"Alarmstufe Violett" wegen Dauerregen in Region

Pegelstände rückläufig, Lage entspannt sich - Aber: DWD warnt weiterhin

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Landkreis - Seit Sonntag regnet es in der Region nahezu ununterbrochen. Deswegen gibt es auch aktuelle Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). In der Nacht auf Dienstag hatte sich die Lage in Teilen Bayern zum Teil deutlich zugespitzt:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Dauerregen in Region bis Mittwochmorgen erwartet
  • Wetterdienst (DWD) warnt vor "extremen Unwetterereignis"
  • ein Toter bei Unfall in Franken

SERVICE:

Update, 19.14 Uhr - Lage entspannt sich

Die Lage in der Region scheint sich weiter zu entspannen. Im gesamten Gebiet sind die Pegelstände der Flüsse rückläufig. Das bayerisches Landesamt für Umwelt hat lediglich die Mangfall in Kolbermoor und Rosenheim auf Meldestufe 1. belassen. Dort wird weiterhin mit stellenweise kleineren Ausuferungen gerechnet. 

Der Deutsche Wetterdienst warnt dennoch weiterhin vor extrem ergiebigem Dauerregen. Diese Unwetterwarnung gilt bis Mittwochmorgen (6 Uhr).

Ab Mittwoch allerdings setzen sich von Westen allmählich trockenere Luftmassen und leichter Zwischenhocheinfluss durch, heißt es von Seiten des DWD.

"Das Ärgste ist vorbei", sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach. Zwar müsse noch weiter mit Niederschlägen gerechnet werden, doch Tief "Axel" ziehe von Mittwoch an über Polen nach Osten ab.

Im Westen zeigt sich bei Temperaturen von bis zu 23 Grad sogar schon wieder die Sonne. Am Donnerstag klingen die Schauer dann auch in der Lausitz und an den Alpen ab. Dennoch bleibt es mindestens bis zum Wochenende meist unbeständig.

Update, 17.15 Uhr - Das sagt der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kolbermoor

"Wir haben uns eigentlich gestern mit dem Hochwasser mehr beschäftigt, als heute", berichtet Franz Wudy, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kolbermoor. "In Pullach haben wir einen Durchlauf im Mangfall-Damm abdichten müssen und für Großkarolinenfeld 500 Sandsäcke geliefert, sowie auf Reserve etwa 1000 Sandsäcke befüllt." 

Am Dienstag seien dagegen nur Damm- oder Deichkontrollen notwendig gewesen. Die Floriansjünger seien dafür bei einer größeren Ölspur und einem Wohnunsgbrand gefordert worden.

"Ich denke, dass wir nach den bisherigen Prognosen kein Problem mehr mit dem Hochwasser bekommen", schließt Wudy, "Daher werden wir auch die regelmäßigen Kontrollen einstellen."

hs

Update, 17 Uhr - Pressemeldung Autobahnpolizei Holzkirchen

Am 21. Mai gegen 13 Uhr befuhr ein ungarischer Kraftfahrer in einem Sattelzug den rechten Fahrstreifen der A 8 in Fahrtrichtung Salzburg. Zwischen der Anschlussstelle Weyarn und dem Parkplatz Seehamer See fiel plötzlich aufgrund starker Windböen ein Baum von rechts in die Fahrbahn und prallte auf das Führerhaus des dort fahrenden 47- jährigen. 

Hierbei zersplitterte die Windschutzscheibe der Sattelzugmaschine gänzlich, wodurch sich der Fahrer leichte Schnittwunden im Gesicht zuzog. Für die Aufräumarbeiten sowie die Bergung des Sattelzugs mussten der rechte, sowie der mittlere Fahrstreifen für rund eine Stunde gesperrt werden, woraus ein circa sechs Kilometer langer Rückstau resultierte.

Pressemeldung Autobahnpolizei Holzkirchen

Update, 16.40 Uhr - Hochwasserwarnung bis Mittwoch 

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern erweiterte seine Warnung. Diese gilt aktuell für die Landkreise Rosenheim, noch bis Mittwoch, den 22. Mai um 15 Uhr. 

An der Mangfall am Pegel Fridolfing wird die Warnstufe vier aufgrund der geringen Regenfälle wohl nicht mehr erreicht. Es werden Scheitelhöhen knapp unter der Stufe drei erwartet. In Rosenheim wird der Scheitel der Hochwasserwelle gegen Abend erwartet, Meldestufe eins wurde überschritten, Meldestufe drei wird nicht erreicht. Am Inn kann man bereits leicht fallende Wasserstände beobachten. 

