Schneechaos in der Region

Lawinenunglück in Lech: Volksbank-Vorstand wohl unter den Opfern

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Einsatzkräfte gehen im Siegsdorfer Ferienpark Vorauf von Tür zu Tür. Das Feriendorf musste am Samstag geräumt werden.
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  • Martina Hunger
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    Isabelle Skubatz

Landkreise - Am Samstag haben sich tausende Einsatzkräfte in den Katastrophengebieten einen Wettlauf mit der Zeit geliefert, um möglichst viele Dächer freizuschaufeln. In tieferen Lagen ist der Schnee in der Nacht auf Sonntag in Regen übergegangen, was wiederum neue Gefahren birgt:

SERVICE:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Katastrophenfall in fünf Landkreisen (GAP, TÖL, MB, TS und BGL) ist weiterhin gültig
  • Drei Deutsche sterben bei Lawinendrama in Österreich
  • Warnungen vor "extrem starkem Schneefall" gelten weiterhin
  • Wo am Montag die Schulen ausfallen - Überblick für Oberbayern (Update 16.50 Uhr)

UPDATE, 21.30 Uhr - Bis zu 1,50 Meter Neuschnee in den Alpen

Bis Dienstag muss laut Deutschem Wetterdienst in den Alpen und teilweise im südlichen Alpenvorland und im Bayerischen Wald weiterhin mit starken Schneefällen mit 40 bis 70 Zentimetern, in exponierten Staulagen der Alpen 100 bis 150 Zentimetern Neuschnee, in Hochlagen teils mit starken Verwehungen gerechnet werden.

Bis Montagfrüh auf der Schwäbischen Alb sowie in den Alpen und in deren Vorland unterhalb von 800 Metern vorübergehend markantes Tauwetter mit Abflussmengen von 30 bis 50 Liter/Quadratmeter, darüber teils starke Nassschneefälle. Außerdem warnt der DWD bis Montag um 10 Uhr vor schweren Sturmböen.

UPDATE, 21.15 Uhr - Innenminister Seehofer am Montag in Berchtesgaden

Bundesinnenminister Horst Seehofer macht sich morgen ein Bild von dem seit Tagen andauernden Schneechaos in den bayerischen Alpen. Wie sein Ministerium mitteilte, will Seehofer Einsatzkräfte der Bundespolizei und des Technischen Hilfswerks im Berchtesgadener Land treffen. Geplant sind Gespräche unter anderem in Berchtesgaden und Neukirchen am Teisenberg. Auch ein Statement des Ministers ist geplant. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte heute in Berchtesgaden den vom Schneechaos betroffenen Landkreisen weitere Hilfe zugesagt.

Michael Herrmann, Oberstleutnant und Leiter des Krisenreaktionszentrums Bad Reichenhall (r), erklärt Ursula von der Leyen (CDU, l), Bundesverteidigungsministerin, und Michaela Kaniber (CSU, 2. v. l.), Ernährungs- und Landwirtschaftsministerin von Bayern, einen Lageplan mit den Einsatzorten in den Gebieten, in denen der Katastrophenalarm ausgerufen wurde.

UPDATE, 21.05 Uhr - Zugverkehr von Meridian, BOB und BRB weiter stark eingeschränkt

Im Netz der BOB ist weiterhin kein Betrieb südlich von Holzkirchen möglich, dies wird voraussichtlich bis Mittwoch andauern. Es ist geplant, dass am Mittwoch (16.01.) im Laufe des Tages der Betrieb sukzessive im Oberland wieder aufgenommen wird. Aktuell sind viele Fahrzeuge vom Schnee eingeschlossen und das Betriebswerk der Bayerischen Oberlandbahn in Lenggries ist seit letztem Sonntag aufgrund der Schneemassen nicht mehr anfahrbar. 

Die Bayerische Oberlandbahn bietet mit Fahrzeugen aus dem Meridian-Netz einen Stundentakt zwischen München-Holzkirchen und Holzkirchen-München an. Ab Holzkirchen wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingesetzt, der Fahrplan ist auf der Homepage abrufbar. Zudem können alle RVO Linienbusse genutzt werden. Die Bayerische Oberlandbahn setzt zudem in München, Holzkirchen, Bayrischzell, Lenggries und Tegernsee Reisendenlenker ein, die den Übergang vom Zug zum Bus bzw. vom Bus zum Zug für die Fahrgäste erleichtern sollen.

Pressemitteilung Bayerische Oberlandbahn

UPDATE, 20.50 Uhr - Volksbank-Vorstand wohl unter den Todesopfern

Drei Skifahrer aus Süddeutschland kamen im österreichischen Lech unter einer Lawine ums Leben, ein vierter aus der Gruppe wurde noch vermisst. Nach Informationen der „Schwäbischen Zeitung“ soll unter den Opfern ein Vorstandsmitglied der Volksbank Allgäu-Oberschwaben mit Sitz in Leutkirch sein. Dies habe dessen Vorstandskollege der Zeitung bestätigt. Zu der Gruppe gehörten den Angaben zufolge auch Mitglieder der Turngemeinde Biberach, alle seien versierte Skifahrer gewesen. 

Lechs Bürgermeisters Ludwig Muxel sagte gegenüber dem BR, trotz der höchst brisanten Situation abseits der Pisten würden immer wieder Skifahrer den gesicherten Skiraum verlassen. „Sie haben beste Ausrüstung, aber das ist oft trügerisch“, sagte Muxel am Sonntag. In den Skigebieten rund um Lech herrschte am Sonntag Lawinenwarnstufe 3.

UPDATE, 20.35 Uhr - Ortsteil Buchenhöhe wieder erreichbar

Nach starken Schneefällen saßen im Ortsteil von Berchtesgaden 350 Menschen tagelang fest. Zwanzig Bäume mussten gefällt werden, damit die Straße wieder gefahrlos befahren werden kann. Seit Sonntagnachmittag ist Buchenhöhe wieder erreichbar.

UPDATE, 20.28 Uhr Mehrere bekannte Touristenorte in Österreich nicht erreichbar

In Österreich sind unter anderem die bekannten Skiorte Lech und Zürs wegen einer Sperrung der Zufahrtsstraßen nicht mehr erreichbar. Das teilten die Gemeinden auf ihrer Website mit. Auch die Ortschaft Stuben am Arlberg ist wegen der Lawinengefahr von der Außenwelt abgeschnitten. Wie die ORF berichtete, ist auch die Straße nach Ischgl und Galtür gesperrt worden. Darüber hinaus werde im Lauf des Abends die Straße nach Sölden im Ötztal gesperrt. Die örtlichen Lawinenkommissionen wollen morgen früh erneut über die jeweilige Gefahrenlage beraten.

Saalfelden in Österreich versinkt im Schnee.

UPDATE, 20.18 Uhr - B205 wegen akuter Lawinengefahr gesperrt

Ab sofort muss wegen akuter Lawinengefahr die B305 auch zwischen Ilsank nach Abzweigung Schönau/Duftberg (Gemeinde Bischofswiesen) und Wimbachbrücke (Gemeinde Ramsau b. Berchtesgaden) in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. Das Gemeindegebiet Ramsau b. Berchtesgaden ist über die Schwarzeckerstraße (Hochschwarzeck) erreichbar.

Bereits am Samstag mussten Einsatzkräfte das Dach der Ramsauer Grundschule von den Schneemassen befreien.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

UPDATE, 20.02 Uhr - "Die kämpfen und machen, das ist eine Schau und sehr außergewöhnlich"

Die Helferinnen und Helfer in Aschau und Sachrang haben ihren Einsatz für heute beendet. Die Staatsstraße zwischen Aschau und Sachrang ist wieder für den Verkehr freigegeben. Die Koordinierungsgruppe im Rosenheimer Landratsamt, die am Freitagvormittag eingerichtet wurde, stellte ihren Dienst um 19 Uhr ein. Das Bürgertelefon ist ebenfalls nicht mehr erreichbar.

In den 14 Gebäuden in der Spitzsteinstraße in Sachrang, auf deren Dächern das Gewicht des Schnees die erlaubten Dachlasten um ein Drittel überschreiten, wurden in 25 Wohnungen Personen angetroffen. Die Bewohner von 23 Wohnungen waren nicht bereit, die Übernachtungsmöglichkeit in Aschau wahrzunehmen. Sie bleiben auf eigenes Risiko in ihren Wohnungen. Alle anderen verbringen die Nacht in einer Ferienwohnanlage in Aschau.

