Totes Pferd in Wörnsmühl

Gerüchte um Wolfsattacke bei Grabenau - Experten vor Ort sind anderer Meinung

Pferd liegt auf Wiese (Symbolbild)
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Pferd liegt auf Wiese (Symbolbild)

Wörnsmühl - Am Wochenende um den 25. Juli wurde ein totes Pferd nahe Grabenau gefunden. Die Verletzungen ließen die Gerüchteküche hochkochen. Hat hier einmal mehr ein Wolf zugebissen?

Das Wichtigste in Kürze:


  • Bei Grabenau wurde ein totes Pferd gefunden
  • Das Tier lag am Hang einer Weide in Wörnsmühl
  • Seine Verletzungen gaben Anlass, von einer Wolfsattacke auszugehen
  • Experten vor Ort untersuchten das Tier

Auf der Weide liegt ein schwarzes Pferd, der Rappe ist tot. Sein Kadaver weist einige Verletzungen auf - rosenheim24.de liegen Bilder davon vor. Schnell wird ein Zusammenhang zu einer möglichen Wolfsattacke hergestellt. Die Finder des Tieres alarmieren die Polizei, auch die Beamten halten das Szenario nicht für unwahrscheinlich. Deshalb werden Experten hinzugezogen.


Vor Ort wird das tote Tier begutachtet. Nach kurzer Zeit werden aber Zweifel an einem Wolfsangriff geäußert, denn direkt an die Pferdeweide angrenzend werden auch andere Tiere gehalten. Die benachbarten Schafe wirken entspannt, sind vollzählig und gesund.

Die unbeschadete Schafherde gibt den Experten in Wörnsmühl zu denken. Wäre ein Wolf auf ein großes und wehrhaftes Pferd losgegangen, obwohl nebenan zahlreiche kleiner Schafe liegen?

Experten in Wörnsmühl nach weiterer Untersuchung am Pferd: „Ein Wolf ist auszuschließen.“

Die Experten stellen weiter fest, dass das Pferd am Fuß eines steilen Abhangs liegt und untersuchen weiter seine Verletzungen. Sie äußern kurz darauf eine neue Theorie, welche sich als stimmig erweist: der Rappe ist allem Anschein nach gestolpert und den Hang hinab in seinen Tod gestürzt.

Je länger die Untersuchungen andauern, desto mehr erhärtet sich dieser Verdacht. Hier kam es zu einem tragischen Unfall. Abschließend teilt die Polizei auf Anfrage von rosenheim24.de mit: „Ein Wolf ist auszuschließen, weil sich alle Verletzungen einem Sturz zuschreiben lassen.“

Wölfe in der Region unterwegs

Für viele Pferde- und Nutztierbesitzer ist dies eine Erleichterung. Denn seit Monaten mehren sich Berichte über Wölfe nicht nur in Wörnsmühl, welche sich offenbar wieder stetig im Süden Bayerns blicken lassen und für einige Angriffe auf Schafe und sogar Kühe verantwortlich sein sollen. 

Erst wenige Tage vor dem Unglück bei Grabenau habe ein Wolf mehrere Schafe bei Reit im Winkl gerissen. Und auch in der Nähe von Traunstein hat ein sogenannter „Wolfshybride“ Schafe gerissen

mda

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