2011 deutlich mehr Einsätze

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Kreisbrandmeister Alfred Waschin ehrte Werner Haslinger, Karl Hilger und Horst Mrazek für jeweils 25-jährigen aktiven Dienst, was auch Kommandanten Alfred Mayer freute. Fotos

Grassau - Der Feuerwehralltag blieb auch in der Jahreshauptversammlung im Gerätehaus nicht außen vor. Mitten in den Berichten schellte die Alarmglocke.

Stets einsatzbereit sprangen die Aktiven von ihren Stühlen auf. Sie begaben sich auf eine Personensuche, die Versammlung war daraufhin kurz unterbrochen. Auch die Nichtaktiven bekamen damit einmal mehr vor Augen geführt, was die Kameraden leisten.

Mit der Aussage "Person gefunden" begann dann Kommandant Alfred Mayer seinen Bericht. Im vergangenen Jahr hatten die Floriansjünger 125 Einsätze - und damit 26 mehr als im Vorjahr. Fast 2000 Einsatzstunden leistete die 59 Mann starken Mannschaft. Die Aktiven eilten unter anderem zu acht Bränden. Mayer erinnerte an den Einsatz am Kirchenweg, als ein Christbaum brannte und die Meldung Personen im Gebäude größte Aufmerksamkeit hervorrief. Auch der Brand in der Silvesternacht konnte ohne Personenschaden bewältigt werden. Dank des neuen Schaumzumischgeräts blieb der Wasserschaden nach dem Brand sehr gering.

Weiter informierte Mayer über 59 technische Hilfeleistungen, neun Türöffnungen, die mittlerweile auch zum Aufgabenbereich der Wehr gehören, sieben Insektenversetzungen, drei Personensuchen - und auch über sieben Einsätze nach Sturmschäden. Die Aktiven aus Grassau fuhren sogar bis zum Simssee nach Pietzenkirchen, um eine abgedeckte Kirche und einen Bauernhof zu sichern. Des Weiteren rückten die Floriansjünger zu sechs Verkehrsunfällen aus, wobei sie dann zweimal eingeklemmte Personen befreiten. Auch bei einem Badeunfall am Reifinger See waren sie zur Stelle.

Ihre Einsatzbereitschaft stellten die Feuerwehrler bei 133 Übungen in 3422 Stunden unter Beweis. Bewährt haben sich die Wärmebildkamera, das Schlauchboot und auch die neue Checkbox, die der Sicherheit der Feuerwehrmänner dient.

Maier lobte die Jugendfeuerwehr, die große Einsatzbereitschaft zeige und sehr diszipliniert sei. Bei der Grassauer Feuerwehr breche nun eine neue Ära an, denn in der Jugendfeuerwehr seien nun zum ersten Mal auch Mädchen integriert.

Jugendleiter Thomas Göls unternahm mit der Jugendwehr 25 Übungen mit 296 Übungsstunden. Am Kreisjugendfeuerwehrtag in Obing nahmen sie seinen Angaben zufolge teil, Leistungsabzeichen legten sie ab. Interessant für die Jugend sei der Berufsfeuerwehrtag, an dem das Aufgabenspektrum der professionellen Helfer vor Augen geführt werde. Göls freute sich, dass Michi Haslinger nun als Ausbilder hinzukomme. Geplant sei ein Zeltlager sowie für den 14. April ein "Tag der offenen Tür". Die Feuerwehr München werde am 5. Mai besucht. Göls betonte ausdrücklich, dass auch weibliche Jungfeuerwehrlerinnen willkommen seien.

Nicht minder interessant war der Überblick aus dem gesellschaftlichen Leben der Floriansjünger, beleuchtete vom Vorsitzenden Peter Ritzer. Selbstverständlich ist die Teilnahme an den kirchlichen und weltlichen Festen in der Gemeinde. Beim Dorffest der Feuerwehr konnten viele Besucher begrüßt und auch die Kasse etwas gefüllt werden. Bei der Feuerwehrhauseinweihung in Übersee waren die Grassauer ebenso dabei wie bei der Schlechinger Fahrzeugweihe. Der Feuerwehrausflug führte in das Kehlsteinhaus. Ritzer erinnerte unter anderem auch an die Wiederweihe der Vereinsfahne, die 1972 hergestellt und nun restauriert worden sei.

Beeindruckt von der Leistungsbereitschaft der Grassauer zeigte sich Kreisbrandmeister Alfred Waschin. "Über 3000 ehrenamtliche Übungsstunden und 2000 Einsatzstunden sind gewaltig", sagte er.

Schließlich ehrten Kreisbrandmeister Waschin und Vorsitzender Ritzer noch verdiente Kameraden. Seit 25 Jahren im aktiven Dienst sind Horst Mrazek, Karl Hilger und Werner Haslinger. Eine besondere Ehre kam Franz Irger senior zu. Irger ist bereits seit 40 Jahren im aktiven Dienst.

Das Sicherheitsgefühl der Bürger werde durch die Feuerwehr entscheidend vergrößert, betonte Bürgermeister Rudi Jantke. Die Gemeinde sei immer bereit, notwendige Ausgaben zu übernehmen, nicht weil sie dazu verpflichtet sei, sondern vielmehr, weil man von der Qualität der Feuerwehr überzeugt sei. Im vergangenen Jahr seien rund 88000 Euro für die Wehr ausgegeben worden - sowohl für laufende Ausgaben wie auch für Neuanschaffungen. Auch heuer werde die Arbeit der Wehr mit 82.000 Euro unterstützt, wobei für Einsatzkleider 12.000 Euro, für das neue Mehrzweckfahrzeug heuer 65.000 Euro und 2013 nochmals 40.000 bereitgestellt werden.

tb/Chiemgau-Zeitung

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