Auch Rosenheim und Raubling betroffen?

Stellenabbau bei Krones: Sprecherin äußert sich

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Der Abfüll- und Verpackungsanlagenbauer Krones gab bekannt, bis zu 400 Stellen abzubauen.
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Rosenheim/Raubling - Der Abfüllanlagenhersteller Krones hat angekündigt 300 bis 400 Stellen abzubauen. Wie steht es um die Standorte Rosenheim und Raubling? Wir haben mit einer Sprecherin der Krones AG gesprochen.

Der Oberpfälzer Abfüll- und Verpackungsanlagenbauer Krones will 300 bis 400 Stellen abbauen. Das wurde bei einer Betriebsversammlung in Neutraubling diese Woche bekannt gegeben. Es soll laut Unternehmen sowohl Leiharbeiter als auch Krones-Mitarbeiter treffen.

Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte den Stellenabbau auch gegenüber rosenheim24.de. "Noch ist überhaupt nicht klar, wo die Stellen abgebaut werden. Wir werden uns alle Werke in ganz Deutschland anschauen." Fest steht jedoch: "Unsere Mitarbeiter werden es zuerst erfahren. Diese Situation ist auch für uns ganz neu." In den letzten Jahren hat Krones allein in Deutschland 900 Mitarbeiter aufgebaut. Deutschlandweit sind 9.619 Beschäftigte bei Krones tätig, weltweit über 16.500.

Wettbewerbsfähig bleiben trotz schwächerem Umsatzwachstum

Zu den Gründen teilt die Firma mit, dass man die Kosten senken wolle, um trotz schwächeren Umsatzwachstums wettbewerbsfähig zu bleiben. "Die allgemeine Weltwirtschaftskrise hat auch vor uns nicht Halt gemacht. Uns hat auch die Kunststoffdebatte sehr getroffen", so die Sprecherin. Zudem wachse der Markt nicht mehr so stark. Der Wettbewerbsdruck sei sehr hoch. Um das aufzufangen investiere die Firma bereits sehr viel in die Optimierung der Produktion, aber es sei zudem leider auch notwendig Stellen abzubauen. Die Sprecherin betonte aber, dass Krones nicht in der Krise stecke, das schnelle Wachstum der vergangenen Jahre aber gebremst sei.

Sozialverträgliche Lösung angestrebt

Krones wolle den Stellenabbau sozial verträglich lösen, etwa über Altersteilzeit, natürliche Fluktuation und freiwillige Aufhebungsverträge. Vorstandsvorsitzender Christoph Klenk gab hierzu bekannt: "Der Tarifvertrag wird nicht angerührt." 

Leiharbeitsverträge bei Krones

Nachdem die Meldung über den Stellenabbau veröffentlicht wurde, meldeten sich einige Leser bei uns, die mitteilten, dass Krones in der Vergangenheit Leiharbeitsverträge geschlossen haben soll, bei denen die Arbeitnehmer freiwillig zugestimmt haben sollen, länger als die gesetzlich vorgeschriebenen 18 Monate über Leiharbeit bei Krones arbeiten zu können. Die Sprecherin teilte uns hierzu mit, dass der Tarifvertrag auch auf Leiharbeiter angewendet werde. Da Krones nicht Mitglied eines Arbeitgeberverbands ist, hat die Firma mit der IG Metall Bayern einen auf sie und ihre Mitarbeiter zugeschnittenen Haus- bzw. Anerkennungstarif vereinbart.

Quelle: rosenheim24.de

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