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Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick

Flugreise, Testpflicht, Tirol und Tschechien: Diese Regeln gelten nun an Bayerns Grenzen

Reise Regeln Corona Tirol Tschechien Flugreise
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Neue Regeln für Flugreisen nach Deutschland sowie für die Einreise aus Tirol und Tschechien.
  • Martin Weidner
    VonMartin Weidner
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Berlin/München - Wer per Flugzeug nach Deutschland will, braucht seit Dienstag, 30. März, neben dem Ticket auch einen negativen Corona-Test - sonst wird man gar nicht erst mitgenommen. Zudem gelten nun auch wieder veränderte Einreiseregeln für Tirol und Tschechien.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gilt jetzt eine generelle Testpflicht für alle Flugreisen nach Deutschland (News-Ticker Dienstag, 30. März). Den Test muss man schon vor dem Start im Abflugland machen. Wer der Fluggesellschaft keinen Nachweis über ein negatives Ergebnis vorlegen kann, darf nicht in die Maschine einsteigen. Die neuen Vorgaben sind um 0 Uhr in der Nacht zu Dienstag in Kraft getreten und sollen vorerst bis einschließlich 12. Mai gelten. Laut Bundesregierung handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um eine Virusausbreitung zu vermeiden. Sie soll auch Passagiere in den Flugzeugen schützen. Die weiteren Regeln für die Osterfeiertage hat rosenheim24.de in einem Extra-Artikel zusammengefasst.

Zum Reizthema geworden war zuletzt, dass Tausende deutsche Urlauber auf die spanische Insel Mallorca flogen, für die Testpflichten wegen gesunkener Infektionszahlen weggefallen waren. Die neue Regelung gilt nun aber nicht nur für Mallorca, sondern generell. Und nur für Flüge, nicht für andere Verkehrsmittel. Dafür gibt es an den Grenzen von Bayern nach Tirol bzw. Tschechien nun ebenfalls wieder veränderte Ein-/Ausreisebestimmungen. rosenheim24.de hat die aktuellen Regeln im Überblick zusammengefasst.

Welche Tests werden von Fluggesellschaften akzeptiert?

Gemacht werden können laut Bundesgesundheitsministerium PCR-Labortests oder Schnelltests mit bestimmten Mindestanforderungen und einem Nachweis über das Ergebnis. Die Bescheinigung kann man auf Papier oder in digitaler Form in Deutsch, Englisch oder Französisch vorlegen. Drauf stehen müssen Datum und Art des Tests. Der Abstrich dafür darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland genommen worden sein. Bezahlen muss man den Test aus eigener Tasche.

Darf mich die Fluggesellschaft ohne negativen Test befördern?

Das negative Testergebnis muss der Fluggesellschaft vor dem Start vorgezeigt werden - wer keins hat, darf nicht in die Maschine einsteigen. Ausgenommen sind die Crews und Kinder bis fünf Jahre. Fällt der Test positiv aus, muss man nach den örtlichen Vorschriften in Quarantäne gehen - und die Kosten dafür in der Regel auch selbst tragen.

Wird kontrolliert, ob man einen negativen Test hat?

Ob man einen negativen Testnachweis hat, sollen die Fluggesellschaften überprüfen. Möglich sind Kontrollen der Bundespolizei bei der Einreise nach Deutschland und auch durch die Gesundheitsämter. Airlines müssen die Beförderung unterlassen, wenn Passagiere keinen Test haben oder angegebene Daten „offensichtlich unrichtig“ sind, wie das Ministerium erläutert.

Sind Urlaubsreisen ins Ausland verboten?

Die Bundesregierung hatte sogar erwogen, Reisen in beliebte Urlaubsgebiete im Ausland vorübergehend zu unterbinden. Die zuständigen Ressorts wurden gebeten, die juristischen Möglichkeiten zu prüfen. Jetzt verwies ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur (dpa) auf die geltenden Bestimmungen für Reisende: „Eine darüber hinausgehende rechtliche Regelung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant.“ Ein von der Kanzlerin erteilter Prüfauftrag zur möglichen Unterbindung touristischer Reisen gelte derzeit formal als abgeschlossen.

Was gilt an der Grenze zu Tirol bzw. Tschechien?

Seit dem 28. März 2021 sind das österreichische Bundesland Tirol und die Tschechische Republik nicht mehr als Virusvariantengebiete eingestuft. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat nun Tirol zu einem „einfachen“ Risikogebiet und Tschechien zu einem Hochinzidenzgebiet erklärt.