In Aschau wurden die Dächer von 42 Gebäuden abgeräumt. Die Dächer von fünf weiteren Gebäuden sind noch nicht erledigt. Es ist geplant, dass dies am Montag 45 Mitglieder der Feuerwehr übernehmen.

In Sachrang wurden 130 Gebäudedächer von den Schneelasten befreit. Die verbliebenen 15 mit Schnee bedeckten Dächer werden ebenfalls am Montag in Angriff genommen. Dafür werden Feuerwehr und Technisches Hilfswerk mehr als 100 Frauen und Männer nach Sachrang entsenden.

Die Sperrung der Staatsstraße zwischen Aschau und Sachrang wurde genutzt, um beide Fahrbahnen vom Schnee zu befreien. Eine weitere Sperrung am Montag ist nicht vorgesehen.

Insgesamt waren heute 650 Frauen und Männer von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Berg-wacht, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz. Sehr erfreulich aus Sicht des Rosenheimer Kreisbrandsrats Richard Schrank ist die Tatsache, dass sich keine Unfälle ereigneten und niemand verletzt wurde. Schrank, der sich mehrfach vor Ort ein Bild der Lage machte, sprach allen Einsatzkräften ein großes Kompliment aus: „Die kämpfen und machen, das ist eine Schau und sehr außergewöhnlich.“ Schrank berichtete, dass der Schnee, vor allem nach dem Regen heute, sehr schwer geworden war, was die Helfer vor eine vor allem körperliche Herausforderung stellte.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

UPDATE, 19.43 Uhr - Mindestens fünf Tote am Wochenende

In den schneereichen Alpen sind am Wochenende mindestens fünf Menschen gestorben. Drei Skifahrer aus Süddeutschland kamen im österreichischen Lech unter einer Lawine ums Leben, ein vierter aus der Gruppe wurde am Sonntagnachmittag noch vermisst. Die Suche nach dem 28-Jähirgen wurde am Sonntag bis auf weiteres eingestellt. Aufgrund des heftigen Schneefalls wäre es für die Rettungskräfte viel zu gefährlich, sagte Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel am Sonntagmittag. Es sei auch kein Zeitfenster mit besserem Wetter absehbar.

Bei einer Lawinensprengung in den französischen Alpen starben außerdem zwei Pistenarbeiter. Die Männer hantierten am Sonntag mit Sprengstoff, als es aus zunächst ungeklärter Ursache zur Explosion kam.

UPDATE, 19 Uhr - Räumung des Ferienparks bei Siegsdorf abgeschlossen

Das Traunsteiner Landratsamt hat aktuelle Informationen zur Räumung des Ferienparks Vorauf herausgegeben: "Der Ferienpark Vorauf in Siegsdorf wurde von Einsatzkräften der Feuerwehr, des Roten Kreuzes und der Polizei geräumt. Statiker hatten zuvor festgestellt, dass bei vielen Häusern die Dachlast überschritten ist. Insgesamt wurden in den Häusern des Ferienparks 50 Personen angetroffen und sicherheitshalber evakuiert. Der Großteil trat bereits die Heimreise an, vier Personen wurden vorübergehend in der Schule Siegsdorf betreut und sind mittlerweile anderweitig untergebracht. Die Räumung dauerte insgesamt etwa zwei Stunden."

UPDATE, 18.28 Uhr - Kleines deutsches Eck gesperrt - Notfallkrankenwagen in Schneizlreuth

Ab sofort muss wegen akuter Lawinengefahr die B21 zwischen Unterjettenberg und Bad Reichenhall/Höhe Festplatz in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. Dies bedeutet, dass wegen der seit Donnerstag bestehenden Sperrung der B305 am Weinkaser sowie am Wachterl die Ortsteile Schneizlreuth, Oberjettenberg und Unterjettenberg der Gemeinde Schneizlreuth von deutscher Seite aus nicht mehr über Straßen erreichbar sind. Somit ist auch das sogenannte „Kleine deutsche Eck“, die direkte Verbindung zwischen Salzburg und Saalfelden/Lofer, gesperrt.

Die Versorgung der Bevölkerung der betroffenen Ortsteile wird von Polizei, Feuerwehr, Roten Kreuz und Bundeswehr so gut wie möglich sichergestellt. Auch eine medizinische Notversorgung ist vorhanden, wobei die BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall wie schon im Februar und März 2009 wieder einen Notfallkrankenwagen in Schneizlreuth stationiert.

Das BRK stationiert einen Notfallkrankenwagen in Schneizlreuth

Das Bürgertelefon (Telefon: +49 8651 773-153) am Landratsamt Berchtesgadener Land für Bürgerinnen und Bürger aus den K-Fall-Gemeinden wird heute noch bis 20 Uhr erreichbar sein.

Pressemitteilung Landratsamt und BRK Berchtesgadener Land

UPDATE, 18.02 Uhr - Zu hohe Schneelast auf Dächern in Sachrang

In Sachrang müssen Bewohner von mehreren Gebäuden in der Spitzsteinstraße kurzfristig umziehen. Die Eigentümer hatten sich erst heute bei der Feuerwehr gemeldet. Eine Überprüfung am Nachmittag ergab, dass mit einer Schneelast von 300 Kilogramm und höher pro Quadratmeter die erlaubte Dachlast um ein Drittel überschritten ist.

Betroffen sind insgesamt 14 mehrstöckige Gebäude, die zum Teil unbewohnt sind. In einer Besprechung mit Mitgliedern der Gemeindeverwaltung wurde vereinbart, dass die Dächer morgen gewerblich geräumt werden. Die Bewohner wurden aufgefordert, ihre Häuser aus Sicherheitsgründen zu verlassen. Sie können die Nacht in einer Ferienwohnanlage in Aschau verbringen. Die Aktion ist noch nicht abgeschlossen. Bekannt ist, dass bisher 15 Personen dieses Angebot wahrnehmen.

Lagebesprechung der Koordinierungsgruppe im Rosenheimer Landratsamt

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

UPDATE, 17.50 Uhr - Einzelner Skifahrer kann Lawine auslösen

Der Bayerische Lawinenwarndienst hat um 17.30 Uhr eine aktuelle Beurteilung der Lage herausgegeben: "Sturm und Neuschnee verursachen bis Montag Abend umfangreiche Triebschneeansammlungen, die sehr störanfällig sind. Bei starkem Regen in der kommenden Nacht ist in mittlere Lagen mit einer hohen Nass- und Gleitschneelawinenaktivität zu rechnen."

UPDATE, 17.35 Uhr - Von der Leyen sichert weiterhin Hilfe zu

Nach dem Besuch von Markus Söder (CSU) am Samstag in Bad Tölz machte sich am Sonntag Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Berchtesgaden ein Bild der Lage und sicherte den vom Schneechaos betroffenen Landkreisen weiter Hilfe zu. "Die Bundeswehr bleibt so lange, wie sie gebraucht wird", sagte sie.

UPDATE, 17.22 Uhr - Aktuelle Verkehrslage im Kreis Traunstein

Straßensperren, eingeschränkte Befahrbarkeit von Straßen im Landkreisgebiet Traunstein:

B 305 Ruhpolding – Reit im Winkl gesperrt

B 307 Kössen (A) – Schleching gesperrt

St2304 Kössen (A) – Reit im Winkl gesperrt

Reit im Winkl Winklmoosstraße gesperrt

Ruhpolding Steinbergalmstraße gesperrt

Traunstein Nebenstraßen gesperrt

Hauptstraßen eingeschränkte Räumung

Gemeindestraße nach Knappenfeld gesperrt

Siegsdorf Mehrere gesperrte Gemeindestraßen

Bergen Gemeindestraße Weißachental

Richtung Kohlstatt gesperrt

Grabenstätt Gemeindeverbindungsstraße

Erlstätt – Innerlohen gesperrt

A 8 störungsfrei

Bahnlinien:

Bahnlinie Traunstein – Ruhpolding bis einschl. 14.01.2019 kein Betrieb

– Busnotverkehr durch Fa. Hövels

Bahnlinie Traunstein – Waging bis einschl. 14.01.2019 kein Betrieb

- Busnotverkehr durch Firma Balci

Bahnlinie Traunstein – Traunreut am 12.01.2019 kein Betrieb

– öffentliche Busse nutzen

UPDATE, 17.05 Uhr - 40 Personen von Räumung des Ferienparks betroffen

Da wegen der Schneelast auf den Dächern Einsturzgefahr besteht, werden die Häuser des Ferienparks Vorauf bei Siegsdorf evakuiert. Wie Katharina Buchner vom Traunsteiner Landratsamt nun unserer Redaktion mitteilt, habe man sich zwischenzeitlich einen Überblick über die Lage im Ferienpark verschaffen können. 40 Personen befänden sich derzeit in Vorauf und werden jetzt in der Siegsdorfer Schule untergebracht und versorgt. 

