Länderübergreifende Motorradkontrollen

Neun Motorradfahrer missachten Überholverbot - ein Biker 50 km/h zu schnell 

Region Südbayern - Am Sonntag, 19. Mai, fanden am Kesselberg, das Sudelfeld und die Alpenstraße um Reit im Winkl Motorradkontrollen statt. Außerdem in Tirol und Südtirol zur selben Zeit an beliebten und bekannten Streckenabschnitten statt.

Die Pressemeldung in Wortlaut:

Beamte des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd überwachten an dem Tag den Kesselberg, das Sudelfeld und die Alpenstraße um Reit im Winkl. Diese Aufgabe nahm die Kontrollgruppe Motorrad des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zusammen mit Beamtinnen und Beamten umliegender Polizeidienststellen war. Zusätzlich unterstützten Polizeibeamte aus den Polizeipräsidien München und Schwaben Nord den Einsatz. Schwerpunkt war die Kontrolle der Geschwindigkeitsbeschränkungen sowie der Überholverbote. Beides sind regelmäßig Ursachen schwerer und tödlicher Motorradunfälle. Aber auch die Fahrtüchtigkeit der Fahrer und der technische Zustand der Motorräder wurden stets mit geprüft.

Zur Erinnerung, im Jahr 2018 waren im südlichen Oberbayern 99 Verkehrstote zu beklagen, davon allein 21 Motorradfahrer. Als ob es dieser Bestätigung bedurft hätte, ereignete sich zehn Minuten vor Aufnahme der Kontrollen im Sudelfeld ein Motorradunfall. Ein 22-Jähriger Fahranfänger verbremste sich, stürzte und schlitterte eine Böschung abwärts, wo er schließlich gegen einen Baum prallte. Mit schweren Verletzungen wurde er ins Krankenhaus transportiert.

Das Wetter bot am Sonntag vor allem im späteren Tagesverlauf zwar keine idealen Ausflugsbedingungen, trotzdem nutzen zahlreiche Motorradfahrer die Gelegenheit ihrem Hobby nachzugehen. Mit in der Summe 35 Beamten wurden 172 Motorräder kontrolliert. Die meisten konnten nach einer kurzen Fahrtunterbrechung weiterfahren.

25 Fahrer wurden wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet. Den schwersten Geschwindigkeitsverstoß beging ein Motorradfahrer mit 107 km/h bei erlaubten 60 km/h. Ihm steht ein Fahrverbot bevor. Neun Fahrer wurden wegen Missachtung von Überholverboten zur Anzeige gebracht, davon zwei Fahrer innerhalb ihrer Probezeit. Ebenso wurden Straftaten des Kennzeichenmissbrauchs und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis aufgedeckt. So hatten zwei Fahrzeugführer ihre Kennzeichen unkenntlich gemacht und drei hatten ihre Motorräder so getunt, dass sie dafür einen höherwertigen Führerschein gebraucht hätten.

Im Bereich der Fahrzeugtechnik wurdenfünf Motorräder mit abgefahrenen Reifen angetroffen. Diverse Tuningmaßnahmen, die überwiegend zu einer Erhöhung der Lärmentwicklung beitrugen, führten zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Davon betroffen waren 16 Motorräder, die auch so nicht weiterfahren durften. Die Betriebserlaubnis tritt auch nicht einfach durch den Rückbau der Tuningteile wieder in Kraft. Die Besitzer müssen ihre Fahrzeuge auf eigene Kosten im Originalzustand oder mit den neuen Bauteilen technisch begutachten lassen und sich dann an die zuständige Zulassungsstelle wenden.

Pressebericht des Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Bodo Marks/dp

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