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Wochenbericht Stand 11. November

So ist die Corona-Lage in Stadt und Landkreis Rosenheim im Überblick

Corona in Rosenheim Symbolbild
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Corona in Rosenheim Symbolbild

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Fällen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 11. November 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

Meldung im Wortlaut

Aktuelle Lage

Das Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass das Infektionsgeschehen in Stadt und Landkreis Rosenheim seit Anfang August mit kurzer Unterbrechung exponentiell angestiegen ist. 

Dem Gesundheitsamt Rosenheim wurden täglich durchschnittlich etwa 275 neue Fälle (insgesamt 1.921 Neumeldungen, Vorwoche: 1.520) gemeldet. Am Donnerstag wurde mit 457 erneut die bislang höchste Zahl neuer Fälle gemeldet.

Weit überwiegend sind Ungeimpfte bei den neuen Fällen betroffen, knapp zwei Drittel der positiv Getesteten liegen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. Acht von zehn Fällen wären durch eine (zeitgemäße) Impfung grundsätzlich vermeidbar gewesen.

Nachdem zu Ferienbeginn die Hauptursachen der Ansteckungen Reiserückkehrer waren, herrscht weiterhin ein diffuses Ausbreitungsgeschehen vor.

Stark zugenommen haben Infektionsübertragungen auf Mitarbeiter und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen. Besorgniserregend ist dabei der hohe Anteil vollständig geimpfter Bewohner bei den positiven Fällen und den Hospitalisierten. Seit Schulbeginn wird eine zunehmend hohe Zahl an positiven Fällen sowie an Infektionsübertragungen in Schulen aber auch in Kitas gemeldet. 

Nach Aussage des Ärztlichen Leiters Krankenhauskoordinierung, Dr. Michael Städtler, steigen die Belegungszahlen mit COVID-19 sowohl auf Normal- als auch Intensivstationen weiter an und nähern sich dem Spitzenwert der zweiten Welle bei gleichzeitig weniger zur Verfügung stehenden Kapazitäten. Ein gleiches Bild zeigt sich im gesamten oberbayerischen Raum, so dass Abverlegungen im Umkreis nahezu nicht möglich sind. Auch Abverlegungen in weiter entfernte Regionen sind kaum noch möglich.

Die Kliniken in der Region, vor allem im Intensivbereich, sind bereits an ihrer Leistungsgrenze. Die Lage auf den Intensivstationen im RoMed Klinikverbund ist nach Aussage der Geschäftsführung extrem belastend, die Kapazitäten der COVID-Intensivbetten sind ausgeschöpft, das Personal befindet sich an der absoluten Belastungsgrenze. Nunmehr müssen auch planbare Eingriffe verschoben werden. Es werden fast ausschließlich ungeimpfte Patienten intensivmedizinisch versorgt. Für den Winter ist zu erwarten, dass saisonbedingt die Infektionszahlen noch weiter ansteigen werden.

Die aufwändige Ermittlung und Nachverfolgung von Kontraktpersonen außerhalb des Haushalts der positiv getesteten Person kann von den Gesundheitsämtern, insbesondere in den Hotspotregionen, aufgrund der aktuellen Infektionslage nicht mehr bewältigt werden. Gemäß Weisung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege ist ein Strategiewechsel mit konsequenter Depriorisierung des Kontaktpersonenmanagements erforderlich. Es werden daher vom Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim ab sofort Kontaktpersonenermittlungen ausschließlich in Einrichtungen mit gefährdeten Personen, wie zum Beispiel Alten- und Pflegeeinrichtungen, Massenunterkünften und Kliniken, durchgeführt. Kontakte im privaten Bereich außerhalb des Hausstands der positiv getesteten Person werden nicht mehr ermittelt. Hierfür wird um Verständnis gebeten.

Die ermittelten Fälle und ihre Haushaltskontakte erhalten ein Schreiben des Gesundheitsamtes mit Handlungsempfehlungen. Die Fälle werden gebeten, ihre engen Kontaktpersonen (z.B. Freundeskreis, Arbeitsstätte) über das erhöhte Ansteckungsrisiko zu informieren und sie zu bitten, ihre Kontakte weitestgehend zu reduzieren sowie sich testen zu lassen. Ein Testberechtigungsschein befindet sich auf der Homepage des Landratsamtes zum Download (https://www.landkreis-rosenheim.de/corona-testzentrum-terminvereinbarung-wird-dringend-empfohlen/?findTab=#covid-19-corona-testungen-wo-kann-ich-was-erledigen). Beim Auftreten von Symptomen sollen die Kontaktpersonen ärztlichen Rat einholen und sich testen lassen.