Schneelast auf Dächern zu groß - Ferienpark Vorauf wird evakuiert

UPDATE, 16.57 Uhr - Regen, Schneefall und Tauwetter fordern Einsatzkräfte

Es gibt eine aktuelle Warnung vom BRK Kreisverband Berchtesgadener Land: „Das aktuelle Lagebild im Katastrophenfall für Teile des Berchtesgadener Landes hat sich seit den Morgenstunden nicht gravierend verändert. Die Wettersituation wird sich aber spätestens ab den Abendstunden mit starkem Niederschlag und Sturm deutlich verschlechtern“.

UPDATE, 16.45 Uhr - Unterrichtsausfall am Montag in Oberbayern

Aufgrund des Schneechaos fallen auch am Montag in zahlreichen oberbayerischen Landkreisen die Schulen aus. Ein Überblick:

  • Landkreis und Stadt Rosenheim

Unterrichtsausfall an allen Schulen am Montag.

  • Landkreis Traunstein

Unterrichtsausfall an allen Schulen am Montag, Dienstag und Mittwoch.

  • Landkreis Berchtesgadener Land

Unterrichtsausfall an allen Schulen am Montag.

  • Landkreis Mühldorf am Inn

Unterrichtsausfall an allen Schulen am Montag.

  • Landkreis Starnberg

Unterrichtsausfall an allen Schulen am Montag.

  • Landkreis Weilheim-Schongau

Unterrichtsausfall an allen Schulen am Montag.

  • Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Unterrichtsausfall an allen Schulen am Montag und Dienstag.

  • Landkreis Ebersberg

Unterrichtsausfall an allen Schulen am Montag.

  • Landkreis Erding

Unterrichtsausfall an allen Schulen am Montag.

  • Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Unterrichtsausfall an allen Schulen am Montag.

  • Landkreis Miesbach

Unterrichtsausfall an allen Schulen am Montag.

UPDATE, 16.35 Uhr - THW Rosenheim seit Mittwoch ununterbrochen im Einsatz

UPDATE, 16.23 Uhr - Noch einmal höchste Lawinengefahr in Österreich

In Teilen Österreichs wird wegen der neuen Schneefälle wieder die höchste Lawinenwarnstufe ausgerufen. Für morgen gelte für den Westen Tirols kurzzeitig Warnstufe 5, teilten die Behörden mit. Zum Wochenstart wird in vielen Hochlagen erneut mit mindestens einem Meter Neuschnee gerechnet. Besserung sei aber in Sicht. Nach schnell eintretenden kritischen Lawinenphasen trete meist ebenso schnell eine Kehrtwende ein und die Lage werde sich gegen Wochenmitte weitgehend entspannt haben. Das meinte ein Sprecher des Lawinenwarndienstes in Tirol.

Schneechaos in Österreich

UPDATE, 16.07 Uhr - 1300 Menschen nach Lawinenabgang eingeschlossen

Nach einem Lawinenabgang auf eine Kreisstraße sitzen rund 1300 Einwohner und Touristen in dem Wintersportort Balderschwang im Allgäu fest. Zunächst hatte die Polizei von 2000 isolierten Menschen gesprochen. „Der Riedbergpass ist vorsorglich gesperrt, weil auch hier Lawinengefahr herrscht“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Damit ist die einzige Verbindung von deutscher Seite aus zum beliebten Tourismusziel blockiert. Zuvor war auf österreichischer Seite bei Hittisau eine Lawine abgegangen. Verletzte hatte es dabei nicht gegeben.

Die Versorgung für die in rund 1000 Meter Höhe liegende Gemeinde ist vorerst gesichert. Die Stromleitungen sind intakt. „Eine Evakuierung ist derzeit nicht geplant“, hieß es. Das Skigebiet Grasgehren wurde jedoch geräumt, 40 Menschen wurden hierbei in Sicherheit gebracht.

Die Kreisstraße aus Österreich nach Balderschwang wird laut Polizeiangaben von Sonntag noch bis einschließlich Montag gesperrt bleiben. Sollte die Räumung der Schneemassen früher gelingen, werde dies über den Verkehrsfunk bekannt gegeben.

Die Zufahrt zum Riedbergpass in Richtung Balderschwang ist wegen Lawinengefahr gesperrt.

UPDATE, 15.45 Uhr - 1700 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade im Einsatz

1700 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 waren am Sonntag im Freistaat nach Bundeswehrangaben im Schnee-Einsatz. Zusätzlich halfen Soldaten des IT-Bataillons 293, der Streitkräftebasis, des Sanitätsdienstes und der Luftwaffe. Mehrere Tausend Helfer von Feuerwehren, Bayerischem Roten Kreuz, Bereitschaftspolizei und weiterer Organisationen schaufeln seit Tagen Dächer frei, räumen Straßen und sichern Bäume.

UPDATE, 15.35 Uhr - 150 Häuser im Ferienpark Vorauf werden geräumt

Im Siegsdorfer Ferienpark vorauf werden derzeit alle Häuser geräumt, dies bestätigte Katharina Buchner vom Traunsteiner Landratsamt auf Nachfrage von chiemgau24.de. Im Ferienpark stehen ca. 150 Häuser und man gehe von 200 Personen aus. Bei vielen Häusern wurde festgestellt, dass die Dachlast überschritten sei, deswegen habe man sich zur Räumung entschlossen. Das BRK, Feuerwehr und Polizei sind vor Ort im Einsatz.

Bei Siegsdorf muss der Ferienpark Vorauf evakuiert werden.

Die Bewohner des Ferienparks werden in der Siegsdorfer Grund- und Mittelschule untergebracht, die bereits zuvor für solche Fälle als Notunterkunft vorgesehen war. Nach der Räumung müssten sich Fachkräfte noch einmal gezielt die Häuser anschauen und entscheiden, welche Dächer geräumt werden müssen. "Wichtig ist momentan, dass niemand in akuter Gefahr ist", so Buchner. 

UPDATE, 15.14 Uhr - Evakuierung Ferienpark bei Siegsdorf

Derzeit wird der Ferienpark (Vorauf) bei Siegsdorf evakuiert, berichtet unser Reporter von vor Ort. Es besteht aufgrund des starken Regens bei einigen älteren Gebäuden akute Einsturzgefahr. Hierfür werden die besonders gefährdeten Gebäude vorsorglich geräumt. Das BRK, Feuerwehr und Polizei sind vor Ort im Einsatz.

UPDATE, 15.04 Uhr - Landrat Walch spricht über Biathlon Weltcup

Im Zuge der Ausnahmesituation hat sich Landrat Siegfried Walch mit einem Video auf Facebook gemeldet. Dabei spricht er über die aktuelle Lage und eine mögliche Absage des Biathlon Weltcups in Ruhpolding. Zu dieser Thematik können man sich aktuell keine Gedanken machen, denn alle vorhanden Kapazitäten brauche man in den Krisengebieten um die Situation zu entschärfen. Oberste Priorität habe die Sicherheit der Menschen im Landkreis zu gewährleisten. Erst wenn diese sichergestellt sei, könne man sich über die Durchführung des Biathlon Weltcups Gedanken machen. 

Insgesamt seien am Sonntag im Landkreis Traunstein rund 1.600 Hilfskräfte im Einsatz. Der operative Schwerpunkt der Einsatzkräfte liegt weiter darauf, die Verkehrs- und Sicherheitsinfrastruktur wieder in vollem Umfang herzustellen.

UPDATE, 14.29 Uhr - Unterrichtsausfall im Landkreis Mühldorf

Aufgrund der Witterungsverhältnisse kann für Montag, 14. Januar, nicht garantiert werden, dass die Sicherheit des Schulwegs gewährleistet ist. Daher entfällt der Unterricht an den Schulen im Landkreis.