Was gilt nun für beide Grenzabschnitte?

Deutschland verlängert die in der Corona-Krise eingeführten stationären Grenzkontrollen zu Tschechien um weitere 14 Tage und beendet die Kontrollen zum österreichischen Bundesland Tirol. Das teilte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag (30. März) in Berlin mit. Die Kontrollen zu Tirol seien bereits beendet, früher als geplant. Ursprünglich hätten sie bis Mitternacht am Mittwoch (31. März) laufen wollen.

Allerdings ist unabhängig der Herabstufung durch das RKI zu beachten, dass bei einem Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet in den letzten zehn Tagen vor der Einreise beim Grenzübertritt immer eine Anmelde- und Testnachweispflicht besteht! Das bedeutet, dass bis zum Ablauf des 5. April für die Einwohner von Tirol und der Tschechischen Republik gemäß der Coronavirus-Einreiseverordnung grundsätzlich noch die ausnahmslose Anmeldeplicht sowie Testnachweispflicht beim Grenzübertritt gilt.

Einfache Beispiele: Wer sich zum Beispiel nur am Sonntag (28. März) in Tirol aufgehalten hat, war „nur“ in einem Risikogebiet und kann die gelockerten Einreiseregelungen nutzen. Wer dagegen auch am Samstag (27. März) in Tirol unterwegs war, war in einem Virusvariantengebiet und es gelten ausnahmslose Anmelde- und Testnachweispflichten.

Was gilt bei Einreise aus einem Risikogebiet (Tirol)?

Für aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreisende Personen gilt grundsätzlich eine Anmelde- und Testnachweispflicht. Es gibt jedoch Ausnahmen von der digitalen Einreiseanmeldepflicht.

Diese Ausnahmen gelten für Personen...

  • die lediglich durch ein Risikogebiet ohne Zwischenhalt durchgereist sind
  • die nur zur Durchreise nach Deutschland einreisen und die Bundesrepublik auf schnellstem Wege wieder verlassen
  • die sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden nach Deutschland einreisen
  • die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen befördern bzw. Waren oder Güter transportieren

Zudem gibt es auch Ausnahmen von der Testnachweispflicht. Befreit sind (unter anderem):

  • alle Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres
  • Personen, die keine digitale Einreiseanmeldung benötigen (siehe oben)
  • Grenzpendler und Grenzgänger
  • bei Aufenthalt von weniger als 72 Stunden gibt es auch Ausnahmen für Verwandten-/Lebenspartner-Besuche, für Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind, für Diplomagten sowie für Polizeivollzugsbeamte aus Schengen-Vollanwenderstaaten in Ausübung ihres Dienstes

Was gilt bei Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet (Tschechien)?

Für Personen aus einem Hochinzidenzgebiet gilt grundsätzlich bei der Einreise nach Deutschland eine Anmelde- und Testnachweispflicht. Es gibt jedoch Ausnahmen.

Von der digitalen Einreiseanmeldung ausgenommen sind Personen, die...

  • lediglich durch ein Risikogebiet ohne Zwischenhalt durchgereist sind
  • nur zur Durchreise nach Deutschland einreisen und die Bundesrepublik zu diesem Zweck auf schnellstem Wege wieder verlassen
  • sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden nach Deutschland einreisen

Zudem gibt es auch Ausnahmen von der Testnachweispflicht. Befreit sind (unter anderem):

  • alle Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres
  • Personen, die lediglich durch ein Hochinzidenzgebiet ohne Zwischenaufenthalt durchgereist sind
  • Personen, die nur zur Durchreise nach Deutschland einreisen und die Bundesrepublik auf schnellstem Wege wieder verlassen
  • Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen befördern bzw. Waren oder Güter transportieren
  • Personen, denen die zuständige Gesundheitsbehörde eine Ausnahme (triftiger Grund) erteilt hat

Welche Regeln gelten sonst noch?

Grenzpendler und Grenzgänger müssen sich ab dem 30. März 2021 nur noch einmal wöchentlich einer digitalen Einreiseanmeldung unterziehen. Unabhängig von den am 28. März in Kraft getretenen Lockerungen ist die bayerische Einreisequarantäneverordnung zu beachten. Wie die Bundespolizei mitteilte, werden die temporären Grenzkontrollen aus migrations- und sicherheitspolitischen Gründen an der Landesgrenze zu Österreich unabhängig von den vorgenannten Änderungen fortgesetzt.

mw/dpa/Bundespolizei

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