ausgesprochen, dass der Bund im Kampf gegen die Corona-Pandemie das Ruder übernimmt. Dafür könne entweder das Infektionsschutzgesetz präzisiert oder ein eigenes Gesetz beschlossen werden, in dem dann genau geregelt sei, „was bei welcher Inzidenz zu geschehen hat“. Der Bund habe „von jeher die Gesetzgebungskompetenz auf diesem Gebiet“, sagte der CSU-Politiker der „Süddeutschen Zeitung“, „man muss nur Gebrauch davon machen“.

Die Corona-Bekämpfung über Ministerpräsidentenkonferenzen zu betreiben, halte er für falsch, sagte der Innenminister: „Dieses Verfahren kann man so nicht weitermachen.“ Besser wäre es, die notwendigen Maßnahmen durch Bundestag und Bundesrat beschließen zu lassen. Corona-Tests seien eine wichtige Säule der Pandemie-Bekämpfung, wenn es um Öffnungsschritte gehe. Jetzt gehe es allerdings zunächst darum, in den kommenden zwei Woche möglichst viel herunterzufahren.

Update, 12.32 Uhr - Tierärzte wollen impfen: Bund ignoriert Hilfsangebot

Die deutschen Tierärzte haben die Bundesregierung aufgefordert, sie in die Impfkampagne einzubinden. In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ warf der Präsident des Bundesverbands der praktizierenden Tierärzte, Siegfried Moder, Gesundheitsminister Jens Spahn „Versäumnisse und Missmanagement“ vor: „Wir haben bereits Anfang Dezember der Bundesregierung unsere Unterstützung bei der Corona-Schutzimpfung angeboten, aber unser Hilfsangebot wurde, wie schon die Corona-Testung durch akkreditierte Vet-Labore im letzten Sommer, bis heute ignoriert. Das kann man machen, wenn man die Lage im Griff hat. Angesichts der dritten Welle und der täglichen Hiobsbotschaften halten wir diese Ignoranz jedoch für grob fahrlässig“, sagte Moder.

Dabei könnten die rund 10.000 Tierarztpraxen in Deutschland allein bei nur 50 Impfungen pro Woche und Praxis in einem Monat ohne Weiteres zwei Millionen Menschen mit dem Vakzin versorgen. „In den USA impfen jetzt auch Tierärzte wie selbstverständlich mit. Dieser pragmatische Ansatz trägt dort zum großen Erfolg bei“, erklärte Präsident Moder.

Update, 12 Uhr - „Impfungen sind der Schlüssel zur Normalisierung“

„Die Impfungen sind der Schlüssel zur Normalisierung unseres Alltages“, sagte Herrmann und betonte, dass man in Bayern die geltenden Regeln und Vorschriften auch in den kommenden Wochen stets „konsequent anwenden“ werde. Dies werde im Freistaat auch von der Polizei kontrolliert. Herrmann bedauerte es außerdem sehr, dass sich einige andere Bundesländer hingegen nicht an die vereinbarte „Notbremse“ halten und einige andere Beschlüsse des letzten Bund-Länder-Gipfels nicht oder nur sehr zögerlich befolgen würden.

Joachim Herrmann informiert über Corona-Sterbefälle in Bayern im Live-Stream

Update, 11.56 Uhr - „Reden nicht über statistische Fakten, sondern über Schicksale“

„Mit Beginn der zweiten Welle war sofort ein massiver Anstieg der Todesfälle festzustellen“, sagte Herrmann. Vor allem die Älteren seien davon besonders stark betroffen gewesen. Den negativen Höhepunkt gab es dabei im Dezember 2020, als in der Altersgruppe 80+ um 50 Prozent mehr Menschen als in den Vorjahren (2016 - 2019) verstarben. Ab Januar sei dieser fürchterliche Trend dann ganz langsam abgeebbt.

Eines muss uns absolut klar sein: Wir reden hier nicht über statistische Fakten, sondern über menschliche Schicksale“, sagte Herrmann und betonte die „absolute Notwendigkeit, ältere Menschen und andere Risikogruppen absolut vorrangig zu impfen“. Dass sich die Todeszahlen ab Februar 2021 im Freistaat verringert hätten, sei vor allem den Impfungen zuzuschreiben. Allerdings ist die Corona-Gefahr angesichts der dritten Welle und der neuen Virus-Mutationen noch nicht gebannt.

