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Im Ernstfall droht Deutschland ein Fiasko

Warntag endet im Chaos: Warum viele Handys (wieder) nicht alarmierten

Welche Gründe kann es haben, dass das Handy am Warntag 2022 nicht klingelt? (Symbolfoto)
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Welche Gründe kann es haben, dass das Handy am Warntag 2022 nicht klingelt? (Symbolfoto)

Berlin/München – Ein Probealarm hat am bundesweiten Warntag am Donnerstag (8. Dezember) in Deutschland um 11 Uhr viele Handys schrillen lassen. Doch vielerorts funktionierte dies alles andere als gut:

Denn bei vielen Handynutzern blieben die Geräte stumm (Stand: 11.40 Uhr). Ausgelöst wurde die Warnung vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Bürger erhielten erstmals zusätzlich auch über das Cell Broadcast System eine Warnung. Verbreitet wurde der Probealarm auch über Radio- und Fernsehsender. Wer Warn-Apps wie Nina oder Katwarn auf seinem Smartphone installiert hat, bekam auch auf diesem Weg einen Hinweis auf die Probewarnung bzw. hätte eine bekommen sollen.

Auch in der Redaktion von rosenheim24.de bleiben einige Smartphones stumm – vor allem iPhones und Telefone/Handys mit SIM-Karten der Deutschen Telekom scheinen betroffen zu sein. Auch die Warn-Apps NINA und Katwarn haben den Nutzern teilweise keine Meldungen angezeigt oder erst mehr als 20 Minuten nach der Deadline.

Daran könnten die Fehler liegen (laut O2 und Telekom):

  • Handy ist nicht eingeschaltet
  • Handy hat kein Netz
  • SIM-Karte ist nicht aktiviert
  • veraltete Software (Systemupdates nicht installiert)
  • Warndienst nicht aktiviert

Eine mögliche Erklärung ist laut unserem Partnerportal merkur.de außerdem, dass das Cell-Broadcast-System erst ab Februar 2023 vollständig funktioniert soll. Im September 2023 ist deshalb bereits ein weiterer Warntag geplant. Auch deaktivierte Testwarnungen in den Systemeinstellungen der Telefone könnten ein Grund für das Stummbleiben der Handys sein. Auch viele ältere Modelle wie das iPhone 6 oder Geräte mit Android 10 können den Cell-Broadcast nicht nutzen.

Entwarnung sollte gegen 11.45 Uhr folgen

Mit dem bundesweiten Warntag will/wollte die Behörde herausfinden, wie viele Menschen eine Warnung vor Gefahren im Ernstfall erreichen würde. Beim Cell-Broadcast-Verfahren geht eine automatische Benachrichtigung an jedes Handy, das zu diesem Zeitpunkt eingeschaltet ist, Empfang hat und mit einer aktuellen Software läuft. Da es sich nur um einen Test handelt, müssen die Menschen, die die Warnung empfangen, nichts tun. Um 11.45 Uhr sollte die Entwarnung folgen. rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet.

Beim ersten bundesweiten Warntag am 10. September 2020 war einiges schiefgelaufen. Unter anderem kam die Meldung der Warn-Apps Nina und Katwarn erst mit einer guten halben Stunde Verspätung auf den Smartphones an. Wäre es tatsächlich ein Ernstfall gewesen, hätten viele Bürger nichts mitbekommen. Das Bundesinnenministerium hatte den Probealarm deshalb damals als „fehlgeschlagen“ bezeichnet.

mw/mh

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