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Inzidenzwerte und Delta-Virusvariante

Darum müssen Schüler eine Maske tragen - das sagt das Gesundheitsministerium

Coronavirus - Schulunterricht mit Masken
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Mit Mundschutzmasken sitzen Schülerinnen und Schüler einer fünften Klasse eines Gymnasiums im Unterricht (Symbolbild)
  • Christina Eisenberger
    VonChristina Eisenberger
    schließen

Die Maskenpflicht im Unterricht an Bayerns Schulen ist ein heiß diskutiertes Thema. Auch die bayerische Regierungskoalition aus CSU und Freie Wähler ist sich dabei uneins. Zuletzt wendeten sich zahlreiche Stimmen aus der Region an Ministerpräsident Markus Söder mit der Bitte um die sofortige Aufhebung der Maskenpflicht am Sitzplatz. Chiemgau24.de hat beim Bayerischen Gesundheitsministerium nachgefragt, wie es weitergehen kann. Hier das Statement des Gesundheitsministeriums zur Verhältnismäßigkeit der Maskenpflicht in Angesicht zu zahlreichen anderen Lockerungen der Corona-Maßnahmen im Wortlaut:

Eine Ministeriumssprecherin:

„Inzwischen liegen zahlreiche Untersuchungen vor, die sich mit der Rolle von Kindern und Jugendlichen bei der Ausbreitung des SARS-CoV-2 Infektionsgeschehens befassen. Sie zeigen teils heterogene Ergebnisse. Es ist aber unbestritten, dass Kinder und Jugendliche als Teil des Infektionsgeschehens zu betrachten sind.

Masken stellen einen wichtigen Schutz vor einer Übertragung durch Tröpfchen bei einem engen Kontakt dar. Vor allem im Setting Schule kommt es zu zahlreichen Kontakten von Personen aus unterschiedlichen Haushalten. Das Tragen von Gesichtsmasken ist ein integraler Bestandteil unserer Hygienemaßnahmen (AHA+L) und eine wirksame Maßnahme, das Risiko von Infektionsübertragungen zu reduzieren. Die Hygienemaßnahmen stellen die Grundlage dar, unter der Öffnungsschritte überhaupt möglich sind. Gerade angesichts der besorgniserregenden Virusvarianten, für die teilweise ein deutlich höheres Ansteckungspotential beschrieben wird, muss auch bei der Öffnung von Schulen besonders umsichtig und vorsichtig gehandelt werden.

In der Gastronomie dürfen nur Personen ohne Einhaltung der Mindestabstände am Tisch sitzen, für die die Kontaktbeschränkungen nicht gelten. In der Schule hingegen sitzen viele Kinder ohne Einhaltung von Mindestabständen zusammen. Um weiterhin die Öffnung der Schulen zu ermöglichen, müssen alle notwendigen Maßnahmen getroffen werden, um Infektionsübertragungen in der Schule zu vermeiden. Dazu gehört derzeit noch das Tragen von Gesichtsmasken.

Aufgrund der in den letzten Wochen zu beobachtenden starken Rückgangs des Infektionsgeschehens und des im Vergleich zu Innenräumen deutlich niedrigeren Übertragungsrisikos im Freien besteht seit 16. Juni 2021 für alle Kinder und Jugendlichen in Schulen, sowie in Kindertageseinrichtungen im Außenbereich grundsätzlich keine Maskenpflicht mehr.

Die Rücknahme von Maßnahmen sollte aus infektionsschutzfachlicher Sicht schrittweise und nicht zu schnell erfolgen. Der Präsenzunterricht hat in vielen Schulklassen erst vor Kurzem wieder begonnen, daher sollte sorgfältig beobachtet werden, wie sich die Maßnahmen auf die Inzidenzwerte auswirken. Darüber hinaus ist die Ausbreitung der besorgniserregenden Virusvarianten, insbesondere der sog. Delta Variante (B.1.617) auch in diesem Kontext sehr sorgfältig zu beobachten. Hierbei handelt es sich um eine Virusvariante, die entsprechend der aktuellen Daten eine höhere Kontangiosität im Vergleich zur derzeit vorherrschenden Virusvariante Alpha B.1.1.7 aufweist und Hinweise für eine reduzierte Wirksamkeit der Impfung, insbesondere bei noch nicht abgeschlossener Impfserie, vorliegen. Vor diesem Hintergrund sind die Auswirkungen aller Öffnungsmaßnahmen und Lockerungen sorgfältig zu beobachten und sollten unbedingt schrittweise vollzogen werden.“

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