Radler totgefahren: Urteil für Verkehrs-Rowdy

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Ein Foto von der Unfallstelle nähe Tittmoning.
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Traunstein/Tittmoning - Rund 22 Meter flog ein Radler nach dem Crash im August durch die Luft und verstarb neben der Straße. Der Fahrer flüchtete: "Fahrlässige Tötung" war nur eines der Delikte!

Die Anklage wog schwer: Am 7. August fuhr der Angeklagte mit seinem 3er-BMW bei Tittmoning im Dunkeln einen 70-jährigen Radler an. Über 20 Meter schleuderte es ihn durch die Luft. Während der Radfahrer kurz darauf an der Unfallstelle starb, machte sich der Autofahrer aus dem Staub. Die Fahndung nach dem BMW lief schon an, rund anderthalb Tage nach dem Unfall stellte sich der Flüchtige doch.

Nun stand der 62-jährige Kaufmann aus dem nördlichen Landkreis Traunstein vor dem Traunsteiner Schwurgericht. Wie heimatzeitung.de berichtet, gestand der Angeklagte beim Unfall einen "kräftigen Schlag" gehört zu haben. Doch er hielt trotzdem nicht an: "Ich wollte einfach weg. Ich wusste ja nicht, was passiert ist", zitiert ihn heimatzeitung.de.

Das Schwurgericht verurteilte den Kaufmann nun zu zwei Jahren mit dreijähriger Bewährungszeit - wegen fahrlässiger Tötung, versuchten Totschlags durch Unterlassen und Unfallflucht! Dazu muss er für zwei Jahre den Führerschein abgeben und 2500 Euro Auflage für soziale Zwecke bezahlen.

Fotos von der Unfallstelle aus dem Archiv

Tödlicher Radunfall bei Tittmoning

Tödlicher Radunfall mit Fahrerflucht

xe

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