Wann kann der Bau der Autobahn beginnen?

A94-Lückenschluss von Marktl nach Simbach: Vorentwurf wird genehmigt

Bis zum endgültigen Lückenschluss der A94 zwischen München und Passau werden noch einige Jahre vergehen. Der Vorentwurf zwischen Marktl und Simbach soll im September allerdings genehmigt werden.
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Bis zum endgültigen Lückenschluss der A94 zwischen München und Passau werden noch einige Jahre vergehen. Der Vorentwurf zwischen Marktl und Simbach soll im September allerdings genehmigt werden.

Marktl am Inn – Nächster Schritt zum A94-Lückenschluss: Wie die Autobahndirektion Südbayern mitteilt, wird der Vorentwurf zwischen Marktl und Simbach im September genehmigt. Bis jedoch gebaut werden kann, werden noch einige Jahre vergehen. 

Einmal jährlich tagen Behördenvertreter und Politiker, um sich über den aktuellen Stand der A94 auszutauschen. Dort gab es am Mittwoch, 5. August, gute Nachrichten für den Abschnitt Marktl-Simbach. „Unser Vorentwurf wurde intern genehmigt und wir können mit einem positiven Bescheid im September rechnen. Das hat uns der Vertreter des Bundesverkehrsministeriums auf der Konferenz mitgeteilt“, berichtet Stefan Pritscher, Leiter der Außenstelle Deggendorf der Autobahndirektion Südbayern, gegenüber innsalzach24.de.


„Wichtiger Schritt“: Vorentwurf der A94 zwischen Marktl und Simbach genehmigt

Die sei ein wichtiger Schritt. Damit könnten die nächsten Schritte angegangen werden. Das Planfeststellungsverfahren soll Ende kommenden Jahres beantragt werden. „Bei einem so großen Projekt kann man hierfür zwischen vier und fünf Jahre rechnen, bis gebaut werden kann“, teilt Pritscher mit. Die Trasse ist identisch mit der B12, welche auf vier Fahrspuren erweitert wird, und 163 Millionen Euro kosten soll.


Übersichtskarte über den Planungsstand der Gesamtstrecke der A94 (Stand 10/2019).

Es müsse mit einer Bauzeit zwischen fünf und sechs Jahren gerechnet werden, wenn der Abschnitt zwischen Marktl und Simbach in einem Schritt durchgezogen werden kann. Dabei gebe es laut Pritscher einen großen Vorteil: „Wir haben mit der B12 eine Straße, auf der der Verkehr geführt werden könnte. Die zweite Fahrbahn wird daneben gebaut. Wir haben somit keine größeren Störungen im nachgeordneten Netz“, erklärt der Leiter der Außenstelle Deggendorf der Autobahndirektion Südbayern. Anschließend könnte die zweite Fahrbahn gebaut und die Innbrücke verbreitert werden.

117 der 150 Kilometer der A94 befahrbar - Keine Aussagen zur geplanten Fertigstellung

117 der 150 Kilometer der A94 sind zwischen München und Pocking seit der Eröffnung des Teilabschnittes zwischen Heldenstein und Pastetten im Oktober 2019 befahrbar. Dort gab es seit der Freigabe Diskussionen um den Lärmschutz. Daraufhin wurde ein temporäres Tempolimit von 120 Stundenkilometern eingeführt, um ein Gutachten zu erstellen. Auch eine Klage gegen das Tempolimit wurde von einer Initiative eingereicht. Erste Ergebnisse zum Lärmschutz liegen inzwischen auch vor. Demnach gab es wohl keinen "Pfusch am Bau", das Tempolimit bleibt aber.

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Bis wann der komplette Lückenschluss, also von Marktl bis Pocking, fertiggestellt wird, hänge an vielen Faktoren. „Wir wissen nicht, ob die Finanzierung so gut bleibt wie bisher. Auch seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist es schwierig, Aussagen zu einzelnen Abschnitten zu treffen“, erklärt Pritscher. Die Restmaßnahmen des gesamten Projektes, also alle Einzelabschnitte von Marktl bis Pocking addiert, würden sich auf rund 700 Millionen Euro belaufen.

Bis 2026 sollen alle Baumaßnahmen im Landkreis Passau abgeschlossen sein. Die politische Aussage sei es, dass die A94 im gesamten Bereich im vordringlichen Bedarf ist. „Unser Auftrag ist, dass alle Projekte im vordringlichen Bedarf bis 2030 im Bau sein sollen. Ob irgendetwas dazwischenkommt, dass wissen wir natürlich noch nicht “, so Pritscher abschließend.

jz

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