Sturmtief „Sabine“ fegte über die Region 

Gemeinsames Fazit von Feuerwehr und Polizei: „Glimpflicher als befürchtet“ 

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Die Einsatzkräfte hatten - wie hier im Landkreis Traunstein - primär mit umgestürzten Bäumen auf der Fahrbahn zu kämpfen. 

Landkreise - Während die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land vom Sturmtief "Sabine" lediglich tangiert wurden wüteten Starkregen und orkanartiger Wind im Raum Mühldorf und Altötting umso mehr. Die Kreisbrandräte der Feuerwehren, die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle und die Polizei ziehen Bilanz.

Positiv fällt das Fazit der Polizei zu Sturmtief „Sabine“ aus, das im Laufe des Montag (10. Februar) über die Region hinweggefegt ist, wie Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Nachfrage der Redaktion erklärt: „Das Sturmtief ist absolut glimpflich an uns vorbeigegangen, es hat bisserl geregnet und gewindelt. 'Sabine' hat uns allerdings im Großen und Ganzen nur sachte gestreift.“ 

Überwiegend ruhig sei es in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land geblieben. Hier habe es nur „ganz wenige Einsätze“ gegeben. 

Im südöstlichen Oberbayern, den Landkreisen Bad Tölz und Weilheim-Schongau, hingegen hätten die Einsatzkräfte mehrfach wegen umgestürzten Bäumen oder von den Windböen aus dem Anker gerissenen Verkehrsschildern ausrücken müssen. Gerade die Landkreise Mühldorf und Altötting seien von stärkeren Windböen gebeutelt worden.

Feuerwehr wegen Sturm im Landkreis Traunstein im Einsatz

 © FDL/Lamminger
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Viele Einsätze, dennoch „nicht so schlimm wie erwartet“

In den Landkreisen Altötting und Mühldorf zogen die Kreisbrandräte dennoch eine positive Bilanz. „Es war nicht so schlimm wie wir gedacht haben. Ausrücken mussten wir fast nur wegen umgestürzter Bäume und zwei Gartenhütten. Zum Glück gab es keine Verletzten“, so Mühldorfs Kreisbrandrat Harald Lechertshuber gegenüber innsalzach24.de.

Zwar wurden in Mühldorf Montag vormittags bei Windböen Geschwindigkeiten von bis zu 128 km/h registriert. Doch größere Unfälle gab es nicht. „Der schlimmste Vorfall dürfte der umgestürzte Lkw bei Neumarkt St. Veit gewesen sein“, so Lechertshuber.

Ähnlich sah die Lage im Landkreis Altötting aus: „Gott sei Dank war der Sturm nicht so gravierend. Zwar hatten wir viele Einsätze wegen umgestürzter Bäume, Telefonleitungen oder einen Strommasten, aber es war dann doch relativ ruhig“, so Altöttings Kreisbrandrat Franz-Xaver Haringer.

Auch unser Reporter aus Burghausen resümierte positiv, nachdem Ausläufer des Sturmtiefs im Innsalzach-Gebiet vorbeigezogen sind:

Auf ihrer Facebook-Seite gab die Integrierte Leitstelle am Montagmittag eine erste Zwischenbilanz zu Sturm „Sabine” bekannt: Demnach gab es im Landkreis Mühldorf 61 Einsätze und im Kreis Altötting 33 Einsätze.

„Kein Problem“ für die Feuerwehren

Direkt in Rosenheim habe es keinen einzigen sturmbedingten Einsatz für die Wehren gegeben, erklärt Stadtbrandrat Hans Mayrl im Gespräch mit rosenheim24.de: „Von Mitternacht bis 14 Uhr rückten die Einsatzkräfte im Landkreis Rosenheim 47 Mal und im Landkreis Miesbach zwölf Mal aus.“ 

Ansonsten fällt auch Mayrls Fazit positiv aus: „Das Ganze war einfacher Natur und hat für uns kein Problem dargestellt.“ Die personelle Aufstockung in der Integrierten Leitstelle am Montag habe man rasch wieder aufgelöst, seit 14 Uhr laufe der Regelbetrieb. 

Man sei froh, dass der Sturm die Einsatzkräfte zusätzlich zu demWirbel am späten Sonntagabend (9. Februar) in Rosenheim wegen des Bombenfunds am Bahnhof nicht noch weiter belastet habe. 

Die Kreisbrandräte in den Landreisen Berchtesgadener Land und Traunstein, Josef Kaltner und Christoph Grundner, sind sich einig: „Sturmtief 'Sabine' hat uns nicht sehr gefordert.“

Die Integrierte Leitstelle Traunstein meldete 17 Einsätze in Traunstein, fünf im Berchtesgadener Land. „Mehr als ein paar umgestürzte Bäume waren das nicht“, erklärte Grundner gegenüber BGLand24.de. „Wir haben Glück gehabt, die Berge haben es ein bisschen abgelenkt." Sein Kollege Kaltner schränkte ein bisschen ein: „Für heute war es das wahrscheinlich. Es war nicht der große Wurf, aber es ist noch nicht ganz vorbei.“

mb/jz/cz

Quelle: rosenheim24.de

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