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Tiktok-Video

Polizei ermittelt wegen rassistischer Beleidigungen im Netz

App Tiktok
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Blick auf das Logo der Social-Media-App Tiktok auf einem Display.

Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in Passau wegen rassistischer Beleidigungen in einem Tiktok-Video. Wegen des Clips auf der Plattform liegen mehrere Anzeigen vor, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern am Dienstag mit. Die Ermittlungen liefen gegen mehrere mutmaßlich Beteiligte. Der Clip zeigt ein Videotelefonat, in dem zwei Personen ihren schwarzen Gesprächspartner nach Angaben der Ermittler rassistisch beleidigen.

Passau - Die Polizei ermittelt nun gegen eine 22-Jährige und einen 20-Jährigen aus Passau, aber auch gegen den Betroffenen. Dieser habe das Videotelefonat ohne Wissen und Einverständnis seiner Chat-Partner aufgezeichnet und auf seinem Tiktok-Kanal veröffentlicht, erläuterte die Polizei. Außerdem soll er in dem im Januar geführten Videotelefonat seine Gesprächspartner ebenfalls beleidigt haben, was aber nicht in dem im Mai veröffentlichten Ausschnitt zu sehen sei.

Die Polizei stieß auf das Video über eine Nutzerin, die in diesem markiert wurde und in einem anderen Video zu Anzeigen aufgerufen hatte. In diesem zeigt sie auch zwei Facebook-Profile, die zu den beiden Verdächtigen gehören sollten. „Ermittlungen ergaben jedoch, dass ein 19-Jähriger aus dem Landkreis Passau zu Unrecht dort markiert wurde“, teilte die Polizei mit. Die Kriminalpolizei ermittelt deshalb gegen die Nutzerin wegen falscher Verdächtigung.

Die 22-jährige Verdächtige und der zu Unrecht verdächtigte 19-Jährige hatten Anzeige erstattet, „weil sie infolge des entstandenen Shitstorms mehrfach beleidigt und bedroht wurden“, hieß es in der Pressemitteilung. Beide hätten ihre öffentlich bekannt gewordenen Facebook-Profile deaktivieren müssen.

Dieser Fall zeige, welche Konsequenzen unbedachte Handlungen im Internet nach sich ziehen können, teilte die Polizei mit. „Aus dem „Spaß“, sich zu später Stunde mit Unbekannten über eine Chat-Plattform zu beleidigen, kann offensichtlich ganz schnell auch ein ernstes Ermittlungsverfahren werden.“ dpa