Eine Notbesetzung an den Schulen für die Betreuung von Schülerinnen und Schüler ist sichergestellt.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf

UPDATE, 14.22 Uhr - Katastrophenfall im Berchtesgadener Land

Bereits seit 5. Januar 2019 waren die Feuerwehren im Landkreis Berchtesgadener Land aufgrund der starken Schneefälle im Einsatz. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen und Bahnlinien. Die Einsätze erstreckten sich hauptsächlich auf die Gemeinden des inneren Landkreises sowie den Teisendorfer Ortsteil Neukirchen.

Extreme Schneefälle in der Nacht von Mittwoch, 9. auf Donnerstag, 10. Januar verschärften die Situation zusätzlich. Die Schneelasten auf den Dächern erreichten bedrohliche Höhen. Um die Einsatzmaßnahmen gezielt zu koordinieren und dadurch auch die Gefahr für Menschen zu reduzieren wurde der Katastrophenfall für die Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg, Ramsau, Schönau am Königssee, Teisendorf und im weiteren Verlauf auch für die Gemeinde Schneizlreuth ausgerufen.

Seit 10. Januar befinden sich alle 22 Feuerwehren des Landkreises Berchtesgadener Land im Einsatz. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr befreien unter enormen Personaleinsatz Dächer von den Schneelasten um Gebäudeeinstürze zu vermeiden.

Weitere Feuerwehren aus weiten Teilen Oberbayerns unterstützen mittlerweile die Feuerwehrkräfte im Berchtesgadener Land. Seitens der Feuerwehr sind und waren zwischenzeitlich weit über 1.000 Kräfte teilweise mehrere Tage hintereinander im Einsatz.

Zusätzlich werden die Feuerwehren durch Helfer des Technischen Hilfswerks, des BRK und seiner angegliederten Einheiten sowie weiterer Hilfsorganisationen und der Bundeswehr unterstützt.

Um die Einsätze zu koordinieren wurden die Abschnittsführungsstellen "Nord" und "Süd" aufgerufen. Von den Feuerwehrgerätehäusern in Ainring und Berchtesgaden führen Mitglieder der Kreisbrandinspektion Berchtesgadener Land die Einheiten. Unterstützt werden Sie dabei von Führungsassistenten und -gehilfen der Feuerwehren des Landkreises und Fachberatern verschiedener Hilfsorganisationen.

Aufgrund der aktuellen Wettersituation hat die Stadt Bad Reichenhall ein lokales Bürgertelefon im Rathaus eingerichtet. Dieses ist unter der Telefonnummer 08651 / 775-212 am Sonntag, den 13. Januar 2019, bis 16 Uhr erreichbar.

Pressemeldung Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Berchtesgadener Land e.V.

UPDATE, 13.55 Uhr - Lage in Siegsdorf spitzt sich zu

Auch am Sonntag wurden in Siegsdorf wieder weitere Dächer vom Schnee befreit. Die Bilder zeigen unter anderem die Schule Siegsdorf. Zur Unterstützung sind Feuerwehren aus den nördlichen Gemeinden, Bundeswehr und DLRG aus Bamberg im Gemeindebereich Siegsdorf. Laut Einsatzleiter Manfred Steiner hat sich die Lager durch den Regen stark verschärft.

Die Lage in Siegsdorf spitzt sich zu 

UPDATE, 13.26 Uhr: Rotes Kreuz unterstützt den großen Schnee-Einsatz im Berchtesgadener Land

Die ehrenamtlichen BRK-Gemeinschaften unterstützen auch am Sonntag weiterhin den großen Schnee-Einsatz im Berchtesgadener Land und sind von der Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landratsamtes mit verschiedenen Aufgaben betraut worden, wobei aktuell rund 100 Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaften, der BRK-Wasserwacht und der Bergwacht im BRK im Landkreis gefordert sind:

Während ein Zug der Bergwachten aus dem Einsatzleitbereich Saalachtal auch im südlichen Landkreis Dächer abschaufelt und am Abend durch weitere Bergwachten aus der Rhön, Frankenjura und dem Fichtelgebirge unterstützt und abgelöst wird, kümmern sich die heimischen BRK-Bereitschaften zusammen mit dem Malteser Hilfsdienst (MHD) und der BRK-Wasserwacht um die Verpflegung und Betreuung der vielen hundert Einsatzkräfte.

Die BRK-Wasserwacht schaufelt ebenfalls gesichert Hausdächer ab, da die Zeit aufgrund des angekündigten schlechten Wetters mit massiven Niederschlägen und Sturm drängt. Von insgesamt mittlerweile bei den Einsatzleitungen gemeldeten knapp 900 Dächern von öffentlichen, aber vor allem auch privaten Gebäuden, die von erheblicher Schneelast bedeckt sind, konnten die Helfer bis Samstagabend rund ein Drittel freischaufeln. 

Seit den frühen Morgenstunden sind die Helfer wieder dabei, bei insgesamt knapp 100 Dächern die Schneelast weiter abzutragen. Darunter befinden sich sehr große Dachflächen, wie beispielsweise die Dachanlage der Kreisklinik Berchtesgaden, die entsprechend viele Einsatzkräfte erfordern.

Pressemeldung BRK Berchtesgadener Land

UPDATE, 13.10 Uhr: Lage in Sachrang verschärft sich

In Sachrang verschärft sich die Lage immer weiter. Nach Angaben des Örtlichen Einsatzleiters, Kreisbrandrat Richard Schrank, sind bereits 450 Einsatzkräfte vor Ort. Das Arbeiten wird immer gefährlicher. (weitere Infos: Update, 10.10 Uhr)

Schneechaos in Sachrang am Sonntag

UPDATE, 12.40 Uhr: Dachräumung Cine Chiemgau

Durch den Einsatz von 40 Helfern, die am Sonntag das Dach von der Schneelast befreit haben, kann der Spielbetrieb im Kino in Traunreut am Petra Park wieder fortgeführt werden. 

UPDATE, 12.15 Uhr: rund 300 ehrenamtliche Kräfte der DLRG im Einsatz

Aufgrund der extremen Schneelage in Bayern haben bereits mehrere Landkreise den Katastrophenfall erklärt. Im Landkreis Traunstein hat das dortige Landratsamt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bayern um Unterstützung gebeten. 

Daraufhin wurden umgehend DLRG-Einsatzkräfte in das Katastrophengebiet entsandt. Bereits seit Tagen sind bayernweit DLRG-Einheiten punktuell bei entsprechenden Schneelagen im Einsatz. Am Donnerstagabend, 10. Januar, begaben sich auf Anforderung der zuständigen Katastrophenschutzbehörde DLRG-Einsatzkräfte aus dem südlichen Oberbayern zur Katastrophenhilfe in den Landkreis Traunstein. 

Von Freitag, 11. Januar bis Samstagabend, 12. Januar, befanden sich zusätzlich ein Wasserrettungszug aus Alpenland (Oberbayern) und Oberfranken im Einsatzgebiet. Damit waren an diesem Tag insgesamt mehr als 100 DLRG-Helfer im Einsatz. Die Kräfte der beiden Wasserrettungszüge Alpenland und Oberfranken sind nach sehr erfolgreicher Arbeit mittlerweile wieder an ihre Heimatstandorte zurückgekehrt. Am Sonntag, 13. Januar hat die DLRG-Bayern auf Anforderung der Katastrophenschutzbehörde weitere Einsatzkräfte, darunter sechs Wasserrettungszüge aus allen bayerischen Bezirken, mit insgesamt mehr als 300 Einsatzkräften in das Katastrophengebiet entsandt. 

Die im Katastrophengebiet eingesetzten DLRG-Helfer haben insbesondere die Aufgaben, unter spezieller Absturzsicherung Dächer von Schneemassen zu befreien, die eigenen Kräfte sowie Helfer anderer Hilfsorganisationen sanitätsdienstlich abzusichern und Versorgungsfahrten durchzuführen. Die Helfer sind unter anderem mit spezieller Sicherungstechnik zur Absturzsicherung, Schneeschaufeln und Allradfahrzeugen ausgerüstet. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der DLRG Bayern werden vorläufig bis mindestens Sonntagabend 13. Januar, im Katastrophengebiet tätig sein. 

