+++ Eilmeldung +++

Formfehler mit gravierenden Auswirkungen

AfD-Eklat vor Sachsenwahl: Klage wegen Kandidatenliste gescheitert 

AfD-Eklat vor Sachsenwahl: Klage wegen Kandidatenliste gescheitert 

Landkreis Rosenheim als Risikogebiet für Zecken *Mit Voting* 

Wasserburgerin warnt: "Über die Maßen viele Zecken" am Inndamm

+
Der Landschaftsweg entlang des Inns mit Blick auf die Wasserburger Altstadt. In den ersten grünen Grashalmen entdeckte eine Spaziergängerin unzählige Zecken, die auf ihre Wirte warteten. 
  • schließen

Wasserburg - Mit den frühlingshaften Temperaturen steigt Jahr für Jahr auch die Zeckengefahr. Heuer allerdings scheinen sich die Plagegeister sprunghaft vermehrt zu haben. Am Wasserburger Inndamm sind einer Spaziergängerin besonders viele Zecken aufgefallen.

Bei einem Spaziergang am Inn entlang von der Wasserburger Rampe auf dem Landschaftsweg in Richtung Attel seien der Wasserburgerin und auch, wie sie sagt, anderen Spaziergängern "über die Maßen viele Zecken an Grashalmen" aufgefallen. Unzählige Parasiten seien "gut sichtbar für das geschulte Auge direkt am Wegrand auf der Lauer" gesessen. Der Dame seien laut eigener Aussage noch in keinem Jahr dermaßen viele Zecken aufgefallen.  

Warnung an Spaziergänger und Hundebesitzer

"Teilweise saßen mehrere Zecken an einem Grashalm. Ich gehe schon viele Jahre - und früher auch mit meinem Hund - am Inn spazieren, aber so viele Zecken sind mir dabei noch nie begegnet", untermalt die Wasserburgerin. "Die Mitte des Weges ist ziemlich sicher, die extrem vielen Zecken befanden sich auf dem Weg von Wasserburg in Richtung Attel auf der rechten Seite." 

Ihr gehe es in erster Linie darum, Spaziergänger in der Gegend - und auch Hundebesitzer - über die dortige Zeckeninvasion in Kenntnis zu setzen und dass diese wachsam sein sollen

Sie selbst wohne im Ortsteil Burgau, dort seien ihr bisher keine Zecken im Übermaß aufgefallen. "Die Plage scheint wirklich speziell am Inn so ausgeprägt zu sein", mutmaßt die Wasserburgerin abschließend und warnt gleichzeitig: "Auch ich habe mir die letzten Tage, wahrscheinlich unten am Inn, eine Zecke eingefangen. Sie hatte sich bereits am Hinterkopf unter den Haaren fest gesaugt."

Eine Wasserburgerin legte am Inn ein Tuch ins Gras - innerhalb kürzester Zeit krabbelten mehrere Zecken aus dem Gras auf den weißen Hintergrund. 

Rosenheimer Landratsamt warnt bereits

Tatsächlich werde der Landkreis Rosenheim als risikoreiches Zeckengebiet eingestuft, erklärt Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamt auf Nachfrage von wasserburg24.de. In ganz Bayern gehören bereits 91 von 96 Landkreisen und kreisfreien Städten zu den FSME-Risikogebieten. Dazu zählen auch Stadt und Landkreis Rosenheim. 

Borreliose-Fälle wurden heuer in der Region zwar noch nicht registriert, dennoch warnt das Gesundheitsamt in einer Pressemitteilung vor Infektionskrankheiten durch Zeckenbisse. 

Tipps gegen Zeckenbisse

  • Der Kontakt mit den Parasiten sollte möglichst vermieden werden. Bei Aufenthalten in der Natur, im Garten und auf Wegen sollte man den Kontakt mit Gräsern, Sträuchern oder Bäumen vermeiden. 
  • Es empfiehlt sich, nach Aufenthalten in der Natur, den Körper nach Zecken abzusuchen. Die Zecke nistet sich häufig in Hautfalten ein. Unter den Achseln, in Leisten, Gesäßspalten und Kniekehlen, hinter dem Ohr, zwischen den Zehen oder im Hals-/Nackenbereich fühlen sie sich wohl. Zecken können aber auch einfach auf einem Bein, Arm oder dem Unterkörper sitzen.
  • Allgemein sollte lange und gut schließende Kleidung getragen werden (lange Hosenbeine, Socken, Kopfbedeckung). Es gibt auch Zeckenschutzkleidung, mit mit zeckentötenden oder zeckenwehrenden Mitteln imprägniert sind. 
  • Antizeckensprays oder Lotionen können helfen. Diese Zeckenschutzmittel können auf die Haut oder die Kleidung angebracht werden. Zeckenschutzmittel töten Zecken jedoch nicht, sie haben nur einen abwehrenden Effekt - und das meist nur für einige Stunden.
  • Abhängig von der Luftfeuchtigkeit kann eine Zecke im Haus viele Tage überleben. Kleidungsstücke, auf denen sich Zecken befinden, können auch zu einem späteren Zeitpunkt noch zu Zeckenstichen führen und sollten von den Parasiten befreit werden. In der Waschmaschine können Zecken überleben, eine Stunde im heißen Wäschetrockner aber überlebt keine Zecke. 
  • Im Falle eines Zeckenbisses ist es wichtig, die Zecke möglichst schnell und richtig zu entfernen. Dies funktioniert mithilfe spezieller Zeckenzangen oder einer üblichen Pinzette.

mb

Quelle: wasserburg24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT