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Impfgegner in Oberfranken drehen Spieß um

„Zutritt nur für Nicht-Geimpfte“: Bayerischer Trachtenladen sorgt mit Türschild für Wirbel

Corona-Impfgegner haben im oberfränkischen Hof mit einem Schild in einem Schaufenster für Aufregung gesorgt. „Bitte haben Sie Verständnis - Zutritt nur für Nicht-Geimpfte“, ist darauf vor einem Trachtenladen zu lesen.
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Corona-Impfgegner haben im oberfränkischen Hof mit einem Schild in einem Schaufenster für Aufregung gesorgt. „Bitte haben Sie Verständnis - Zutritt nur für Nicht-Geimpfte“, ist darauf vor einem Trachtenladen zu lesen.

In einem Trachtenladen im oberfränkischen Hof hängt ein Schild mit der Aufschrift: „Zutritt nur für Nicht-Geimpfte“. Die Begründung ist für die Besitzer recht einfach: Sie fühlen sich in Gegenwart von Geimpften unwohl.

Während der Pandemie musste der „Hofer Trachtenlod‘n Wolpderdingar“ (Oberfranken) Umsatzeinbußen von 90 Prozent verschmerzen. Und trotzdem will das Besitzerpaar, das das Fachgeschäft seit 2015 betreibt, auf einen Teil des Umsatzes weiterhin verzichten. Denn das Ehepaar hat seit letzter Woche ein Schild an der Tür, das Geimpften den Zugang zum Geschäft „verwehrt“.

Mit dem Aushang - einem großen gelben Schild - wollen die beiden deutlich machen, wer in ihrem Trachtenladen willkommen ist: „Bitte haben Sie Verständnis - Zutritt nur für Nicht-Geimpfte“ ist dort in Schwarz und Rot zu lesen. Dadurch will das Paar ihren Laden „schützen“, argumentieren die Beiden im Gespräch mit infranken.de. „Wir fühlen uns gegenüber Geimpften unwohl. Wir stehen zu unserer Meinung, egal was andere davon halten.“ Die Impfquote liegt laut Landratsamt Hof aktuell bei 58 Prozent (Stand 15. Juni).

Besitzer des Trachtenladens vertrauen Impfstoffen nicht

Die beiden Geschäftsinhaber aus Hof vertrauen den Corona-Impfstoffen ganz und gar nicht. „Dieser Impfstoff ist nicht getestet“, behauptet der Trachtenhändler im Gespräch mit infranken.de. Dass das renommierte Paul-Ehrlich-Institut die Sicherheit von Impfstoffen in Deutschland im Bezug auf Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit überwacht, ist für das Ehepaar nicht ausreichend. Auf der Webseite der Bundesregierung heißt es in Bezug auf die vergleichsweise schnelle Bereitstellung einer Corona-Schutzimpfung jedoch ganz klar: „Richtig ist, dass der Prozess bei der Entwicklung des Impfstoffes schneller ging, jedoch genauso sorgfältig.“ 

„Alle anderen Impfstoffe wurden immer getestet, das ist gar kein Problem. Aber diesem Mittel vertrauen wir nicht“, so die klare Position der Ladeninhaber. Er frage die Gäste, ob sie geimpft seien, so der Besitzer, „und nur die Nicht-Geimpften sind willkommen.“ Von den Lockerungen für Geimpfte fühlen sich die Beiden gegängelt, darum drehen sie den Spieß nun um.

mh

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