Im Landkreis Mühldorf steigen die Pegel weiter an, besonders an den Wildbächen. Bis zum Abend soll der Pegel am Inn die Meldestufe eins erreichen. Die Hochwasserwarnung gilt hier noch bis Mittwoch, den 22. Mai um 11 Uhr. 

Im Berchtesgadener Land gilt die Warnung aktuell bis Mittwoch um 12 Uhr. Am Pegel Brodhausen an der Sur kann die Meldestufe eins eventuell erreicht werden. Auch an kleineren Gewässern ist mit Hochwasser zu rechnen. Bitte beobachten Sie die weitere Entwicklung.

Auch im Landkreis Traunstein muss man bis Mittwoch um 12 Uhr mit Hochwasser rechnen. Am Pegel Staudach wurde der Scheitel erreicht. An der Tiroler Achen können bereits sinkende Wasserstände beobachtet werden. Die Alz dagegen wird wohl noch weiter ansteigen. Am Pegel Seebruch wird voraussichtlich gegen Mitternacht die Meldestufe eins erreicht. 

Update, 16.20 Uhr - Überschwemmung an Innspitz

Es herrscht erhöhter Wasserspiegel im Inn und in der Mangfall. Diese führen zu leichten Überschwemmungen am Innspitz.

Wegen Dauerregen: Innspitz überschwemmt

Update, 15.50 Uhr - Unwetterbilder unserer User aus der Region

Unwetterbilder unserer User aus der Region

Update, 15.40 Uhr - "Überschwemmungen wie im Jahr 2013 ausgeschlossen"

Die Stadt Rosenheim meldet: Hochwasserlage unter Beobachtung.

Trotz anhaltenden Dauerregens sind die Hochwasser-Prognosen des Wasserwirtschaftsamtes für die Stadt Rosenheim positiv. Die Experten gehen davon aus, dass das Hochwasser im Lauf des Nachmittags die Vier-Meter-Marke nicht überschreiten wird, erklärte Stadtbrandrat Hans Meyrl zur aktuellen Lage an der Mangfall und ihren Nebenflüssen im Stadtbereich. Mit dieser Prognose sind Überschwemmungen wie im Jahr 2013 ausgeschlossen. Damals stand der Pegel bei 4,94 Meter.

„Schon jetzt zeigt es sich, dass sich die zahlreichen Damm-Arbeiten in der Folge des 2013-er-Hochwassers gelohnt haben“, so Herbert Hoch, der zuständige städtische Dezernent für Recht und Ordnung. Im Stadtbereich Rosenheim konnten die Verantwortlichen bisher keine größeren Ausuferungen an Flüssen und Bächen feststellen. 

Die Einsatz- und Hilfskräfte aus Stadt und Landkreis Rosenheim haben eine Koordinierungsgruppe gebildet. Sie beobachtet die Lage und wäre im Notfall sofort einsatzfähig. Nach derzeitigem Stand geht die Stadt aber davon aus, dass sich die Hochwasserlage mit nachlassendem Regen gegen Abend entspannt.

Pressemeldung der Stadt Rosenheim

Update, 14.40 Uhr - Bayerischer Biergarten überflutet

Im südlichen Landkreis München herrscht durch den anhaltenden Dauerregen Ausnahmezustand. Der Pegel des Deininger Weihers ist um stolze 30 Zentimeter gestiegen, berichtet unser Partnerportal merkur.de. Der Biergarten der Wirtschaft "Waldhaus" am Weiher wurde dadurch komplett überflutet. Ein Großaufgebot der Feuerwehr ist vor Ort im Einsatz.

Update, 14.20 Uhr - Isarpegel steigt weiter leicht

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern meldet, dass der zuflusscheitel am Sylvensteinscheitel erreicht ist. An der oberen Isar steigen die Pegelstände noch ein wenig, die Meldestufe eins ist erreicht und wird wohl erst mal anhalten. 

Auch an der Loisach sind im Kopfgebiet die Scheitel erreicht, an den weiter flussabwärts gelegenen Pegeln wir ein Anstieg bis Meldestufe zwei erwartet. Auch ein Erreichen der Meldestufe drei kann an Beuerberg/Loisach und Kochel/Leusach nicht ausgeschlossen werden, berichtet unser Partnerportal tz.de.