Das weitere Vorgehen wird - je nach Bedarf und Wetterlage – durch die Verantwortlichen vor Ort entschieden. „Selbstverständlich stehen unsere Einsatzkräfte in ganz Bayern bei Bedarf auch für die Hilfe in weiteren Bereichen jederzeit zur Verfügung“, sagt Sven Slovacek, Leiter Einsatz der DLRG in Bayern. Die DLRG Bayern ist im ständig im Kontakt mit den Behörden und hat ihnen weitere Hilfe bereits angeboten. Erfahrungen mit einer Schneekatastrophe konnte die DLRG Bayern bereits im Jahr 2006 im Bayerischen Wald sammeln

Pressemeldung Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Kreis Mühldorf

UPDATE, 11.40 Uhr: Schulen im Landkreis Rosenheim bleiben am Montag geschlossen

Die Schulen in Stadt und Landkreis Rosenheim bleiben am Montag geschlossen. Das beschloss die Lokale Koordinierungsgruppe Schulausfall. Eine Betreuung der Schülerinnen und Schüler in den Grund- und Mittelschulen ist sichergestellt. Wie es am Dienstag weitergeht, will die Koordinierungsgruppe am Montagmittag bekannt geben.

 Die Arbeiten in Aschau und Sachrang gehen indessen weiter. Die Zahl der eingesetzten Kräfte erhöhte sich auf 560. In Sachrang werden neben den Dächern von Häusern auch Gullys geräumt, um auf mögliche Überflutungen durch Tauwetter vorbereitet zu sein.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

UPDATE, 11.25 Uhr: Lage in Siegsdorf sehr akut - Einsatzkräfte kommen an ihre Grenzen

Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr Siegsdorf von vor Ort mitteilte, sei die Lage in Siegsdorf sehr akut. Tagelang sind die Einsatzkräfte vor Ort schon dabei, die Schneemassen zu bekämpfen. Nun stoßen sie langsam an ihre Grenzen, so der Einsatzleiter. Durch den schweren Schnee und dem zusätzlichen Regen, werde die Last auf den Dächern immer problematischer. 

Lamminger/ ics

UPDATE, 11.15 Uhr: Feuerwehren aus Mühldorf helfen im Katastrophengebiet

Auch aus dem Landkreis Mühldorf fuhren am Wochenende Einsatzkräfte ins Krisengebiet nach Marktschellenberg in den Landkreis Berchtesgadener Land. Am Samstag fuhren 115 Mann und 17 Fahrzeugen und am Sonntag 150 Mann mit 22 Fahrzeugen nach Marktschellenberg im Landkreis Berchtesgadener Land. 

Jeweils um 6 Uhr trafen sich die Floriansjünger am Volksfestplatz in Mühldorf, um von dort im Konvoi in Richtung Berge starteten. Dort werden sie Dächer vom Schnee befreien. 

Feuerwehren aus dem Raum Mühldorf rücken ins Katastrophengebiet aus

Zum Einsatz heute kamen Männer von den Feuerwehren aus Neumarkt St. Veit, Heldenstein, Ranoldsberg, Elsenbach, Aspertsham, Schleefeld, Gummatenkirchen, Oberornau, Kaiburg, Haag/OBB, Mühldorf am Inn, Waldkraiburg, Jettenbach, Aschau am Inn, Mettenheim, Ampfing, Elsenbach, Grüntal, Lauterbach, Lochheim, Obertaufkirchen, Polling, Schwindegg sowie von der Kreisbrandinspektion und vom Landratsamt Mühldorf. 

Auch 15 Männer und Frauen von den Maltersern aus Mühldorf, die sich um die Verpflegung der Einsatzkräfte kümmern, sind dabei. Sie sind mit zwei Fahrzeugen ausgerückt und waren an beiden Tagen mit im Einsatz.

Feuerwehren aus dem Landkrreis Mühldorf

UPDATE, 11 Uhr: Schneepflug stürzt in Brandenburg (Tirol) in steil abfallenden  Wald ab

Am Sonntag, um 05.05 Uhr, fuhr ein 48-jähriger Angestellter der Straßenmeisterei Wörgl mit einem Räumfahrzeug auf der Brandenberger Landestraße Tal einwärts.

Aufgrund der erheblichen Schneemengen und teilweise größere Schneerutschungen auf die Landesstraßeprallte das Fahrzeug bei Straßenkilometer 2,800 gegen die Leitschiene, riss diese auf circa 30 Meter auf und stürzte einige Meter in den steil abfallenden Wald.

Ein Absturz des Fahrzeuges wurde durch einen Baum verhindert und der Lenker konnte sich selbständig und unverletzt aus dem Lkw befreien.

Am Räumfahrzeug entstand erheblicher Sachschaden, die Bergung des Fahrzeuges erfolgt am Sonntagvormittag, wodurch die Brandenberger Landesstraße für einige Stunden nicht befahrbar sein wird.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Tirol

UPDATE, 10.45 Uhr: Räumungsarbeiten auf den Dächern sind im Gange

Nach einer relativ „wetterruhigen“ Nacht werden auch bis zum heutigen Nachmittag zunächst nur mäßige Niederschlagsmengen für das Berchtesgadener Land erwartet. Die Wetterlage wird sich aber spätestens ab den Abendstunden deutlich verschlechtern, denn bis einschließlich Montagabend sind ergiebige Niederschläge bei einer Schneefallgrenze, die zwischen 600 und 1.000 Metern variiert, vorhergesagt. Für die unermüdlich arbeitenden Einsatzkräfte im Katastrophenfall im Berchtesgadener Land bleibt somit die Gefahrenlage vor allem in Hinblick auf die Schneelasten von Dächern und der Möglichkeit von Lawinenabgängen weiterhin angespannt.

Heute werden in den beiden Einsatzabschnitten „SÜD“ und „NORD“ insgesamt mehr als 1.600 Einsatzkräfte von den Freiwilligen Feuerwehren, dem THW, der Bundeswehr, der Bundes- sowie der bayerischen Landespolizei, dem BRK, dem Malteser-Hilfsdienst, der Bergwacht sowie weiteren Helfern bzw. Mitarbeitern der Gemeinden und Behörden vor Ort im Einsatz sein.

Von insgesamt mittlerweile bei den Einsatzleitungen gemeldeten knapp 900 Dächern von öffentlichen, aber vor allem auch privaten Gebäuden, die von erheblicher Schneelast bedeckt sind, konnten bis gestern Abend circa 300 freigeschaufelt werden. Seit den frühen Morgenstunden sind die Helferinnen und Helfer wieder dabei, bei insgesamt knapp 100 Dächern die Schneelast weiter abzutragen. Darunter befinden sich sehr große Dachflächen, wie beispielsweise die Dachanlage des Kreiskrankenhauses Berchtesgaden, die entsprechend viele Einsatzkräfte erfordern.

Dringender Hinweis an die privaten Hauseigentümer: In diesem Zusammenhang bitten die Einsatzleitungen die privaten Hauseigentümer unbedingt darauf zu achten, dassdie Heizungskamine möglichst frei von Schnee sind. Auf keinen Fall dürfen die Kamine eingeschneit sein, da sonst die Gefahr besteht, dass der Abgasaustritt über die Kaminanlage nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert und eine entsprechende Gefährdung eintreten kann.

Lawinengefahrensituation: Die Gefahr von Lawinenabgängen ist unverändert groß. Unter Berücksichtigung der Wetterprognosen für die nächsten Tage ist eine Entspannung der Lage weiterhin nicht zu erwarten, ab den Nachmittagsstunden ist sogar mit einer Verschärfung der Lawinengefahrensituation zu rechnen. Die Entwicklung der Schneelage und der Gefahrenlage wird von den örtlichen Lawinenwarnkommissionen ständig geprüft und neu bewertet.

Aktuell gültige Straßensperrungen -Folgende Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Berchtesgadener Land sind Stand heute, 8:00 Uhr gesperrt:

  • B305: in beiden Richtungen von Unterjettenberg bis zum Wachterl in Ramsau b. Berchtesgaden (Taubensee) 
  • B305: in beiden Richtungen zwischen den Abzweigen ST 2101 und B 21 (sog. Weinkaser)
  • Staatsstraße 2102: in beiden Richtungen zwischen Oberteisendorf und Neukirchen 
  • Kreisstraße BGL 19: in beiden Richtungen vom Kreisverkehr Dokumentation Obersalzberg bis Parkplatz Vorderbrand (Berchtesgaden) 
  • Staatsstraße 2099 und Kreisstraße BGL 14: Bereich Hintersee wegen Lawinengefahr gesperrt 
  • Kreisstraße BGL 5 (Tiefenbachstraße): Marktschellenberg

Bürgertelefon: Bürgerinnen und Bürger aus den K-Fall-Gemeinden können sich an das Bürgertelefon (Telefon: +49 8651 773-153) am Landratsamt Berchtesgadener Land wenden, das heute wieder bis 18:00 Uhr erreichbar ist.

