Schrecklicher Unfall in Oberfranken

Fünffach-Papa stirbt bei Horror-Crash - Unfallursache gibt Rätsel auf

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In diesem Auto saß eine siebenköpfige Familie. Der Vater (41) starb, drei der Kinder wurden schwerst verletzt.
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Hirschaid - Ein fürchterlicher Unfall hat sich am Samstag auf der B505 in Oberfranken ereignet. Den rund 120 Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst bot sich ein Bild der Verwüstung. Noch immer ermittelt die Polizei die Unfallursache.

Update, Dienstag: Warum geriet der Mercedes auf die Gegenspur?

Nach dem schrecklichen Unfall auf der B505 in Oberfranken am Wochenende ermittelt die Polizei noch immer wegen der Unfallursache. Der 67-jährige Fahrer eines Mercedes war gegen 16.30 Uhr in den Gegenverkehr geraten und dort mit insgesamt drei weiteren Fahrzeugen kollidiert. 

Zuerst hatten die Ermittler angenommen, dass der Mercedes-Fahrer zum Überholen ausschert war, bevor es zum Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr kam. Dies geht aus unterschiedlichen Aussagen vor, die zwischenzeitlich vorliegen. Dies berichtet die fränkische Polizei. Die Ursache für das Ausscheren in den Gegenverkehr ist somit weiterhin unklar. 

Die Beamten der zuständigen Polizeiinspektion prüfen nun vorrangig, ob die Ursache für den Unfall in einem technischen Defekt oder einem medizinischen Problem des Mercedes-Fahrers zu suchen ist. Der 67-Jährige erlitt bei dem Unfall lebensgefährliche Verletzungen und ist laut Polizei derzeit nicht vernehmungsfähig. 

Die beteiligten Fahrzeuge sind bereits am Unfalltag sichergestellt worden. Ein Sachverständiger hat seine Untersuchungen bereits aufgenommen. Er soll die polizeilichen Ermittlungen zur Unfallursache mit einem Gutachten unterstützen. Bei dem Unfall starb ein 41-jähriger Autofahrer. Er stammte aus dem Kreis Kronach, wie infranken.de berichtet. Zehn weitere Personen erlitten teils schwere bis lebensgefährliche Verletzungen.

Erstmeldung von Sonntag:

Ersten Erkenntnissen vor Ort zufolge war am 12. Oktober ein Mercedes auf der Bundesstraße zwischen Hirschaid und Pommersfeld im Landkreis Bamberg unterwegs, als er verbotswidrig eine doppelt durchgezogene Linie überfuhr und auf der Gegenfahrbahn zum Überholen ansetzte. Ein entgegenkommender Renault konnte gerade noch ausweichen, krachte allerdings heftig in die angrenzende Leitplanke. Der nächste entgegenkommende Wagen, ein Nissan, kollidierte jedoch frontal mit dem Mercedes. Der Nissan war mit einem Ehepaar und ihren fünf Kindern besetzt. Bevor der Mercedes zum Stehen kam, krachte dieser auch noch heftig gegen einen Sprinter.

Vater stirbt in Krankenhaus

Die Trümmerteile nach dem Horror-Crash verteilten sich nach Angaben der Presseagentur News5 auf einer Länge von rund 200 Metern. Mehrere Personen wurden eingeklemmt und mussten von Feuerwehrkräften mit schwerem Gerät aus den Wracks geschnitten werden. 

Tödlicher Unfall auf B505 in Oberfranken

Insgesamt wurden fünf Menschen schwerst und fünf weitere schwer verletzt. Unter den Schwerstverletzten befinden sich auch drei der Kinder aus dem Familienwagen. Der Kinder waren im Alter zwischen einem und zwölf Jahren. Der Familienvater (41) hat das Unglück nicht überlebt. Er starb nach Polizeiangaben wenig später im Krankenhaus.

Ersthelfer mussten psychologisch betreut werden

Insgesamt waren an der Unfallstelle sechs Rettungswagen, drei Hubschrauber, sieben Notärzte und zahlreiche Helfer von Feuerwehr und Polizei im Einsatz. "Es war für unsere Einsatzkräfte, sowohl vom Rettungsdienst als auch von der Feuerwehr, eine große Herausforderung mit der Situation zurechtzukommen", sagte der leitende Notarzt Marc Nettelmann. 

Neun Personen, die den Unfall mitansehen mussten oder als Ersthelfer agierten, wurden bzw. werden von der Psychosozialen Notfallversorgung betreut. Zudem bestellte die Staatsanwaltschaft einen Gutachter, der nun klären soll, wie es zu dem Horror-Crash kommen konnte.

News5/PP Oberfranken/mw/mh

Quelle: rosenheim24.de

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