Wie fließt der Verkehr künftig in der Wasserburger Altstadt?

Motorräder, Busverkehr und verkehrsberuhigte Zone - erste Details aus der Verkehrsklausur

Häufig Abstellfläche für Motorräder: Der Marienplatz vor dem Wasserburger Rathaus. Die Stadt bemüht sich nun um eine Lösung. 
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Häufig Abstellfläche für Motorräder: Der Marienplatz vor dem Wasserburger Rathaus. Die Stadt bemüht sich nun um eine Lösung. 

Wasserburg am Inn - Der Verkehr in der Altstadt ist seit Jahren heiß diskutiertes Thema und stand am Samstag einmal mehr im Fokus einer Klausurtagung des Wasserburger Stadtrates. Auch wenn die Klausur hinter verschlossenen Türen stattfand, ein paar Details kann Bürgermeister Michael Kölbl dennoch verraten.

Beim Dauerbrenner-Thema Altstadtverkehr habe man sich auf einen Kompromiss geeinigt, wie Kölbl im Gespräch mit wasserburg24.de erläutert: „Dieser wurde von einer breiten Mehrheit getragen und ich empfinde es als gute Lösung für Gewerbe, Anwohner und Besucher der Altstadt. Über den Inhalt des Wegs, den wir gefunden haben und beschreiten möchten aber haben wir uns Stillschweigen auferlegt,“ Der Grund: Die Klausur am Samstag, 10. Oktober, war eine „reine Arbeitssitzung“, der Stadtrat werde die Ergebnisse in seiner nächsten Sitzung am 29. Oktober öffentlich beraten und beschließen.


Verkehrsberuhigung in Wasserburg: Konkrete Ideen für den Altstadtkern

Zu anderen Themen allerdings konnte Kölbl durchaus einige Details verraten: So habe man sich darauf geeinigt, im Bereich des Kindergartens und der Realschule in der Landwehrstraße einen verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen. „Hierzu müssten zwar minimale Umbaumaßnahmen durchgeführt werden, diese werden in der Verwaltung vorbereitet, eine weitere Beratung und ein Beschluss erfolgt durch den Bauausschuss.“


Beim Busverkehr in der Altstadt ist der Halb-Stunden-Takt schon beschlossen, damals wurde angeregt, weitere Haltestellen zu errichten. Der Stadtrat wolle nun Varianten prüfen - konkret am Heisererplatz und am Max-Emanuel-Platz/Marienplatz. „Das wird momentan untersucht, im Stadtrat beraten und bevor es überhaupt zur Umsetzung kommt, gibt es zunächst eine Probephase in Form von provisorischen Tafeln, ob so etwas überhaupt funktionieren kann“, betont Kölbl.

„Last but not least haben wir auch noch das Thema Motorräder beackert“, schließt Kölbl seine Erklärungen. „Dabei handelt es sich um ein Thema, das im Herbst zwar an Bedeutung verliert. Doch gerade in den Sommermonaten flammt die Debatte um parkende Mopeds am Rathaus und dem Café ‚Die Schranne‘ regelmäßig auf. Unser Ziel ist es nun, mehrere kleinere Motorrad-Parkflächen in der Altstadt auszuweisen. Die Bauverwaltung ist damit beauftragt, Flächen hinsichtlich einer Realisierung zu prüfen.“ Auch hier erfolgt die endgültige Beschlussfassung durch den Bauausschuss.

Insgesamt zeigte sich Kölbl sehr zufrieden mit der Verkehrsklausur, wie er in einem kurzen Fazit unterstreicht: „Es war eine sehr gute und konstruktive Sitzung von 9 Uhr morgens bis 17.30 Uhr abends und die Diskussionen liefen sachlich und konzentriert ab.“

mb

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