Sturmtief nahm am Dienstag nochmal Fahrt auf in der Region

"Sabine" ist weg: Wetterdienst hebt nun Warnungen auf

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Landkreis - Sturmtief "Sabine" ist bereits am Montag über Bayern und die Region hinweggefegt. In der Nacht auf Dienstag, 11. Februar, nahm der Sturm nochmal an Fahrt auf. Es gab in der Nacht und den ganzen Tag über weitere Einsätze. Nun wurden die Wetterwarnungen aufgehoben.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

>>> Sturmtief "Sabine" sorgt für schwere Schäden und Verletzte
>>> Schulunterricht findet am Dienstag weitgehend wieder statt
>>> Bahnverkehr in der Region hat sich inzwischen normalisiert
>>> In der Nacht auf Dienstag und am Tag weitere Einsätze

SERVICE:

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UPDATE, Mittwoch, 8.10 Uhr - Warnungen aufgehoben

Am Mittwochmorgen, 12. Februar, hat der Deutsche Wetterdienst die Warnungen vor orkanartigen Böen in Lagen über 1.500 Metern für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land aufgehoben

Damit sollte Sturmtief "Sabine" für die Region nun weitestgehend überstanden sein. Derzeit wird in der Region in tieferen Lagen nur noch vor "leichteren" Sturmböen zwischen 50 km/h und 70 km/h gewarnt. Die Warnung gilt bis Dienstag, 18 Uhr. Allerdings soll sich der Wind bereits im Laufe des Tages beruhigen.

UPDATE, 18.17 Uhr: DWD gibt weitere Unwetterwarnung aus

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in einer amtlichen Unwetterwarnung vor Orkanböen in Lagen über 1.500 Meter. Betroffen sind die Landkreise Rosenheim, Berchtesgadener Land und Traunstein. Die Gefahr vor Orkanböen wird vom DWD auf Stufe 3 von 4 festgelegt. Die Warnung ist ab Dienstag, 11. Februar, 18 Uhr, bis Mittwoch, 12. Februar, 8 Uhr, gültig. 

UPDATE, 16.12 Uhr - Parkanlagen wieder geöffnet.

Nachdem am Montag zahlreiche Grünflächen, Parkanlagen und der Friedhof in Rosenheim sturmbedingt gesperrt werden mussten, konnten am Vormittag alle Anlagen nach Sichtkontrollen der Bäume wieder freigegeben werden.

UPDATE, 16.06 Uhr - Bahnbetrieb weitestgehend wieder aufgenommen

Meridian

Die Meridian-Züge zwischen München und Deisenhofen müssen weiterhin entfallen.

BOB:

Die Strecken sind bis auf zwei Einschränkungen befahrbar:

· Die nur eingleisig befahrbare Strecke zwischen Deisenhofen und Solln kann zu einzelnen Zugausfällen und Verspätungen im Gesamtnetz führen. Prognose zur Wiederherstellung: 17 Uhr.

· Im Bahnhof Schliersee bedeutet eine defekte Weiche derzeit eine Sperrung des Bahnhofs und Züge enden bzw. wenden vorzeitig. Ein Schienenersatzverkehr wird eingesetzt, Fahrgäste werden gebeten, sich auf der Webseite www.meridian-bob-brb.de und in den Online-Auskunftssystemen zu informieren.

BRB:

Die Streckensperrung zwischen Aichach und Schrobenhausen ist aufgehoben.

BRB (OLB):

Die Strecken sind befahrbar, die Züge verkehren wie gewohnt.

UPDATE, 13.55 Uhr - Kein Schifffahrtsbetrieb am Königssee

Aufgrund der weiterhin stürmischen Wettervorhersage findet auch am Mittwoch, den 12.02.2020, kein Fahrbetrieb auf dem Königssee statt. Das teilte die teilte die "Schönau am Königssee" mit.

UPDATE, 12.45 Uhr - Bushäuschen bei Albaching weggefegt

Auch im Altlandkreis Wasserburg war Sturmtief "Sabine" unterwegs. In Fuchstal bei Albaching wurde ein Bushäuschen vom Sturm regelrecht "weggefegt".

Wartehäuschen bei Albaching aus Verankerung gerissen

 © gbf
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UPDATE, 11.35 Uhr - Zahlreiche Einsätze in Burghausen

Das Sturmtief Sabine führte auch in der Stadt Burghausen am Montag und Dienstag zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen. Dennoch waren die Schäden weitaus nicht so dramatisch, wie es in den Tagen zuvor unisono von Meteorologen angekündigt wurde. So zieht die Feuerwehr am Dienstagmittag eine erste vorsichtige Bilanz. Vor allem umgestürzte Bäume und Sturmschäden an Gebäuden zählten zu den Einsatzschwerpunkten

Der in der Nacht auf Dienstag wieder auffrischende Wind sorgte zum Beispiel dafür, dass die Marienberger Straße durch einen querliegenden Baum blockiert war, welcher durch die Feuerwehr beseitigt wurde. Gegen 4 Uhr stellten Kräfte der Feuerwehr fest, dass mehrere Bäume in der Haiminger Straße gefährlich in die Fahrbahn hingen und auf diese und den daneben laufenden Radweg zu stürzen drohten. Aus diesem Grund musste in der Nacht die Haiminger Straße vom Straßenbaulastträger komplett gesperrt werden. 

Bei Tagesanbruch kamen die an den Gebäuden entstandenen Schäden zum Vorschein. So hatte der Sturm beispielsweise am Mautnerschloß mehrere Dachschindeln gelockert, welche lose auf der Dachfläche hingen und zum Teil schon auf die Salzlände gestürzt waren. Da hier Gefahr im Verzug vorherrschte, wurde die Salzlände von der Feuerwehr gesperrt, ehe die losen Dachschindeln mit einem Hubrettungsfahrzeug entfernt werden konnten. 

In der Piracher Straße riss der Sturm ein Dachblech aus seiner Verankerung, welches lose an der Fassade eines Mehrparteienhauses hing und auf den darunterliegenden Gehweg zu stürzen drohte. Auch diese Gefahr wurde von der Feuerwehr beseitigt. Am späten Dienstagvormittag gingen vorerst keine weiteren Notrufe mehr ein. 

Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag

Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen
Sturmtief "Sabine" fordert Burghauser Wehr auch am Dienstag
 © Feuerwehr Burghausen

"Wir waren technisch und organisatorisch sehr gut auf dieses Sturmtief vorbereitet und hatten mehrere Maßnahmen getroffen, um das zu erwartende Einsatzpensum bewältigen zu können“, erklärt Feuerwehr- Pressesprecher Markus Szehr. Ein großer Teil der immerhin rein ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte hatte zum Beispiel im Vorfeld mit dem Arbeitgeber bereits dafür gesorgt, sofort abkömmlich zu sein, um in entsprechend großer Mannschaftsstärke Hilfe leisten zu können. 

Pressemeldung Feuerwehr Burghausen

UPDATE, 11.20 Uhr - Meridian-Verkehr normalisiert sich

Der Bahnbetrieb bei der Bayerischen Oberlandbahn bzw. dem Meridian hat sich weitgehend normalisiert. Die Streckensperrung zwischen Schaftlach und Tegernsee konnte nun aufgehoben werden. Der erste Zug ab Schaftlach nach Tegernsee war BOB 86959 um 9.48 Uhr, ab Tegernsee BOB 86966 um 10.52 Uhr. 

Die restlichen Strecken sind befahrbar, allerdings kommt es aufgrund der nur eingleisig befahrbaren Strecken zwischen Deisenhofen und Solln zu einzelnen Zugausfällen und Verspätungen im Gesamtnetz. Die Meridian-Züge zwischen München und Deisenhofen entfallen weiterhin (Prognose: Bis mittags).

UPDATE, 10.20 Uhr - Lage im Bahnverkehr weiter angespannt

Die Betriebslage im bayerischen Bahnverkehr bleibt aufgrund neuer aufkommender Sturmböen und Schneefall weiterhin angespannt.

Auf folgenden Strecken gibt es Probleme:

  • S-Bahn München, S7: Baierbrunn - Wolfratshausen -> Busnotverkehr
  • S6: Gauting - Tutzing -> Busnotverkehr Für diese Strecken kann unter Umständen bis zum Nachmittag eine Freigabe erfolgen.
  • S3: Im Bereich Deissenhofen-Solln ist nur eingleisiger Betrieb möglich, es kommt zu Verspätungen. Für diese Schadenstelle wird am Abend mit einer Störungsbeseitigung gerechnet.
  • Im Werdenfelsnetz kann südlich von Weilheim (rund um Murnau, Garmisch-Partenkirchen) kein Zugverkehr stattfinden. Im Allgäu kann südwestlich von Buchloe, aber auch in den Bereichen rund um Kempten sowie Hergatz-Lindau kein Zugverkehr stattfinden.
  • Im Netz der Südostbayernbahn sind einzelne Streckenabschnitte östlich und südlich des Mühldorfer Liniensterns noch wegen Sturmschäden blockiert. Nähere Details siehe www.suedostbayernbahn.de

Seit Montag arbeiten rund 500 Einsatzkräfte der Bahn an der Beseitigung von 100 Störstellen. Diese sind kleinteilig in ganz Südbayern und vor allem dem Allgäu verteilt, außerdem in Hochlagen von Franken. Aktuell finden auf den von Sturmschäden betroffenen Streckenabschnitten Erkundungsfahrten statt. Die Schadstellen befinden sich meist auf eingleisigen Regionalstrecken, oftmals in vom Straßenverkehr abgelegenen Bereichen. Darum können auch nicht mehr Fahrzeuge an einzelnen Stellen gleichzeitig eingesetzt werden.

UPDATE, 10 Uhr - Fast 370 Einsätze in 24 Stunden

Sturmtief "Sabine" hat in den vergangenen 24 Stunden 367 Einsätze im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ausgelöst. Dies teilten die Beamten nun auf Twitter mit. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.

UPDATE, 9.20 Uhr - Umgestürzte Bäume halten Feuerwehren in Atem

Mehrere Bäume sind im Gemeindegebiet Eiselfing umgestürzt. Daher war die Obermüllerstraße am Dienstagmorgen für die Aufräumarbeiten zeitweise komplett gesperrt. 

Die Einsatzkräfte begegnen der aktuellen Situation noch mit Humor. So kürte beispielsweise die Feuerwehr Töging die "Mitarbeiterin der Woche" - mit einem Augenzwinkern.

UPDATE, 8.45 Uhr - Eingeschränkter Betrieb in Skigebieten der Region

Die Nachwehen von Wintersturm "Sabine" spüren die Skigebiete in der Region noch immer. Sowohl die Jennerbahn am Königssee als auch das Skigebiet Sudelfeld haben eingeschränkten Betrieb. Das Skigebiet Winklmoosalm ist geschlossen.

UPDATE, 8.30 Uhr - Über 400 Feuerwehrler in Salzburg im Einsatz

Auch im benachbarten Österreich haben die Einsatzkräfte seit der zweiten Nachthälfte wieder alle Hände voll zu tun. Wie der Landesfeuerwehrverband Salzburg mitteilte, sind rund 420 Feuerwehrler von 25 verschiedenen Feuerwehren seit 3 Uhr morgens im Einsatz. Der Fokus liegt im Salzburger Land derzeit auf dem Bezirk Flachgau. Vereinzelt gibt es auch Einsätze im Tennengau oder im Stadtgebiet von Salzburg.

Die Stadt Salzburg hatte bereits am Montag reagiert und vorsorglich alle Stadtberge, den Gaisberg-Rundwanderweg, die städtischen Parks und Friedhöfe sowie den Zoo sicherheitshalber für den Publikumsverkehr gesperrt.

UPDATE, 8.20 Uhr - Ein Toter durch Sturm in der Schweiz

In der Schweiz gab es durch Sturmtief "Sabine" ein Todesopfer zu beklagen. Bei einem vermutlich durch Wind ausgelösten Verkehrsunfall im Kanton Fribourg kam ein 36-jähriger Schweizer am Montag, 10. Februar, ums Leben. Er war mit seinem Wagen in einen leichten "Anhängerzug" gekracht, der durch den starken Wind bei Les Montets auf die Gegenfahrbahn gedrückt worden war.

Obwohl Rettungskräfte rasch vor Ort waren, konnte der Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die betroffene Straße musste stundenlang gesperrt werden, wie die zuständige Kantonspolizei nun mitteilte.

UPDATE, 8.05 Uhr - "Erhöhtes Einsatzaufkommen" im Lkr. Traunstein

Auf der A8 hat sich am Irschenberg am Dienstagmorgen ein Unfall ereignet. Ob ein Zusammenhang zum Sturmtief besteht, ist derzeit unklar. Unterdessen teilte die Polizei Rosenheim mit, dass es im Dienstbereich zu keinen nennenswerten Sturmeinsätzen gekommen sei. Lediglich bei drei Fällen seien Beamte vor Ort gewesen. Dabei ging es meist um Hilfestellungen beim Austausch von Personalien, da zum Beispiel eine Werbetafel auf ein Auto geflogen oder ein Ast auf ein geparktes Fahrzeug gefallen war. Verletzte gab es nach Angaben der Polizei keine.

Im Landkreis Traunstein ging es dagegen in der Nacht ziemlich "rund". "Das Einsatzaufkommen der Feuerwehren hat in der Nacht deutlich zugenommen. Es sind im gesamten Gebiet bereits jetzt mehr Alarmierungen angefallen als am Montag", teilte der Kreisfeuerwehrverband Traunstein am Morgen mit. Am späten Nachmittag soll es eine Pressemitteilung geben.

