Wieder viel Arbeit für die Polizei auf dem Oktoberfest

Grapscher, Treter, "Weißbier-Schläger" und ein "sch... Neger"

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München - Ordentlich rund ging es am Mittwoch, 25. September, und Donnerstag, 26. September, auf dem Oktoberfest. Die Beamten der Wiesn-Wache hatten alle Hände voll zu tun und mussten sich um Schlägereien, sexuelle Übergriffe und andere unappetitliche Dinge kümmern.

Frau begrapscht und deren Freund geschlagen

Los ging es am Mittwochabend gegen 22.10 Uhr, als ein 32-jähriger Mann aus Germering eine 20-jährige Münchnerin am Gesäß begrapschte. Anschließend trat der "Grobian" von hinten mit dem Fuß zwischen die Beine des 21-jährigen Freundes der Münchnerin, wobei er leicht verletzt wurde. 


Der 32-Jährige konnte durch eine Wiesn-Einsatzgruppe vorläufig festgenommen werden. Er leistete Widerstand, indem er die Beamten bedrohte und beleidigte. Er wurde anschließend zur Wiesn-Wache gebracht und später im Polizeipräsidium München dem Haftrichter vorgeführt. Er kam anschließend jedoch wieder auf freien Fuß.

Brasilianerin als "Weißbier-Schlägerin"

Am Donnerstagabend gegen 20.50 Uhr stritten drei Brasilianer (30, 34, 36 Jahre) mit einem Kellner in einem Festzelt. Nach Angaben der Bedienung wollten die Touristen die Rechnung nicht begleichen. Dann schaltete sich ein 68-Jähriger ein und versuchte zu schlichten. Das ging jedoch gründlich schief: Der Mann wurde durch die Gruppe beleidigt und der 34-jährige Brasilianer schlug ihm mit der Faust ins Gesicht


In die sich zuspitzende Situation schaltete sich nun der 35-jährige Sohn des 68-Jährigen ein und versuchte ebenfalls zu schlichten. Hierbei wurde ihm von der einzigen Frau aus der Gruppe, einer 30-jährigen Brasilianerin, der Inhalt eines Weißbierglases demonstrativ auf die Schultern gekippt und das Glas anschließend von hinten über den Kopf geschlagen. Alle Beteiligten wurden zur Wiesn-Wache gebracht. Der 35-Jährige kam in ein Krankenhaus, die "Weißbier-Schlägerin" wurde dem Haftrichter vorgeführt.

Frau nennt Security einen "Scheiss Neger"

Gegen 22 Uhr versuchte dann ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes (25) in einem Festzelt einen Gang für die Servicekräfte freizuhalten. Trotz mehrmaliger Zurückweisung versuchte eine 28-Jährige an dem Security vorbeizukommen. Nachdem sie mehrfach abgewiesen wurde, beleidigte die 28-Jährige den 25-jährigen Security mit den Worten: "Du scheiß schwarzer Neger". Die Beleidigung konnte auch von unbeteiligten Zeugen wahrgenommen werden. 

Der 25-Jährige zeigte die Frau daraufhin an. Zuvor war es nach der Beleidigung zu einem Handgemenge gekommen, wobei die 28-Jährige angab, vom Security zu Boden geschubst worden zu sein. Deswegen stellte die Frau eine Gegenanzeige. Die Polizei ermittelt.

Betrunkener tritt Sanitäterin und Polizisten

Sprichwörtlich den "Vogel abgeschossen" hat jedoch ein sturzbetrunkener Münchner gegen 22.30 Uhr. Der 26-Jährige befand sich total volltrunken in der Schaustellerstraße und verweigerte dabei die medizinische Behandlung durch den Rettungsdienst. Um seiner "Forderung" Nachdruck zu verleihen, verhielt er sich renitent und trat einer Sanitäterin (19) in den Bauch. Der Mann wurde anschließend durch Sicherheitsmitarbeiter bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Auf der Wiesnwache ging es weiter rund: Der 26-Jährige war alles andere als kooperativ und trat nach einem Polizisten (27). Dabei wurde der Beamte leicht verletzt. Zudem wurden weitere Polizeibeamte durch den Randalierer beleidigt. Er kassierte mehrere Anzeigen und wurde erst nach einer Ausnüchterung in der Arrestzelle wieder entlassen.

Darüber hinaus stellte die Polizei zwei jugendliche Taschendiebe (15 und 17) und konnte auch gleich eine weitere Bande an Taschendieben auf frischer Tat dingfest machen. Zudem ging ein Video über einen Oktoberfest-Besucher viral, der auf dem Heimweg von der Theresienwiese in einen "unfairen Kampf" mit der Rolltreppe einer U-Bahn-Station verwickelt wurde. Das eigentliche Problem dabei war, dass die Rolltreppe für den Betrunkenen in die falsche Richtung, nämlich nach unten, gefahren war...

Polizei München/mw

Quelle: rosenheim24.de

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