Eifersucht soll das Motiv gewesen sein

Den Nachbarn in Mühldorf erstochen: Urteil gegen 47-Jährigen gefallen

Mühldorf/Traunstein - Im Prozess gegen einen 47-Jährigen aus Mühldorf ist am heutigen Dienstag das Urteil gefallen: Wohl aus Eifersucht hat er 19 mal mit dem Messer auf einen Nachbarn eingestochen.

Update, 18.30 Uhr - Den Nachbarn in Mühldorf erstochen: Urteil gegen 47-Jährigen gefallen


14 Jahre Haft urteilte das Landgericht in Traunstein am Dienstag, 4. August, im Fall der tödlichen Messerstiche in Mühldorf. Der 47-jährige Täter wurde wegen Totschlags verurteilt. Eine Unterbringung zum Alkoholentzug lehnte das Gericht ab. Der Mann hatte während der Tat rund 2,7 Promille Alkohol im Blut.  

Mit sechs Stichen in den Kopfbereich und 13 in den Hals verletzte der Mann seinen 57 Jahre alten Nachbarn am 19. November 2019 tödlich. Das Motiv war wohl Eifersucht. Die damalige Partnerin hielt sich zum Tatzeitpunkt bei dem Nachbarn auf. Der Angeklagte vermutete ein Verhältnis, was die Frau vor Gericht aber verneinte. 

Ankündigung:


Sechs Stiche in den Kopfbereich und 13 in den Hals zählte die Staatsanwaltschaft bei der Verlesung der Anklage auf: Mit einem Hilti-Klappmesser soll ein 47-jähriger Mühldorfer am 19. November vorigen Jahres seinen Nachbarn erstochen haben. Das Das Opfer war damals 57 Jahre alt. Angeklagt ist der Mann wegen Totschlags. Am Dienstag werden vor dem Traunsteiner Landgericht die Plädoyers gehalten, im Anschluss wird das Urteil erwartet. Der Prozess beginnt um 9 Uhr.

Nachbarn in Mühldorf erstochen - Urteil wird erwartet

Hintergrund soll gewesen sein, dass der Angeklagte eine Affäre zwischen dem getöteten Nachbarn und seiner Ex-Freundin vermutete. "Er war für mich ein guter Mensch, ein guter Freund. Aber mehr nicht", sagte die Frau aus. Sie gab vor Gericht aber an, den genauen Tatablauf nicht mitbekommen zu haben. Auch der 47-Jährige will sich an die Tat nicht mehr erinnern können, sprach beim Prozessauftakt von einem "Filmriss", den er in der Wohnung des Nachbarn gehabt habe. "Ich habe jetzt einen Mann umgebracht. Er ist tot", rief der Angeklagte während des Notrufs ins Telefon. 

Nach der Messerattacke klaffte im Hals des Opfers ein faustgroßes Loch, so die Staatsanwaltschaft. Die Kopfschlagader wurde durchtrennt, durch den erheblichen Blutverlust starb der Mann. Die Ermittler zählten insgesamt 38 Stich-Schnittverletzungen über den ganzen Körper verteilt. Zuletzt wurde vor Gericht bekannt, dass der Angeklagte schon 20 Vorstrafen hat. Oft ging es dabei um Körperverletzung, Trunkenheit im Straßenverkehr, Drogenbesitz oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

innsalzach24.de wird aktuell aus dem Traunsteiner Landgericht berichten.

xe

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