Pressemeldung Landratsamt Berchtesgadener Land

UPDATE, 10.40 Uhr: Fokus liegt darauf, die Dächer vom Schnee zu befreien

Am Sonntag sind im Landkreis Traunstein rund 1.600 Hilfskräfte im Einsatz. Zwei Drittel davon sind Helfer der Feuerwehren. Die Bundeswehr beteiligt sich mit etwa 100 Soldatinnen und Soldaten, die überwiegend in Reit im Winkl, Inzell, Ruhpolding und Siegsdorf aktiv sind.

Erstmals sind auch Kräfte der Bereitschaftspolizei im Einsatz, die unter anderem die Schneefräsarbeiten auf der B306 unterstützen. Zudem sind heute auch zwei Hilfeleistungskontingente aus Österreich zur Unterstützung vor Ort. Ein Kontingent stellt der Bezirk Pongau aus dem Land Salzburg (60 Einsatzkräfte), das zweite Kontingent kommt aus Oberösterreich (50 Mann).

Wie in den vergangenen Tagen gibt es darüber hinaus auch am heutigen Sonntag großartige Unterstützung von Hilfeleistungskontingenten aus anderen bayerischen Landkreisen.

Feuerwehren des Landkreises Freising heute Morgen vor der Abfahrt nach Traunstein

Der operative Schwerpunkt der Einsatzkräfte liegt weiter darauf, die Verkehrs- und Sicherheitsinfrastruktur wieder in vollem Umfang herzustellen. Hierzu zählen etwa freie Hauptverkehrsstraßen, Rettungswege und Hydranten. Ein weiterer Fokus liegt darauf, gefährdete Dächer von Schneelasten zu befreien. Klare Priorität haben hierbei Gebäude und Einrichtungen der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der Daseinsvorsorge. Hierzu gehören insbesondere Krankenhäuser, Altenheime, Feuerwehrhäuser, Rettungswachen und Rathäuser im Landkreis Traunstein.

Dachräumungen in der Pechschneid

Neue örtliche Schwerpunkte (neben Reit im Winkl, Ruhpolding, Inzell, Siegsdorf und Traunstein) sind die Gemeinden Schleching und Bergen.


Pressemeldung Landratsamt Traunstein

UPDATE, 10.35 Uhr: Skigebiet St. Englmar in Niederbayern gesperrt

Wie das Polizeipräsidium Niederbayern soeben mitteilte, wurde das Skigebiet St. Englmar wegen erhöhter Schneebruchgefahr gesperrt. Dort sei in Kürze ein Hubschrauber der Polizei vor Ort, um die Bäume vom Schnee zu entlasten. Für diesen Einsatz ist die Polizeiinspektion Bogen zuständig.

UPDATE, 10.30 Uhr: Einsätze der Bundeswehr in fünf südbayerischen Landkreisen

Die Hilfeleistungen der Bundeswehr bei der Schneekatastrophe gehen unvermindert weiter. Am Samstag, 12. Januar 2019, waren 1.700 Soldaten aus allen Einheiten der Gebirgsjägerbrigade 23 im Einsatz oder in Bereitschaft. Verstärkung bekamen sie von Soldaten des Ausbildungsstützpunkts Gebirgs- und Winterkampf, dem Informationstechnikbataillon 293 aus Murnau am Staffelsee, von der Luftwaffe, dem Sanitätsdienst der Bundeswehr und den Reservisten der Streitkräftebasis in den regionalen Krisenstäben. 

Der Katastrophenalarm gilt weiterhin in fünf bayerischen Landkreisen: Bad Tölz- Wolfratshausen, Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Traunstein. In allen Katastrophengebieten hat die Bundeswehr die zivilen Hilfskräfte mit Fähigkeiten und Material unterstützt. Es galt vor allem, einsturzgefährdete Dächer von den Schneelasten zu befreien. 

Besondere Aufgaben hatte eine Hubschrauberbesatzung. Die Piloten vom Hubschraubergeschwader 64 aus Laupheim nahmen in der Bad Reichenhaller Hochstaufen-Kaserne einen Heeresbergführer und einen Sprengstoffexperten an Bord ihres Airbus H145M. Eine ihrer Missionen war es, im Gemeindebereich Ruhpolding einen kontrollierten Lawinenabgang auszulösen. Zudem befreiten die Piloten mit dem sogenannten „Downwash“, dem Abtrieb der Hubschrauberrotoren, Bäume von den drückenden Schneelasten. Die Bäume drohen durch den Schnee umzustürzen und Straßen zu blockieren. Der Einsatz führte die Hubschrauberbesatzung in den Raum Siegsdorf und Reit im Winkl.

Am Boden kämpften am Samstag hunderte Soldatinnen und Soldaten in ganz Südbayern gegen die Schneemassen. Durch die niedrigen Temperaturen hat der Schnee weiterhin ein sehr hohes Gewicht und belastet manche Dächer so stark,  dass sie einzustürzen drohen. Das Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall schaufelte in den Gemeinden Ruhpolding und Inzell Schnee von den Dächern, unterstützt vom Gebirgsversorgungsbataillon 8. 

Operation Schneelage 2019: Einsatz der Bundeswehr in fünf südbayerischen Landkreisen

Im Landkreis Miesbach sind zur Stunden 100 Soldatinnen und Soldaten des Gebirgsaufklärungsbataillon 230 damit beschäftigt, das Dach des Krankenhauses Agatharied in der Gemeinde Hausham zu räumen. Das Gebirgsjägerbataillon 233 aus Mittenwald war in den Landkreisen Bad Tölz- Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen im Einsatz

In Oberammergau droht das Dach des traditionsreichen Passionsspielhauses unter der Last der Schneemassen einzustürzen; 150 Gebirgsjäger kämpfen dort gegen die Schneemassen. Auch in Benediktbeuern, Oberau, Bad Heilbrunn und Geretsried waren Soldatinnen und Soldaten aus Mittenwald im Einsatz

Auch im Landkreis Berchtesgadener Land blieb die Situation weiterhin angespannt. Das Gebirgsjägerbataillon 232 aus Bischofswiesen war allen Kräften in Berchtesgaden und umliegenden Orten im Einsatz. Wie schon am Freitag befreiten die Soldaten dort Dächer von der Schneelast.

Das Gebirgspionierbataillon 8 aus Ingolstadt versuchte mit schwerem Gerät, Straßen und Zufahrtswege frei zu machen. Dabei kamen unter anderem ein Pionierpanzer Dachs, Radlader und Mehrzweckraupen zum Einsatz. Für den Sonntag sind weitere Einsätze der Bundeswehr im Rahmen der Technischen Amtshilfe geplant.

Pressemeldung Gebirgsjägerbrigade 23

UPDATE, 10.10 Uhr - Arbeit in Sachrang wird immer gefährlicher

Die Räumarbeiten auf den Dächern in Aschau und Sachrang sind am Morgen wieder aufgenommen worden. Nach Angaben des Örtlichen Einsatzleiters, Kreisbrandrat Richard Schrank, sind bereits 450 Einsatzkräfte vor Ort. Ihre Anzahl wird sich im Laufe des Tages noch erhöhen. Auch die Koordinierungsgruppe im Rosenheimer Landratsamt ist seit 7.30 Uhr im Dienst. 

Rosenheims Kreisbrandrat Richard Schrank.