Auch die Pegel an mittlerer und unterer Isar wird ein Anstieg bis Stufe zwei erwartet. An der Ammer wurde sogar Stufe drei bereits erreicht. 

UPDATE, 14.10 Uhr - Video aus Marquartstein von der Tiroler Ache

UPDATE, 14 Uhr - Mangfall und Inn an Scheitelpunkt

Die Koordinierungsgruppe im Rosenheimer Landratsamt hat um 13.30 Uhr ihren Dienst eingestellt, wie das Landratsamt Rosenheim soeben mitteilte. Laut der aktuellen Prognose des Rosenheimer Wasserwirtschaftsamtes haben Mangfall, Inn, Prien und Kalten ihre Höchststände erreicht bzw. die Pegel sinken bereits wieder

Einzige Ausnahme ist die Glonn. Dort kann das Wasser noch um wenige Zentimeter ansteigen. Eine Gefahr für die Anlieger soll von ihr aber nicht ausgehen. Sollte das Wetter für eine Lageänderung sorgen, werden die Mitglieder der Koordinierungsgruppe wieder alarmiert.

UPDATE, 13.50 Uhr - Video aus Rosenheim/Oberwöhr

Glaubt man den Wetterexperten von wetter.com, könnte sich die Lage in der Alpenregion weiter zuspitzen. "Tief Axel lässt einfach nicht locker. Gerade am Alpenrand und im Allgäu bleibt die Hochwasser-Gefahr auch am Dienstag und Mittwoch weiter akut. Hier werden nochmal bis zu 60 Liter auf den Quadratmeter erwartet. Das ist eine enorme Menge, die sich durch das Schmelzwasser aus den Bergen potenziert und so die Lage besonders in der Nähe der Gebirgsflüsse drastisch verschärft", erklärt Andreas Machalica, Meteorologe bei wetter.com.

UPDATE, 13.15 Uhr - Vergleichsbilder von gestern und heute

Das Landratsamt Rosenheim hatte am Vormittag in einer Pressemeldung vorsichtig Entwarnung vermeldet. Sieht man sich jedoch Vergleichsbilder von gestern und heute an, die von BR-Reporterin Nathalie Stüben an der Mündung von Mangfall und Inn in Rosenheim aufgenommen wurden, wird so mancher Leser diese Prognose wohl nicht ganz glauben können.

UPDATE, 12.40 Uhr - Pegel von Isar in München steigt

Auch in der Landeshauptstadt spitzt sich die Lage zu. Der Isar-Pegel ist mittlerweile auf über 3 Meter angestiegen. Damit wurde die zweite Meldestufe erreicht. Deswegen hat die Stadt München nun erste Maßnahmen ergriffen: Der Flauchersteg und erste Radwege wurden gesperrt, wie die Süddeutsche Zeitung nun berichtet. Zudem wurden Obdachlose aufgefordert, die gefährdeten Bereiche zu verlassen.

UPDATE, 11.45 Uhr - Traun mit erhöhtem Wasserstand

Die Traun (Landkreis Traunstein) führt zwar deutlich mehr Wasser als üblich. Um 11.30 Uhr lag der Wasserpegel bei 1,51 Meter. Die Meldestufe 1 würde erst bei 1,80 Meter erreicht, was aber laut Prognosen nicht passieren soll. Außerdem wurde gemeldet, dass die vorhin möglicherweise vorübergehend gesperrte Straße zwischen Übersee und Grabenstätt wieder frei sein soll.

UPDATE, 11.40 Uhr - Entwurzelter Baum sorgt für Unfall

Ein entwurzelter Baum sorgte für einen Unfall bei Pfaffing.

In der Gemeinde Pfaffing (Landkreis Rosenheim) ist am Dienstagvormittag vermutlich durch den Dauerregen ein Baum entwurzelt worden auf die Straße zwischen Scheidsöd und Oberübermoos gestürzt. Ein Autofahrer kam deswegen mit seinem Wagen von der Straße ab und landete in der angrenzenden Wiese. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren im Einsatz.

UPDATE, 11.30 Uhr - So ist die Lage im Landkreis Miesbach

Vorsichtige Entwarnung gibt es aus dem Landkreis Miesbach: Dort wird nicht damit gerechnet, dass die Gewässer die Meldestufe 3 erreichen, wie das zuletzt beim Hochwasser im Jahr 2013 der Fall war. Und das obwohl Mangfall, Leitzach und Schlierach sehr gut gefüllt seien.