UPDATE, 7.50 Uhr - Auch Feuerwehr Taching gefordert

Auch die Feuerwehr Taching am See wurde um 5.05 Uhr nach Hirschpoint und gegen 6.30 Uhr nach Planthal alarmiert, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Angebrochene Bäume wurden vorsorglich gefällt, damit niemand zu Schaden kommt. Mit vollem Körpereinsatz wurden die Teile der Bäume von der Straße geschafft.

Sturmeinsätze für Feuerwehr Taching

 © FDL/Lamminger
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UPDATE, 7.30 Uhr - 16 Einsätze binnen zwei Stunden

Alleine die Feuerwehr Traunstein musste in der Nacht auf Dienstag binnen zwei Stunden insgesamt 16 Mal ausrücken. Wie die Floriansjünger auf Facebook bekannt gaben, handelte es sich meist um umgestürzte Bäume oder Mülltonnen. Zudem wurden auch Bauzäune vom Wind umgeweht.

UPDATE, 7.25 Uhr - Flugbetrieb läuft wieder an

Der Flugbetrieb am Münchner Flughafen läuft unterdessen langsam wieder an. Es müsse aber auch am Dienstag noch mit Beeinträchtigungen gerechnet werden, hieß es. Rund 80 Flüge sollen ausfallen. Insgesamt sind wieder rund 1.000 Starts und Landungen geplant. Die Passagiere werden gebeten, sich unbedingt vor Antritt der Reise bei ihrer Airline nach dem Status des jeweiligen Fluges zu informieren.

UPDATE, 7.05 Uhr - Hausdach in Salzburg abgedeckt

In der Nacht auf Dienstag musste die Feuerwehr gegen 3.30 Uhr in den Salzburger Stadtteil Parsch ausrücken. Dort wurde das Dach eines Wohnhauses durch Sturm "Sabine" abgedeckt. Die Berufsfeuerwehr musste das offene Dach verschalen und die heruntergefallenen Teile zerkleinern. Über etwaige Verletzte gab es am Dienstagmorgen noch keine Angaben.

Dach in Salzburg durch Sturm abgedeckt

 © FMT Pictures
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UPDATE, 6.55 Uhr - Wetterwarnungen weiterhin gültig

In der Nacht pfiffen in der Region vielerorts ordentliche Böen um die Häuser, die die Menschen teilweise aus dem Schlaf gerissen haben. Deswegen sind die entsprechenden Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weiterhin gültig. In den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting wird vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 km/h und 85 km/h gewarnt. In exponierten Lagen muss mit schweren Sturmböen bis 100 km/h gerechnet werden. Die Warnung gilt vorerst bis Dienstag, 11. Februar, 18 Uhr.

In den südlichen Teilen der Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land können in Lagen oberhalb von 1.500 Metern sogar Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 km/h und 120 km/h auftreten. In exponierten Lagen sind sogar extreme Orkanböen bis 140 km/h möglich. Auch diese Warnung gilt bis Dienstag, 18 Uhr.

Hinweis auf mögliche Gefahren: Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können zum Beispiel entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

UPDATE, 6.45 Uhr - Schule findet in Region wieder statt

In ganz Bayern hatten die Schüler am Montag wegen des Sturms unterrichtsfrei. Am Dienstag, 11. Februar, findet der Unterricht in den Schulen der Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting jedoch wieder ganz regulär statt.

In den Landkreisen Dingolfing-Landau, Freyung-Grafenau, Passau und Rottal-Inn in Niederbayern fällt dagegen der Unterricht weiterhin aus. Außerdem haben an einzelnen Schulen in München und Freising die Schüler am Dienstag frei. Einen genauen Überblick gibt es auf der Homepage des Bayerischen Kultusministeriums.

UPDATE, 6.40 Uhr - Weiter Zugausfälle bei Südostbayernbahn

Größere Probleme gibt es dagegen (noch) im Netz der Südostbayernbahn. Wie das Unternehmen am frühen Morgen meldete, müssen Fahrgäste auch am Dienstag auf nachfolgenden Strecken mit Zugausfällen und/oder Verzögerungen rechnen.

