Unmögliche Aktion in Landshut

Rentner (78) hat keine Lust zu warten und fährt Feuerwehrler mehrmals an

Einsatzkleidung der Feuerwehr auf der der Wache hängt in Spinden.
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In Niederbayern wurde ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz verletzt. (Symbolbild)

Landshut - Ein Feuerwehrmann wurde bei einem Einsatz am Dienstag im niederbayerischen Landshut mehrmals angefahren. Ein Rentner wollte nicht warten, bis die Floriansjünger ihren Einsatz beendeten.

Wie die Feuerwehr am Donnerstag mitteilt, sollten die Einsatzkräfte eine längere Ölspur beseitigen. Dabei war ein Feuerwehrmann für die Verkehrsabsicherung und Verkehrslenkung verantwortlich. 


Ein 78-jähriger Mann war damit jedoch überhaupt nicht einverstanden. Er leistete den Anweisungen des Feuerwehrmannes nicht Folge und bestand darauf, die Absperrung zu passieren. Schließlich fuhr der Uneinsichtige den Feuerwehrmann mehrmals an und dabei auch über den Fuß. 

Ein erster Verdacht auf einen Bruch im Fuß bestätigte sich zum Glück nicht: Dank der Sicherheitsschuhe kam der Feuerwehrmann mit Prellungen davon. „Wir sind froh, dass unserem Kameraden nicht mehr passiert ist und appellieren zugleich an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer. Sperrungen und verkehrslenkende Massnahmen durch die Feuerwehr oder andere Hilfsorganisationen geschehen nie ohne Grund oder weil Ehrenamtliche bzw. die Polizei gerade nichts anderes zu tun haben. Bitte unterstützt uns bei unserer Arbeit und kommt den Anweisungen der Einsatzkräfte nach“, appelliert die Landshuter Feuerwehr auf Facebook.


Auch Stadtbrandrat Gerhard Nemela und der leitende Polizeidirektor Helmut Eibensteiner verurteilen ein derartiges Vorgehen auf das Schärfste. „Einsatzkräfte, die ehrenamtlich Dienst für die Gesellschaft leisten, zu verletzten, geht überhaupt nicht“, so Stadtbrandrat Gerhard Nemela.

Für den Fahrer wird die Geschichte allerdings kein glückliches Ende nehmen: Er muss sich nicht nur wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten. Zusätzlich wird Anzeige wegen des Angriffs auf Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen, einer gefährlichen Körperverletzung und einer Nötigung im Straßenverkehr erstattet. 

mh/Feuerwehr Landshut

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