Trotzdem werden Vorsichtsmaßnahmen getroffen, wie die Pressestelle des Landkreises mitteilte. Die Gemeinden und die örtlichen Feuerwehren wurden vom Krisenstab gebeten, bekannte Problemstellen regelmäßig zu kontrollieren und sofort an das Landratsamt Miesbach zu melden. Manche Gewässer sind bereits oder können noch über ihre Ufer treten. Bisher mussten die Feuerwehren nur sehr wenige Keller in Ufernähe auspumpen.

In den kommenden Tagen wird sich zeigen, wie viel Schmelzwasser aus den Bergen zum anhaltenden Regen hinzukommen wird. Momentan liegt die Schneefallgrenze bei 1.800 Metern.

"Der Krisenstab behält die Wetterlage weiter kritisch im Auge und leitet bei Bedarf weiterführende Maßnahmen, zum Beispiel eine Koordinierungsstelle zur Disponierung von Feuerwehreinsätzen, ein", hieß es aus dem Landratsamt.

UPDATE, 11.05 Uhr - Tegernsee tritt über die Ufer 

Auch für den Tegernsee, im oberbayerischen Landkreis Miesbach, wurde am Dienstagmorgen eine Hochwasserwarnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen ausgerufen. Dort wurde die Meldestufe 1 überschritten.

So sah es um 10.55 Uhr am Tegernsee in Rottach-Egern aus. 

Der Pegelstand lag um 11 Uhr bei St. Quirin am Tegernsee bei 726,37 m NN. Zu Meldestufe 2 sind noch 9 Zentimeter Luft.

In Bad Tölz wurden an der Isar bereits Hochwassersperren errichtet. Hier wird damit gerechnet, dass der Flusspegel im Laufe des Tages möglicherweise die Meldestufe 4 erreichen wird.

UPDATE, 10.40 Uhr - DWD weiter Warnungen aus

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die bereits gültigen Unwetterwarnungen für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land ausgeweitet. Gewarnt wird weiterhin vor einem "extremen Unwetterereignis" mit ergiebigem Dauerregen (Stufe 4 von 4). Doch die Warnung gilt nun bis Mittwoch, 22. Mai, 12 Uhr. Davor war diese nur bis 6 Uhr gültig.

Hinweis auf mögliche Gefahren: Infolge des Dauerregens sind unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich (www.hochwasserzentralen.de). Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen!

UPDATE, 10.30 Uhr - Aktuelle Pegelstände aus der Region

An der Mangfall bei Feldolling ist um 10 Uhr mit einem Wasserstand von 2,01 Metern die Meldestufe 2 überschritten worden. Damit werden wohl auch - wie bereits angekündigt - die Deichwachen durchgeführt. In Rosenheim lag der Pegel der Mangfall soeben bei 2,99 Meter (Meldestufe 1). Die Meldestufe 3 würde hier bei 4 Metern erreicht werden. Das soll laut den Prognosen jedoch nicht eintreten. An der Mündung zum Inn lag der Pegel soeben bei 3,44 Metern (Meldestufe 1 bei 3,50 Meter).

Am Inn bei Mühldorf wurde die Meldestufe 1 vor kurzem überschritten, allerdings soll der Scheitelpunkt laut neuesten Berechnungen in Kürze erreicht sein. Einige Kilometer vorher in Wasserburg stand der Pegel zuletzt gerade knapp unterhalb der Meldestufe 2. Auch hier sollen die Wasserstände in Kürze fallen.

An der Tiroler Ache in Staudach (Landkreis Traunstein) lag der Pegel bei der letzten Messung um 10 Uhr bei 3,92 Metern. Die Meldestufe 2 liegt hier bei 4 Metern und dürfte in Kürze erreicht werden. Alz, Traun und Salzach führen zwar deutlich mehr Wasser als normal, waren aber vom Erreichen einer meldepflichtigen Stufe um 10 Uhr noch deutlich entfernt.

UPDATE, 9.55 Uhr - Störungen bei S-Bahn-München

Am Morgen war zudem der S-Bahn-Betrieb in München zum Teil erheblich beeinträchtigt, nachdem auf der Strecke der Linie 2 zwischen Erding und Markt Schwaben ein großer Baum auf die Gleise gestürzt war. Zudem wurde eine Signalstörung gemeldet.

