Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

News-Ticker zur Corona-Pandemie

Herrmann kündigt verstärkte Corona-Kontrollen über Ostern an - EMA sieht vorerst kein altersspezifisches Risiko bei AstraZeneca-Impfstoff

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU)
+
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).
Alle Autoren
    schließen
  • Sebastian Aicher
    Sebastian Aicher
  • Felix Graf
    Felix Graf
  • Martin Weidner
    Martin Weidner

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 31. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 108,6, Landkreis Rosenheim 100,6, Landkreis Traunstein 179,9, Landkreis Berchtesgadener Land 81,2, Landkreis Mühldorf 157,9, Landkreis Altötting 141,7 (Quelle/Stand: RKI, 31. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3257, Landkreis Rosenheim 11.711, Traunstein 8480, Berchtesgadener Land 4862, Mühldorf 5211, Altötting 4524 (Quelle/Stand: RKI, 31. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 55, Landkreis Rosenheim 431, Traunstein 195, Berchtesgadener Land 98, Mühldorf 133, Altötting 192 (Quelle/Stand: RKI, 31. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 76.342 Todesfälle in Deutschland (13.239 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18.13 Uhr - Herrmann kündigt verstärkte Corona-Kontrollen über Ostern an

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat davor gewarnt, schönes Osterwetter zu Ausflügen in beliebte Ausflugsregionen zu nutzen. Die Polizei werde „an Ostern sehr genau hinschauen“ und Verstöße gegen die Corona-Vorgaben „konsequent sanktionieren“.

An den Tagen um Ostern seien noch einmal mehr Streifen unterwegs, auch unterstützt durch die Bayerische Bereitschaftspolizei, sagte der CSU-Politiker der „Bild“-Zeitung (Donnerstag). Das Coronavirus finde „genügend potentielle Opfer, die sich nicht an die Regeln zum Schutz vor der Pandemie halten“.

Update, 16.12 Uhr - EMA sieht kein altersspezifisches Risiko bei Astrazeneca

Anders als Deutschland rät die EU-Arzneimittelbehörde EMA vorerst nicht zu Einschränkungen bei der Anwendung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca. Die Überprüfung von neuen Hinweisen auf Blutgerinnsel laufe noch, teilte die Behörde am Mittwoch in Amsterdam mit.Eine aktualisierte Empfehlung der EMA sei für die Sitzung ihres Sicherheitsausschusses vom 6. bis 9. April zu erwarten. In Deutschland wird dieser Impfstoff seit Dienstag nur noch für Menschen ab 60 Jahren uneingeschränkt empfohlen.

Die EMA erklärte, bisher habe die Überprüfung keine besonderen Risikofaktoren ergeben, etwa Alter, Geschlecht oder frühere Blutgerinnsel. „Ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Impfstoff ist nicht bewiesen, aber er ist möglich und die weitere Analyse läuft.“ Die EMA sei weiter der Auffassung, dass der Nutzen des Astrazeneca-Impfstoffs bei der Abwehr von Covid-19 höher sei als die Risiken von Nebenwirkungen. Geimpften riet die EMA, auf die entfernte Möglichkeit der sehr seltenen Blutgerinnsel zu achten. Sollten sie entsprechende Symptome entwickeln, sollten sie sofort medizinischen Rat einholen, hieß es weiter.

Update, 15.42 Uhr - Vermehrtes Auftreten der britischen Mutation im Bereich Ainring und Freilassing

In den vergangenen Tagen sind dem Staatlichen Gesundheitsamt Berchtesgadener Land vermehrt Infektionsfälle mit Virusmutationen im Bereich Freilassing und Ainring gemeldet worden. Das Gesundheitsamt bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin um umsichtiges Handeln sowie die Einhaltung der AHA-L-Regeln und weist insbesondere auf das umfangreiche Corona-Testangebot in Freilassing und der Umgebung hin.

PCR-Tests können am Kommunalen Testzentrum in Freilassing, Aumühlweg 9, über Ostern an folgenden Tagen durchgeführt werden: Karfreitag 8 bis 12 Uhr, Karsamstag 10 bis 14 Uhr sowie Ostermontag 8 bis 12 Uhr.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert weiter, dass es seit gestern 15 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich drei Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.862 (Stand RKI: 31. März, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 81,2 (Stand RKI: 31. März1, 0 Uhr).