Bewertung des Infektionsgeschehens

Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, bewertet die epidemiologische Lage in Stadt und Landkreis folgendermaßen: „Wir befinden uns in der Region weiterhin mitten in der vierten Welle. Mit kurzer Unterbrechung sehen wir seit Anfang August einen exponentiellen Anstieg der Fallzahlen. Diese vierte Welle ist eine Welle der bislang Ungeschützten, also der Personen, die nicht geimpft sind oder die Infektion nicht bereits durchgemacht haben. 

Ich sehe diese Entwicklung vor dem bevorstehenden Winter mit großer Sorge. Auch durch die letzten Verschärfungen der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung lässt sich in Regionen mit hohem Infektionsdruck, hoher Belegung auf den Intensivstationen und zu geringer Impfrate, wie in Stadt und Landkreis Rosenheim, das Infektionsgeschehen nicht deutlich abbremsen. Wir fahren sozusagen weiterhin mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Winter.

Alle diese Regelungen gehen in die richtige Richtung“, kommentiert Hierl. „Es ist jedoch unumgänglich, konsequent 2G-Regelungen einzuführen und Veranstaltungen mit größeren Menschenmengen zu untersagen. Ich persönlich sehe darüber hinaus die Notwendigkeit, zusätzlich wirkungsvolle Kontaktbeschränkungen von Ungeimpften im öffentlichen Raum einzuführen. Ganz entscheidend wird aber die Wirksamkeit der 2G- und 3G plus-Regelungen von den Einlasskontrollen in den Einrichtungen oder bei den Veranstaltungen abhängen.

„Das Ziel einer ausreichend hohen Impfrate in der Bevölkerung von 85 Prozent ist in Stadt und Landkreis Rosenheim in absehbarer Zeit nicht zu erreichen. Dieses Ziel ist eher eine Fata Morgana als eine realistische Option. Wer aber nicht vollständig geimpft ist, wird sich unweigerlich infizieren und einige werden dabei schwer erkranken. Es steht zu befürchten, dass in der Region im Winter eine bislang noch nicht dagewesene Welle an Infektionen und Erkrankungen bevorsteht, die dann mit den zur Verfügung stehenden Infektionsschutzmaßnahmen nicht zu beeinflussen sein wird. Dies wird zu einer weiteren Belastung und möglicherweise auch zu einem Kollaps der Kapazitäten der Intensivstationen in Stadt und Landkreis führen. Es wird aber auch dazu führen, dass das Gesundheitsamt aufgrund der Flut der täglichen Meldungen die Strategie der Einzelanordnungen gegenüber Indexfällen, Kontaktpersonen aber auch gegenüber Einrichtungen, wie z.B. Schulen und Kitas, Krankenhäusern, Heimen und Betrieben, nicht mehr leisten kann.

Ich verstehe die Sehnsucht der Bürgerinnen und Bürger auf ein ‚normales Leben‘ ohne Einschränkungen. Das hat dazu beigetragen, dass oftmals große Sorglosigkeit, manchmal auch Verweigerung, der Maßnahmen beim Umgang miteinander herrscht, Abstände werden oft nicht eingehalten und Masken nicht oder nur nachlässig getragen. Dieses Ziel lässt sich jedoch nur über eine hohe Impfrate erreichen. So sinnvoll Testungen sind, sie tragen – so ehrlich muss man sein – nicht dazu bei, die Pandemie zu überwinden. Der Beitrag der Getesteten ist, dass die Person, wenn sie dann positiv getestet wird, für 14 Tage in Isolation geschickt wird.“ 

Impfungen

Insgesamt sind bis zum 11. November in Stadt und Landkreis Rosenheim 220.689 Schutzimpfungen gegen COVID-19 erfolgt, überwiegend in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum auf der Loretowiese. 110.860 davon waren Erstimpfungen, 106.002 Abschlussimpfungen (Zweitimpfung oder einfache Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson) und 3.827 Auffrischungsimpfungen. Insgesamt 12.218 Impfungen wurden in stationären Einrichtungen in Stadt und Landkreis verabreicht. 5.487 Impfungen wurden an Sonderimpftagen durchgeführt.

Seit dem 31. März bis einschließlich 11. November haben niedergelassene Ärzte insgesamt 167.153 Erst-, Abschluss- und Auffrischungsimpfungen durchgeführt. Die Arztpraxen handeln unabhängig vom Impfzentrum Rosenheim.

