In der Karlsbader Straße

Bauzaun um Asylunterkunft wird abgebaut - Quarantäne aufgehoben

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Großeinsatz in der Karlsbader Straße in Rosenheim.

Rosenheim - Am Samstag, 11. April, sorgte ein Einsatz von Feuerwehr und Polizei in der Karlsbader Straße für Aufregung. 

Update, 11. Mai - Quarantäne aufgehoben

Die am 11. April 2020 verhängte Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft in der Karlsbader Straße ist ab sofort aufgehoben. Dies ist das Ergebnis der laufenden Testreihen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung auf das Corona-Virus. 


Zu Beginn der Quarantäne hielten sich 49 Personen in der Unterkunft auf. Insgesamt 18 Menschen wurden positiv getestet. Stand 11. Mai sind alle erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner genesen. Alle bisher negativ getesteten Bewohner wurden am 08. Mai 2020 noch einmal getestet – mit neuerlich negativen Ergebnissen. 

„Weil es damit nach derzeitigem Stand in der Einrichtung keine Infizierten mehr gibt, kann der Bauzaun am frühen Abend wieder abgebaut werden. Keine der infizierten Personen musste ins Klinikum eingeliefert werden. Die medizinische Betreuung hat reibungslos funktioniert“, so der Leiter der städtischen Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), Hans Meyrl. 


Über das weitere Vorgehen bei den ebenfalls unter Quarantäne stehenden Asylbewerberunterkünften in der Kufsteiner Straße und der Äußeren Oberaustraße wird die FüGK nach Vorliegen der neuesten Testergebnisse entscheiden.

Pressemeldung Stadt Rosenheim

Update: 19.56 Uhr: Stadt Rosenheim bezieht Stellung

Die Asylbewerberunterkunft an der Karlsbader Straße musste am Samstag, 11. April, gegen 18 Uhr kurzfristig unter Quarantäne gestellt werden. Dies teilte der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl, am Abend mit. 

Hintergrund ist, dass diverse Bewohner der Unterkunft typische Symptome einer Corona-Infektion aufweisen würden. Daraufhin wurden bei 48 der rund 60 insgesamt in der Unterkunft Lebenden entsprechende Tests durchgeführt. 17 der Tests erbrachten positive Ergebnisse. 

In Abstimmung mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt und den zuständigen Polizeibehörden wurde daraufhin die Quarantäne über die gesamte Einrichtung verhängt und ein Bauzaun um das Objekt errichtet. 

„Auch in diesen Fällen geht es darum, die Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen. Deshalb war diese Maßnahme unumgänglich. Die Bewohner der Einrichtung wurden umfassend informiert. Sie werden regelmäßig medizinisch und mit Lebensmitteln versorgt“, so Meyrl.

Erstmeldung:

Mehrere besorgte Rosenheimer Bürger kontaktierten am Samstagnachmittag die Redaktion von rosenheim24.de. In der Karlsbader Straße waren Polizei, Feuerwehr und laut Schilderungen wohl auch Mitarbeiter des THW im Einsatz. 
Rund um eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber wurde ein Bauzaun aufgestellt. 

Auf Nachfrage von rosenheim24.de bestätigte ein Sprecher der Einsatzzentrale einen Einsatz, verwies aber auf die Stadt Rosenheim und eine entsprechend angekündigte Pressemitteilung. Die Stadt Rosenheim bzw. das Landratsamt waren für eine Stellungnahme bislang nicht erreichbar. 

Ob die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus stehen, ist bislang nicht bekannt und somit auch nicht bewiesen. 

Am Karfreitag kam es in Traunreut zu einem ähnlichen Einsatz. Nach dem Bekanntwerden von zwei Coronafällen in einer Asylunterkunft hat das Landratsamt Traunstein dort eine 14-tägige Quarantäne für alle Bewohner der Unterkunft angeordnet und eine entsprechende Allgemeinverfügung dazu erlassen.

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Quelle: rosenheim24.de

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