Update, 15.15 Uhr - 59 neue Corona Fälle im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 876 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 179,9. Seit der letzten Pressemitteilung am 30. März sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 59 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 8538 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 7467 Personen (36 Personen mehr seit der Meldung vom 30. März).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 195 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 29 COVID-19-Patienten behandelt, davon 18 auf der Normalstation und 11 auf der Intensivstation. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 19.941 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 8.661 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 14.31 Uhr - Corona-Appell von Söder und Kretschmann an alle Ministerpräsidenten

Es ist ein ungewöhnlicher Schritt: In einem gemeinsamen Brief an ihre 14 Ministerpräsidenten-Kolleginnen und -Kollegen fordern Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne) eine strikte Anti-Corona-Politik mit einer konsequenten Umsetzung der Notbremse in Hotspots, auch mit nächtlichen Ausgangsbeschränkungen. Zudem plädieren die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg für eine Corona-Testpflicht an den Schulen nach den Osterferien.

„Die dritte Welle rollt seit einigen Wochen unerbittlich über das Land. Die Lage ist ernst, ernster als viele glauben», heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet. „Wir müssen daher unsere Verantwortung jetzt wahrnehmen und dürfen nicht länger diskutieren. Das Virus verzeiht keine Verzögerungen“, mahnen Söder und Kretschmann. „Jeder weitere Tag des Zuwartens bedeutet tausende von neuen Ansteckungen, die sich exponentiell durch unser Land fressen.“

Für die Zeit nach den Osterferien fordern beide, man müsse sich über einheitliche Regelungen für die Schule verständigen, „insbesondere über eine Testpflicht an den Schulen“. „Wer keinen negativen Test hat, soll dann auch nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können.“ Das sei vor allem deshalb wichtig, weil sich derzeit die britische Mutation unter Schülerinnen und Schülern so stark verbreite – und dann wiederum in die Familien hineingetragen werde, warnen sie.

Update, 14.17 Uhr - Impfstoff von Biontech/Pfizer mit hoher Wirksamkeit bei Jugendlichen

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt Herstellerangaben zufolge auch Jugendliche zuverlässig vor einer Covid-19-Erkrankung. Das geht aus Ergebnissen einer Studie mit 2260 jungen Menschen zwischen 12 und 15 Jahren in den USA hervor, die Biontech und Pfizer am Mittwoch veröffentlichten. Die Teilnehmer hätten den Impfstoff gut vertragen. „Die Nebenwirkungen waren vergleichbar mit denen bei 16- bis 25-Jährigen“, hieß es. Noch sind die Ergebnisse aber nicht von Experten begutachtet und in einem Fachjournal veröffentlicht.

In der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie hat eine Hälfte der Teilnehmer den mRNA-Impfstoff bekommen, die andere Hälfte ein Placebomittel. Unter den ungeimpften Jugendlichen erkrankten später 18 an Corona, unter den Geimpften niemand. Darauf basierend geben die Hersteller die Wirksamkeit bei Jugendlichen mit 100 Prozent an. Zudem hätten Untersuchungen gezeigt, dass geimpfte Jugendliche eine sehr deutliche Antikörperantwort entwickeln.

Update, 13 Uhr - Virologe Drosten: Situation ist sehr ernst und sehr kompliziert

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen mahnt der Berliner Virologe Christian Drosten schärfere Maßnahmen an. „Ich glaube, es wird nicht ohne einen neuen Lockdown gehen, um diese Dynamik, die sich jetzt ohne jeden Zweifel eingestellt hat, noch einmal zu verzögern“, sagte der Charité-Wissenschaftler am Dienstag im Podcast „Coronavirus-Update“ (bei NDR-Info). Die Situation sei leider „sehr ernst und sehr kompliziert“. Deutschland habe viel verpasst an Gelegenheiten, die Werkzeuge zu optimieren. „Ich habe das Gefühl, dass wir eigentlich im Moment immer noch die gleichen Werkzeuge benutzen müssen, die wir schon in der ersten Welle benutzt haben.“ Es bleibe nur noch der Holzhammer, der Lockdown.

„Es ist klar, es müssen die Kontakte reduziert werden.“ Dazu zählten der Privatbereich, der Erziehungs- und Bildungsbereich sowie die Arbeitsstätten. „Da gibt es viele wissenschaftliche Beiträge, die jetzt auch auf Deutschland bezogen sind.“ Es sei falsch, wenn gesagt werde, man wisse ja noch gar nicht, wo das Virus übertragen wird. Wenn es zu einer hohen Inzidenz komme, werde die Bevölkerung ganz von selbst gegensteuern. Mit entsprechenden Schäden. „Dann ist wirklich ein Schaden auch für die Wirtschaft gesetzt.“

Update, 12.31 Uhr - Demos, Ausflüge & Co.: Bayerische Polizei befürchtet „Stress-Wochenende“

Das lange Osterwochenende wird zu einem Demo-Schwerpunkt - genau das befürchtet der bayerische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Jürgen Köhnlein. In einem Radiointerview des Bayerischen Rundfunks sprach Köhnlein von einem „Stress-Wochenende“, das auf die Polizisten im Freistaat zukommen könnte.