UPDATE, 9.40 Uhr - Erste Straßensperren in Region

Soeben wurde weitere Straßensperrungen - die ersten davon auch in der Region - gemeldet. Aktuell ist die B305 (Berchtesgaden - Reit im Winkl) zwischen Seehaus und Seegatterl in beiden Richtungen wegen Hochwasser total gesperrt. Die Sperre soll vorerst bis 15 Uhr andauern. Nach Angaben eines Users von chiemgau24.de soll auch die Verbindungsstraße zwischen Übersee und Grabenstätt (Landkreis Traunstein) gesperrt sein.

Zudem wurde auch die B2 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gesperrt. Die Bundesstraße ist zwischen Murnau und Ohlstadt überflutet. Ein Fahrzeug ist dort bereits mit einem Motorschaden hängen geblieben, hieß es. Weitere Infos gibt es auf dem Verkehrsportal bayerninfo.de.

Unwetterbilder unserer User aus der Region

UPDATE, 8.45 Uhr - Pressemeldung LRA Rosenheim

Das Rosenheimer Wasserwirtschaftsamt rechnet an der Mangfall mit einem zehnjährigen Hochwasser. In der Besprechung der Hilfsorganisationen im Landratsamt Rosenheim am Dienstagmorgen wurde deutlich, dass das Wasser der Mangfall sehr wahrscheinlich keine Gefahr für die Anwohner des Flusses darstellen wird. 

Nach der jüngsten Prognose wird die Mangfall auf Höhe Feldolling die Meldestufe 4 gerade erreichen. Der Scheitel, also der höchste Wasserstand, wird gegen 17 Uhr erwartet. In Rosenheim wird die Mangfall die Vier-Meter-Marke nicht überschreiten. Beim Hochwasser 2013 stand der Pegel bei 4,94 Zentimeter. 

So sah es am Dienstagmorgen am Turner Steg im Rosenheimer Stadtteil Oberwöhr aus.

Für die Einsatzkräfte war es eine weitgehend ruhige Nacht. Da die Meldestufe 2 an der Mangfall nicht erreicht wurde, waren die vorbereiteten Deichwachen nicht notwendig. (...) In Aschau wird die Prien ihren Scheitel mit etwa 1,52 Meter bereits um 9 Uhr erreichen. In Prien ist er mit 3,11 Meter für 11 Uhr vorhergesagt. Er liegt damit über einen Meter unter dem Höchststand beim Hochwasser 2013.
Auch die Kalten wird den Höchststand von 2013 bei weitem nicht erreichen. Gegen 15 Uhr wird mit 2,51 Meter der Höchststand prognostiziert. Beim Hochwasser vor sechs Jahren waren es 3,33 Meter. Dr. Hadumar Roch vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim geht davon aus, dass das Flusswasser zu keinen gravierenden Problemen führen wird. 

Wegen der den ganzen Tag anhaltenden Regenfälle bleibt aber das Oberflächenwasser ein Risiko. Aufgrund der vorliegenden Daten entschloss man sich im Landratsamt Rosenheim, die große Runde mit allen Hilfsorganisationen aufzulösen. Ein kleines Team bleibt aber im Bereitschaft, um die Lage weiter zu beobachten und wenn nötig, aktiv zu werden.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

UPDATE, 8.30 Uhr - "Vorbereitende Maßnahmen" in Kolbermoor

Entlang der Mangfall im Landkreis Rosenheim sollen bei Erreichen der Meldestufe 2 die Wasserstände mit einer sogenannten Deichwache regelmäßig kontrolliert werden. Das hatte das Landratsamt Rosenheim bereits am Abend in einer Pressemitteilung mitgeteilt. Bei der letzten Messung um 8.15 Uhr lag der Wasserstand bei Feldolling bei 1,89 Metern. Meldestufe 2 wird bei zwei Metern erreicht.

Sicherheitshalber wurden in Kolbermoor schon einige Sandsäcke befüllt. Die Feuerwehr Kolbermoor beruhigte die Menschen jedoch in einem Facebook-Beitrag: "Liebe Kolbermoorer, da aufgrund der langanhaltenden Regenfälle eine Warnung für unsere Region ausgegeben wurde, haben wir vorsorglich damit begonnen, vorbereitende Maßnahmen zu treffen. Derzeit besteht jedoch kein Grund zur Sorge! (...)"

