Kreisbrandrat Richard Schrank klärt auf

Waldbrandgefahr - Luftbeobachtungen auch in der Region

Am Schwarzenberg bei Kiefersfelden wütete 2018 ein Waldbrand
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Am Schwarzenberg bei Kiefersfelden wütete 2018 ein Waldbrand

Landkreis Rosenheim - Wegen der anhaltenden Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr in vielen Teilen Bayerns. Örtlich sind sogar Luftbeobachter im Einsatz um möglichze Brandherde frühzeitig identifizieren zu können. So sieht die Lage im Landkreis Rosenheim aus.

„Aktuell liegt der Waldbrandgefahrenindex im Landkreis Rosenheim bei zwei bis drei. Morgen soll er noch ein bisschen höher steigen“, sagt Kreisbrandrat Richard Schrank im Gespräch mit rosenheim24.de. Die Lage sei laut Schrank noch normal. „Übermorgen ist wieder Regen angesagt, somit sinkt der Index wieder auf eins.“


Waldbrandgefahr - so verhält man sich richtig

Um einem Waldbrand vorzubeugen, rät Schrank, keinen Müll wegzuschmeißen. „Das sollte sowieso selbstverständlich sein, dass seinen Müll wieder mitnimmt. Aber es kommt häufig zu Selbstentzündungen beispielsweise durch Glasflaschen, die dann wie ein Brennglas fungieren.“ Außerdem solle man in keinem Fall Zigarettenkippen wegwerfen und offenes Feuer nie unbeaufsichtigt lassen.


Wegen anhaltend hoher Waldbrandgefahr hat die Regierung von Oberbayern angeordnet, die Luftbeobachtung bis einschließlich Samstag, 1. August 2020 auf die Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, Starnberg, Landsberg am Lech, Weilheim-Schongau, Erding, Ebersberg, Rosenheim, Mühldorf a.Inn, Traunstein, Altötting und Berchtesgadener Land auszuweiten. Besonders gefährdet sind Wälder auf leichten sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder.

Waldbrand am Schwarzenberg 2018

Im August 2018 wütete am Schwarzenberg bei Kiefersfelden ein großer Waldbrand. Es musste sogar der Katastrophenfall ausgerufen werden. Die Brandbekämpfung erfolgte sowohl vom Boden aus, als auch aus der Luft. 

Hunderte Helfer waren im Einsatz. Die Bekämpfung der Glutnester nahm Tage in Anspruch.

jb

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