Sie teilt ihre Erlebnisse - auch negative wie die Terroranschläge

Reisebloggerin aus Emmerting lebt ihren Traum auf Sri Lanka

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Hier genießt Saskia das Leben in Goa, Indien.
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Emmerting/Sri Lanka - Saskia Haderer (29) aus Emmerting hat ihre Wohnung und Job gekündigt, um die Welt zu erkunden. Derzeit lebt und arbeitet sie auf Sri Lanka. Nebenbei betreibt sie einen Reiseblog, um ihre Erlebnisse zu teilen.  

Tauchen mit Walhaien, Wanderungen durch Vulkanlandschaften, Wüstentouren, faszinierende orientalische Märkte – all das klingt nach Traumreise pur. Für Saskia Haderer ist das sozusagen Alltag. Die 29-Jährige, aufgewachsen in Emmerting, betreibt einen Reiseblog und schildert darin ihre Erlebnisse. Mittlerweile hat sie ihren Job und Wohnung gekündigt, um ihren Traum von einem unabhängigem Leben an verschiedenen Orten dieser Erde zu verwirklichen.

Für sie ist Reisen eine Leidenschaft, eine Möglichkeit ihren Horizont zu erweitern: „Sei es eine andere Sprache zu lernen, an fremden Riten oder Bräuchen teilzuhaben, seine Speisekarte zu erweitern. Fremde werden zu Freunden und Träume zur Realität“. Sie hat sich schon immer dafür entschieden, ihr Reisebudget anderen Investitionen vorzuziehen, denn Erlebnisse und Eindrücke haben für sie auch bis heute einen besonderen, dauerhaften Wert.

Aktuell lebt und arbeitet Saskia auf Sri Lanka. Die Insel verbindet sie auch mit dem Namen ihres Blogs, „of serendipities“: „Ich habe in einem Artikel gelesen, dass Sri Lanka zufällig entdeckt wurde. Diese zufällige Entdeckung etwas nicht Gesuchten hat man also als glücklichen Zufall, Serendipität, bezeichnet“. Und da sie sich auf ihrer letzten Tour nach Sri Lanka dazu entschlossen hat, ihre eigene Reise anzugehen, erschien ihr dieser Name extrem passend.

Arbeiten für Wohnung und Essen

Seit knapp zwei Monaten lebt die Reisebloggerin nun auf der Insel, nachdem sie bereits zwei Monate in Indien verbracht hat. Dort hat Saskia unter anderem einen vierwöchigen „Yoga Teacher Training Course“ absolviert. Derzeit arbeitet sie in der Hotel- und Gastrobranche. Dabei unterstützt sie das Management, hilft bei der Planung, hilft im Service aus und unterrichtet Yoga - dafür erhält sie zumindest Kost und Logis.

Nebenbei verdient Saskia zusätzliches Geld bei Ringana, einer österreichischen Firma, die seit über 20 Jahren plastikfreie Frischkosmetik und Supplements nachhaltig produzieren. Dieser Job ist zugleich eine Art Hilfsprojekt für die 29-Jährige geworden und hat den Vorteil, orts- und zeitunabhängig zu arbeiten. Ihre Aufgaben umfassen im wesentlichen Empfehlungsmarketing, Mentor für neue Teammitglieder und Beraterin in Sachen Nachhaltigkeit und Gesundheit.

Nicht alles eine Traumreise

Doch so toll sich das alles anhört, ist nicht jeder Tag wie eine Bilderbuchreise. Es werden einem auch mal die persönlichen Grenzen aufgezeigt:„Tatsächlich ist das Reisen ziemlich anstrengend. Man weiß nie was einen erwartet, muss ständig planen wie man die nächsten Tage und Wochen verbringt, wie man von A nach B kommt“.

Die Anschläge auf Sri Lanka hat sie persönlich nicht miterleben müssen, da sie sich zu diesem Zeitpunkt an der Südostküste aufhielt. Doch knapp vier Wochen danach seien die Reaktionen darauf immer noch präsent:„Vor allem die Militärpräsenz ist unverändert spürbar und am schlimmsten hat es den Tourismus getroffen. Es ist wie ausgestorben hier, obwohl die Hauptsaison im Südosten bereits begonnen hat“. Über einen Abbruch ihrer Reise hat sie jedoch keine Sekunde nachgedacht: „Wo ist man schon wirklich sicher?“.

Heimweh kommt bei ihr eher selten auf. Natürlich vermisse Saskia ihre Freunde und Familie: „Aber heutzutage kann man ja ganz einfach sein Smartphone in die Hand nehmen und einen Videocall starten“.

Es begann mit Fotografien

Ihre Eltern seien auch Schuld daran, dass die passionierte Fotografin eine Weltenbummlerin geworden ist. Zuhause stapelte sich nämlich ein ganzer Haufen an Bildbänden mit Fotografien aus aller Welt. Anfänglich wollte sie die Orte mit eigenen Augen sehen, die jemand fotografisch festgehalten hat.

Mittlerweile hat dasBesuchen verschiedener Sehenswürdigkeiten nicht mehr die höchste Priorität: „Es geht mir vielmehr um das Ankommen, den sprachlichen, kulturellen und beruflichen Horizont zu erweitern und die Orte wirklich zu erleben, die mich inspirieren und festhalten“.

Erlebnisse werden geteilt

Aktuell plant sie noch bisSeptember auf Sri Lanka zu bleiben. Dann geht es wieder nach Indien für einen weiteren Yoga-Kurs und anschließend nach Australien. Oder eben doch ganz anders: „Mal sehen, was Lust und Laune die nächsten Monate so treiben“.

jz

Quelle: innsalzach24.de

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