Ostern war schon immer ein Wochenende, an dem Menschen auf die Straße gegangen sind - traditionell zu Friedensdemos! Dass es in diesem Jahr friedlich ausgeht, das hoffen wir. Wir sind uns aber bewusst, dass diese Einsätze anderes ausgehen können. Viele Aktionen der Corona-Maßnahmen-Gegner sind auf Konfrontation und Konflikte ausgelegt. Die Polizei wird dann zum Prellbock für die Kritik an der Politik. Zusätzlich werden die Leute bei dem schönen Wetter in die Parks und Erholungsgebiete drängen. Auch bei der Kontrolle der Abstandsregelungen wird nicht jeder Verständnis zeigen“, so der Polizeigewerkschafter, der die Menschen darum bat, die geltenden Regeln einzuhalten.

Update, 12 Uhr - Holetschek: Impfstart in Praxen vor Ostern „wichtiges Signal“

Mit dem Impfstart bei Hausärzten in Bayern am Mittwoch soll das Impfen gegen das Coronavirus erheblich beschleunigt werden. „Wir haben alles dafür getan, um noch vor Ostern mit den Impfungen bei den Hausärzten durchzustarten. Das ist ein wichtiges Signal“, betonte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), der zum Impfstart eine Arztpraxis in München besuchte.

Trotz der Unwägbarkeiten um den Impfstoff Astrazeneca begannen demnach 1635 Praxen mit dem Impfen. Jede Praxis habe im Schnitt 20 Impfdosen erhalten, erklärte Holetschek in einer Pressemitteilung. „Es ist zwar nur eine kleine Menge, aber damit können wir schon jetzt in den nächsten Gang schalten.“ Nach Ostern sollen rund 8500 Praxen Impfstoff von den Apotheken und vom Großhandel erhalten.

„Wir werden zunächst denjenigen Patientinnen und Patienten ein Impfangebot machen, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Vorerkrankungen zu den vulnerablen Gruppen gehören“, teilte Wolfgang Ritter vom Vorstand des Bayerischen Hausärzteverbandes mit. „Aber jeder, der sich impfen lassen will, wird diesen Schutz zeitnah bekommen.“

Update, 11.15 Uhr - 44 Neuinfektionen und ein Todesfall im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn ist eine weitere Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, verstorben. Seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 30. März gibt es 44 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 31. März, 0 Uhr). Aufgrund eines positiven Falles ist eine Gruppe des Kindergartens „St. Peter und Paul“ in Mühldorf unter Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 282 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 31. März, 3.08 Uhr) bei 157,9.

Update, 10.45 Uhr - AstraZeneca vermarktet Coronavirus-Impfstoff künftig als Vaxzevria

Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der neue Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden.

Bislang ist das Präparat unter dem Namen Covid-19 Vaccine AstraZeneca bekannt. „Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen ist üblich und wurde seit vielen Monaten geplant“, so die Mitteilung.

Die vollständige Umstellung auf den Namen Vaxzevria werde in sechs Monaten erwartet, hieß es weiter. In anderen Märkten laufe derzeit noch eine Überprüfung. Der Impfstoff werde während der Pandemie weiterhin zum Selbstkostenpreis geliefert. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) über den neuen Markennamen berichtet.

Update, 10.26 Uhr - 37 Patienten in InnKlinikum in Behandlung

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 37 Patienten im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung stationär behandelt - 15 davon in Mühldorf, acht in Burghausen und 14 in Altötting (Stand: 31. März, 8 Uhr). Bei sieben Patienten besteht ein Verdacht auf eine Covid-Erkrankung. Weitere sieben Personen müssen intensivmedizinisch versorgt werden, bei zwei ist eine Beatmung nötig. Zudem meldeten die Kliniken zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Klinikum Mühldorf. Es handelt sich dabei um zwei Frauen aus dem Landkreis Mühldorf im Alter von 80 und 82 Jahren.

Update, 9.46 Uhr - Söder: „Müssen aufpassen, dass wir nicht auf dem Impfstoff sitzenbleiben“

Der Freistaat Bayern will ungeachtet der Unwägbarkeiten um den Impfstoff von Astrazeneca das Impfen gegen das Coronavirus erheblich beschleunigen. Dafür soll auch die Impfreihenfolge schrittweise geändert werden, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Videokonferenz mit Vertretern von Ärzteschaft und Wirtschaft in München an. Es sei wichtig „aus der starren Impfempfehlung herauszukommen“, sagte Söder am Dienstag. Die Regelungen müssten auch „entkriminalisiert“ und die Dokumentationspflichten entstaubt werden.