In Sachrang waren am Morgen noch die Dächer von 68 Gebäuden zu räumen und in Aschau von 15 Gebäuden. "Das Arbeiten wird gefährlicher", sagte Schrank in einer Lagebesprechung im Landratsamt, "weil inzwischen auch mit dem Abrutschen der Schneemengen von den Dächern gerechnet werden muss." Die Helfer wurden auf dieses erhöhte Risiko hingewiesen. Die Staatsstraße von Aschau nach Sachrang wurde gesperrt, um eine Behinderung der Einsatzkräfte zu vermeiden. Zudem gibt es in Sachrang aufgrund der Schneemengen keine Parkplätze. Die Zufahrt von Tiroler Seite steht ebenfalls nicht zur Verfügung.
Am frühen Nachmittag soll feststehen, ob in Stadt und Landkreis Rosenheim am Montag Schulunterricht stattfindet. Eine Entscheidung der Koordinierungsgruppe Schulausfall soll bis dahin vorliegen. Das Bürgertelefon im Landratsamt ist unter der Telefonnummer 08031/392-5555 wieder zu erreichen. 

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

UPDATE, 9.55 Uhr - Slowake "baut" aus Spanngurt Schneeketten

Die Tiroler Polizei weist wegen des anhaltenden Winterwetters noch einmal auf das geltende Schneekettengebot hin. Dazu hat die Landespolizeidirektion in Innsbruck sogar extra eine Pressemitteilung herausgegeben, nachdem entsprechende Kontrollen in den letzten Tagen ein ernüchterndes Ergebnis erbracht hatten. Auf dem Fernpass (B179) wurden insgesamt 29 Lkw-Fahrer erwischt, die keine Schneeketten angelegt hatten.

Mit solch einer "Vorrichtung", die als Schneekette herhalten sollte, wurde ein Slowake von der Polizei auf einer Passstraße in Tirol erwischt.

Die Gründe dafür waren vielfältig: Einige hatten überhaupt keine Ketten dabei, andere wussten nicht einmal, wie man diese anlegt. Einer dritten Gruppe ignorierte das Gebot laut Polizei "ganz bewusst". Den Vogel schoss jedoch ein slowakischer Lkw-Fahrer ab, der kurz vor Reutte auf dem Fernpass von der Polizei gestoppt wurde. Der Mann hatte an einem der Antriebsräder seines Lastwagens nur einen Spanngurt und eine desolate Anfahrtshilfe mit gebrochenen Kettenteilen angebracht. Auch er bekam natürlich eine Anzeige. Der Strafrahmen in Österreich liegt hierbei bei bis zu 5.000 Euro.

UPDATE, 9.40 Uhr - Erkundungsflug in der Ramsau

Erkundungsflug der Lawinenkommission im Berchtesgadener Land.

Am Samstagnachmittag machte sich die Lawinenkommission in der Gemeinde Ramsau aus der Luft ein Bild der Lage, wie die Presseagentur Akitvnews nun berichtet. Dazu wurde auf die Dienste des Hubschraubers "Superpuma" der Firma Heli Austria zurückgegriffen. In der Ramsau war am Freitag eine riesige Staublawine abgegangen und hatte einen Bergwald zerstört. Das Landratsamt Berchtesgadener Land hat für den Vormittag eine weitere Pressemitteilung zur Lage angekündigt.

UPDATE, 9.25 Uhr - Drei Männer sterben in Lawine am Arlberg

Am Samstag unternahmen vier befreundete deutsche Tagesgäste einen Skitag in Lech. Gegen 19.50 Uhr erstattete die Gattin eines Skifahrers Vermisstenanzeige bei der Polizei. Mittels Handyortung konnte die Gruppe rasch lokalisiert werden. Wie die Landespolizeidirektion Vorarlberg mitteilte, dürfte das Quartett in eine gesperrte Skiroute in der Nähe der Rüfikopfseilbahn am Arlberg eingefahren, dabei von einer Lawine mitgerissen und verschüttet worden sein.

Drei Personen konnten gegen 23 Uhr nur noch tot geborgen werden. Die Suche nach der vierten, noch vermissten Person musste wegen starken Schneefalls und hoher Lawinengefahr in der Nacht vorerst eingestellt werden. Die Toten waren 57, 36 und 32 Jahre alte Männer aus Oberschwaben. Die noch vermisste Person ist 28 Jahre alt und stammt ebenfalls aus Süddeutschland. Die Wintersportler hatten laut Polizeiangaben die gesamte Notfallausrüstung dabei. Trotz ausgelöstem Airbag wurden die Personen verschüttet. Sie erlitten Mehrfachverletzungen und wiesen Erstickungsmerkmale auf.

Weiter sehr hohe Lawinengefahr:

Die Lawinengefahr im bayerischen Alpenraum wird am Sonntag und in den nächsten Tagen weiter als hoch bis sehr hoch eingeschätzt. Es gilt derzeit die Warnstufe 3 von 5, in höheren Lagen ab 1.600 Metern sogar die Stufe 4 von 5. Das Hauptproblem stellen neue, umfangreiche Triebschneeansammlungen dar. Die Gefahrenstellen befinden sich in eingewehten Hangzonen aller Hangrichtungen, vorwiegend an Geländeknicken, hinter Hangkanten sowie frisch verfüllten Rinnen und Mulden, wie der Lawinenwarndienst am Sonntagmorgen bekannt gab.

UPDATE, 8.55 Uhr - Mann stürzt beim Schneeräumen durch Dach

Am späten Samstagabend hat sich in Scheffau in Tirol ein schwerer Unfall ereignet. Bei der Schneeräumung des Daches einer Reithalle am brach eine Lichtplatte. Ein 23-jähriger Einheimischer fiel aus etwa siebeneinhalb Metern Höhe auf den Sandboden der Reithalle und blieb dort verletzt liegen. Der Mann wurde ins Bezirkskrankenhaus Kufstein eingeliefert, wie die Landespolizeidirektion Tirol mitteilte.

UPDATE, 8.45 Uhr - Zwei Frauen am Walserberg verletzt

Unfall auf der B21 am Walserberg.

Am Samstagnachmittag gegen 13.50 Uhr sind bei einem Unfall auf der B21 kurz vor dem Grenzübergang am Walserberg zwei junge Frauen nach erster Einschätzung leicht verletzt worden. Das Rote Kreuz versorgte die beiden 19 und 24 Jahre alten Reichenhallerinnen und brachte sie dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab, reinigte die Fahrbahn und leitete den restlichen Verkehr wechselseitig an der Einsatzstelle vorbei, so dass es zu keinen größeren Behinderungen kam. Beamte der Reichenhaller Polizei nahmen den genauen Hergang auf.

UPDATE, 8.30 Uhr - 400 Kräfte am Sonntag bei Sachrang im Einsatz

Die Staatsstraße Aschau - Sachrang ist seit Sonntagmorgen wieder gesperrt. Auch dort ist in der Nacht nochmal einiges an Neuschnee dazu gekommen. Am Sonntag sollen im Bereich Sachrang und Innerwald insgesamt 400 Kräfte zum Einsatz kommen, wie soeben von vor Ort gemeldet wurde. Am Samstag waren bereits 300 Helfer von THW, Feuerwehr und anderen Organisationen vor Ort. Der Einsatzstab am Landratsamt Rosenheim ist wegen der Lage im hinteren Priental ebenfalls bereits am Sonntagmorgen wieder zusammengetreten.

Schneechaos in Aschau und Sachrang

UPDATE, 8.20 Uhr - Reichlich Neuschnee in Region gefallen

Jetzt gibt es erste Infos, wie viel Schnee in der Nacht an verschiedenen Stellen in Oberbayern gefallen ist. "Wir verzeichnen am Morgen 25 Zentimeter Neuschnee in Teisendorf, 30 Zentimeter in Ruhpolding und 21 Zentimeter in Garmisch", erklärte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonntagmorgen. Allerdings wurde zugleich vor Tauwetter im Verlauf des Sonntags gewarnt. Schnee wird so nass und extrem schwer.

UPDATE, 8.05 Uhr - Sechs Verletzte bei Unfall bei Hausham

Im Landkreis Miesbach hat sich am Samstagabend ein ziemlich heftiger Unfall ereignet. Eine Frau aus Wörgl war mit einem Auto von Agatharied Richtung Hausham unterwegs, als sie auf schneebedeckter Fahrbahn vermutlich zu schnell unterwegs war, ins Rutschen kam und in den Gegenverkehr geriet. Dabei kollidierte die 38-Jährige mit dem entgegenkommenden Wagen eines 33-jährigen Haushamers. In beiden Fahrzeugen saßen jeweils noch zwei weitere Personen, so dass die Polizei letztlich von sechs Verletzten berichtete. Es entstand ein Schaden von rund 13.000 Euro.

