Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion München

Tätliche Auseinandersetzungen in Regional- und S-Bahn

München – An den letzten beiden Tagen des Jahres 2018 musste die Bundespolizei noch einige Gewaltdelikte in einer Regionalbahn, einer S-Bahn beziehungsweise zwei Haltepunkten aufnehmen.

Kurz vor Mitternacht zum 30. Dezember soll es am S-Bahn-Geschoss des Marienplatzes wegen eines Rolltreppenstreites zu einer Körperverletzung und Nötigung gekommen sein. Ein 70-jähriger Deutscher aus Öhringen, dem fränkisch geprägten Nordosten aus Baden-Württemberg, geriet mit einer 20-jährigen Italienerin aus Obergiesing in Streit. Der Mann und seine 65-jährige Ehefrau sollen die Rolltreppe blockiert haben, sodass Reisende diese nicht passieren konnten. Die Italienerin sprach den Deutschen darauf an, woraufhin dieser die Frau mit seiner Einkaufstasche gestoßen haben soll. Daraufhin fiel das Mobiltelefon des Mannes zu Boden. Als die Italienerin dieses aufheben wollte, trat der Mann ihr mit den Fußspitzen gegen sie. Verletzungen sind nicht entstanden. Das Smartphone wies keine Beschädigung auf. Beide Beteiligten verweigerten freiwillige Atemalkoholtests. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten sie die Wache wieder freien Fußes verlassen.


Streit um Füße auf dem Sitz

Zu wechselseitigen Körperverletzungen soll es am 30. Dezember gegen 18 Uhr in einem Regionalexpress gekommen sein. Im RE 5422 auf dem Weg von Tutzing nach München-Hauptbahnhof soll ein 31-jähriger Nigerianer seine Beine auf die Sitze gelegt haben. Die ihm gegenübersitzenden Personen - ein 39-jähriger Deutscher und eine 30-jährige Inderin, beide aus Unterhaching - forderten den Afrikaner auf, dies zu unterlassen. Darauf reagierte der 31-Jährige aggressiv und lautstark. Im weiteren Verlauf kam es zwischen den beiden Männern zu tätlichen Auseinandersetzungen, in die sich auch die Frau einmischte. Keiner der Beteiligten wurde verletzt. Am Hauptbahnhof nahm die Bundespolizei den Sachverhalt auf. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I blieben alle Beteiligten, gegen die wegen wechselseitiger Körperverletzung ermittelt wird, auf freiem Fuß.

Zoff unter Eishockeyfans

Zu wechselseitigen Körperverletzungen soll es am Sonntagabend im RB 59462 von Schongau nach München-Hauptbahnhof zwischen zwei Personengruppen gekommen sein. Am Gleis 30 des Hauptbahnhofes trafen informierte Bundespolizisten auf vier Eishockeyfans des EHC Klostersee-Grafing und sechs weitere Personen, die involviert gewesen sein sollen. Grund für die Auseinandersetzung soll gewesen sein, dass drei Eishockeyfans im Alter von zweimal 20 und einmal 21-Jahren gegenüber einem 27-Jährigen im Zug den rechten Arm zum Hitlergruß erhoben haben sollen. Daraufhin soll es zu noch zu klärenden Auseinandersetzung gekommen sein.


Zigaretten und mehr geklaut

Kurz vor Mitternacht zum 31. Dezember befanden sich ein 21-Jähriger aus Mali und ein 28-jähriger Afghane in einer Richtung Ostbahnhof verkehrenden S-Bahn. Der Afghane aus Wasserburg am Inn schlief als der 21-Jährige aus Weßling dessen Taschen durchsuchte und Zigaretten und weiteres Diebesgut aus den Taschen des Afghanen entnahm und einsteckte. Als der Afghane erwachte kam es zwischen beiden beim Ausstieg am S-Bahn-Haltepunkt Leuchtenbergring zu Handgreiflichkeiten. In dessen Folge soll der 21-Jährige mehrmals mit dem beschuhten Fuß gegen den Oberkörper des Afghanen, mindestens einmal auch in Richtung des Kopfes, des regungslos am Bahnsteig liegenden Mannes getreten haben. Obwohl sich der Afrikaner anschließend entfernte, konnte er wenig später aufgrund detaillierter Personenbeschreibungen von Zeugen von Bundespolizisten am Ostbahnhof gestellt und zur Dienststelle gebracht werden. Der Afghane erlitt keine sichtbaren Verletzungen und wurde nach kurzem Aufenthalt und Untersuchung aus einer Münchener Klinik wieder entlassen. Sein Widersacher wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I festgenommen und ging nach Haftrichtervorführung in Untersuchungshaft.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion München

Quelle: rosenheim24.de

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