  • Mühldorf - München 
  • Mühldorf - Landshut 
  • Mühldorf - Passau 
  • Mühldorf - Simbach 
  • Mühldorf - Burghausen 
  • Mühldorf - Salzburg 
  • Mühldorf - Trostberg - Traunstein 
  • Traunstein - Traunreut
  • Traunstein - Waging
  • Traunstein - Ruhpolding 
  • Aschau - Prien 
  • Mühldorf - Rosenheim 
  • Wasserburg - Ebersberg - München

UPDATE, 6.35 Uhr - So läuft der Verkehr beim Meridian

Die Bayerische Oberlandbahn meldet auf ihrer Homepage unterdessen, dass sich der Betrieb auf den Strecken Salzburg - München und Kufstein - München, jeweils via Rosenheim, weitestgehend stabilisiert hat. Am frühen Dienstagmorgen können aber weiterhin Züge ausfallen, da das Unternehmen zunächst erneut Erkundungsfahrten durchführen will.

Auf folgenden Strecken kommt es weiter zu Störungen:

  • Meridian: Holzkirchen – Rosenheim, diese Sperrung wird bis zum Dienstagmorgen dauern. Die Verbindungen über Holzkirchen hinaus nach München Hbf entfallen.
  • BOB: Deisenhofen – München Hbf, die Meridian-Züge zwischen München und Deisenhofen entfallen voraussichtlich noch bis mittags. Die Strecke ist derzeit nur eingleisig befahrbar, daher fahren nur vereinzelte BOB-Züge bis München durch. Die weiteren Züge enden in Deisenhofen. Von dort aus können Fahrgäste auf die S-Bahn nach München Ost umsteigen.
  • Streckensperrung Schaftlach – Tegernsee aufgrund eines Baums im Gleis, ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen wird eingerichtet.

UPDATE, 6.30 Uhr - S-Bahn weiter nur eingeschränkt

Pendler müssen auch am Dienstag weiter mit Behinderungen rechnen. Der S-Bahn-Verkehr in München wird weiter nur eingeschränkt funktionieren, nachdem der Betrieb am Montag auf den Außenästen komplett eingestellt werden musste und lediglich ein Not-Fahrplan auf der Stammstrecke aufrecht erhalten werden konnte. Das wurde am Morgen auf Twitter bekannt gegeben.

UPDATE, 6.20 Uhr - Auch Einsätze im Landkreis Altötting

Auch im Landkreis Altötting mussten die Feuerwehren in der Nacht wieder zahlreich ausrücken. Umgestürzte Bäume wurden unter anderem aus Alzgern, Mehring, Neuötting, Tüßling, Feichten, Halsbach, Stammham und Teising gemeldet. Auch die B20 bei Marktl war deswegen kurzzeitig blockiert. Seit kurzem ist auch die Staatsstraße 2355 bei Garching an der Alz betroffen.

UPDATE, 6.05 Uhr - Wieder Einsätze im Landkreis Traunstein

In der Nacht auf Dienstag, 11. Februar, hat Sturm "Sabine" teilweise wieder Fahrt aufgenommen. Seit einigen Stunden werden ständig Feuerwehren im Landkreis Traunstein alarmiert, um umgestürzte Bäume von den Straßen zu entfernen. 

Erneute Einsätze nach Sturm bei Waging am See

 © FDL/Lamminger
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 © FDL/Lamminger
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Es wird immer noch geraten, achtsam durch Waldgebiete zu fahren und unnötige Fahrten zu vermeiden. Vor kurzem stürzte auch ein Baum auf die Kreisstraße TS26 bei Tettenhausen. Die Feuerwehr und ein Landwirt beseitigten den Baum.

Die Erstmeldung:

Sturmtief "Sabine" fegte bereits in der Nacht auf Montag über Deutschland hinweg. Am Montagvormittag, 10. Februar, erreichte das Sturmtief dann Bayern und die Region. Während die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land vom Sturmtief "Sabine" lediglich tangiert wurden, waren die Auswirkungen in den Landkreisen Mühldorf und Altötting deutlich stärker zu spüren. Die Kreisbrandräte, die Integrierten Leitstellen und die Polizei hatten hierzu bereits eine erste Bilanz gezogen.

In der Region kam es zu zahlreiche Einsätzen der Rettungskräfte. Der Zugverkehr der Deutschen Bahn AG kam in ganz Bayern zum Erliegen. Rund 60.000 Haushalte in der Oberpfalz, Oberbayern und Niederbayern waren ohne Strom. Insgesamt  kam es zu 230 Einsätzen in Südostbayern, in Oberbayern sogar zu 500 Einsätzen. Am Nachmittag entspannte sich die Situation (zunächst) wieder und die Schäden konnten von Seiten der Feuerwehr beseitigt werden.

ma/mz

Quelle: rosenheim24.de

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