Auch aus dem Landkreis Ebersberg wurden zwei Unfälle bedingt durch Schneeglätte gemeldet. Bei Steinhöring wollte ein Autofahrer aus dem Landkreis Altötting von der Kreisstraße EBE20 auf die Kreisstraße EBE6 abbiegen. Dabei kam der Mann mit seinem Wagen von der Straße ab und landete im Graben. Er blieb zum Glück unverletzt.

Kurz darauf wollte ein 20-Jähriger aus dem Landkreis Mühldorf an selbiger Stelle nach links abbiegen. Er rutschte mit seinem Fahrzeug beim Abbiegen nach rechts in den Graben. Auch er und seine Beifahrerin blieben unverletzt. Dieses Fahrzeug wurde ebenfalls durch einen verständigten Abschleppdienst geborgen. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der Fahrer betrunken war. Sein Führerschein wurde sichergestellt.

UPDATE, 7.55 Uhr - Straße nach Sachrang wieder gesperrt

Im Landkreis Rosenheim ist nach vor wie vor das hintere Priental am stärksten von den Schneemassen betroffen. Die einzige Verbindungsstraße ins Tal nach Innerwald und Sachrang, die Staatsstraße 2093 von Aschau aus kommend, war am Samstagabend kurzzeitig für den Verkehr freigegeben worden.

Der Bayerische Rundfunk meldet nun, dass die Straße seit Sonntagmorgen, 7.30 Uhr, wieder gesperrt ist. Da die Zufahrt über die österreichische Seite ebenfalls nicht bzw. kaum möglich ist, bleibt die Lage für die Menschen dort sehr angespannt.

UPDATE, 7.45 Uhr - Über 150 Einsätze in Niederbayern

Obwohl vor allem in höheren Lagen noch einiges an Schnee runtergekommen sein dürfte, blieb die "Einsatznacht" im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd weitestgehend sehr ruhig. Es habe kein erhöhtes Einsatzaufkommen gegeben, hieß es am Sonntagmorgen.

Anders stellt sich die Situation in Niederbayern dar. Dort gab es in der Nacht zu Sonntag mehr als 150 Einsätze von Polizei und Feuerwehr. Es wurden 24 Unfälle gemeldet, ein Mensch wurde schwer verletzt, wie unser Partnerportal merkur.de nun meldet. Zudem stürzten viele Bäume wegen der zu hohen Schneelast um. Hiervon waren offenbar vor allem die Landkreise Deggendorf und Straubing-Bogen betroffen. Etliche Straßen in Niederbayern, darunter auch Bundesstraßen, sind deswegen gesperrt. Aus der Oberpfalz wurden über 100 Einsätze gemeldet.

UPDATE, 7.40 Uhr - Hubschrauber im Berchtesgadener Land im Einsatz

Neben tausenden Einsatzkräften waren am Samstag auch einige Puma-Transporthubschrauber im Einsatz, um im Berchtesgadener Land den schweren Schnee von den Bäumen zu "pusten". Die Presseagentur Aktivnews hat dies mit Fotos und einem Video festgehalten.

Puma-Transporthubschrauber im Berchtesgadener Land im Einsatz

UPDATE, 7.35 Uhr - Immer noch einige Straßensperrungen

Am Sonntagmorgen herrscht auf den Fernstraßen in Südbayern - zum Glück - nicht viel Verkehr. Das Verkehrsportal bayerninfo.de listete deswegen gegen 7.30 Uhr nur wenige Störungen auf:

  • B305 Reit im Winkl - Berchtesgaden: zwischen Unterjettenberg und Taubensee in beiden Richtungen gesperrt
  • B307 Bayrischzell - Tatzelwurm: zwischen Bayrischzell und Unteres Sudelfeld in beiden Richtungen gesperrt, Gefahr durch Schneebruch
  • B21 Lofer - Bad Reichenhall: in beiden Richtungen Beschränkungen, zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, für beide Richtungen nur ein Fahrstreifen abwechselnd frei
  • Staatsstraße 2077 Neuhaus - Spitzingsee: zwischen Aurachstraße und Spitzingsee in beiden Richtungen gesperrt, Gefahr durch Lawinen
  • Staatstraße 2102 zwischen Oberteisendorf und Neukirchen A8: in beiden Richtungen gesperrt, Schneebruch

UPDATE, 7.25 Uhr - Bahnverkehr meldet weiter Einschränkungen

Der regionale Bahnverkehr meldet weiterhin starke Einschränkungen. So stellt sich die Lage am Sonntagmorgen auf den einzelnen Strecken dar.

München - Rosenheim - Salzburg bzw. Kufstein:

Am Sonntagmorgen meldete die Bayerische Oberlandbahn bereits erste Störungen und (Teil-)Ausfälle. Witterungsbedingt müsse man mit Einschränkungen im Gesamtnetz des Meridian rechnen, hieß es.

  • M79004 Salzburg Hbf (5.15 Uhr) - München Hbf (7.06 Uhr) fährt ab Traunstein mit einer Verspätung von +40 Minuten. Grund: Technische Störung am Zug. Es kommt zu Verspätungen.
  • M79004 Salzburg Hbf (5.15 Uhr) - München Hbf (7.06 Uhr) Weiterfahrt ungewiss! Ab Traunstein Grund: Technische Störung am Zug. Es kommt zu Verspätungen.

München - Holzkirchen:

Zwischen München und Holzkirchen eingeschränkter Betrieb im Stundentakt mit Meridian-Fahrzeugen. Wenn möglich: ab München XX:04 Uhr, ab Holzkirchen XX:28 Uhr von Gleis 2/3. Kein Halt in Deisenhofen, Mittersendling und Heimeranplatz.

Holzkirchen - Oberland (Lenggries, Tegernsee, Bayrischzell):

Auf diesen Strecken bleibt der Zugbetrieb bis mindestens einschließlich Dienstag, 15. Januar, eingestellt. Es gibt einen Schienenersatzverkehr, dessen Haltepunkte bereits am Samstag veröffentlicht wurden.

Freilassing - Berchtesgaden:

Auch auf der Strecke der Berchtesgadener Land Bahn geht weiterhin nichts. Die Strecke ist bis mindestens einschließlich Montag, 14. Januar, nicht befahrbar. Auch hier gibt es Schienenersatzverkehr.

Traunstein - Traunreut / Traunstein - Waging / Traunstein - Ruhpolding:

Diese Strecken im Chiemgau sind bis einschließlich Montag, 14. Januar nicht befahrbar.

Prien am Chiemsee - Aschau:

Die Strecke ist wegen des vielen Schnees ebenfalls bis einschließlich Montag gesperrt. Es gibt einen Busnotverkehr.

Leserfotos vom Schneechaos in der Region

Die Erstmeldung:

Die Lage im südlichen Oberbayern bleibt auch am neunten Tag des Schneechaos angespannt. In fünf Landkreisen (Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Traunstein und Berchtesgadener Land) gilt weiterhin der Katastrophenfall.

Zudem sind auch weiter neue Warnungen des Deutschen Wetterdienstes gültig. Dieser warnte bereits am Samstag für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land in Lagen oberhalb von 1.000 Metern vor extrem starkem Schneefall mit Mengen zwischen 70 und 100 Zentimetern. Zudem kann es zu extrem starken Schneeverwehungen kommen. Auf den Straßen kann es außerdem am Sonntagmorgen sehr glatt sein.

In tieferen Lagen sind die Niederschläge dagegen vielerorts bereits in Regen übergegangen. Das birgt zwei weitere Gefahren: Zum einen wird die Schneelast auf den Dächern, die bis dato nicht geräumt werden konnten, stark ansteigen. Das erhöht die Einsturzgefahr. Wie sich die Lage in den Katastrophengebiet darstellt, wird sich im Laufe des Sonntages wohl herausstellen.

Zum anderen könnte das einsetzende Tauwetter in tieferen Lagen auch für Hochwasser an Bächen und Flüssen sorgen. Es sei beim starken Abtauen der Schneedecke mit Abflussmengen zwischen 30 l/m² und 50 l/m² zu rechnen, wie der Wetterdienst mitteilte. Weitere Infos unter: www.hochwasserzentralen.de. Die Warnungen gelten alle vorerst bis Dienstag, 15. Januar, 12 Uhr.

Quelle: rosenheim24.de

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