Es sind weitere dezentrale Sonderimpftage für alle ab 12 Jahren in verschiedenen Gemeinden geplant. Ort und Zeit der Sonderimpfaktionen können unter https://www.landkreis-rosenheim.de/impfzentrum-loretowiese/?findTab=#impfzentrum-loretowiese-sonderimpftage eingesehen werden. Eine Terminvereinbarung vorab ist nicht notwendig. Um die Abwicklung zu beschleunigen und die Wartezeiten für andere Personen so gering wie möglich zu halten, wird um vorherige Registrierung unter https://impfzentren.bayern gebeten. Zudem soll der Personalausweis und (soweit vorhanden) der Impfpass mitgebracht werden. Bei den jeweils zweiten Sonderimpftagen nach etwa drei Wochen muss für die Zweitimpfung die Dokumentation der Erstimpfung mit dem QR-Code mitgebracht werden. Denn darin enthalten sind wichtige Informationen, die beim zweiten Impftermin eingelesen werden. Weitere Erstimpfungen sind an diesen Tagen in begrenztem Umfang möglich. 

Eine Priorisierung der Impfwilligen findet nicht mehr statt und es steht ausreichend Impfstoff für alle Impfwilligen ab 12 Jahren zur Verfügung. Das heißt, jeder impfwillige Bürger ab 12 Jahren, erhält direkt nach der Registrierung die Möglichkeit zur Vereinbarung eines Impftermins im Impfzentrum. Auf diesem Weg ist eine Impfung mit einem überschaubaren zeitlichen Aufwand möglich. Weiterhin dürfen sich alle Bürger für die Impfung gegen COVID-19 unter https://impfzentren.bayern registrieren, ausnahmsweise auch telefonisch unter der Rufnummer 08031/ 365 8899. Impfungen im Impfzentrum können auch ohne vorherige Terminvereinbarung durchgeführt werden, in dem Fall ist jedoch mit Wartezeiten zu rechnen. Das Impfzentrum Rosenheim ist nun täglich von 8 bis 17 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr, geöffnet. 

Falls Bürgerinnen und Bürger eine Auffrischungsimpfung wünschen, die Impfserie vor mindestens sechs Monaten abgeschlossen worden ist (entspricht in der Regel der Zweitimpfung) und etwa ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf vorliegt, wird darum gebeten, sich diesbezüglich an den behandelnden Hausarzt oder das Impfzentrum zu wenden. Termine für eine Auffrischungsimpfung werden unter https://impfzentren.bayern oder über die Impfhotline (08031/365 8899) vergeben. Berechtigte Personen können die Auffrischimpfung im Impfzentrum jedoch auch ohne vorhergehende Terminvereinbarung erhalten, in dem Fall ist jedoch mit Wartezeiten zu rechnen.

Der QR-Code für den digitalen Impfnachweis ist weiterhin in teilnehmenden Apotheken (www.mein-apothekenmanager.de) erhältlich. 

Ggf. auftretende Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen von Impfstoffen) nimmt das Paul-Ehrlich-Institut über die App „SafeVac 2.0“ und unter https://nebenwirkungen.bund.de/nw/DE/home/home_node.html entgegen

„Nur etwas mehr als die Hälfte (57,7 Prozent durchgeführte Zweitimpfungen, 58,6 Prozent Erstimpfungen – die Quote ist unvollständig, da keine Impfungen, die in anderen Landkreisen durchgeführt wurden, und keine betriebsärztliche Impfungen enthalten sind!) der Bevölkerung in Stadt und Landkreis sind vollständig geimpft. Die wöchentlichen Zuwächse bewegen sich nur im Zehntelprozentbereich. Das ist für einen nennenswerten Beitrag durch eine Herdenimmunität viel zu gering. Gründe für die Zurückhaltung beim Impfen sind oftmals, dass die Risiken einer Impfung deutlich überschätzt und die Gefährlichkeit der Corona-Erkrankung unterschätzt werden. Auch die Stärke der Immunabwehr und Resilienz des Körpers bei gesunden, trainierten Menschen gegenüber einem potenziell tödlichen Virus wird oftmals falsch eingeschätzt.

Ich rate daher dringend allen Personen, für die eine Impfindikation besteht und bei denen keine medizinische Kontraindikation nach wissenschaftlichen Kriterien vorliegt, eine Impfung durchführen zu lassen. Wir dürfen uns nicht täuschen lassen, es werden sich alle Personen, die nicht geimpft sind oder die Infektion nicht schon durchgemacht haben, an dem Virus anstecken. Kein Mensch kann sicher sein, dass bei ihm nicht eine schwere Verlaufsform der Infektion auftritt oder langwierige und belastende Folgesymptome durch Long-COVID verbleiben. 