In der Aiblinger Au, oberhalb der Aiblinger Brücke, errichtete die Feuerwehr vorsichtshalber eine Deicherhöhung. Zudem stehen mehrere Sandsackfüllmaschinen bereit, wie das Landratsamt Rosenheim soeben mitteilte.

UPDATE, 8.10 Uhr - Chaos in Berlin, Decke von Klinik eingestürzt

Nicht nur in Oberbayern, sondern auch in anderen Teilen Deutschlands hat Tief "Axel" für Chaos gesorgt. In Berlin wurde am Montagabend der Ausnahmezustand ausgerufen. Allein im Zeitraum von 17.45 Uhr bis 21 Uhr musste die Feuerwehr über 200 Mal ausrücken. Es kam außerdem zu zwei größeren Bränden nach Blitzeinschlägen. Zudem kam der Verkehr teilweise völlig zum Erliegen, da durch einen Stromausfall auch viele Ampeln im Stadtgebiet ausgefallen waren.

In Helmstedt in Niedersachsen mussten am Abend in einem Krankenhaus wegen eines Wasserschadens die Intensivstation und der Kreißsaal evakuiert werden. Die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtete sogar, dass eine Decke des Helios-Klinikums eingestürzt sei, nachdem sich auf dem Dach wegen eines verstopften Fallrohrs Regenwasser gestaut hatte. Die Patienten wurden in Sicherheit gebracht. Wann diese auf die evakuierten Stationen zurückkehren können, blieb unklar.

Das Krankenhaus in Helmstedt musste am Montagabend teilweise evakuiert werden.

UPDATE, 7.45 Uhr - Lage im Oberland spitzt sich zu

Westlich unserer Region hat sich die Lage in den letzten Stunden zum Teil dramatisch zugespitzt: Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen musste neben der Bahnstrecke München - Garmisch-Partenkirchen nun auch die Staatsstraße zwischen Murnau und Schwaiganger auf einer Länge von fünf Kilometern gesperrt. Dort ist der Fluß Loisach bereits über die Ufer getreten.

Auch im Landkreis Weilheim-Schongau bereitet man sich auf alle Eventualitäten vor. In Peißenberg wurde bereits am Abend mit dem Füllen von Sandsäcken begonnen. Zudem hat die Gemeinde ein Bürgertelefon eingerichtet, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. Auch in Weilheim bereitet man sich auf ein weiteres Anschwellen der Ammer vor. Dort könnte sogar die Meldestufe 4 erreicht werden.

UPDATE, 7.20 Uhr - Autofahrer stirbt bei Regen-Crash

Ein tragischer Unfall hat sich im Zusammenhang mit dem Dauerregen am Montagabend gegen 20.45 Uhr in Mittelfranken ereignet. Ein Autofahrer kam zwischen den Anschlussstellen Feuchtwangen-Nord und Aurach  mit seinem Wagen von der regennassen A6 ab, schleuderte in einen Wald und prallte gegen mehrere Bäume.

Für den 44-jährigen Fahrer aus dem Landkreis Ansbach kam jede Hilfe zu spät. Er konnte von den Rettungskräften nur noch tot geborgen werden. Am Auto entstand Totalschaden in Höhe von 45.000 Euro, wie das zuständige Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilte.

UPDATE, 7.10 Uhr - Zwei Bahnlinien derzeit unterbrochen

Tief "Axel" hat die Region weiterhin fest im Griff. Im Alpenvorland seien bis zu neun Liter Regen pro Stunde gefallen, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes am Dienstagmorgen gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa). Bis zum Mittwochmorgen müsse dort weiter mit heftigen Regenfällen gerechnet werden.

Zu flächendeckenden Großeinsätzen kam es nach ersten Mitteilungen der Behörden nicht. In mehreren Gemeinden seien aber Keller vollgelaufen oder kleinere Straßen vorübergehend gesperrt gewesen, teilte die Polizei mit. Wo genau, blieb zunächst ungeklärt.

Auch Einschränkungen im Verkehr blieben zunächst weitgehend aus. Im Allgäu ordneten die Behörden den Aufbau einer Hochwasserschutzwand an. Daraufhin musste die Deutsche Bahn zwischen Kempten und Immenstadt eine Bahnlinie sperren. Am Dienstagmorgen musste dann allerdings auch die Bahnlinie München - Garmisch-Partenkirchen gesperrt werden. Dort ist der Streckenabschnitt zwischen Garmisch-Partenkirchen und Murnau derzeit nicht befahrbar. Auch die Strecke Immenstadt - Oberstdorf ist derzeit unterbrochen.