Update, 11.44 Uhr - Herrmann: Sterblichkeit in Rosenheim stieg um 86 Prozent in erster Corona-Welle

Herrmann machte deutlich, dass in den ersten zehn Monaten des Jahres 2020 im gesamten Freistaat keine erhöhte Sterblichkeit im Vergleich zu den Vorjahren (2016 bis 2019) erkennbar gewesen ist. Allerdings müsste man die Lage hier sehr differenziert betrachten. In einzelnen Städten/Landkreisen und/oder in einzelnen Kalenderwochen hätte es sehr wohl „signifikant erhöhte Sterbezahlen“ gegeben, sagte Herrmann. So sei während der ersten Welle im Frühjahr 2020 die Sterblichkeit im Landkreis Tirschenreuth beispielsweise um 135 Prozent gestiegen, in Rosenheim über 86 Prozent oder in Wunsiedel um über 81 Prozent.

Ab November 2020 hätte es dann einen „massiven Anstieg der Sterbezahlen“ gegeben: Bayernweit wären hier rund 12 Prozent mehr Menschen gestorben als in den Vergleichszeitraum der Vorjahre (2016 - 2019). Besonders schlimm war dann der Dezember: In diesem Monat starben 35 Prozent mehr Menschen in Bayern als im gleichen Zeitraum der Vorjahre! Für 2021 würden bis dato nur „bedingt belastbare Rohdaten“ vorliegen, führte der Minister aus.

Update, 11.38 Uhr - Herrmann: „Können kruder Fiktion mit Fakten begegnen!“

„Der traurigste Aspekt der Pandemie ist, dass zahlreiche Menschen an oder mit Covid in Bayern gestorben sind“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zu Beginn seines Pressestatements bezüglich der Corona-Sterbezahlen im Freistaat. Im Hinblick auf Querdenker und Corona-Leugner machte der Minister eine klare Ansage: „Wir können kruder Fiktion mit Fakten begegnen.“ Die Zahlen der letzten Monate würden nämlich eine klare Sprache sprechen, hieß es.

Update, 10.53 Uhr - Gemeindetag befürchtet in Modellregionen „Einkaufstourismus“

Der Bayerische Gemeindetag spricht sich gegen den geplanten Modellversuch aus, in ausgewählten Großstädten oder Landkreisen massive Abweichungen von allgemein gültigen Corona-Regeln wie Öffnungen, erweiterte Öffnungszeiten usw. zuzulassen. Gemeindetagspräsident Dr. Uwe Brandl: „Man kann sich jetzt schon ausrechnen, was das bewirken wird: ein Einkaufstourismus hin zu diesen Städten und Landkreisen. Das würde nicht nur die gemeinsamen Anstrengungen zur Bekämpfung der Pandemie konterkarieren, sondern auch zu gravierenden Wettbewerbsverzerrungen im Freistaat führen.“

Brandl forderte in seinem Schreiben an Ministerpräsident Söder (CSU) Lockerungen mit vorgegebenen Hygienekonzepten allenfalls generell oder im Versuchsstadium zumindest branchenbezogen zuzulassen. Von regionalen Privilegierungen sollte dagegen Abstand genommen werden. Brandl: „Wir erwarten einen sicheren Zeitplan, der sicherstellt, dass alle Bürger bis August geimpft sind.“ Er schlug vor, die strikte Priorisierung bei der Impfung aufzugeben, alle niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte einzubeziehen und eine eigene bayerische Impfstoffbeschaffung zu organisieren.

Update, 10.26 Uhr - Neun Neuinfektionen im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 28. März neun neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 29. März, 0 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 280 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 29. März, 3:08 Uhr) bei 152,8.

Update. 9.50 Uhr - Joachim Herrmann informiert über Corona-Sterblichkeit in Bayern

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will am Montagvormittag (29. März) in einer Pressekonferenz Informationen über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Sterblichkeit in Bayern bekanntgeben. Zusammen mit dem Präsidenten des Bayerischen Landesamts für Statistik, Thomas Gößl, informiert der Minister ab 11.30 Uhr über das Thema.

Update, 9.18 Uhr - Söder will mehr Corona-Rechte in Bundeshand

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat noch am Sonntagabend den Vorstoß von Kanzlerin Merkel unterstützt. Söder stellte in den ARD-Tagesthemen klar, dass er sich mehr Kompetenzen in Bundeshand vorstellen kann. Er habe schon immer gesagt: „Ich hätte mir mehr Kompetenzen des Bundes über das Infektionsschutzgesetz vorstellen können, das die Länder auch zu klaren Regeln zwingt. Ich bin da sehr dafür und offen!“

Konkret wurde Söder bei den nächtlichen Ausgangssperren, die es unter anderem in Bayern schon seit längerem gibt. Diese seien rechtlich bundesweit nicht durchsetzbar, sagte Söder. Aber: „Wenn die Kanzlerin die Initiative ergreifen würde, eine Initiative auf nationaler Ebene, Recht zu ändern und klare Vorgaben zu machen, hätte sie meine Unterstützung.“ Merkel nannte Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen am Sonntagabend als ausdrücklich vorstellbar, diese „können ein ganz wirksames Mittel sein.“