Besonders beunruhigend stellt sich die Entwicklung der positiven Fälle bei Bewohnern und Mitarbeitern in Heimen dar. Insbesondere aber auch sorgen wir uns wegen der ansteigenden Zahl bei den Hospitalisierungen und den Todesfällen der Bewohner. Mittlerweile ist der überwiegende Teil der Fälle bei den Bewohnern vollständig geimpft. Das gilt auch für die Fälle bei Bewohnern, die hospitalisiert werden mussten. Ich empfehle dringend allen Bewohnerinnen und Bewohnern in Heimen aber auch allen über 70-Jährigen, das Angebot der Drittimpfung anzunehmen, um die Immunabwehr wieder zu steigern. Gleichzeitig appelliere ich auch nachdrücklich an alle Beschäftigten in der Pflege, dem Service und dem Reinigungsdienst sowie an die Angehörigen der Pflegebedürftigen, die sich bislang noch nicht für eine Impfung entscheiden konnten, sich einen vollständigen Impfschutz geben zu lassen. Ungeimpfte setzen die in den Einrichtungen betreuten Bewohnerinnen und Bewohner einer unnötigen Gefahr aus. Ich finde diese Haltung ethisch schwer vertretbar“, verdeutlicht Hierl.

„Geben Sie sich einen Ruck und lassen Sie sich impfen. Es ist so einfach geworden, sich ohne Termin vor Ort in Ihrer Nähe, z.B. bei den Sonderimpftagen schützen zu lassen. Schenken Sie nicht den Gerüchten oder Fake-News über Impfnebenwirkungen, wie z.B. Unfruchtbarkeit oder Veränderungen in der Erbsubstanz, Glauben (s.a. Fakten gegen Falschmeldungen zur Corona-Schutzimpfung unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-informationen-impfung/mythen-impfstoff-1831898 oder https://www.zusammengegencorona.de/impfen/basiswissen-zum-impfen/impfmythen/). Die impfenden Ärztinnen und Ärzte nehmen sich gerne die Zeit, Sie objektiv über Impfnebenwirkungen aufzuklären und prüfen gewissenhaft Indikation und Kontraindikation. Nach wie vor besteht ein uneingeschränkt positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für die Corona-Schutzimpfungen. 

Es ist jetzt an der Zeit, dass die Erwachsenen Solidarität mit den Kindern zeigen und wir ein Stück von dem an die Gruppe zurückgeben, die bislang für die Vulnerablen in der Gesellschaft massive Einschränkungen in Kauf genommen hat. 

Diese Impfung ist gerade nicht nur eine persönliche Angelegenheit sondern wir alle haben ein Stück weit Verantwortung für die ganze Gesellschaft“, mahnt Hierl.

Fallzahlenentwicklung (Datenstand des Gesundheitsamtes Rosenheim)

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 4. November 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 1.921 neue Fälle (am 4. November: 1.520) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 28.512 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 22.554, Stadt: 5.958).

Neufälle an COVID-19 vom 01.10. bis 01.11.2021 nach Impfstatus

Die Auswertung der Fälle seit 1. Oktober ergibt, dass trotz der Impfbemühungen etwa 14 Prozent in der Altersklasse über 60 Jahre betroffen waren, also Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Fast zwei Drittel der Fälle (64 Prozent) lagen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. 11 Prozent der Fälle traten bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren auf. Für diese Altersgruppe existiert eine Empfehlung der STIKO. Alle diese Infektionsfälle wären grundsätzlich durch eine Impfung vermeidbar. 11 Prozent der Fälle traten bei Kindern und Jugendlichen bis unter 12 Jahren auf, für die es bislang noch keine Impfstoffzulassung gibt.

Im Zeitraum vom 1. Oktober bis 1. November wurden 4.440 neue Fälle registriert, davon waren 3.354 (75,5 Prozent) ungeimpft, 270 (6,1 Prozent) waren entweder unvollständig geimpft oder die abschließende Impfung lag weniger als 15 Tage zurück. Bei 816 Personen mit vollständiger Impfung waren 663 (14,9 Prozent) symptomatisch erkrankt (gemäß Definition sogenannte Impfdurchbrüche), lediglich 10 Personen bei den Impfdurchbrüchen (0,2 Prozent) mussten stationär behandelt werden. Insgesamt ist eine ansteigende Tendenz bei der Zahl der Impfdurchbrüche seit dem Sommer (Zeitraum 1. August bis 8. September: 9,0% und 1. Oktober bis 1. November: 14,9%) zu verzeichnen. Dies erklärt sich durch die Abnahme des Impfschutzes nach über einem halben Jahr seit Abschluss der Grundimmunisierung).