Söder hatte bereits vor Bekanntwerden des teilweise Impfstopps erklärt: „Irgendwann wird man bei Astrazeneca speziell mit sehr viel Freiheit operieren müssen und sagen müssen: Wer will und wer es sich traut quasi, der soll auch die Möglichkeit haben“, sagte der CSU-Chef. Astrazeneca funktioniere nicht so, wie die meisten gehofft hätten, sagte Söder. „Bei Astrazeneca ist ja jeden Tag irgendein neues Problem zu erwarten. Und das spürt man auch ehrlicherweise in der Wahrnehmung draußen“, betonte er.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, hatte Söder in der kurzfristig von Bundeskanzlerin Angela Merkel einberufenen Konferenz eindringlich gewarnt: „Das ist ein immenser Vertrauensverlust. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht auf dem Impfstoff sitzen bleiben.“

Update, 8.27 Uhr - Drei weitere Todesfälle in der Region

Sieben-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 31. März 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen haben sich in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Stadt (von 121,2 auf 108,6) und Landkreis Rosenheim (von 103,7 auf 100,6) sowie der Kreis Berchtesgadener Land (von 88,7 auf 81,2) meldeten laut neuesten RKI-Daten sinkende Zahlen. Steigende Werte wurden dagegen von den Landkreisen Traunstein (von 178,8 auf 179,9), Mühldorf (von 148,4 auf 157,9) und Altötting (von 133,6 auf 141,7) bekannt gegeben.

Zudem wurden in der Region drei weitere Todesfälle bekannt - zwei aus dem Landkreis Altötting und einer aus dem Landkreis Mühldorf. Nähere Angaben zu Geschlecht, Alter und/oder Wohnort der Betroffenen gab es bislang nicht.

Update, 7.17 Uhr - RKI meldet über 17.000 neue Corona-Fälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt binnen eines Tages 17.051 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 249 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus den neuesten Zahlen des RKI hervor (Stand: 31. März, 0 Uhr). Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 15.813 Neuinfektionen und 248 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 132,3 - und damit etwas unter dem Niveau des Vortags (135,2).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.808.873 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.521.800 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 76.342. In Bayern kamen 45 neue Todesfälle hinzu (gesamt nun 13.239).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,01 (Stand: 30. März; Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Chaos um Astrazeneca-Impfstoff geht weiter

Eigentlich sollten die Corona-Impfungen in Deutschland mit dem Präparat von Astrazeneca endlich Fahrt aufnehmen. Doch jetzt herrscht (wieder) Chaos um den Impfstoff: Künftig sollen in Deutschland nur noch Menschen über 60 Jahren uneingeschränkt das Präparat gespritzt bekommen - außer Jüngere wollen es nach Klärung mit dem Arzt auf eigenes Risiko. Wenn Menschen unter 60 sich für Astrazeneca entscheiden, sollen diese Impfungen grundsätzlich in den Praxen der niedergelassenen Ärzte erfolgen. Das beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstagabend (News-Ticker Dienstag, 30. März). Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigen am Abend das Ziel, bis Ende des Sommers allen Bürgern ein Impfangebot zu machen. Spahn appellierte gleichwohl an alle 60-Jährigen, das Impfangebot auch wahrzunehmen. Der Impfstoff sei sehr wirksam, gerade auch bei Älteren. Auch dass verschiedene Impfstoffe zur Verfügung stünden, sei ein großes Glück, sagte Merkel. Zu ihrer Impfung mit dem Präparat von Astrazeneca sagte die Kanzlerin: „Wenn ich dran bin, lasse ich mich impfen, auch mit Astrazeneca.“

Allerdings musste die Kanzlerin auch einräumen: „Das alles wird Verunsicherung mit sich bringen.“ Doch Offenheit und Transparenz seien die beste Möglichkeit mit einer solchen Situation umzugehen. Die Alternative sei gewesen, etwas unter den Teppich zu kehren oder die Fälle ernst zu nehmen. „Und deshalb glaube ich, unter allen Abwägungen ist dies der Weg, der noch zu dem möglichst besten Vertrauen führt auf dem Weg zu einer Verwendung von Astrazeneca. Wenngleich ich die Verunsicherung nicht wegreden kann“, so Merkel weiter.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte, es sei wichtig, möglichst viele der über 60-Jährigen in der dritten Infektionswelle zu impfen und so zu schützen. Deshalb sei es wichtig, dass auch der Impfstoff von Astrazeneca zügig genutzt werde: „Und es werden sich, da bin ich sehr, sehr sicher, hinreichend viele über 60-Jährige gerne schützen lassen mit diesem Impfstoff.“

Grundlage für die Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern war eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), die auf derzeit verfügbare Daten zum Auftreten „seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen“ basiere. Diese seien vier bis 16 Tage nach der Impfung ganz überwiegend bei Personen im Alter unter 60 Jahren aufgetreten. In Deutschland sind bisher 31 Fälle solcher Blutgerinnsel nach Impfungen mit Astrazeneca bekannt, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) berichtete.

mw/aic/dpa

Kommentare