UPDATE, 6.40 Uhr - So ist die Hochwasserlage in der Region

Am Inn und dessen Zuflüssen befand sich einer der Schwerpunkte des Hochwassergeschehens. An der Mangfall bei Feldolling (Landkreis Rosenheim) lag der Wasserstand bei der Messung um 6.15 Uhr bei 1,81 Meter. Glaubt man den Prognosen, wird gegen Mittag Meldestufe 2 überschritten. Regnet es stark weiter, könnten hier auch die Meldestufen 3 und 4 noch erreicht werden.

In Rosenheim, an der Mündung von Mangfall in den Inn, wurde am Morgen (6.30 Uhr) mit einem Wasserstand von 3,50 Metern genau die Meldestufe 1 erreicht. Hier könnte der Pegel genauso noch ansteigen wie einige Kilometer weiter in Wasserburg, wo in der Nacht die Meldestufe 1 bereits überschritten wurde.

Die Tiroler Ache südlich des Chiemsees führte am Morgen einen Wasserstand von 3.64 Meter. Damit wurde in der Nacht nicht die Meldestufe 1 erreicht. Regnet es jedoch auch hier stark weiter, könnten die Meldestufen 1 und 2 im Laufe des Tages erreicht werden. Von anderen Flüssen in der Region, wie Alz, Traun oder Salzach, wurden bislang keine kritischen Wasserstände gemeldet.

Jedoch werden an anderen bayerischen Flüssen deutlich erhöhte Pegelstände und/oder das Erreichen gewisser Meldestufen erwartet. An der mittleren und unteren Isar wurde in der Nacht Meldestufe 1 bis 2 erwartet, so der Hochwassernachrichtendienst Bayern. Im weiteren Verlauf des Hochwassers kann auch Meldestufe 3 am Pegel München/Isar nicht ausgeschlossen werden.

UPDATE, 6.20 Uhr - Lagebesprechung im Landratsamt

Wegen des anhaltenden Regens und der dadurch steigenden Pegelstände hat das Landratsamt Rosenheim am Montagabend zwei Lagebesprechungen abgehalten. Dabei wurde allerdings klar, dass es zumindest in der Nacht auf Dienstag keine kritischen Pegel gebe. Die nächste Besprechung wurde jedoch für Dienstagmorgen, 21. Mai, angesetzt.

Laut Prognose werden die Scheitel, also die höchsten Pegel, am Dienstagmittag erreicht und voraussichtlich einen halben Meter unter den Hochwasserpegeln von 2013 liegen.

Der regionale Service wird präsentiert vom Unwetterservice Südostbayern (Facebook).

Die Erstmeldung:

Seit knapp 30 Stunden regnet es so gut wie durchgehend in der Region. Und glaubt man den Wetterexperten, gibt es weiterhin nur geringe Hoffnung auf bessere Aussichten. Bis Mittwoch, 6 Uhr, hat der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Unwetterwarnung vor Dauerregen ausgegeben.

In den Landkreisen Mühldorf und Altötting wird vor ergiebigem Dauerregen (Warnstufe 3 von 4) gewarnt. In den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land - vor allem in den südlichen Teilen Richtung Berge - sprach der DWD sogar von einem "extremen Unwetterereignis" (Stufe 4 von 4) und warnt hier vor "extrem ergiebigem Dauerregen".

Dabei tritt extrem ergiebiger Dauerregen mit Niederschlagsmengen zwischen 90 und 120 Liter pro Quadratmeter auf, in Staulagen sogar bis zu 140. Besonders gefährlich ist, dass nun auch der Schnee in den Bergen zu tauen beginnt. Dadurch fließt noch mehr Wasser in Richtung Tal.

Am Montag hatte der Hochwassernachrichtendienst Bayern dann auch berichtet, dass für den Landkreis Rosenheim eine Warnung vor Überschwemmungen für bebaute Gebiete gelte. Diese Warnung ist vorerst bis zum 21. Mai, 15 Uhr, gültig.

Zudem wird am Dienstag, 21. Mai, vor Windböen mit Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h aus westlicher Richtung gerechnet. In exponierten Lagen können sogar Sturmböen um die 70 km/h auftreten.

Quelle: rosenheim24.de

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