Altersstruktur der Todesfälle an und mit COVID-19 seit Pandemiebeginn

In den Heimen in Stadt und Landkreis sind seit dem letzten Wochenbericht die Krankheitsfälle bei Mitarbeitern und Bewohnern weiter angestiegen. Dabei ist der Anteil der positiv getesteten vollständig geimpften Bewohner beunruhigend hoch. Zum überwiegenden Teil waren die betroffenen Mitarbeiter ungeimpft. So wurden in der letzten Woche in 19 Alten- und Pflegeheimen bei 116 Bewohnern (98 davon waren vollständig geimpft, 17 nicht geimpft, ein Fall nicht bekannt) und 56 Mitarbeitern (30 nicht geimpft, 20 vollständig geimpft, 6 unbekannt) Corona-Infektionen festgestellt. 8 Heimbewohner (alle vollständig geimpft!) mussten hospitalisiert werden. Die Zahlen unterstreichen eindrücklich, dass dringend Auffrischimpfungen bei vollständig geimpftem Personal und Bewohnern erforderlich sind, wenn die letzte Impfung vor mindestens einem halben Jahr stattfand. Sofern bislang keine Impfung erfolgte oder nicht vollständig geimpft wurde, sollten dringend Nachholimpfungen verabreicht werden. 

Gemeldete Fälle in Schulen und Kitas

Seit dem letzten Wochenbericht haben die Meldungen aus Schulen und Kitas erneut zugenommen: es sind in 42 Schulen 100 und in 28 Kitas 43 positive Fälle aufgetreten, davon 13 Ausbrüche mit 22 Folgefällen. 

7-Tage-Inzidenz Stadt und Landkreis Rosenheim

Mittlerweile wurde bei mindestens 20.603 Personen eine Genesung dokumentiert. 583 Personen (am 4. November: 568) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 504, Stadt: 79). Von den Verstorbenen waren 25 (am 4. November: 23) Personen unter 60 Jahren. 385 (am 4. November: 375) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurden 15 Personen (am 4. November: 5) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Zwei Personen waren unter 60 Jahre und neun Personen waren über 80 Jahre. Sechs der verstorbenen Personen waren in einem Heim betreut worden.

7-Tage-Inzidenz nach Altersklassen seit 05.11.2021
Altersstruktur der gemeldeten COVID-19-Fälle seit 01.10.2021

136 (am 4. November: 119) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 25 Patienten (am 4. November: 24) auf einer Intensivstation

Bettenbelegung der Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim mit COVID-19-Patienten seit 17.08.2021

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 12.11.2021 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 470,19 (am 4. November :360,11), für den Landkreis Rosenheim bei 619,74 (am 4. November: 493,27).

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinden

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche, z.B. in Pflegeeinrichtungen, zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

GemeindeFälle GeneseneDifferenz der Fälle zur Vorwoche
Albaching140102+10
Amerang301195+17
Aschau im Chiemgau413302+26
Babensham321197+26
Bad Aibling17501309+80
Bad Endorf681469+53
Bad Feilnbach964628+107
Bernau am Chiemsee472376+23
Brannenburg576395+53
Breitbrunn am Chiemsee11688+4
Bruckmühl1270925+94
Chiemsee420
Edling379282+22
Eggstätt249193+6
Eiselfing275190+16
Feldkirchen-Westerham715508+42
Flintsbach am Inn323230+24
Frasdorf298168+53
Griesstätt270177+19
Großkarolinenfeld557410+36
Gstadt am Chiemsee10384+5
Halfing325188+26
Höslwang13586+11
Kiefersfelden539437+27
Kolbermoor15911161+116
Neubeuern289190+47
Nußdorf am Inn277201+13
Oberaudorf421360+26
Pfaffing364255+27
Prien am Chiemsee813550+54
Prutting269173+21
Ramerberg9464+5
Raubling917664+67
Riedering611401+45
Rimsting293179+22
Rohrdorf am Inn567388+59
Rosenheim59584632+299
Rott am Inn331221+26
Samerberg263186+23
Schechen517379+43
Schonstett12585+15
Söchtenau387247+15
Soyen298195+38
Stephanskirchen791559+61
Tuntenhausen694501+34
Vogtareuth317191+15
Wasserburg am Inn1040802+62

* Bei einer Fallzahl kleiner 5 erfolgt aus Datenschutzgründen keine Auswertung der Genesenen.

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts: 

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte _coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Pressemitteilung LRA Rosenheim

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