Viel Arbeit für Polizei auf Münchner Oktoberfest

Fiese Sex- und Urin-Attacken und brutale (Maßkrug)-Schlägereien

München - Alle Hände voll zu tun hatte die Polizei am mittleren Oktoberfest-Wochenende. Es gab zahlreiche Einsätze, unter anderem wegen brutalen Maßkrug-Schlägereien, einem fiesen sexuellen Übergriff und einem schamlosen "Biesler".

Maßkrug-Werfer trifft genau ins "Schwarze"

Los ging die ganze "Gaudi" am Freitagnachmittag gegen 17.15 Uhr in einem Festzelt. Nach einer verbalen Auseinandersetzung um einen Sitzplatz kam es zum Wurf eines Steinmaßkruges. Erst schüttete ein Mann aus München (60) seinem Kontrahenten sein Bier über den Kopf und wollte sich anschließend aus dem Staub machen. Der "nasse Pudel", ein 65-jähriger Ulmer, ließ sich das jedoch nicht gefallen und warf daraufhin seinen Maßkrug nach dem Ulmer - und traf den Münchner am Kopf.


Der 60-Jährige musste mit einer großen Beule zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Ulmer kassierte eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

Firmenfeier eskaliert mit brutalen Schlägen

Gegen 21.30 Uhr gerieten ein 25-Jähriger und ein 26-Jähriger, beide laut Polizei aus München, in einem Festzelt während einer Firmenfeier in Streit. Dann eskalierte die Situation: Der 25-Jährige nahm zwei Maßkrüge und schlug mit beiden Krügen auf den Kopf des Geschädigten ein. Das Opfer erlitt eine Platzwunde. Bei der Tatausführung verletzte sich der Angreifer ebenfalls, da die Bierkrüge zu Bruch gingen.


Münchner (20) uriniert über "Alkoholleiche"

Bereits eine halbe Stunde vorher, gegen 21 Uhr, war es ebenfalls rund gegangen, als ein 20-jähriger Münchner vor einem Festzelt plötzlich seine Hose herunterließ und auf eine dort im Sitzen schlafende Person schamlos urinierte.

Daraufhin stellten vier holländische Touristen den Mann zur Rede. Einer der Männer wurde daraufhin von dem 20-Jährigen und dessen 18-jährigen Begleiter niedergeschlagen. Es entwickelte sich eine wüste Prügelei, in die nun auch die drei Freunde des Niederländers eingegriffen hatten. Dabei ging nun der 20-jährige "Biesler" zu Boden, der nun von den Niederländern auch noch mit Fußtritten attackiert wurde. Erst als der Sicherheitsdienst eingriff, herrschte wieder Ruhe. Alle Beteiligten wurden nach kurzer Flucht ermittelt und entsprechend angezeigt.

51-Jähriger bei Schlägerei schwer verletzt

Gegen 23.45 Uhr wurde ein 51-jähriger Mann schwer verletzt - im Krankenhaus wurde hinterher eine Beckenfraktur festgestellt - als es am Abgang zum U-Bahnhof Theresienwiese zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern gekommen war. Dabei wurde massiv auf den Münchner eingeschlagen und eingetreten. Ein 40-Jähriger konnte von der Polizei inzwischen als Täter ermittelt und festgenommen werden.

Zahlungskräftige können Wiesn-Tische "kaufen"

Bereits am frühen Freitagabend hatte es zudem Ärger wegen "unerlaubten Einlasshandels" an zwei Festzelten gegeben. Gegen 19 Uhr konnten Taschendiebfahnder der Polizei einen 29-Jährigen dabei beobachten, wie dieser immer wieder Festgäste ansprach und ihnen gegen Geld einen Tisch im Zelt anbot. Insoweit Gäste auf das Angebot eingingen und den geforderten Betrag zahlten, wurden sie vom Komplizen, einem 54-jährigen Security aus dem Münchner Landkreis, ins Zelt gelassen und zu einem Tisch geleitet. 

Kurze Zeit später kamen zwei 17-Jährige aus dem Münchner Landkreis zur Wiesnwache und berichteten von einem gleichartigen Vorgehen an einem weiteren Festzelt. Sofort an den Einsatzort beorderte Zivilkräfte konnten dort eine 25-jährige Münchnerin wahrnehmen, die Festgäste ansprach, ob diese gegen Bargeld ins Zelt kommen wollen. Ein Sicherheitsdienstmitarbeiter (50) ließ die zahlenden Gäste daraufhin ins Festzelt ein. In beiden Fällen wurde das durch die Taten erlangte Bargeld sichergestellt

Schweizer mit Koks in Festzelt geschnappt

Am Samstagabend, 28. September, musste sich die Polizei dann erneut mit einem unerlaubten Drohnenflug im Wiesn-Umfeld beschäftigen. Gegen 20 Uhr wurde eine 31-jährige Touristin aus China dabei erwischt, wie sie ihre Drohne gerade wieder zur Landung brachte. Die Drohne wurde beschlagnahmt und die Frau musste eine hohe Sicherheitsleistung zahlen.

Genauso erging es einem Schweizer, der auf der Toilette eines Festzeltes gegen 22.30 Uhr beim Konsum von Kokain erwischt wurde. Bei der Durchsuchung des 42-Jährigen fand die Polizei noch weiteres Kokain. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 7.000 Euro wurde der Schweizer wieder entlassen.

Sexueller Übergriff in Festzelt-Biergarten

Und am späten Abend kam es gegen 22.30 Uhr dann noch zu einem fiesen sexuellen Übergriff auf eine Frau aus Düsseldorf. Im Biergarten eines Festzeltes konnten Zeugen beobachten, wie sich ein Afghane (31) über die stark betrunkene 30-Jährige her machte und sexuelle Handlungen an ihr vollzog.

Die Zeugen und der Sicherheitsdienst alarmierten die Polizei, die den Afghanen sofort festnahm. Er wurde dem Richter zur Prüfung der Haftfrage im Polizeipräsidium München vorgeführt. Die 30-Jährige wurde zu einer Untersuchung ins Institut für Rechtsmedizin gebracht, da sie über Schmerzen im Intimbereich klagte. Der 31-Jährige wurde wegen sexuellem Übergriff angezeigt.

mw/Polizei München

Quelle: rosenheim24.de

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