Merkel wie auch Söder kritisierten am Abend andere Ministerpräsidenten. Bei der Kanzlerin bekam Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sein Fett weg: „Ich weiß jetzt wirklich nicht, ob Testen und Bummeln, wie es jetzt in Berlin heißt, die richtige Antwort auf das ist, was sich zur Zeit abspielt.“ NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet bescheinigte Merkel einen Verstoß gegen die Notbremse. Auch der Blick ins Saarland fiel pikiert aus. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will nach Ostern in einem Modellprojekt umfangreich das ganze Land unter Einbeziehung von Tests öffnen. Obwohl, wie Merkel unterstrich, die Infektionszahlen dort nicht stabil seien.

Update, 8.45 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Laut neuesten RKI-Daten (Stand: 29. März) meldeten eine gestiegene Inzidenz die Landkreis Berchtesgadener Land (von 76,5 auf 87,8), der Kreis Rosenheim (von 100,3 auf 105,2) und im Kreis Traunstein (von 164,1 auf 178,2).

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 29. März 2021).

Gesunken sind die 7-Tage-Inzidenzen dagegen im Landkreis Mühldorf (von 153,6 auf 152,8) und im Kreis Altötting (von 139,0 auf 128,2). Auf dem Niveau vom Vortag ist die Inzidenz in der Stadt Rosenheim (114,9) geblieben.
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 7.58 Uhr - Diese Regeln gelten jetzt im Berchtesgadener Land

Im Landkreis Berchtesgadener Land lag die Sieben-Tages-Inzidenz am Sonntag, 28. März, den dritten Tag hintereinander unter 100. Deswegen sind gemäß der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) am Montag, 29. März, 0 Uhr, umfangreiche Lockerungen in Kraft getreten. Das Landratsamt hatte die geplanten Maßnahmen bereits am Sonntagmorgen via Pressemitteilung verschickt. Darin waren folgende Erleichterungen aufgelistet:

  • Ausgangssperre: Die Ausgangsperre von 22 Uhr bis 5 Uhr wird aufgehoben
  • Private Kontakte: Erlaubt sind ab sofort wieder bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten, Kinder unter 14 werden nicht mitgezählt.
  • Einzelhandel: Mit vorheriger Anmeldung darf sich ein Kunde je angefangene 40 m² im Geschäft aufhalten. Eine Erhebung der Kontaktdaten ist notwendig.
  • Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten, Gedenkstätten: Ein Besuch ist mit vorheriger Terminbuchung sowie Kontaktdatenerhebung (zwingend erforderlich) möglich.
  • Kontaktfreier Individualsport: Erlaubt sind maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren im Außenbereich auch auf Außensportanlagen.

Update, 6.50 Uhr - Merkel fordert harte Regeln und droht Bundesländern

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der dritten Corona-Welle allen geplanten Lockerungen und Modellprojekten in Deutschland eine klare Absage erteilt. Merkel übte am Sonntagabend (28. März) in der ARD-Sendung „Anne Will“ massiven Druck auf die Länder aus, um diese zum Umsetzen der Notbremse und noch schärferer Maßnahmen zu bewegen. Merkel deutete auch an, dass der Bund tätig werden könnte, wenn die Länder nicht die nötigen Maßnahmen ergreifen sollten.

Wir müssen mit einer großen Ernsthaftigkeit jetzt die geeigneten Maßnahmen einsetzen. Und einige Bundesländer tun das, andere tun es noch nicht.” Wenn das nicht “in sehr absehbarer Zeit“geschehe, müsse sie sich überlegen wie sich das vielleicht auch bundeseinheitlich regeln lasse. „Das ist mein Amtseid, das ist meine Verpflichtung”, sagte Merkel. Ein Möglichkeit sei, „das Infektionsschutzgesetz noch mal anzupacken und ganz spezifisch zu sagen, was muss in welchem Fall geschehen”. Sie werde nicht zuschauen, bis es 100.000 Neuinfektionen am Tag gebe.

RKI meldet knapp 10.000 neue Fälle und 43 Tote

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages jetzt 9872 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 43 neue Todesfälle verzeichnet (Stand: 29. März, 0 Uhr). Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7709 Neuinfektionen und 50 neue Todesfälle verzeichnet (News-Ticker Sonntag, 28. März). Der Inzidenzwert ist unterdessen weiter gestiegen: Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 134,4 - und damit erneut höher als am Vortag (129,7).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.782.273 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.494.800 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 75.913.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,17 (Stand: 28. März; Vortag 1,19). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 117 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/dpa

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